DE3612C - Bierzapf- und Spritzhahn mit Zählwerk - Google Patents

Bierzapf- und Spritzhahn mit Zählwerk

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DE3612C
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DENDAT3612D
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English (en)
Original Assignee
U. R. MAERZ, Ingenieur, und E. FÜLLBERG, Fabrikant, in Berlin
Publication of DE3612C publication Critical patent/DE3612C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/0855Details concerning the used flowmeter

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

1878.
Klasse 64.
ULRICH R. MAERZ und ERNST FÜLLBERG in BERLIN. Bierzapf- und Spritzhahn mit Zählwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1878 ab.
Jedem Gastwirth ist es wichtig, die Anzahl ■ der von seinem Zapfkellner aus den Bierfässern gefüllten Seidel zu kennen. Zur Feststellung dieser Zahl ist der hier beschriebene und in Zeichnung dargestellte Bierzapf- und Spritzhahn mit Seidelzählwerk erfunden und construirt worden.
Um kein Seidel ungezählt am Hahn einzapfen zu können, mufs die Füllung eines jeden erst möglich sein, nachdem es derartig am Hahn fixirt ist, dafs seine Wiederentfernung nur durch Weiterrücken eines Zählwerkes uni eine Zahl möglich ist.
In dem Küken A eines Zapfens ist deshalb ein cylindrisches Rohr B axial verschiebbar angebracht, das in der in Fig. 1 und 2 gezeichneten Stellung die Bierdurchgangsöifnung α verschliefst.
Wird der am oberen Ende dieses Rohres befindliche Handgriff C bis zu dem Handgriff am Küken D heruntergedrückt, wobei die Schraubenfeder E im Rohr zusammengeprefst wird, so deckt die Seitenrohröffnung b die Bierdurchgangsöffnung a, und wird ein Ausflufs aus dem Hahn nach unten stattfinden können, wenn dieser geöffnet ist.
Ist vor dem Herunterdrücken des Rohres auf die mit dem Hahnkörper. G fest verbundenen Tischplatte U ein Bierglas gebracht worden, so ragt nun das Rohr so- weit in dasselbe hinein, dafs ein Entfernen des Glases nicht möglich ist, denn sobald der untere Rand der Rohröffnung b den oberen Rand der Kükenöffnung a um ein kleines Wegstück passirt hat, fällt aus dem Schlofs F auf dem Hahnkörper der obere Riegel H in die seitliche Aussparung b1 im Rohr B ein, Fig. 3, wodurch das Zurückdrücken des Rohres seitens der Feder E verhindert wird. Beim Tieferdrücken fällt dann auch der untere Riegel ZT1 ein und hält die beiden Oeffnungen α und auf einander. In den beiden Schlitzen b 2 und b 3 führt sich das Rohr bei seiner axialen Bewegung auf den Stiften / und /', die gegenüberstehend in das Küken eingeschraubt sind, nach innen aber mit ihren dünneren Zapfen in den Hals der Bierspritze hineinragen und diese dadurch im Rohr und Küken befestigen, Fig. 2 und 4. Diese Stifte sind zugleich Stützpunkte der Schraubenfeder E, da letztere sich nach unten auf den Hals der Spritze auflegt. Die Kolbenstange der Spritze ist nach oben derartig verlängert, dafs der Handknopf bei niedergedrücktem Rohr weit genug aus dem Loch c der Büchse am Handgriff C hervorragt. Die Büchse selbst, gegen deren inneren Rand sich die Feder E nach oben anlegt, ermöglicht es, dieser eine so grofse Länge zu geben, dafs sie beim Zusammenpressen keiner übermäfsigen Beanspruchung ausgesetzt wird.
Ist ein Seidel gefüllt, wobei der Hahn beliebig oft geöffnet und geschlossen und die Spritze gebraucht sein mag, so mufs es mit gelindem Druck nach rechts gerückt werden, Fig. 5, wodurch das Kreuz K, in dessen einer Oeffnung das Seidel steht, zunächst um einen kleinen Winkel um seine Axe L gedreht wird. Diese Drehung theilt mit ihm der auf derselben Axe sitzende Stern M im Schlofs F. Einer der vier Strahlen des Sternes greift dabei wie ein Schlüssel in die Riegel H und JI1 ein und zieht diese aus der Aussparung bl im Rohr, welches sogleich in die Höhe schnellt und das Trinkglas frei giebt.
