DE3625933C2 - Anordnung zur Wiedergabe von Fernsehsignalen unter Reduzierung des Bildflimmerns - Google Patents
Anordnung zur Wiedergabe von Fernsehsignalen unter Reduzierung des BildflimmernsInfo
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- DE3625933C2 DE3625933C2 DE3625933A DE3625933A DE3625933C2 DE 3625933 C2 DE3625933 C2 DE 3625933C2 DE 3625933 A DE3625933 A DE 3625933A DE 3625933 A DE3625933 A DE 3625933A DE 3625933 C2 DE3625933 C2 DE 3625933C2
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Fernseh-Wiedergabesysteme
und betrifft speziell Systeme, in denen ein oder mehrere
Teilbildspeicher benutzt werden, um die Teilbildfrequenz
wiedergegebener Bilder zu erhöhen und dadurch das Flim
mern zu vermindern.
Die Wahrnehmungsschwelle des Teilbildflimmerns in einem
Fernseh-Wiedergabesystem ist eine Funktion der Flimmer
frequenz und der Helligkeit des wiedergegebenen Bildes.
Über die Jahre hat man die Helligkeit der Bilder so weit
gesteigert, daß ein Flimmern selbst bei Systemen, die mit
relativ hoher Teilbildfrequenz arbeiten (z. B. das NTSC-
System mit 60 Hz) bemerkbar wird und bei Systemen niedri
gerer Teilbildfrequenz (z. B. beim PAL-System mit 50 Hz)
deutlich stört. Eine Lösung dieses Problems bringt eine
Verdopplung der Teilbildfrequenz und eine Verdopplung
(oder Vervierfachung) der Zeilenfrequenz der wiedergege
benen Bilder, wie es z. B. in der US-Patentschrift
4 322 750 beschrieben ist. Bei dem dort offenbarten System
wird ein Videoeingangssignal in einem Teilbildspeicher ge
speichert. Jedes gespeicherte Teilbild wird zweimal aus
dem Speicher ausgelesen und auf einem Wiedergabegerät dar
gestellt, das mit der doppelten Zeilenfrequenz und der
doppelten Teilbildfrequenz des ankommenden Videosignals
abgetastet wird.
Bei dem genannten System werden die Lese- und Schreibtakt
signale für den Speicher vom Ausgang einer Synchronsignal-
Abtrennschaltung abgeleitet. Für manche Fälle wäre es vor
teilhaft, die Lese- und Schreibtaktsignale des Speichers
mit Vielfachen der Bezugsfrequenz des Farbhilfsträgers zu
synchronisieren, um dadurch die Farbdemodulation zu verein
fachen und die Wahrscheinlichkeit des Übersprechens vom
Leuchtdichte-Signal ins Farbsignal sowie andere unerwünsch
te Artefakte in den wiedergegebenen Bildern zu vermindern.
Es wurde jedoch gefunden, daß eine mit dem Farbhilfsträger
oder "Burst" synchronisierte Taktgabe in einem flimmer
reduzierenden System dann zu unerwünschten sichtbaren Arte
fakten in den wiedergegebenen Bildern führen kann, wenn
das Videoeingangssignal eine "nicht-normgemäße" Form hat.
Mit diesem Ausdruck seien hier Videosignale bezeichnet,
in denen das Verhältnis der Farbhilfsträgerfrequenz zur
Horizontalzeilenfrequenz nicht genau einer vorgeschriebenen
Rundfunknorm entspricht (z. B. 227,5 bei der NTSC-Norm).
Wenn die Videosignalquelle z. B. ein Bildplattenspieler,
ein Videocassettenrecorder, ein Videospielgerät oder ir
gendeine andere nicht-normgemäße Quelle ist, dann kann das
Verhältnis von Farbhilfsträgerfrequenz (Burstfrequenz) zu
Zeilenfrequenz beträchtlich schwanken. Die Folge ist, daß
die Anzahl von Abfrageproben des Videosignals (Bildpunkte)
in einer Horizontalzeilenperiode nicht gleich 910 ist, wie
es im allgemeinen der Fall sein sollte (unter der Annahme,
daß die Schreibtaktfrequenz das Vierfache der Farbhilfs
trägerfrequenz Fsc beträgt). Anders ausgedrückt: die An
zahl von Perioden des 4Fsc-Taktes innerhalb einer Horizon
talzeilenperiode wird sich von der Norm unterscheiden, und
dieser Unterschied kann einen Bruchteil eines Bildpunktes
ausmachen.
Mit der Abweichung der Anzahl von Abfrageproben (Bild
punkte) des Videosignals pro Zeile gegenüber der Standard-
Anzahl (910) läßt sich schwer fertig werden, weil sie eine
Präzession der Taktphase des Abfragesignals gegenüber der
Phase des ankommenden Horizontalsynchronsignals bedeutet.
Diese Präzession, die auch als "Phasenschlupf" oder "Skew"
(Schräge) bezeichnet wird, hat die Wirkung, daß sich Hori
zontalzeitfehler über jede Teilbildabtastung akkumulieren.
Außerdem ist bei einem flimmerreduzierenden System, worin
ein kohärentes 8Fsc-Lesetaktsignal in Verbindung mit einer
gegenüber der Norm verdoppelten Ablenkfrequenz (2H) für
die Wiedergabeeinrichtung verwendet wird, die Präzession
des 8Fsc-Lesetaktes gegenüber der 2H-Ablenkung doppelt so
stark wie die Präzession des zum Schreiben verwendeten
4Fsc-Taktes gegenüber dem mit 1H ankommenden Videosignal.
Dieses Problem kann zu Horizontalzeitfehlern führen, die
sich unter den angenommenen Bedingungen im Verlauf eines
Teilbildintervalls auf 12% (oder mehr) einer Zeilenperiode
akkumulieren, oder zu Diskontinuitäten der Zeitsteuerung
im Maß ganzer Bildpunkte zwischen gelegentlichen Zeilen.
Die sichtbaren Folgen sind Schrägverzerrung des Bildes,
ausgezackte Ränder oder andere unerwünschte Artefakte.
Nach alledem könnte man ins Auge fassen, das Videosignal
in einem herkömmlichen Zeitbasiskorrektor (ZBK) vorzube
handeln, bevor es im Flimmerreduktionsprozessor (FRP)
"beschleunigt" wird. Beispiele für Zeitbasiskorrektoren,
die sich zur Behandlung von Signalen aus Videobandrecor
dern (VBR) eignen, sind in den US-Patentschriften 4 249 198
(Ito u. a.) und 4 443 821 (Kato) beschrieben, auf die hier
mit verwiesen wird. Gemäß der erstgenannten Patentschrift
wird ein digitalisiertes Videosignal, das von einem un
synchronisierten VBR geliefert wird, im ZBK-Speicher ge
speichert (jeweils ein Teilbild), wobei die jeweiligen
Speicherplätze sowie die vor der Einspeicherung durchlau
fene Verzögerung des Videosignals abhängig von der Phasen
differenz gesteuert wird, die zwischen den Synchronsignal
komponenten des ankommenden Videosignals und einem kon
stanten Referenzsignal (z. B. einem "Haus-Synchronsignal")
besteht. Der TBK nach der zweitgenannten US-Patentschrift
ist speziell dazu ausgelegt, Intrazeilen-Geschwindigkeits
fehler eines von einem VBR gelieferten Signals zu korri
gieren, und enthält einen Geschwindigkeitsfehlerdetektor
zur Erfassung von Geschwindigkeitsfehlern in aufeinander
folgenden Zeilen des in den Speicher eingeschriebenen
Videosignals. Ein Probenpegel-Kompensator am Ausgang des
TBK-Speichers justiert den Pegel oder Wert der aus dem
Speicher ausgelesenen Videosignalproben (Bildpunkte) als
Funktion des erfaßten Geschwindigkeitsfehlers, so daß der
Wert der jeweils ausgelesenen Probe gleich demjenigen Wert
gemacht wird, den die betreffende Probe zum Zeitpunkt ihrer
Auslesung gehabt haben müßte, falls kein Geschwindigkeits
fehler vorhanden gewesen wäre.
