DE360999C - Geschwindigkeitsmesser - Google Patents

Geschwindigkeitsmesser

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DE360999C
DE360999C DES58277D DES0058277D DE360999C DE 360999 C DE360999 C DE 360999C DE S58277 D DES58277 D DE S58277D DE S0058277 D DES0058277 D DE S0058277D DE 360999 C DE360999 C DE 360999C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/02Devices characterised by the use of mechanical means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Geschwindigkeitsmesser. Die Erfindung betrifft Geschwindigkeitsmesser derjenigen Art, bei welcher eine Vergleichsgeschwindigkeit benutzt wird, die der zu messenden Geschwindigkeit nicht proportional ist. Das Neue besteht im wesentlichen darin, daß einem Organ A in bezug auf ein anderes das Organ A mitnehmende Organ B, das mit einer der zu messenden Geschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit bewegt wird, eine Bewegung erteilt wird, so daß die absolute Geschwindigkeit des Organs A die Resultante seiner Relativgeschwindigkeit in bezug auf B und seiner Mitnahmegeschwindigkeit durch B ist. Infolgedessen beschreibt das Organ A eine Bahn, die aus der Vergleichsbewegung von A in bezug auf Bund der Antriebsgeschwindigkeit von A durch B resultiert. Ein Maß der zu messenden Geschwindigkeit ergibt sich dann entweder i. aus der Lage des jeweiligen Treffpunktes der Bahn des Organs A mit einer Kurve oder einer bestimmten Geraden oder 2. aus der Richtung der Geschwindigkeit des Organs A in einem bestimmten Punkt. Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Anzeige der zu messenden Geschwindigkeit durch den Treffpunkt des Organs A mit einer Kurve geliefert wird, in Abb. i in einem Achsialschnitt; Abb.2 ist eine Stirnansicht, wobei die vordere Wand oder Platine weggenommen ist; Abb. 3 ist eine Seitenansicht des Armes mit seiner Feder und seinem Stift: Abb. 4. ist eine schaubildliche Darstellung der Gabel; Abb. 5 ist ein erklärendes Schema der Wirkungsweise des Apparates; Abb.6 bis 15 veranschaulichen verschiedene Einzelausführungen des Apparates; Abb. 16 ist die Ansicht einer anderen Ausführungsform, bei der die Anzeige der zu .messenden Geschwindigkeit durch die Richtung der Geschivindigkeit des Organs A in einem Punkte geliefert wird.
  • In den Abb. i bis 5 sind i und 2 zwei Wände oder Platinen, die durch Stehbolzen 3 und 4. verbunden sind und das Gehäuse des Apparates bilden. Durch die Wände geht eine Achse 5 hindurch, die mittels eines Querstiftes 7 in einer Brücke 6 befestigt ist. Da diese letztere fest an der Wand i sitzt, so ist die Achse 5 völlig unbeweglich. Auf der Achse 5 sitzt drehbar ein Zahnrad 8, das in ein Zahnrad 9 eingreift. Dieses. sitzt auf einer Welle iö. die mit der Maschine, deren Geschwindigkeit gemessen werden soll, verbunden wird. Das Zahnrad 8 durchsetzt die Wand i mit seiner Nabe, die auf der Innenseite der Wand zu einer Schnurscheibe i i ausgebildet und hinter dieser mit einem Gewindeteil 12 versehen .ist. Auf diesen letzteren ist die ,Nabe eines Armes 13 geschraubt, der einerseits ein Gegengewicht 14 und andererseits ein Winkelstück 15 trägt, an dem eine Blattfeder 16 festgenietet ist, in deren aufgebogenem Teil 17 ein Stift 18 befestigt ist, der in Abb. 2 also senkrecht zu der Ebene der Abbildung liegt und nach außen vorragt. Abb. 3 zeigt diese Anordnung für sich.
