DE30284C - Steuerapparat für Schiffe - Google Patents

Steuerapparat für Schiffe

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Publication number
DE30284C
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Germany
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lever
spindle
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ships
brake
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30284D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. hastie in Greenock, Grofsbritannien
Publication of DE30284C publication Critical patent/DE30284C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H25/00Steering; Slowing-down otherwise than by use of propulsive elements; Dynamic anchoring, i.e. positioning vessels by means of main or auxiliary propulsive elements
    • B63H25/06Steering by rudders
    • B63H25/08Steering gear
    • B63H25/10Steering gear with mechanical transmission

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 65: Schiffbau und Schiffsbetrieb.
JOHN HASTIE in GREENOCK (Gross-Britannien Steuerapparat für Schiffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1884 at>.
Der Hauptzweck der Erfindung ist, eine Schiffssteuerung so zu construiren und die Theile der Handsteuerung bei Schiffen mit Dampf- oder hydraulischer Steuerung so anzuordnen, dafs die Handsteuerung leicht ausgerückt werden kann, wenn die Dämpf- oder hydraulische Steuerung in ThStigkeit treten soll, und umgekehrt.
Fig. ι ist eine Oberansicht, Fig. 2 eine theilweise durchschnittene Seitenansicht und Fig. 3 eine Oberansicht der in Fig. 1 nicht gezeigten Theile.
Das Steuerrad 12 sitzt auf der Welle 13, die in einem drehbaren Lager 14 an der Ruderstange 15 und am hinteren Ende in einem Lager am Tragebock 16 gelagert ist. Die Welle 13 ist mit Rechts- und Linksgewinde versehen und dreht sich in den mit Muttergewinde versehenen Klötzen 17, die durch die Stangen 18 geführt werden, welche am hinteren Tragebock 16 und an dem Theil, welcher das vordere Lager 14 trägt, befestigt sind. Die Kloben 17 sind mit Oesen oder Ringen versehen, um mit den Gliedern 20, welche durch Gelenke mit den entgegengesetzten Enden eines Kreuzkopfes bezw. eines zweiarmigen Hebels 21 an der Ruderstange 15 in Verbindung stehen, mittelst der Vorstecker 19 verbunden zu werden.
Auf der Führungsstange 18 ist ein leichter Rahmen 22 befestigt, der mit Führungsschlitzen 23 versehen ist. Sollen die Glieder 20 von den mit Gewinde versehenen Kloben 17 gelöst werden, so werden die Vorstecker ig aus den Kloben 17 entfernt, während dieselben in den Oesen der Glieder 20 gelassen und in die Führungsschlitze 23 des Rahmens 22 eingeführt werden, so dafs die sonst freien Enden der Glieder 20 geführt und verhindert werden, irgend welchen Schaden anzurichten.
Um das allzu schnelle Bewegen des Ruders bei stürmischem Wetter zu verhindern, bringe ich eine Bremse an, deren Bremsklotz 24 aus Holz oder anderem geeigneten Material besteht und in einer Führung 25 angebracht ist. Die Schraubenspindel 26 dient zum Anziehen und Lösen der Bremse. Auf der unteren Seite des Sectors 27, mit dem die Ketten der Dampfoder hydraulischen Steuerung verbunden werden, ist ein Bremssector 28, vorzugsweise mit genutheter Fläche, angebracht, gegen welchen der vorzugsweise ebenfalls mit Nuth versehene Bremsklotz 24 durch die Schraubenspindel 26 angedrückt werden kann.
Der Bremssector 28 kann auf der Ruderstange 15 befestigt werden und der Sector 27 für die Ketten der Dampf- bezw. hydraulischen Steuerung so lose an der Stange 15 angebracht sein, dafs derselbe nach Erfordernifs mittelst eines starken Vorsteckers 29 mit der Stange 1 5 verbunden werden kann.
Dieser Vorstecker kann durch den Sector 27 hindurch bis in den Bremssector 28 oder in die an der Stange 15 sitzende Nabe hineingeschraubt werden.