Es wurde gefunden, daß die herkömmlichen Methoden der Zeit
basiskorrektur nicht geeignet sind, die Zeitsteuerprobleme
zu lösen, die bei flimmerreduzierenden Bildwiedergabesyste
men auftreten. Das Problem bei solchen Systemen umfaßt mehr
als Zeitbasisfehler (z. B. das "Zittern"): es betrifft nicht
normgemäße Signale, worin sich die Anzahl der Bildpunkte
pro Zeile ändern kann und wobei diese Änderung durch die
doppelte Auslesung des "beschleunigenden" Speichers effek
tiv noch multipliziert wird. Das oben erwähnte Problem
existiert bei herkömmlichen Zeitbasiskorrektoren nicht,
weil dort jede Zeile nur einmal ausgelesen wird, und dies
mit derselben Geschwindigkeit, mit der sie auch einge
schrieben wurde. Einfach ausgedrückt: in einem flimmer
reduzierenden Wiedergabesystem wird der Teilbildspeicher
zweimal ausgelesen, und die Korrektur für den zweiten Aus
lesevorgang kann sich von Zeile zu Zeile von derjenigen
unterscheiden, die für den ersten Auslesevorgang notwendig
war, und jeder Auslesevorgang kann eine Verzögerungskom
pensation erfordern, die ein Bruchteil eines Bildpunkt
intervalls ist. Außerdem können sich unkorrigiert gelasse
ne Auslesefehler, die von Schwankungen in der Anzahl der
Bildpunkte pro Zeile bei einem nicht-normgemäßen Signal
herrühren, akkumulieren, wie es weiter oben erwähnte wurde.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein mit
Bildspeicherung arbeitendes flimmerfreies Fernsehwiedergabe
system zu schaffen, welches auch bei Verarbeitung nicht norm
gemäßer Videosignale die Ableitung der Speichertaktsignale
aus dem Farbträger gestattet, ohne daß unerwünschte Artefakte
im Bild entstehen.
Diese Aufgabe wird bei einem System gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 durch die im Kennzeichenteil angegebenen Merkmale
gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteran
sprüchen gekennzeichnet.
Die Prinzipien der vorliegenden Erfindung lassen sich mit
Vorteil in flimmerreduzierenden Systemen anwenden, in de
nen eine Taktquelle Lese- und Schreibtaktsignale an eine
Speichereinrichtung liefert, um diese Einrichtung zu ver
anlassen, mindestens ein Teilbild eines mit gegebener
Zeilen- und Teilbildfrequenz auftretenden Videoeingangs
signals einzuspeichern und um das gespeicherte Signal der
art wieder auszulesen, daß für die Wiedergabe auf einer
Wiedergabeeinrichtung ein Videoausgangssignal erhalten
wird, dessen Teilbildfrequenz das N-fache der gegebenen
Teilbildfrequenz ist und dessen Zeilenfrequenz mindestens
das N-fache der gegebenen Zeilenfrequenz ist.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist eine Einrich
tung zum Anlegen des Videoeingangssignals an die Taktquelle
vorgesehen, um die Taktsignale auf ganzzahlige Vielfache
der Frequenz einer Farbhilfsträgerkomponente des Videoein
gangssignals zu synchronisieren. Ein Schlupfanzeigegenera
tor, der auf mindestens das Schreibtaktsignal und auf eine
Horizontalsynchronkomponente des Videoeingangssignals an
spricht, liefert ein Schreibtaktschlupf-Anzeigesignal und
ein Lesetaktschlupf-Anzeigesignal. Eine mit der Speicher
einrichtung gekoppelte Verzögerungseinrichtung sorgt da
für, daß das Videoausgangssignal eine effektive Verzöge
rung erhält, die eine Funktion der Differenz zwischen den
Schlupfanzeigesignalen ist.
In einer beispielgebenden Ausführungsform der Erfindung
wird das Videoeingangssignal um ein Maß verzögert, das
eine inverse Funktion des Schreibtaktschlupf-Anzeigesignals
ist, und das Videoausgangssignal wird um ein Maß verzögert,
das eine direkte Funktion des Lesetaktschlupf-Anzeigesignals
ist.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind Maß
nahmen getroffen, um das Schreibtaktschlupf-Anzeigesignal
mit dem Videoeingangssignal im Speicher zu speichern. Das
gespeicherte Schreibtaktschlupf-Anzeigesignal wird aus dem
Speicher wiedergewonnen und mit dem Lesetaktschlupf-An
zeigesignal kombiniert, um ein Differenzsignal zur Steue
rung der Verzögerung des Videoausgangssignals zu bilden.
Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen
anhand von Zeichnungen näher erläutert, in denen gleiche
oder gleichartige Elemente mit gleichen Bezugszahlen be
zeichnet sind.
Fig. 1 und 2 sind Blockschaltbilder von Fernsehempfän
gern, die gemäß der Erfindung ausgebildet sind;
Fig. 3 ist ein Zeitdiagramm zur Erläuterung des Betriebs
der Empfänger nach den Fig. 1 und 2;
Fig. 4 ist ein ausführliches Blockschaltbild einer
Schlupfmeßeinrichtung, die sich zur Verwendung
in den Empfängern nach den Fig. 1 und 2 eignet;
Fig. 5 ist ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der Arbeits
weise der Einrichtung nach Fig. 4;
Fig. 6 ist ein Blockschaltbild einer Verzögerungseinrich
tung, die sich zur Verwendung im Empfänger nach
den Fig. 1 und 2 eignet;
Fig. 7 ist ein Blockschaltbild einer alternativen Archi
tektur für den beschleunigenden Speicher, geeignet
zur Verwendung in den Empfängern nach den Fig.
1 und 2.
Der Empfänger nach Fig. 1 hat einen Antenneneingang 10,
der über einen Empfangsteil 12, welcher in herkömmlicher
Bauart Tuner, ZF-Verstärker und Videodetektor enthält,
mit dem Eingang eines Analog/Digital-Wandlers (A/D-Wandler)
14 gekoppelt ist. Der Empfangsteil 12 verarbeitet die über
den Antenneneingang 10 kommenden HF-modulierten Videosig
nale zu einem analogen Basisband-Videosignal S1, das im
A/D-Wandler 14 in Digitalform (Signal S2) gebracht wird.
Das genannte HF-Signal kann von einer Antenne, einem Band
recorder, einem Videospiel, einem Computer oder aus irgend
einer anderen Quelle kommen. Zusätzlich ist ein Hilfsein
gang 16 vorgesehen, dem das analoge Basisband-Videosignal
S1′ aus einer Quelle zugeführt werden kann, die einen Ba
sisband-Videoausgang hat.
Das digitalisierte Videosignal S2 wird auf eine Verarbei
tungseinheit 18 herkömmlicher Bauart gegeben, die verschie
dene Verarbeitungsfunktionen durchführt wie z. B. die Farb
trennung, ein Leuchtdichtesignal-Versteilerung, Kontrast
regelung, Farbton- und Farbsättigungsregelung, usw . . Das
verarbeitete Videosignal S3 wird dann einem burstsynchro
nisierten Taktgeber 20, einer Synchronsignal-Abtrennstufe
22 und einer Einrichtung 24 angelegt, die das Bildflimmern
reduzieren soll und im folgenden als "Flimmerreduktions
prozessor" (abgekürzt FRP) bezeichnet wird. Die Bestand
teile des Flimmerreduktionsprozessors 24 sind in der Fig. 1
innerhalb der gestrichelten Umrahmung dargestellt. Der
Taktgeber 20 enthält eine phasensynchronisierte Schleife
(PLL), die durch Horizontalsynchronimpulse FH aus der Ab
trennstufe 22 getastet wird, um ein Lesetaktsignal FR und
ein Schreibtaktsignal FW zu liefern, deren Frequenzen mit
dem Achtfachen bzw. dem Vierfachen der Frequenz Fsc der
Farbhilfsträgerkomponente (Burst) des Videosignals S3
synchronisiert sind. Für Videoeingangssignale der NTSC-
und der PAL-Norm liegt die 4Fsc-Schreibtaktfrequenz bei
etwa 14,318 MHz bzw. bei etwa 17,734 MHz. Die Lesetakt
frequenz (8Fsc) ist beim hier beschriebenen Beispiel der
Erfindung, wo die Zeilenfrequenz (Horizontalfrequenz) und
die Teilbildfrequenz (Vertikalfrequenz) bei der Wieder
gabe jeweils doppelt so hoch wie im ankommenden Videosig
nal sind, gleich dem Doppelten der Schreibtaktfrequenz.
Die Teilbildfrequenz des Videosignals S3 wird im Flimmer
reduktionsprozessor 24 mittels eines "beschleunigenden"
Speichers 50 in der nachstehend beschriebenen Weise ver
doppelt. Kurz gesagt speichert der Speicher 50 jedes an
kommende Teilbild und, während ein Teilbild eingegeben
wird, wird das vorher gespeicherte Teilbild zweimal aus
gelesen, so daß die Teilbildfrequenz des Videoausgangs
signals (S4) doppelt so hoch ist. Da während des Zeitin
tervalls jedes ankommenden Teilbildes zwei Ausgangs-Teil
bilder geliefert werden, ist die Zeilenfrequenz des Video
ausgangssignals ebenfalls verdoppelt. Wenn es gewünscht
ist, auch die Anzahl der Zeilen in jedem Teilbild zu ver
doppeln (z. B. durch Interpolation), dann wäre die Zeilen
frequenz des Videoausgangssignals zu vervierfachen.
