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Wechselgetriebe mit Umschaltvorrichtung für Fahrräder u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Wechselgetriebe mit Umschaltvorrichtung für den Antrieb von Fahrrädern und ähnlichen Fahrzeugen, bei dem auf dem Hinterrad des Fahrrades mehrere Kettenräder mit verschiedenem Durchmesser vorgesehen sind. Mittels einer Umschaltvorrichtung wird die von der Tretkurbelachse oder vom Motor kommende Treibkette, entsprechend der gewünschten Geschwindigkeit, abwechselnd auf eines der Kettenräder gelegt. Ein Umschaltrad ist mit der Kettenspannvorrichtung vereinigt, indem es auf einem federbelasteten Schwingarm parallel mit der Radachse verschiebbar gelagert ist. Die Einrichtung zur Verschiebung des Umschaltrades wird durch einen Bowdenzug beeinflusst.
Von andern Einrichtungen dieser Art unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, dass der Schwingbolzen für den das Umschaltrad tragenden Arm auf einer an dem Hintergabelende vorgesehenen Lasche befestigt und der Bowdenzug an dem freien Ende des Schwingbolzens geführt ist.
Der Bolzen ist ferner von einer ihn allseitig stützenden Trommel umschlossen, um die die Feder gelegt ist, die auf den Schwingarm wirkt und das Umschaltrad gegen die Treibkette drückt, wodurch der Kette die erforderliche Spannung erteilt wird. Diese Anordnung bedeutet eine erhebliche Vereinfachung und bringt grosse Sicherheit in der Wirkung mit sich. Die arbeitenden Teile sind sämtlich auf dem Schwingbolzen vereinigt, der besonders gestützt ist. Wegen dieser Vereinigung der Teile braucht keine umständliche Einstellung stattzufinden, sondern der Einbau ist sehr einfach. Die Einrichtung lässt sich also an einem gewöhnlichen Fahrrad leicht anbringen.
In den Zeichnungen ist die Anordnung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt die Seitenansicht des Getriebes und Teile des Fahrrades und Fig. 2 eine Oberansicht mit einem Schnitt verschiedener Teile der Schaltvorrichtung.
Die Freilaufbremsnabe 5, auf deren Antreiber 52 drei Zahnkränze 7, 8, 9 von verschiedenen Durchmessern fest angeordnet sind, ist in der üblichen Weise mit ihrer Achse 54 in den Schlitzen der Hintergabelenden 50 des Fahrrades mit Hilfe von Flügelmuttern 51 befestigt.
Zur Anbringung des schwingbaren Trägers 13 des Kettenspannrades 10 ist bei dem Ausführungsbeispiel auf der inneren Seite des Gabelendes 50 durch Niete oder andere Verbindungsmittel eine Lasche 53 befestigt, die einen gleichen Schlitz wie das Gabelende 50 hat, damit die Radachse 54 richtig eingestellt werden kann. Die Lasche 53 hat eine nach unten über das Gabelende vorragende Verlängerung, auf der der Schwingbolzen 55 für den Träger 13 festgenietet oder in anderer Weise starr angebracht ist. Auf diesen Bolzen ist eine Federtrommel56 aufgeschoben, die durch einen geflanschten Ring 57 an die Lasche angedrückt wird. Zwischen dem Flansch des Ringes 57 und der Stirnflache der Trommel 56 ist der Hebel 13 mit seinem Auge schwingbar geführt.
Eine um die Trommel gelegte und mit ihren Enden einerseits an der Lasche 53 und anderseits an dem Hebel 13 mittels Abbiegungen angreifende Schraubenfeder 58 sucht den Hebel 13 abwärts zu drücken. In einem Auge des freien Endes des Hebels 13 ist eine Hülse 27 mittels gegen die beiden Seiten des Hebels 13 wirkender Muttern befestigt. Auf dieser Hülse ist eine Kappe 26 verschiebbar geführt, wobei sie durch eine Zapfenschraube 35, die in einen Längsschlitz der Hülse 27 greift, gegen Drehung gehalten wird. Auf der Kappe 26 ist mittels eines Kugellagers das die Umschaltung der Kette bewirkende Schaltrad 10 leicht drehbar angeordnet. Mit der Kappe ist eine Führungsstange 32 fest vereinigt, gegen deren Bund eine Feder 31 wirkt, die das Schaltrad 10 in der einen Richtung, u. zw. gegen das Innere des Rahmens, zu verschieben strebt.