Die Kraft, mit der die Seidel gegen die Arme des Zählkreuzes K gedrückt werden, zieht aber den oberen Riegel H weiter als. zur Auslösung des Rohres nöthig ist zurück, weil die oberen Theile der Strahlen am Stern M langer sind, als deren untere Hälften, von denen der Riegel IP nur um die Aussparungstiefe bewegt wird. Die Pressung, die somit die breitere obere Riegelfeder h erhalten hat, dient nun dazu, die nur kleine Winkelbewegung des Zählkreuzes zu einem Viertelumgang zu vervollständigen, damit die nächste Kreuzöffnung für das nächste Seidel disponibel wird. Es fällt nämlich die federnde Sperrklinke h 2, die am Riegel H befestigt ist, in eines der vier Sperrradzähnchen auf dem Schlüsselstern M ein und drückt so bei der Ausdehnung der Feder h die Axe um ein entsprechendes Stück herum.
Unterhalb des Schlosses sitzt auf der Axe L ein vierzähniges Zahnrad O, das mit den zehn Stiften auf der Zählwerkscheibe N im Eingriff steht. Unter letzterer befinden sich mit ihr lose auf derselben Axe zwei oder mehr gleichartige Scheiben, deren Umfange die zehn Zahlen ο bis 9 tragen, Fig. 6. Durch lose auf der Axe L sitzende vierzähnige Rädchen stehen sie
derartig unter einander und mit der Scheibe JV in Verbindung, dafs sie ein Zählwerk bilden, welches von der Hülle P vollständig verdeckt ist; nur die Zahlenschaulöcher//1/2 lassen Einer, Zehner und Hunderter von den Scheibenumfängen ablesen. Damit ein Zurückdrehen der Zählscheiben von aufsen durch die Schaulöcher nicht möglich ist, fallen in die Zahnlücken der Scheiben JV1 und JV2 die Klinkenstiftchen ä1 und «2 ein, die in geeigneten Löchern im Hahnkörper steckend durch kleine Schraubenfedern angedrückt werden, Fig. 7. Die Scheibe N läfst sich nicht zurückdrehen, da sich mit ihr die Zählsternaxe bewegen müfste, die durch die Sperrklinke kl im Schlofs gegen Rückdrehung gesichert ist.
Auch das Schlofs ist durch den Deckel Q nach aufsen vollständig geschlossen.
Da ein Zapfhahn in die Spundlöcher der Fässer kräftig eingeschlagen werden mufs, wodurch der Schlofs- und Zählwerkmechanismus leiden könnte, ist bei dieser Construction der eigentliche Spundzapfen vom Zapfhahn getrennt. Der Spundzapfen R, der für sich allein ins Fafs geschlagen wird und für verschiedene Spundlochweiten ein anderer sein kann, hat einen kräftigen Hahnkörper, in dem ein Küken S steckt. Dieses Küken, ohne irgend welche Handhabe, ist zum Verzapfen untauglich; es ist aber konisch der Längenaxe nach durchbohrt und in ihm das nach oben umgebogene kükenartige Ende T des eigentlichen Zapf- und Zählhahns eingeschliffen. Eine Flügelmutter V befestigt beide Kükenkörper in einander und der eingeschraubte Stift t, der in den Einschnitt ί pafst, verhindert die Möglichkeit einer Drehung beider Küken gegen einander.
Ist bei geschlossener Hahnstellung der Spundzapfen R in ein Fafs eingeschlagen, so wird der Zapfhahn erst in das hohle Küken S eingesetzt und mit der Mutter V festgeschraubt, dann der Zapfhahn im Hahngehäuse W nach vorn gedreht, wodurch der Spundzapfenhahn geöffnet wird und das Verzapfen in Seidel vor sich gehen kann.
Die Axe des Hahnkörpers W steht zur Axe des Spundzapfens unter einem schiefen Winkel, damit jedes Fafs zur gröfstmöglichsten Entleerung durch den Hahn von vorn herein in gekippter Stellung gelagert werden kann, ohne dafs die Hahnaxen von der Lothlinie abzuweichen brauchten.