Das Videoausgangssignal S4 wird einer herkömmlichen Digi
tal/Analog-Wandler- und Matrixschaltung 26 zugeführt, die
das Signal S4 in analoge Primärfarbsignale R, G, B zur An
steuerung einer Bildwiedergabeeinrichtung 30 umwandelt.
Eine Horizontal-Verarbeitungseinrichtung 32 und eine Ver
tikal-Verarbeitungseinrichtung 34 verdoppeln die Frequenz
der von der Synchronsignal-Abtrennstufe 22 gelieferten
normal-zeilenfrequenten (FH) und normal-teilbildfrequenten
(FV) Synchronsignale und legen diese frequenzverdoppelten
Signale 2FH und 2FV an die Wiedergabeeinrichtung 30, um
die Abtastung oder Ablenkung dieser Einrichtung mit dem
die verdoppelte Teilbildfrequenz aufweisenden Videoaus
gangssignal S4 zu synchronisieren. Da die Verdoppelung
der Teilbildfrequenz durch Wiederholung von Teilbildern
im Flimmerreduktionsprozessor 24 erfolgte, ist in den wie
dergegebenen Bildern die Anzahl von Zeilen pro Teilbild
unverändert. Daher wird die vertikale und horizontale
Auflösung der wiedergegebenen Bilder nicht geändert, je
doch ist die Flimmerfrequenz verdoppelt, weil die Teil
bilder zweimal so oft wiedergegeben werden. Für Signale
der PAL- und der NTSC-Norm wird somit die Flimmerfrequenz
auf 100 Hz bzw. auf etwa 120 Hz erhöht. Diese Frequenzen
sind wesentlich höher als die Trägheit des menschlichen
Auges, so daß das wiedergegebene Bild für praktisch alle
Zwecke als flimmerfrei erscheint.
Bei dem weiter oben erwähnten flimmerreduzierenden System
nach der US-Patentschrift 4 322 750 empfängt der beschleu
nigende Speicher Taktsignale, die von der Synchronkomponen
te Videoeingangssignals abgeleitet sind. Somit hat jedes
im Speicher gespeicherte Bildelement (im folgenden "Bild
punkt" genannt) eine feste horizontale Relativlage gegen
über dem Synchronsignal, und daher gibt es bei diesem
System keine Phasenfehler (Schlupf- oder "Skew") des Takt
signals gegenüber der Synchronkomponente. Der Systemtakt
geber 20 des Systems nach Fig. 1 ist jedoch mit dem Burst
synchronisiert, und daher können bei diesem System Takt
phasenfehler (d. h. ein Taktschlupf) auftreten, weil das
Eingangssignal mit einer ersten Relativphase gegenüber der
ankommenden Synchronkomponente in den beschleunigenden
Speicher eingespeichert und mit einer anderen Relativphase
gegenüber dem Wiedergabe-Synchronsignal aus dem Speicher
ausgelesen und wiedergegeben wird. Falls diese Phasenfeh
ler nicht korrigiert werden, führen sie zu unerwünschten
sichtbaren Artefakten im wiedergegebenen Bild, z. B. zu
ausgezackten vertikalen Rändern, zur Fehlausrichtung von
Bildpunkten und zu Diskontinuitäten im Maß ganzer Bild
punkte während gelegentlicher Zeilen.
Bei dem hier beschriebenen Beispiel der Erfindung werden
Schräglauf- oder Phasenschlupffehler des Schreibtaktes
korrigiert, bevor das Videosignal S3 in den beschleunigen
den Speicher 50 eingeschrieben wird, und Phasenschlupffeh
ler des Lesetaktsignals FR werden beim Auslesen jeder ge
speicherten Zeile korrigiert.
Der beschleunigende Speicher 50 des Flimmerreduktionspro
zessors 24 enthält zwei Speicher 52 und 54 für jeweils
ein Teilbild (Teilbildspeicher) und einen vierpoligen Um
schalter mit einem Eingangsabschnitt 56A und einem Aus
gangsabschnitt 56B. Bei der gezeigten Schalterposition
legt der Eingangsabschnitt 56a das Schreibtaktsignal
FW an den Speicher 52 und koppelt das über eine Verzöge
rungseinrichtung 60 kommende Videoeingangssignal auf den
Speicher 52, so daß dieses Signal S3 im Speicher 52 ge
speichert wird,und zwar mit einer Korrektur des Schreib
taktschlupfes, die proportional der von der Einrichtung
60 bewirkten Verzögerung ist. Gleichzeitig legt der Schal
terabschnitt 56b den Lesetakt (FR) an den Teilbildspeicher
54 und koppelt das Ausgangssignal des Speichers 54 über
eine weitere Verzögerungseinrichtung 62 als Signal S4 auf
die D/A- und Matrixschaltung 26, so daß dieses Signal S4
eine Lesetaktschlupf-Korrektur proportional zur Verzöge
rungszeit der Einrichtung 62 erfährt. Dieser Prozeß setzt
sich Zeile für Zeile fort, bis ein ganzes Teilbild des
Signals S3 in den Speicher 52 eingespeichert worden ist
und das zuvor im Speicher 54 gespeicherte Teilbild zwei
mal ausgelesen worden ist. Dann wird die Position der
Schalterabschnitte 56A und 56B gewechselt, und der Prozeß
wiederholt sich in der Weise, daß das Videoeingangssignal
in den Speicher 54 eingespeichert und das zuvor gespeicher
te Teilbild aus dem Speicher 52 ausgelesen wird.
Die dem Videoeingangssignal S3 von der Verzögerungsein
richtung 60 mitgeteilte Verzögerung steht in inverser Be
ziehung zum Maß des Schreibtaktschlupfes, der in der Ho
rizontal-Verarbeitungseinheit 32 gemessen und in einer
Latch-Schaltung (Zwischenspeicher) 70 gespeichert wird,
wie später noch beschrieben. Eine inverse Beziehung wird
mittels einer Subtrahierschaltung 72 erhalten, welche das
in der Latch-Schaltung 70 gespeicherte, den Schlupf an
zeigende Datenwort von einer Konstanten subtrahiert (im
vorliegenden Fall von der Zahl 32). Die resultierende Dif
ferenzgröße wird zur Verzögerungseinrichtung 60 gegeben,
um deren Verzögerung zu steuern. Die Zahl "32" entspricht
der Zeitdauer einer Periode des Schreibtaktes, wie es noch
erläutert wird. Wenn sich also der Schreibtaktschlupf er
höht, vermindert sich die Ausgangsgröße der Subtrahier
schaltung 72, wodurch das Signal S3 proportional zur
Schlupfgröße zeitlich vorverschoben wird.
Wenn z. B. der Schreibtaktschlupf am Beginn einer Zeile
ein viertel Bildpunkt ausmacht, dann wird die Verzögerung
der Einrichtung 60 gegenüber ihrem ursprünglichen Wert
(z. B. ein Bildpunkt) um ein viertel Bildpunkt vermindert,
wodurch die Zeile des in den beschleunigenden Speicher 50
eingespeicherten Signals S3 "schlupfkorrigiert" wird, d. h.
sie wird mit einem Schlupf von im wesentlichen gleich Null
gegenüber dem Horizontalsynchronsignal gespeichert. Alle
gespeicherten Zeilen haben dann praktisch keinen Schlupf
mehr gegenüber dem Videoeingangssignal.
Die Information über den Schreibtaktschlupf besteht aus
einem 5-Bit-Wort, welches die Zeitspanne zwischen der Vor
derflanke des letzten Schreibtaktimpulses vor der Mitte
der Horizontalsynchronkomponente des Videoeingangssignals
S3 und dieser Mitte angibt (Fig. 3, Wellenformen B und C).
Diese Zeitdifferenz wird hier als Bruchteil einer Periode
des Schreibtaktsignals ausgedrückt. Die 5-Bit-Darstellung
des Schlupfes gibt also den Phasenfehler (Schlupf) in Ein
heiten von Zweiunddreißigsteln einer Schreibtaktperiode an.