  • Die Feder 16 ist durch ihre Elastizität bestrebt, den Stift 18 in der Richtung des Pfeiles a (Abb. 2) zu verschieben. Diese ungleichförmige Rückkehrbewegung der Feder nach ihrer Entspannung dient als Vergleichsb°wegung, und der Stift 18 stellt das Bewegungsorgan A dar, während das Bewegungsorgan B durch den Arm 13 dargestellt -wird', der durch Vermittlung der Räder 8 und 9 sowie der Welle io mit einer der zu messenden Geschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit gedreht wird. Die Feder 16 liegt mit ihrem Ende i9 ayif einem Exzenter 2o auf, das die Form einer Spirale mit dem radial verlaufenden Teil 22 hat und mittels eines Stiftes 21 auf der Achse 5 befestigt ist. Auf der letzteren sitzt drehbar die Antriebsnadel 23, die,einen abgebogenen Teil 24 besitzt und mit einer Schnurscheibe 25 fest verbunden ist, die sich ebenfalls auf der Achse 5 drehen kann. Auf der Achse 5 sitzt ebenfalls lose eine Gabel 26, die von der Nadel 2,3 durch eine auf der Achse 5 festgestiftete Scheibe 27 getrennt ist, so daß die Nadel 23 die Gabel 26 nicht durch .Reibung mitnimmt. Die Gabel 26 läuft in einen zylindrischen Teil aus, der die Wand' :2 durchsetzt und an seinem Ende den Zeiger 28 trägt, der die zu messende Geschwindigkeit auf einem an der Wand 2 angebrachten eingeteilten Zifferblatt angibt. Die Gabel 26 hat die Form eines T (Abb. d:), rlessen Querarm inn rechten Winkel zu zwei Armen 2611 und 26b abgebogen ist, die die Nadel 23 umfassen und ihr eine Drehung um einen bestimmten Winkel b gestatten, bevor sie auf einen der Arme der Gabel trifft. Eine Schraubenfeder 29 ermöglicht durch Reibung den stabilen Stand des Zeigers 26 in einer bestimmten Lage. Auf dem Stehbolzen 3 sitzt eine Röhre 3o, die sich frei auf ihm drehen kann und zwei Schnurstheiben 31 und 32 aufweist, die mit den Schnurscheiben i i und 25 durch zwei Riemen oder Schnüre 33 und 34 verbunden sind, von denen die eine gekreuzt ist.
  • Wirkungsweise. 1Venn man die Welle io in der Pfeilrichtung mit einer Geschwindigkeit dreht, die proportional der zu messenden Geschwindigkeit ist, so nimmt der Arm 13 die Feder 16 in der Richtung des Pfeiles f (Abb. 2) uin das feste Exzenter 2o herum mit einer Geschwindigkeit mit, die der zu messenden proportional ist. Hierbei -wird diese Feder mehr und mehr in dem Maße gespannt, wie sie auf Teilen des Exzenters von größerem Radius reibt oder gleitet, bis das Ende i9 dieser Feder vor den radialen Teil 22 gelangt, wie dies in Abb. 5 gezeigt ist. Bei Fortsetzung der Drehung des Armes 13 entspannt sich die Feder 16 frei und sucht mit ungleichförmiger Geschwindigkeit in ihre shalinungslose Lage zurückzukehren, Wobei sie das Exzenter je nach der Geschwindigkeit des Armes 13 von neuem z. B. in den Punkten 35, 36 oder 37 trifft. Der Stift i8 beschreibt entsprechende Bahnen 38, 39 oder 4o, wie sie sich aus der Vergleichsbewegung der Feder 16 mit der Bahn 41 in bezug auf den Arm 13 und der Mitnahmebewegung durch die Kreisbewegung des Armes 13 ergeben, wobei diese Bahnen sich urn so viel mehr dem Kreis 8o nähern, als die zu ,messende Geschwindigkeit größer wird.
  • Während der Stifti8 eine dieser Bahnen beschreibt, trifft er gegen den oberen Teil der durch die Schnurscheiben 32, 31, 11 im entgegengesetzten Sinne gedrehten Nadel23 und nimmt diese mit, wobei die Schnur auf der Schnurscheibe 25 gleitet, bis der Stift unter den. Winkelteil 24 gelangt -und die Nadel wieder freigibt. Die in diesem Augenblick von der Nadel eingenommene Stellung entspricht dem Schnittpunkt der Bahn des Stiftes i8 mit dem Kreis 42, der durch den Winkelteil 24 bei der Drehung der Nadel a3 beschrieben wird. Diese Lage ist also eine Funktion der zu messenden Geschwindigkeit. Sobald der Stift 18 die Nadel 23 nicht mehr mitnimmt, wird die Nadel. durch den Schnurtrieb wieder zurückgedreht, bis der Stift 18 den Zeiger 23 von neuem mitnimmt. Wenn die zu messende Geschwindigkeit konstant ist, wird somit,die.Nadd. 23 so zwischen zwei festen und bestimmten Außenlagen schwingen. Vergrößert oder verringert sich die zu messende Geschwindigkeit, so werden sich die Außenlagen der Schwingung der Nadel 23 ändern und bei konstanter anderer Geschwindigkeit wieder feste Grenzen einnehmen. Da der Schwingungswinkel praktisch immer derselbe ist, wird, wenn span den Winkel b innerhalb der Arme 26a und 26b gleich groß macht, die Nadel:23 bei konstanter Geschwindigkeit einfach zwischen diesen beiden Armen 26a und 26b schwingen und die Gabel 26 ebenso wie der Zeiger 28 stehenbleiben, solange als sich die Geschwindigkeit nicht ändert.