Wo ein Verschlufs des Spundzapfens während des Einkeilens nicht für nöthig befunden wird, wird der Spundzapfen einfach ohne Hahn hergestellt, wie Fig. 8 zeigt. Zum Einschlagen wird ihm dann eine Kappe mit Schlageknopf aufgeschraubt, diese nach dem Befestigen am Fafs wieder entfernt und an ihre Stelle der Zapfzählhahn mit dem Gewinde g aufgeschraubt. Man kann hier zur Verbindung auch eine Schlauchverschraubung anwenden. Die Axe des Schraubenganges g am Zapfzählhahn wird dann zur Hahnaxe unter einem solchen Winkel gestellt, dafs die letztere bei gekippt gelegtem Fafs senkrecht steht.
Trennt man, wie dies in Fig. 9 und 10 dargestellt ist, das Zählwerk ganz vom Hahn und setzt an seine Stelle ein hohles Gummikissen, wie solche bei Luftdrucktelegraphen gebräuchlich sind, und leitet von ihm die Rohrleitung eines solchen Telegraphen in geeigneter Weise zu einem gewöhnlichen Zählwerk, das durch Aufblähen des Endes der Leitung weiter gerückt wird, so werden vier fest auf der Axe L sitzende Daumen mittelst der federnden Platte χ den Telegraphen bei ihrer Bewegung in Wirksamkeit bringen und an einem vom Hahn entfernten Ort, im Comtoir des Gastwirths, jedes verzapfte Seidel vermerken.
Werden, wie in Fig. 11 und 12, die Daumen durch ein Rohrstück aus Hartgummi oder einem anderen elektrisch nicht leitenden Material von der Axe isolirt und durch einen losen metallisch sie aber berührenden Ring mit einem Leitungsdraht verbunden, und schleifen sie beim Umgang kurze Zeit auf einer Feder ζ, die mit dem anderen Ende des Drahtes gut isolirt verbunden ist, so wird ein durch den Draht geleiteter galvanischer Strom geöffnet und geschlossen werden, was ebenfalls zur Bewegung eines Zählwerks an entferntem Ort benutzt werden kann.
Mittelst der Verschraubung g oder eines Flantsches an deren Stelle kann der Zählhahn auch als Zapfmündung an jedem Bierdruckapparat angebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    1. Die Befestigung einer Tischplatte direct an einem Zapfhahn zur Aufstellung der zu
    • füllenden Trinkgefäfse.
    2. Die Anbringung eines verschiebbaren Rohres im Hahnküken zum Zweck der Fixirung der Gefäfse, bevor deren Füllung möglich ist. .
    3. Die Anwendung eines in eine Aussparung im Fixirrohr einfallenden Schlosses mit mehreren Riegeln zur Feststellung des Rohres in dessen gesenkter Stellung.
    4. Die Anwendung einer Schraubenfeder im Fixirrohr, um dieses nach seiner Auslösung in die Höhe schnellen und dort halten zu lassen.
    5. Die eigenthümliche Combination aller Theile unter sich und mit der Bierspritze, wie dies im wesentlichen in der Zeichnung dargestellt ist.
    6. Die Vorrichtung, um durch Druck gegen die Arme eines Zählkreuzes ein Schlofs im geeigneten Moment auszulösen und die
    ' nöthige Weiterdrehung des Zählkreuzes zu bewirken.
    7. Die Anordnung eines Zählwerkes direct an die Zählkreuzaxe eines Zapfhahns.
    Die Trennung des Zählwerkes vom Hahn ■und Einschalten irgend eines Telegraphen zwischen beide.
    Die Trennung des ins Fafs zu schlagenden Spundzapfens vom eigentlichen Zapf- und Zählhahn.
    Die Anordnung eines Hahnkörpers mit konisch durchbohrtem Küken ohne Handhabe am getrennten Spundzapfen, in wel-
    12.
    chem das kükenartige Ende des Zapf- und Zählhahns pafst und befestigt wird.
    Die zeitweise Befestigung eines Schlagknopfes auf dem getrennten einfachen Spundzapfen.
    Die schiefwinklige Anordnung der Axe des Spundzapfens .gegen die Hahnaxen, zum Zweck der senkrechten Stellung der letzteren bei gekippt gelagertem Fafs.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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