Dies ist in Fig. 3 veranschaulicht, worin die Wellenform A
das Horizontalzeilenintervall des Signals S3 darstellt, die
Wellenform B die Horizontalsynchronkomponente des Signals
S3 zeigt und die Wellenform C das 4Fsc-Schreibtaktsignal
FW wiedergibt (nicht maßstabsgetreu). Die Zeitspanne zwi
schen dem positiv gerichteten Übergang (aufwärts gerich
teter Pfeil) des Schreibtaktsignals (C) und der Mitte des
Horizontalsynchronimpulses des Signals S3 (B) ist in der
Zeichnung als "primärer Schlupf" bezeichnet und wird im
Flimmerreduktionsprozessor für zwei Zwecke verwandt. Zum
ersten ist der primäre Schlupf die direkt gemessene
Schlupfgröße des Schreibtaktes und wird für alle Schreib
taktschlupf-Korrekturen verwendet. Jede Zeile des Video
eingangssignals S3 wird, wenn sie in den beschleunigenden
Speicher 50 eingegeben wird, zeitlich um den in der Latch-
Schaltung 70 gespeicherten "primären" Schlupfwert vorver
schoben, so daß jede gespeicherte Zeile eine feste zeit
liche Lage gegenüber dem Horizontalsynchronimpuls des Sig
nals S3 hat.
Die zweite Funktion der "primären" Schlupfdaten besteht
darin, eine Grundlage für die Schlupfkorrektur des Lese
taktes in der Verzögerungseinrichtung 62 zu bilden. Es
sei daran erinnert, daß die Verzögerungseinrichtung 60
nur das Videoeingangssignal S3 hinsichtlich des Schreib
taktschlupfes korrigiert. Das Lesetaktsignal FR hat aber
ebenfalls einen Schlupf gegenüber der mit doppelter Zei
lenfrequenz erfolgenden Horizontalablenkung der Wieder
gabeeinrichtung 30, wenn die empfangenen Signale nicht
normgemäße Signale sind. Jede aus dem beschleunigenden
Speicher 50 ausgelesene Zeile wird von der Verzögerungs
einrichtung 62 um ein Maß verzögert, das gleich ist dem
Schlupf oder Phasenfehler des Lesetaktes gegenüber der
mit verdoppelter Zeilenfrequenz erfolgenden Ablenkung
der Wiedergabeeinrichtung 30. Der Lesetaktschlupf muß
daher irgendwie festgestellt werden. Dies kann z. B. ge
schehen durch direkte Messung des Schlupfes des Lese
taktes gegenüber dem mit der verdoppelten Zeilenfrequenz
auftretenden Horizontalsynchronsignal 2FH, das zur Wie
dergabeeinrichtung 30 gegeben wird. Bei dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel jedoch wird der Lese
taktschlupf nicht direkt gemessen, sondern aus dem Schreib
taktschlupf abgeleitet, wie es nachstehend erläutert wird.
Im einzelnen stellt ein "primäres" Schlupfsignal, das in
der Verarbeitungseinheit 32 erzeugt wird, den Schlupf des
Schreibtaktes dar, wie vorstehend angedeutet. Der Lese
takt läuft mit der doppelten Frequenz des Schreibtaktes.
Somit hat der Schlupf des Lesetaktes gegenüber der fre
quenzverdoppelten Zeilenablenkung eine vorhersagbare Be
ziehung zum Schreibtaktschlupf. Im einzelnen ist der Lese
schlupf jeder aus dem beschleunigenden Speicher 50 aus
gelesenen Zeile am Beginn eines Schreibzyklus doppelt
so groß wie der Wert des Schreib- oder "primären" Schlup
fes. Dies kommt daher, daß die Lesetaktperiode genau
gleich der Hälfte einer Schreibtaktperiode ist. Somit
braucht ein Schreibphasenfehler (Schreibschlupf) eines
gegebenen Wertes nur verdoppelt zu werden, um den Lese
schlupf einer jeden Zeile darzustellen, die während der
ersten Hälfte eines Schreibvorgangs ausgelesen wird (z. B.
Zeilen M und M+2 der Fig. 3).
Wie gesagt erfolgt die Auslesung des Speichers 50 doppelt
so schnell wie die Einschreibung. Würde man den gemesse
nen Schreibtaktschlupf oder "primären" Schlupf benutzen,
um alle Leseschlupffehler zu korrigieren, dann würde jede
zweite Zeile (M+1, M+3 in Fig. 3) um den Wert des in einer
Zeile aufgelaufenen Schlupfes verschoben werden, was zu
gezackten Rändern im wiedergegebenen Bild führen würde.
Dieses Problem wird dadurch gelöst, daß der Schlupf des
Schreibtaktes gegenüber der frequenzverdoppelten Zeilen
ablenkung geschätzt wird und der Schätzwert verdoppelt
wird, um den Lesetaktschlupf für diejenigen Bildzeilen
zu bekommen, die in der Mitte jedes Schreibvorgangs be
ginnen (z. B. die Zeilen M+1, M+3, usw.).
Die Schätzung des Lesetaktschlupfes erfolgt durch arithme
tischen Rechenschaltungen in der Verarbeitungseinheit 32.
In der Einheit 32 wird dieser sogenannte "sekundäre"
Schlupf dadurch berechnet, daß die Periode der ankommen
den Horizontalsynchronimpulse gemessen und dann durch 2
dividiert wird, um die Periode der 2FH-Ablenkimpulse zu
bekommen, und das Resultat wird mit dem Schreibtaktschlupf
addiert. Der Bruchteilbetrag der so gebildeten Summe
stellt den Schlupf des Lesetaktes gegenüber der 2FH-Ab
lenkung für alle diejenigen Zeilen dar, die während der
zweiten Hälfte eines Schreibvorgangs aus dem Speicher 50
ausgelesen werden (M+1, M+3, usw.). Die Daten dieses "se
kundären" Schlupfes werden abwechselnd mit den Daten des
primären Schlupfes in einer Latch-Schaltung 80 gespeichert,
um die Verzögerung der Einrichtung 62 direkt proportional
zum Lesetaktschlupf zu steuern. Der primäre Schlupf wird
in der Latch-Schaltung während der Zeilen M, M+2, usw.
gespeichert. Der sekundäre Schlupf wird während der Zei
len M+1, M+3, usw. gespeichert.
Da die Werte des primären und des sekundären Schlupfes
beide aus Messungen des Schreibtaktes und nicht des Lese
taktes abgeleitet sind, müssen diese Schlupfwerte ver
doppelt werden, wenn die Verzögerung bestimmt wird, die
dem Videoausgangssignal S4 von der Verzögerungseinrich
tung 32 mitgeteilt werden soll. Diese Funktion erfüllt
eine Multiplizierschaltung 82 zwischen dem Ausgang der
den Lesetaktschlupfspeichern den Latch-Schaltung und dem
Steuereingang der Verzögerungseinrichtung 62.
Die von der Verarbeitungseinheit 32 gelieferten Daten
des primären und des sekundären Schlupfes könnten direkt
zum Prozessor 24 für die Einspeicherung in die Latch-
Schaltungen 70 und 80 gegeben werden. Würde man dies in
Parallelform tun, dann wäre eine große Anzahl von Lei
tungen erforderlich. Die Horizontal-Verarbeitungseinheit
32 umgeht dieses Problem, indem sie die Daten des pri
mären und des sekundären Schlupfes im Zeitmultiplex über
einen einzigen Leiter 33 zum Flimmerreduktionsprozessor
24 sendet. Das entsprechende Multiplexformat der Daten
ist in Fig. 3 mit der Wellenform D veranschaulicht (nicht
maßstabsgerecht). Die Daten des primären Schlupfes für
die Zeilen M, M+2, usw. werden als solche dadurch iden
tifiziert, daß die Signalwellenform für zwei Taktperioden
einen niedrigen Pegel erhält. Dieser identifizierenden
"Einleitung" folgt ein 5-Bit-Wort, das den Wert des pri
mären Schlupfes darstellt. Die Daten des sekundären
Schlupfes werden am Beginn der Zeilen M+1, M+3, usw. ge
sendet, jedoch mit einer vorangehenden Einleitung, die
über nur eine Taktperiode geht, um diese Daten als se
kundären (errechneten) Schlupf zu identifizieren. Die
Zeitsteuerung für die Schlupfdaten erfolgt durch den
negativ gerichteten Übergang des "Einleitungs"-Impulses,
der gleichzeitig mit der Vorderflanke des letzten Schreib
taktimpulses vor der Mitte der Horizontalsynchronkomponen
te des Videoeingangssignals S3 erscheint.