  • Man könnte auch dem Winkel b einen größeren Wert geben, in welchem Falle sich die Anzeigen des Apparates nur bei einer Geschwindigkeitsänderung von bestimmter Größe ändern. würden. Um die Reibung während der Mitnahme der Nadel 23 zu verringern, kann der obere Teil derselben, derart abgeschrägt sein, daß er sich der Tangente der Bahn des Stiftes nähert.
  • Die Wirkung der Fliehkraft auf die Feder 16 durch die deren Entspannung verzögert wird, stört an sich nicht, da die Vergleichsbewegung der Feder 16 in bezug auf clen Arm 13 auch in der veränderten Form noch als Vergleichsbewegung dienen kann. Wenn aber die Geschwindigkeit des Armes 13 so ;;roß wird, daß diese Wirkung hinderlich oder sogar gleich oder größer als die Entspannungskraft der Feder 16 wird, so könnte man sie durch irgendeinen Kompensator, z. ß. den in Abb. 6 dargestellten, ausgleichen. Dieser wird von einem Hebel 43 gebildet, welcher sich bei 4,,.1. auf dem Arm, 13 dreht, sich mit einem Stift 45 auf die Feder 16 stützt und an seinem .anderen Elide ein Gewicht 46 trägt, das die Wirkung der Fliehkraft auf die Feder 16 auszugleichen imstande ist.
  • Die Verwendung der Blattfeder 16 zum Zweck, dein Stift 18 seine Vergleichsbewegung in bezug auf den Arm 13 zu erteilen, ist natürlich mir als Beispiel angegeben, da jedes andere Mittel Anwendung finden kann, das dem Stift 18 eine Geschwindigkeit erteilt, die der zu messenden Geschwindigkeit nicht proportional ist. Insbesondere kann man. eine Unruhe 47 (Abb. 7 und 7a) mit einer Spiralfeder 48 verwenden, die auf dem Arm 13, mit ihrer Achse senkrecht zu diesem angeordnet wird, *und sich auf diesem Arm unter einer Brücke 49 drehen kann.. Auf -der Achse der Unruhe ist ein durch ein Gewicht 51 ausgeglichener Arni 5o angeordnet, der an einem seiner Enden den Stift 18 trägt, derart, daß die Entspannung der Unruhefeder den Stift in eine ungleichförmige Vergleichsbewegung in bezug auf den Aren 13 mit kreisförmiger Bahn hineinzieht, die analog der dem Stift 18 durch die Entspannung der Feder 16 erteilten Bewegung ist. Die Unruhe 47 kann im übrigen mit Reibung auf ihrer Achse sitzen, so daß sie im Augenblick ihres plötzlichen Anhaltens beine Auftreffen des Stiftes 18 auf das Exzenter 2o gleitet, wodurch die Stöße sowie die Geräusche und das Zurückschnellen gedämpft werden.