Die Spindel 26 bewegt sich in dem mit Muttergewinde versehenen Theil 30, auf welchem der Bremsklotz 24 befestigt ist. Ein Bund 31 an der Spindel 26, die sich in einer Aussparung der hinteren Fläche des Führungskolbens 25 legt, verhindert jede Längsbewegung der Spindel. Ein Windeaufsatz 32 ist an dem
äufseren Ende der Schraubenspindel befestigt und kann durch den Hebel 33 gedreht werden.
Statt die Schraubenspindel direct an den Bremsklotz ■ 24 angreifen zu lassen, kann derselbe an einem Hebel befestigt werden, so dafs die Spindel auf diesen Hebel wirkt, Fig. 4 und 5. Diese Anordnung besitzt den Vortheil, dafs die Spindel 26 vor, statt hinter die Steuerung gelegt werden kann. Die Fig. 6 und 7 zeigen in Ober- und Vorderansicht eine Anordnung, bei welcher die Spindel 26 mittelst Hebels 35 gedreht wird, und kann dieser Hebel als Tritt oder Fufshebel ausgebildet sein, so dafs der Steuermann jederzeit im Stande ist, die allzu heftigen Bewegungen des Steuerruders zu hemmen.
Soll die Bremse eine Zeit lang angesetzt bleiben, so kann der Tritt 35 durch eine Schraube 36 niedergehalten werden. Eine Blattfeder 37 dient dazu, den Tritt nach dem Entfernen des Fufs- oder Schraubendruckes zu heben.
Um den Hebel 35 der Abnutzung des Bremsklotzes 24 entsprechend adjustiren zu können, ist eine Scheibe 38 an dem Ende der Schraubenspindel 26 angebracht und mit einer Anzahl Bohrungen versehen. Der mittlere Theil des Hebels 35 ist ebenfalls mit Bohrung versehen, um nach dem Einstellen des Hebels und der Spindel einen Vorstecker annehmen zu können. Durch das Verwenden zweier diametral entgegengesetzten Vorstecker und Versetzen der Bohrungen des Hebels 35 und der Scheibe 38 erreicht man ein feines Adjustiren. Die Fig. 8 und 9 stellen in Ober- und Vorderansicht die abgeänderte Anordnung zum Adjustiren des Hebels 35 und der Schraubenspindel 26 dar, der Abnutzung des Bremsklotzes entsprechend.
Ein Sperrrad 39 sitzt auf dem Ende der Schraubenspindel 26, in welches eine Sperrklinke 40, die durch Scharnier mit dem Hebel verbunden ist, eingreift und durch einen Vorstecker 41, der beim Adjustiren herausgenommen wird, in Eingriff gehalten wird.
Fig. 10 ist ein Verticalschnitt und zeigt so viel eines Steuerungsapparates mit meiner Erfindung, als zum Verständnifs meiner Neuerungen ausreicht.
Fig. 11 ist eine durchschnittene Endansicht.
Die als Hauptwelle des Apparates dienende, theilweise mit Gewindegängen versehene Welle, die bei den bekannten Apparaten die Trommel, Scheiben oder Kettenräder trägt, wird durch Schraube und Schraubenrad 43 von der Kurbelwelle aus getrieben.
Auf dieser Welle sitzt ein Trieb 44, welcher mit einem mit innerer Verzahnung versehenen Trieb 45 in Eingriff steht, der auch mit zwei Peripherialrinnen 46 versehen ist. Das Rad 45 ist von solchem Durchmesser, dafs weniger als eine volle Umdrehung ausreicht, um dem Steuerruder seine volle Bewegung zu geben.
Besondere Ketten 47 kufen von dem Rade 45 nach den beiden Seiten des Steuerruders bezw. des Sectors 27 hin. Jede Kette liegt in einer besonderen Rinne und ist am Ende mittelst eines mit Oese versehenen Bolzens 48 mit einer Querleiste 49 verbunden, die zwischen den Flantschen und quer zur Peripherie des Rades angegossen wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anordnung eines mit Führungen versehenen Rahmens bei Handsteuerapparaten, um die Verbindungsglieder zu halten und zu führen.
2. Die Anordnung einer auf einen Sector der Steuerruderstange angreifenden Frictionsbremse.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT30284D Steuerapparat für Schiffe Expired - Lifetime DE30284C (de)

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