Die Schlupfdaten werden innerhalb des Prozessors 24 de
multiplexiert und in die Latch-Schaltungen 70 und 80 ein
gespeichert, und zwar mittels eines Registers 90
mit seriellem Eingang und parallelem Ausgang (Serien/
Parallel-Register), eines Pulsbreitendetektors 92
und eines zwei Eingänge aufweisenden ODER-Gliedes 90. Das
Register 90 wandelt die seriellen Schlupfdaten in Parallel
form um und liefert die parallelen Daten über eine Schiene
91 an die Eingänge der Latch-Schaltungen für den Lese- und
den Schreibtaktschlupf. Der Pulsbreitendetektor 92 iden
tifiziert die Einleitung der Daten, um ein P-Ausgangssig
nal zu liefern, wenn die Daten dem primären Schlupf zu
geordnet sind, und ein S-Ausgangssignal, wenn die Daten
dem sekundären Schlupf zugeordnet sind. Das P-Ausgangs
signal des Detektors 92 wird direkt auf den Takteingang
der Latch-Schaltung für den Schreibtaktschlupf gegeben.
Die P- und S-Ausgangssignale werden über ein ODER-Glied
94 zum Takteingang der Latch-Schaltung 80 für den Lese
taktschlupf gegeben. Somit werden, wie durch die Wellen
form E in Fig. 3 veranschaulicht, am Beginn jeder in den
beschleunigen den Speicher 50 ein geschriebenen Zeile die
Daten des primären Schlupfes in die Latch-Schaltung 70
für den Schreibtaktschlupf eingespeichert. Wie die Wel
lenform F zeigt, werden die Daten des primären und des
sekundären Schlupfes abwechselnd in die Latch-Schaltung
80 für den Lesetaktschlupf eingespeichert. Die Daten des
primären Schlupfes werden dazu verwendet, den Schlupf des
Ausgangssignals für alle diejenigen Zeilen zu korrigieren,
die während der ersten Hälfte jedes Schreibvorgangs aus
gelesen werden (M, M+2, usw.), und die Daten des sekundä
ren Schlupfes werden für die Schlupfkorrektur aller der
jenigen Zeilen verwendet, die während der zweiten Hälfte
jedes Schreibvorgangs ausgelesen werden (N+1, N+3, usw.).
Die zeitsteuernde Flanke, welche die im Multiplex ver
zahnten Schlupfdaten begleitet, kann dazu benutzt werden,
den Leseadressenzähler (nicht dargestellt) für den Spei
cher 50 zurückzustellen, um die Lesevorgänge für jede
Zeile zu initialisieren.
Bei der Realisierung des Systems nach Fig. 1 ist es not
wendig, dem Videoeingangssignal S3 und dem Videoausgangs
signal jeweils Verzögerungen mitzuteilen, die Bruchteile
einer Taktperiode ausmachen, wie es oben erläutert wurde.
Zu diesem Zweck können die Verzögerungseinrichtungen 60
und 62 mit Hilfe eines linearen Zweipunkt-Interpolators
realisiert werden, wie er in Fig. 6 gezeigt ist. Das zu
verzögernde Videosignal (S3 oder S4) wird über eine Multi
plizierschaltung 600 auf einen Eingang eines Addierers
602 gegeben und über eine Kaskadenschaltung einer weite
ren Multiplizierschaltung 604 und einer verzögern den Latch-
Schaltung 606 an den anderen Eingang des Addierers 602
gelegt. Die Latch-Schaltung 606 bewirkt eine Verzögerung
um eine Taktperiode (z. B. 70 Nanosekunden für das Signal
S3 oder 35 Nanosekunden für das Signal S4). Die Koeffi
zienten oder Faktoren (K und 1-K) für die Multiplizier
schal tun gen werden von einem Festwertspeicher (ROM) 608
geliefert, der den Faktor der Multiplizierschaltung 604
in direkter Proportion (K) zu den Schlupfdaten (aus der
Latch-Schaltung 70 oder 80) ändert und den Faktor der Mul
tiplizierschaltung 600 invers (1-K) zu den Schlupfdaten
ändert, so daß das gegenseitige Verhältnis der verzöger
ten und unverzögerten Signale, die im Addierer 602 mit
einander addiert werden, durch die Werte der Schlupfda
ten gesteuert wird. Wenn z. B. der Schlupfwert gleich Null
ist, dann ist auch der Wert K gleich Null und das Ein
gangssignal läuft ohne Verzögerung durch die Multiplizier
schaltung 600 und den Addierer 602 zum Ausgang. Wenn K
größer wird, wird mehr vom verzögerten Signal und weni
ger vom unverzögerten Signal addiert, so daß die Ver
zögerung des Ausgangssignals größer ist. Im Grenzfall
(K = 1) gelangt das ganze Eingangssignal über die ver
zögernde Latch-Schaltung 606 zum Ausgang, so daß es um
eine volle Taktperiode verzögert wird.
Wenn ein Videosignal mittels eines Interpolators in der
beschriebenen Weise verzögert wird, unterliegt es zwangs
läufig einem Interpolationsfehler. Beim System nach Fig. 1
wird das Videosignal vor seiner Einspeicherung in den be
schleunigenden Speicher 50 verzögert, um Schreibtakt-
Phasenschlupffehler zu korrigieren, und bei seiner Ausle
sung aus dem Speicher wird es wiederum verzögert, um Lese
takt-Schlupffehler zu korrigieren. Wenn die Verzögerung
durch Interpolatoren bewirkt wird, kumulieren sich die
Interpolationsfehler. Dieses Problem vermeidet man beim
System nach Fig. 2 dadurch, daß man die gesamte Verzöge
rung für die Korrektur der Taktschlupffehler erst nach
der im Speicher 50 erfolgenden Beschleunigung des Video
signals einführt.
Allgemein gesagt wird beim System nach Fig. 2 das Schreib
taktschlupfsignal im beschleunigenden Speicher gemeinsam
mit dem Videosignal S3 gespeichert,und die arithmetischen
Operationen der Addition einer Konstanten und der Sub
traktion des Schreibtaktschlupfes werden anschließend an
die Beschleunigung durchgeführt, wenn die Schlupfdaten
aus dem Speicher ausgelesen werden. Dies macht es möglich,
die Daten des Lese- und des Schreibtaktschlupfes für die
Steuerung der Verzögerungseinrichtung 62 miteinander zu
kombinieren und damit die Notwendigkeit einer Interpola
tion vor der Beschleunigung des Videosignals zu vermei
den, so daß Interpolationsfehler in erwünschter Weise
vermindert werden.
Im einzelnen speichern die Latch-Schaltungen 70 und 80
die Daten des Lese- und des Schreibtaktschlupfes in der
weiter oben beschriebenen Weise. Die Daten des Schreib
taktschlupfes werden mit dem Videoeingangssignal S3 für
die Einspeicherung in den beschleunigenden Speicher 50
kombiniert, und zwar mittels eines Multiplexschalters
74, der mit Zeilenfrequenz (FH) betrieben wird, um die
Schreibtaktschlupfdaten in das Horizontalaustastinter
vall des Videosignals S3 einzufügen. Diese Methode der
Speicherung der Schlupfdaten im beschleunigenden Spei
cher 50 hat den Vorteil, daß man keine zusätzlichen
Speicherplätze braucht, weil die Schlupfdaten das Video
signal während des Austastintervalls ersetzen. Alternativ
können die Schreibtaktschlupfdaten auch direkt in den
Speicher 50 an speziell dafür vorgesehenen Plätzen ein
gespeichert werden, so daß man keinen Multiplexschalter
braucht, andererseits aber etwas mehr Speicherung erfor
derlich ist (z. B. 5 Bits pro Zeile).
Die Schreibtaktschlupfdaten werden aus dem Speicher 50
ausgelesen und mittels eines weiteren Multiplexschalters
76 vom Videoausgangssignal S4 getrennt und in eine wei
tere Latch-Schaltung 78 für den Schreibtaktschlupf ein
gespeichert. Der Schalter 76 kann auch weggelassen wer
den, falls die Schreibtaktschlupfdaten direkt in den
Speicher 50 eingespeichert werden, anstatt in das Hori
zontalaustastintervall des Videosignals eingefügt zu wer
den, wie es oben beschrieben wurde. Der in der Latch-Schal
tung 80 gespeicherte Wert des Lesetaktschlupfes wird in
der Multiplizierschaltung 82 verdoppelt und in einem Addie
rer 77 mit der konstanten Zahl "32" addiert. Wie oben er
läutert, erfolgt die Verdoppelung des Lesetakt-Schlupfwer
tes deswegen, weil er in der Verarbeitungseinheit 32 auf
der Basis des Schreibtaktes errechnet wird, dessen Perio
dendauer doppelt so groß wie die Periode des Lesetaktes
ist. Die Konstante "32" repräsentiert die Zeitspanne
einer Taktperiode und wird deswegen hinzuaddiert, um
sicherzustellen, daß der Verzögerungs-Korrekturwert stets
eine positive Zahl ist. Der in der Latch-Schaltung 78 ge
speicherte Wert des Schreibtaktschlupfes wird von der
Ausgangsgröße des Addierers 77 mittels einer Subtrahier
schaltung 79 subtrahiert, und das resultierende Differenz
signal wird auf die Verzögerungseinrichtung 62 gegeben,
um die Lesetakt- und die Schreibtakt-Schlupffehler gleich
zeitig zu korrigieren. Der Verzögerungs-Korrekturwert ist
mathematisch ausgedrückt also gleich X+2SR-SW, wobei SR
der Schlupf des Lesetaktes, SW der Schlupf des Schreib
taktes und X die Konstante ist, die zur Vermeidung "ne
gativer" Verzögerungen benutzt wird. Dieser Korrektur
wert ist mathematisch derselbe wie beim Beispiel nach
Fig. 1, jedoch ist beim Beispiel nach Fig. 2 wegen des
Entfallens der Verzögerungseinrichtung 60 der Interpola
tionsfehler um den Faktor 2 vermindert.