  • Ebenso kann die Rückkehr der Nadel. 23 durch irgendein anderes Mittel, z. B. durch Zahnräder erzielt werden. Da man dann für die Mitnahmebewegung der Nadel a3 durch den Stift 18 das Gleiten der Riemen oder Schnüre auf den Scheiben nicht mehr benutzen kann, so muß .man die Nadel 23 mit dein sie führenden Trieb durch Reibung kuppeln. Man kann auch die Nadel -3 durch eine Feder unmittelbar zurückbringen. Dies kann entweder, -wie in Abb. 8 gezeigt, durch eine Feder 52 geschehen, die auf einen Puffer wirkt. Dieser kann von einem aus einer Ledermanschette bestehenden Kolben 53 gebildet sein, der sich in einem mit kleiner Offn.ung 55 versehenen Zylinder 54 bewegt und auf die Nadel 23 mittels eines Fadens 56 wirkt, der sich auf eine mit der Nadel fest verbundene Rolle 57 aufwickelt, derart, daß die Nadel im Sinne des Pfeiles mit einer schwach gebremsten Bewegung zurückgeht und im umgekehrten Sinne durch den Stift 18 frei angetrieben werden kann. Dasselbe Resultat kann aber auch, wie in Abb. 9 gezeigt, durch eine Spiralfeder erreicht werden, die die Nadel unmittelbar zurückdreht, wobei sie durch einen Windflügel gebremst wird, (fier von einem Arm 58 finit zwei senkrecht zur Ebene der Abbildung liegenden Flügeln 59 und fio gebildet wird und mit einem Zahnrad hi fest verbunden ist, das in ein Zahnrad 62 eingreift. Dieses erhält seinen Antrieb durch die Nadel 23 mittels einer Lederklinke Oi 3 nur dann, wenn die Nadel unter der Wirkung ihrer Spiralfeder in der Pfeilrichtung zurückgeht. Der Arm 23 kann bei diesem Zurückgang auch durch eine Spiralfeder 64 (Abb. io) gebremst werden, die fest mit ihr verbunden ist und ini Innern einer festen. Trommel 65 reibt, wodurch die Bewegung dieser Nadel in der Pfeilrichtung gebremst und in der entgegengesetzten Richtung freigegeben ist.
  • Bei diesen verschiedenen Svstemen bleibt der Schwingungswinkel der i#\Tade123 fortgesetzt praktisch konstant, da die Spannung der läeder, die den letzteren zurückbringt, mit der zu messenden Geschwindigkeit zunimmt. Man kann auch den Rückgang der Nadel -23 unmittelbar durch den Stift 18 bewirken. Zu diesem Zweck wird der Arm mit einem Rad 66 (Abb. 13) fest verbunden, das Zähne 67 trägt, wie solche zum Teil in Abb. 13 dargestellt sind. Diese Zähne 67 sind winklig abgebogen (Abb. i3a), tun den Stift 18 unter sich durchzulassen, sie haben aber eine solche Schräglage, daß, wenn die Bahn 68,, die der in der Abbildung durch die Nadel 23 angezeigteil Geschwilidigkeit entspricht, sich infolge einer Verringerung dieser Geschwindigkeit z. B. bei 69 oder 70 verkürzt, die Reaktion des Stoßes des Stiftes 18 gegen. einen Zahn 67 die Nacle123 in der Pfeilrichtung zurückbringt, bis der Stift voll neuem unter dein Winkel 24 hindurchgeht.
  • 'Man kann auch, wie Abb. i 5 zeigt, ein gezalintes Rad 71 verwenden, das die Nadel 23 durch irgendein Zahn- oder Schnurgetriebe antreibt, derart. daß die Drehungen von 23 und 71 umgekehrt sind. Die Nadel 23 ist dann außerdem finit einer kreisförmigen Platte 72 versehen. Es ist zu ersehen, daß bei der durch die Lage der Nadel -23 in Abb. 15 angegebenen Geschwindigkeit, der Stift 18, cler die Bahn 73 hat, auf die Platte 72 fällt, bevor er mit den Zähnen des Rades .71 zusaminentrifft. Wenn aber infolge einer Verringerung der Geschwindigkeit die Bahn des Stiftes 18 z. B. die mit 74 bezeichnete wird, fällt der Stift in einen Zahn des Rades 71 und nimmt es .mit, wobei die Nadel23 in der Pfeilrichtung zurückgedreht wird, bis der Stift 18 voll neuem gegen die Platte 72 der Nadel 23 trifft, auf der er gleitet, so daß die Mitnahme der Nadel aufhört. Bei diesen letzteren Apparaten wird die Nadel 23, da sie nicht mehr ständig zurückgebracht wird, nicht mehr eine Schwingung machen und kann daher mit dem Anzeiger 28 unmittelbar aliiie Zwischenschaltung der Gabel' 26 verbunden werden.