Am freien Ende der Führungsstange 32 ist eine Gelenkkette 33 angebracht, die aus der Hülse 27 herausgeführt und um das freie
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Ende des Bolzens aufwärts gelenkt ist. Zur besseren Führung der Kette 33 ist durch eine im freien Ende des Bolzens 55 befestigte Schraube 34 mit breitem Kopf ein Bund gebildet. An die Kette schliesst das Zuggestänge 41 an, mittels dessen der Fahrer die Umschaltung ausführen kann, was dadurch geschieht, dass das Umschaltrad 10 parallel zur Achse der Freilaufnabe verschoben wird. Um bei dem Zusammenbau oder bei der Reparatur der Einrichtung zu verhüten, dass die Feder 31 die Kappe 26 von der Hülse 27 herabstösst, ist auf dem Hebel 13 ein Anschlag 59 vorgesehen, in den die Kette 33 eingehängt werden kann, falls das Zuggestänge 41 gelöst ist.
Die den Antrieb von dem auf der Tretkurbelachse sitzenden Kettenrad auf das Hinterrad übertragende Treibkette 6 läuft durch eine auf dem einen Schenkel 40 der Hintergabel mittels einer Sehelle 17 befestigte-gabelförmige Führung. M, weiter um eines der Kettenräder 7, 8, 9 und schliesslich über das Schaltrad 10 zurück zum Antriebsrad. Unterhalb des Schaltrades 10 ist ein Kettenführungsbügel 36 vorgesehen.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise. Wenn das Schaltrad 10 in der Ebene des Kettenrades 8 eingestellt ist und durch den Hebel 13 abwärts gedrückt wird, spannt es die Kette, wie aus Fig. 1 hervorgeht. Wird durch Ziehen an dem Schaltgestänge 41 das Schaltrad 10 in die Ebene des Kettenrades 9 eingestellt, so zieht es gleichzeitig die Treibkette 6 seitwärts, die dadurch von dem Kettenrad 8 auf das Kettenrad 9 springt. Die Verkleinerung des Umfanges des jetzt getriebenen Kettenrades wird durch eine andere Einstellung des Spannhebels 13 ausgeglichen. Wird umgekehrt das Zuggestänge 41 nachgelassen, so stellt die Feder 31 ! das Schaltrad. M gegenüber dem Kettenrad 7 ein, wodurch die Treibkette 6 auf dieses gebracht wird.
Wenn die Notwendigkeit entsteht, das. Hinterrad aus der Hintergabel herauszunehmen, wird die Treibkette von der Gabel 18 und der Führung 36 getragen.
Die Verbindungslasche 53 kann auch wegfallen, wenn das Gabelende selbst einen abwärts ragenden Vorsprung aufweist. Diese Gestaltung wird zweckmässig bei neu herzustellenden Fahrradrahmen gewählt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wechselgetriebe mit Umschaltvorrichtung für Fahrräder u. dgl. mit mehreren'auf dem Antreiber der Hinterradnabe fest angeordneten Kettenrädern verschiedener Durchmesser und einer einzigen Treibkette, die durch ein Umschaltrad abwechselnd auf die einzelnen Kettenräder gelegt werden kann und durch den schwingbar gelagerten und federbelasteten Träger des Umsehaltrades, das durch einen Bowdenzug parallel zur Nabenachse verschiebbar ist, gespannt gehalten wird, dadurch gekennzeichnet,
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gabelende (50) vorgesehenen Lasche (53) befestigt und der das Verschieben des Umschaltrades (10) vermittelnde Bowdenzug (33) an dem freien Ende des Schwingbolzens geführt ist.