Die Fig. 4 ist ein detailliertes Blockschaltbild der
Horizontal-Verarbeitungseinheit 32. Die Hauptbestandtei
le dieser Einheit, in der Zeichnung jeweils gestrichelt
umrahmt, sind folgende: Erstens eine phasensynchronisier
te Schleife (PLL) 402, die den primären Schlupf und die
jeweilige Periode der Horizontalsynchronkomponente des Vi
deoeingangssignals mißt; zweitens ein Schlupf- und Zeit
steuerprozessor 404, der den sekundären Schlupf aus dem
primären Schlupf und der Periode des Videoeingangssignals
errechnet und die Schlupfdaten (und Zeitsteuerdaten) für
den Flimmerreduktionsprozessor 24 im Multiplex kombiniert;
drittens eine Phasenkorrekturschleife 406, die Ablenkim
pulse doppelter Zeilenfrequenz (2FH) für die Wiedergabe
einrichtung 30 erzeugt. Eine integrierte Schaltung, wel
che diese Elemente enthält, ist der Baustein DPU2532
(Deflection Processor Unit), beschrieben auf den Seiten
47-72 des Datenbuchs "Digit 2000 NTSC Double-Scan VLSI
Digital TV System" der ITT Intermetall, Ausgabe 1985/5.
Die phasensynchronisierte Schleife (gestrichelt umrahmt)
enthält einen Zähler 410, der durch das 4Fsc-Schreibtakt
signal FW taktgesteuert wird und durch einen Vergleicher
602 zurückgestellt wird, wenn sein Zählwert gleich ist
der Periode T der Horizontalsynchronkomponente FH des
Videoeingangssignals S3. Die Periode des Signals S3 wird
mittels eines Akkumulators 414 und eines Addierers 416
in nachfolgend beschriebener Weise bestimmt. Das Synchron
signal FH von der Abtrennstufe 22 wird in einem Filter
418 tiefpaßgefiltert und dann an den Akkumulator 414 ge
legt, der die Zeitdifferenz zwischen der Mitte des Impul
ses FH und dem Auftreten eines Hauptsynchronimpulses MS
mißt, der von einem an den Ausgang des Zählers 410 an
geschlossenen Decodierer 420 geliefert wird. Dieses Zeit
differenzsignal (oder Fehlersignal) wird in einem sol
chen Maßstab bereitgestellt, daß es den Fehler in Ein
heiten von Taktperioden (und Bruchteilen davon) des Schreib
taktes angibt. Das Signal wird dann im Filter 419 tief
paßgefiltert und im Addierer 416 mit der Zahl "910" ad
diert, die gleich ist der Anzahl von Perioden des 4Fsc-
Schreibtaktes in einer Zeile eines NTSC-Normsignals.
Das auf diese Weise vom Addierer 416 gelieferte, die
Periode anzeigende Signal T steuert die Schwelle des
Vergleichers 412, um den Zähler 410 mit der Horizontal
synchronkomponente des Videoeingangssignals zu synchro
nisieren.
Wenn nicht-normgemäße Signale empfangen werden, ist die
Periode des Zählers 410 fehlerhaft, und zwar um ein Maß,
das gleich dem Schlupf des Schreibtaktsignals ist. Dies
ist deswegen so, weil der Zähler 410 nur ganze Perioden
des Schreibtaktsignals zählt, während die Periode der
Synchronimpulse FH einer nicht-ganzen Zahl von Taktim
pulsperioden entsprechen kann, also auch einem Bruchteil
einer Taktimpulsperiode enthält. Da der Hauptsynchronim
puls MS durch Decodierung des Zählwertes des Zählers 410
erzeugt wird, erscheint auch dieser Impuls nur nach einer
ganzen Zahl von Perioden des Schreibtaktes, ist also eben
falls um das Maß des Schreibtaktschlupfes fehlerhaft. Das
Ausgangssignal des Akkumulators 414 wird dann ebenfalls
den Schlupffehler enthalten, weil es durch den Impuls MS
synchronisiert wird. Die übrigen Elemente der phasensyn
chronisierten Schleife 402 erfüllen die Funktion, den
Schlupf des Schreibtaktes zu erfassen und den Schlupf
fehler des Periodensignals T zu korrigieren.
Die Schlupffehler werden mittels einer Latch-Schaltung
422 und eines Addierers 424 erfaßt. Es sei daran erin
nert, daß der Schlupf die Zeitdifferenz zwischen dem Takt
und dem Synchronimpuls ist, ausgedrückt in Bruchteilen
einer Taktperiode, wie in Fig. 3 gezeigt. Unter der An
nahme, daß der Wert des Periodenanzeigesignals T korrekt
die Zeilenperiode des Videoeingangssignals darstellt
und daß der Bruchteil des Signals T nicht gleich Null
ist, ändert sich der Schlupf von Zeile zu Zeile. Wenn
z. B. die Periode des Signals FH genau 910,1 Taktperioden
beträgt, dann präzediert der Schreibtakt FW gegenüber
dem Synchronimpuls (FH) mit einer Geschwindigkeit von
genau 0,1 Taktperioden pro Zeile. Wenn also der Schlupf
am Beginn der Zeile Nr. 1 gleich Null ist, dann ist er
am Beginn der Zeile Nr. 2 gleich 0,1, am Beginn der
Zeile Nr. 3 gleich 0,2, usw. Die Schlupfdaten werden mit
Hilfe des Addierers 424 erzeugt, der die Schlupfgröße der
vorhergehenden Zeile (in der Latch-Schaltung 422 gespei
chert) mit dem Periodensignal T addiert. Der Bruchteil
dieser Summe wird dann in der Latch-Schaltung 422 gespei
chert, die somit als Akkumulator für die Schlupfdaten
funktioniert. Der Ganzzahlteil der Summe wird zum Verglei
cher 412 gegeben, um die Periode des Zählers 410 nachzu
stellen.
Die beschriebene Erfassung des Schlupfes beruht auf der
Annahme, daß das Periodenanzeigesignal T die Perioden
dauer des Videoeingangssignals korrekt darstellt. Aus
der vorhergehenden Beschreibung ist jedoch zu entnehmen,
daß die Ausgangsgröße des Akkumulators 414 den Schlupf
fehler enthält, weil deren Zeitsteuerung durch den Im
puls MS erfolgt, der nur alle ganzzahlige Taktperioden
erscheinen kann. Dieser Fehler wird aus dem Signal T
durch Wirkung der Subtrahierschaltung 426 entfernt, wel
che die erfaßte, von der Latch-Schaltung 422 gelieferte
Schlupfgröße von der Ausgangsgröße des Akkumulators 414
subtrahiert.
Der Akkumulator 414 führt Phasenmessungen mit einer Ge
nauigkeit durch, die feiner ist als die Auflösung des
Systemtaktes (FW). Er kann so aufgebaut sein, wie es z. B.
in der US-Patentschrift 4 471 299 beschrieben ist. In der
Fig. 5 ist vereinfacht dargestellt, wie die Messungen
durchgeführt werden können. Die Wellenform A zeigt den
Impuls FH als Funktion der Zeit. Der Akkumulator 414 mißt
im wesentlichen die Impulsflächen des Impulses FH, die
dem Impuls MS (Wellenform B) vorangehen (Fläche 1) und
nachfolgen (Fläche 2). Dies kann dadurch geschehen, daß
der Akkumulator-Zählwert zu Beginn auf Null gesetzt wird,
um ihn dann bei jedem Taktimpuls (vertikale Taktstriche),
die dem Impuls MS vorangehen, jeweils proportional zum
Betrag des Impulses FH zu vermindern und ihn bei jedem
Taktimpuls nach dem Impuls MS proportional zur Amplitude
des Impulses FH zu erhöhen. Wenn der Impuls MS genau mit
der Mitte des Impulses FH ausgerichtet ist (wie darge
stellt), dann sind die Flächen 1 und 2 einander gleich,
und die Ausgangsgröße des Akkumulators wird gleich Null.
Erscheint der Impuls MS vor der Mitte des Impulses FH,
dann unterscheiden sich die Flächen voneinander (wie bei
C und D gezeigt), und die Ausgangsgröße des Akkumulators
wird proportional zu der kreuzschraffierten Fläche. Diese
Fläche ist repräsentativ für die Zeitdifferenz zwischen
dem Impuls MS und der wahren Mitte des Horizontalsynchron
impulses FH. Man kann dann die Ausgangsgröße des Akkumu
lators in einem solchen Maßstab bereitstellen, daß sie
das Ergebnis als Anzahl von Schreibtaktperioden (und
Bruchteilen davon) ausdrückt.
Der Schlupf- und Zeitsteuerprozessor 404 enthält arithme
tische Rechenschaltungen, um die sekundären Schlupfdaten
aus den primären Schlupfdaten zu errechnen, und eine Mul
tiplexschaltung, um die Schlupfdaten im Multiplexformat,
wie es die Wellenform D in Fig. 3 zeigt, zum Flimmerre
duktionsprozessor zu übertragen. Die sekundären Schlupf
daten S werden von einem Addierer 430 erzeugt, der die
primären oder Schreibtakt-Schlupfdaten P von der Latch-
Schaltung 422 mit dem Ausgangssignal einer Dividierschal
tung 432 addiert, die das Periodensignal T durch 2 divi
diert. Der Bruchteil der Summe des halbierten Periodensig
nals (T/2) und der primären oder Schreibtakt-Schlupfgröße
P ist der Schlupf des Lesetaktes (sekundärer Schlupf S)
für die Zeilen M+1, M+3, usw. (Fig. 3).
Der ganzzahlige Teil des vom Addierer 430 gelieferten
Summensignals wird in der nachstehend beschriebenen Wei
se dazu benutzt, Zeitsteuerimpulse der doppelten Zeilen
frequenz (2H) zu erzeugen. Das vom Zähler 410 gelieferte
Sägezahnsignal reicht von Null bis zu irgendeinem Maximal
wert (z. B. bis 910 im Falle von Signalen der NTSC-Norm
oder bis zu einem wenige Zählschritte unter oder über 910
liegenden Wert im Falle von nicht-normgemäßen Signalen).
Eine Subtrahierschaltung 434 subtrahiert das Zählersig
nal von einer Konstanten (als "Verzögerungssteuersignal"
bezeichnet), um ein invertiertes Sägezahnsignal (wie dar
gestellt) zu erzeugen, das bei einem positiven Wert be
ginnt, der durch den Wert des Verzögerungssteuersignals
bestimmt ist, und dann durch Null zu einem negativen Spit
zenwert läuft. Nulldurchgänge lassen sich in einem digi
talen System leicht erfassen, und durch Änderung des Ver
zögerungssteuersignals kann der Zeitpunkt des Nulldurch
gangs des Sägezahns vor- oder rückverschoben werden. Durch
Erfassung des Nulldurchgangs des von der Subtrahierschal
tung 434 gelieferten Sägezahnsignals werden zeilenfrequen
te Zeitsteuerimpulse (1H) erzeugt. Zeitsteuerimpulse der
doppelten Zeilenfrequenz (2H) werden erzeugt durch Ver
setzung des Sägezahns um eine halbe Periode (T/2) und Er
fassung des Nullwertes. (Die Versetzung geschieht durch
einen Addierer 436, und die Erfassung geschieht durch
einen Nulldetektor 422.) Auf diese Weise wird sicherge
stellt, daß irgendwelche Änderungen in der Position der
zeilenfrequenten Impulse (1H) exakt von den doppelt-zei
lenfrequenten Impulsen (2H) nachgefahren werden, wenn das
Verzögerungssteuersignal geändert wird, z. B. um die Ab
lenkung der Wiedergabeeinrichtung zu korrigieren, um Ver
zögerungen zu verarbeiten, denen das beschleunigte Video
signal S4 ausgesetzt sein kann.
Eine Umwandlung der Schlupfdaten in serielle Form (Wellen
form D in Fig. 3) geschieht mittels eines Registers 440,
das parallelen Eingang und seriellen Ausgang hat (Paral
lel/Serien-Register) und durch Impulse zeitgesteuert wird,
die von einem Nulldetektor 442 geliefert werden. Ein mit
Zeilenfrequenz betätigter Schalter 444 legt abwechselnd
das 1H-Sägezahnsignal und das 2H-Sägezahnsignal (von der
Subtrahierschaltung 434 bzw. vom Addierer 436) an den
Detektor 442 und koppelt ebenfalls abwechselnd den pri
mären Schlupfwert P und den sekundären Schlupfwert S
(von der Latch-Schaltung 422 bzw. vom Addierer 430) auf
das Parallel/Serien-Register 440. Der Detektor 442 triggert
das Register 440 so, daß es die primären oder sekundären
Schlupfdaten zum Flimmerreduktionsprozessor 24 überträgt,
wenn das von ihm empfangene 1H- oder 2H-Sägezahnsignal
gleich Null ist. Der Schalter 444 wird durch ein Flip
flop 446 gesteuert, welches die mit doppelter Zeilenfre
quenz (2H) auftretenden Ablenkimpulse, die in der Phasen
korrekturschleife 406 erzeugt werden, in ihrer Folgefre
quenz durch 2 teilt. Somit werden, wie mit den Wellen
formen D, E und F in Fig. 3 gezeigt, die primären und
sekundären Schlupfsignale für den Flimmerreduktionspro
zessor 24 im Multiplex verschachtelt und in der oben
beschriebenen Weise verarbeitet.
Die Phasenkorrekturschleife 406 empfängt das Sägezahnsig
nal von der Subtrahierschaltung 434 und die Zeitsteuer-
und Schlupfsignale vom Schalter 444 und erzeugt die Ab
lenksignale verdoppelter Zeilenfrequenz (2FH) für die
Wiedergabeeinrichtung 30. Das Sägezahnsignal vom Ausgang
der Subtrahierschaltung 434 wird von einem Decodierer
450 erfaßt, um ein verzögertes, zeilenfrequentes (1H)
Hauptsynchronimpulssignal (MS′) zu erzeugen. Die mit
der verdoppelten Zeilenfrequenz auftretenden Synchron
impulse 2FH werden mittels eines Phasendetektors 452
erzeugt, der die Phase von Rücklaufimpulsen FB, die von
einem Ablenktreiber 454 erzeugt werden (und in einem A/D-
Wandler 456 digitalisiert werden), mit dem Impulssignal
MS′ vergleicht. Da der Hauptsynchronimpuls MS′ an einer
Taktflanke erscheint, enthält er Schlupffehler, die im
Ausgangssignal des Phasendetektors 452 erscheinen. Diese
Fehler werden durch die Subtrahierschaltung 453 entfernt,
welche die Schlupfdaten des Prozessors 404 von der Aus
gangsgröße des Detektors 452 subtrahiert. Das vom Detek
tor 452 erzeugte Fehlersignal (am Ausgang der Subtrahier
schaltung 453) wird in einem Filter 458 tiefpaßgefiltert
und in einem Addierer 460 mit den vom Schalter 444 gelie
ferten Zeitsteuer- und Schlupfsignalen addiert. Die Null
durchgänge des ganzzahligen Teils des resultierenden Sum
mensignals werden von einem Detektor 462 erfaßt, um mit
doppelter Zeilenfrequenz auftretende Impulse 2FH zu er
zeugen, die dem Ablenktreiber über eine Verzögerungsein
richtung 464 zugeführt werden. Die Verzögerungseinrich
tung 464 wird durch den Bruchteil des vom Addierer 460
gelieferten Summensignals gesteuert, um Taktschlupffehler
in den Ablenkimpulsen 2FH zu korrigieren. Im Effekt wer
den die gleichen primären und sekundären Schlupfsignale,
die zur Korrektur des Lese- und Schreibbetriebs des Spei
chers benutzt werden, an den Ablenktreiber gelegt, um
sicherzustellen, daß die Ablenkung der Wiedergabeeinrich
tung in der gleichen Weise korrigiert wird wie die Schlupf
fehler am Speicher. Somit werden die im Flimmerreduktions
prozessor 24 korrigierten Schlupffehler nicht durch
Schlupffehler bei der Ablenkung wieder eingeführt.
Der beschleunigende Speicher 50 in den Anordnungen nach
den Fig. 1 und 2 kann in der in Fig. 7 gezeigten Weise
modifiziert werden, um den Speicheraufwand zu vermindern.
Im einzelnen können die beiden Teilbildspeicher 52 und 54
durch einen einzigen Teilbildspeicher (RAM-Speicher) 702
ersetzt werden, der mit Eingangs- und Ausgangspuffern
704 und 706 versehen ist. Im Betrieb bewirkt der Puffer
704 eine Zeitkomprimierung jeder Zeile des in den Teil
bild-RAM einzuspeichernden Videoeingangssignals, so daß
zwischen aufeinanderfolgenden Einschreibzyklen Daten aus
dem RAM ausgelesen werden können. Die gespeicherten Zei
len werden aus dem RAM 702 in Gruppen von jeweils 2 oder
mehr Zeilen gleichzeitig ausgelesen und im Ausgangspuffer
706 gespeichert, um anschließend in serieller Form aus
gelesen zu werden. Diese Speicherorganisation erlaubt ei
nen Betrieb, der äquivalent einem gleichzeitigen Auslesen
und Einschreiben ist, so daß die Auslesung eines Teilbil
des beginnen kann, sobald die Hälfte der Zeilen gespei
chert ist, wie es die zugeordneten Lese- und Schreib-
Zeitdiagramme in Fig. 7 veranschaulichen.
Claims (8)
1. Fernseh-Wiedergabesystem mit folgenden Teilen:
einer Videoquelle zur Lieferung eines Videoeingangs
signals mit einer gegebenen Zeilenfrequenz und einer
gegebenen Teilbildfrequenz;
einer Taktquelle zur Lieferung von Lese- und Schreib taktsignalen, die mit ganzzahligen Vielfachen der Fre quenz einer Farbhilfsträgerkomponente des Videoeingangs signals synchronisiert sind;
einer Speichereinrichtung, die mit den genannten Quel len gekoppelt ist, um mindestens ein Teilbild des Video eingangssignals zu speichern und an eine Wiedergabeein richtung ein Videoausgangssignal zu liefern, dessen Teil bildfrequenz das N-fache der gegebenen Teilbildfrequenz ist und dessen Zeilenfrequenz mindestens das N-fache der gegebenen Zeilenfrequenz ist, wobei N eine ganze Zahl größer als 1 ist, gekennzeichnet durch:
einer Taktquelle zur Lieferung von Lese- und Schreib taktsignalen, die mit ganzzahligen Vielfachen der Fre quenz einer Farbhilfsträgerkomponente des Videoeingangs signals synchronisiert sind;
einer Speichereinrichtung, die mit den genannten Quel len gekoppelt ist, um mindestens ein Teilbild des Video eingangssignals zu speichern und an eine Wiedergabeein richtung ein Videoausgangssignal zu liefern, dessen Teil bildfrequenz das N-fache der gegebenen Teilbildfrequenz ist und dessen Zeilenfrequenz mindestens das N-fache der gegebenen Zeilenfrequenz ist, wobei N eine ganze Zahl größer als 1 ist, gekennzeichnet durch:
eine Fehlersignal-Erzeugungseinrichtung (32), die
auf mindestens das Schreibtaktsignal (4Fsc) und auf
eine Zeilensynchronkomponente (FH) des Videoeingangs
signals (S3) anspricht, um für jede in die Speicherein
richtung (50) gespeicherte Zeile ein den Phasenfehler
(Schlupf) des Schreibtaktsignals anzeigendes erstes
Fehlersignal zu erzeugen und für jede aus der Speicher
einrichtung ausgelesene Zeile ein den Phasenfehler
(Schlupf) des Lesetaktes anzeigendes zweites Fehler
signal zu erzeugen;
eine mit der Speichereinrichtung (50) gekoppelte Korrektureinrichtung (70, 72, 60, 80, 82, 62) zur effek tiven Verzögerung jeder Zeile des Videoausgangssignals (S4) um ein Maß, das eine Funktion der Differenz zwi schen den Fehlersignalen ist.
eine mit der Speichereinrichtung (50) gekoppelte Korrektureinrichtung (70, 72, 60, 80, 82, 62) zur effek tiven Verzögerung jeder Zeile des Videoausgangssignals (S4) um ein Maß, das eine Funktion der Differenz zwi schen den Fehlersignalen ist.
2. Wiedergabesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Korrektureinrichtung folgendes enthält:
eine erste Verzögerungseinrichtung (60), die das
Videoeingangssignal vor dem Speichern in der Speicher
einrichtung (50) als inverse Funktion des ersten Feh
lersignals (aus 70) verzögert;
eine zweite Verzögerungseinrichtung (62), die das Videoausgangssignal nach seiner Auslesung aus der Speichereinrichtung als direkte Funktion des zweiten Fehlersignals (aus 80, 82) verzögert.
eine zweite Verzögerungseinrichtung (62), die das Videoausgangssignal nach seiner Auslesung aus der Speichereinrichtung als direkte Funktion des zweiten Fehlersignals (aus 80, 82) verzögert.
3. Wiedergabesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Korrektureinrichtung folgendes enthält:
eine erste Schaltungsanordnung (74) zur Speicherung des ersten Fehlersignals mit dem Videoeingangssignal in der Speichereinrichtung;
eine zweite Schaltungsanordnung (76) zur Auslesung des zweiten Fehlersignals aus der Speichereinrichtung;
eine dritte Schaltungsanordnung (79) zur Subtraktion des ausgelesenen Fehlersignals vom zweiten Fehlersig nal zur Bildung eines Differenzsignals;
eine vierte Schaltungsanordnung (62) zur Verzögerung des Videoausgangssignals als Funktion des Differenz signals.
eine erste Schaltungsanordnung (74) zur Speicherung des ersten Fehlersignals mit dem Videoeingangssignal in der Speichereinrichtung;
eine zweite Schaltungsanordnung (76) zur Auslesung des zweiten Fehlersignals aus der Speichereinrichtung;
eine dritte Schaltungsanordnung (79) zur Subtraktion des ausgelesenen Fehlersignals vom zweiten Fehlersig nal zur Bildung eines Differenzsignals;
eine vierte Schaltungsanordnung (62) zur Verzögerung des Videoausgangssignals als Funktion des Differenz signals.
4. Wiedergabesystem nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fehlersignal-Erzeugungsein
richtung folgendes aufweist:
eine Meßeinrichtung (32; 410-426), die mit der Vi deoquelle und mit der Taktquelle gekoppelt ist, um ein primäres Fehlersignal (P) zu erzeugen, welches reprä sentativ für einen Phasenfehler des Schreibtaktsignals (4Fsc) gegenüber der Zeilensynchronkomponente (FH) des Videoeingangssignals ist, und zur Lieferung eines se kundären Fehlersignals (S), das von dem primären Feh lersignal abgeleitet ist;
eine mit der Meßeinrichtung (32) gekoppelte Einrich tung (90-94) zur Ableitung des zweiten Fehlersignals aus dem primären Fehlersignal (P) und aus dem sekundä ren Fehlersignal (S) während einander ausschließender Zeitintervalle.
eine Meßeinrichtung (32; 410-426), die mit der Vi deoquelle und mit der Taktquelle gekoppelt ist, um ein primäres Fehlersignal (P) zu erzeugen, welches reprä sentativ für einen Phasenfehler des Schreibtaktsignals (4Fsc) gegenüber der Zeilensynchronkomponente (FH) des Videoeingangssignals ist, und zur Lieferung eines se kundären Fehlersignals (S), das von dem primären Feh lersignal abgeleitet ist;
eine mit der Meßeinrichtung (32) gekoppelte Einrich tung (90-94) zur Ableitung des zweiten Fehlersignals aus dem primären Fehlersignal (P) und aus dem sekundä ren Fehlersignal (S) während einander ausschließender Zeitintervalle.
5. Wiedergabesystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die mit der Meßeinrichtung gekoppelte Einrich
tung folgendes enthält: eine Speichereinrichtung (80);
eine Schaltungsanordnung (92, 94) zur abwechselnden Ein
speicherung des primären und des sekundären Fehlersig
nals (P, S) in die Speichereinrichtung während jeweils
zugeordneter Zeilenintervalle des Videoausgangssignals;
eine Einrichtung (82) zur effektiven Multiplikation
des Wertes des gespeicherten Fehlersignals, um das
zweite Fehlersignal zu liefern.
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