  • Außerdem können auch die Drehachsen der Nadel 23 und des Armes 13 ebenso gut nicht vereinigt sein, wie es in Abb. i i gezeigt ist. Ebenso kann auch der Arm oder die Nadel 23 eine Bewegung längs einer Geraden z. B. d.2a (Abb. 12) haben, die dann die Kurve 42 ersetzt. In diesem Falle kann die Nadel 23 durch eine Anordnung (Abb. 1d.) zurückgebracht werden, die derjenigen nach A'bb, 13 ähnlich ist. Das gezahnte Rad 66 ist durch eine Zahnstange 66d mit den Zähnen 6711 ersetzt, die mit der Nadel 23 fest verbunden ist, die sich längs der geradlinigen Stange q.2a verschieben kann.
  • Bei allen. diesen Apparaten, bei denen die Geschwindigkeit durch die Lage des Treffpunktes der Bahn des Stiftes 18 mit einer bestimmten Kurve 4.2 gemessen wird, kann man die Nadel mit ihren Antrieben völlig weglassen, indem, man eine optische Anzeige verwendet. Zu diesem Zweck materisiliert man die Kurve .q.2 in Form eines Schlitzes in der Wand 2, setzt auf den Stift 18 eine kleine gefärbte Scheibe, einen kleinen Spiegel oder eine kleine elektrische Lampe, derart, daß man in der Bahn dieses Stiftes vor dem Schlitz einen leuchtenden Punkt erhält. Man regelt dann den Apparat derart, däß er sich so schnell dreht, daß der leuchtende Eindruck zwischen zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen dieses Stiftes vor dem Schlitz verbleibt. Auf diese Weise erhält man einen leuchtenden Punkt, der sich längs des Schlitzes gemäß den verschiedenen zu messenden Geschwindigkeiten verschiebt und an der auf der Wand 2 längs angebrachten Skala die Geschwindigkeit .ablesen läßt.
  • Die Abb. 16 und 17 veranschaulichen eine Ausführung der Erfindung, bei der das Anzeigen der zu messenden Geschwindigkeit durch die Richtung der Geschwindigkeit des Organs <g in einem Punkt seiner Bahn gegeheil wird. Der Stift 18 greift hier, nachdem er am radialen Teil 22 des Exzenters 2o abgefallen ist, in eine Führung 75 ein, die von den beiden überhöhten Kanten 76 und 77 einer Platte 78 gebildet ist, die selbst eine .Achse 79 trägt, welche sich in einen in der Wand oder Platine 2 vorgesehenen Lager drehen kann. Diese Achse durchsetzt die Platine und trägt auf der anderen Seite -den Zeiger 28. Die Führung 75 läßt an ihrem Austritt den Stift i8 gerade hindurchgehen, und ihr Eintrittsende ist derart, daß der Stift 18 immer darin eingreift, wie auch. seine Bahn sein mag. Die Richtungseinstellung dieser Führung 75, die sich um 79 dreht, ist datier abhängig von der Richtung der Bahn des Stiftes i8 an seinem Austritt aus der Führung 75, d. i. von der Richtung seiner Geschwindigkeit in diesem Punkt. Da aber die Richtung der Geschwindigkeit des Stiftes 18 an dieser Stelle, wie gezeigt, Funktion der zu anessenden Geschwindigkeit ist, so dienen die verschiedenen Einstellungen dieser sich .um: 79 drehenden Führung 75, die durch den Zeiger 28 angegeben werden, zum Messen dieser Geschwindigkeit.
  • Bei allen dieser. Apparaten ist zu beachten, ,rl'aß der Zeiger 28 durch Vermittlung eines seine Verschiebungen vervielfachenden Getriebes bewegt werden kann, um das Ablesen zu erleichtern.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Anordnungen beschränkt.

Claims (6)

  1. PATENT-ANsPRt?ciir i. Geschwindigkeitsmesser mit einem Mitnahmeorgan, das sich finit einer der zu messenden _ Geschwindigkeit ständig proportionalen Geschwindigkeit dreht, und - einem Vergleichsorgan, das eine eigene, der zu messenden Geschwindigkeit nicht proportionale Geschwindigkeit hat, dadurch gekennzeichnet, daß :das Vergleichsorgan (16) an einem Mitnahmeorgan (13) sitzt, derart, daß es eine absolute Geschwindigkeit erhält, die die Resultante seiner Relativgeschwindigkeit in bezog auf das Organ (13) und der Mitnahmegeschwindigkeit :durch dieses Organ ist, wobei das Vergleichsorgan (16) eine entsprechende Bahn beschreibt. Die gewünschte Anzeige wird dann entweder durch den Treffpunkt des Vergleichsorgans (16) mit einer Kurve oder einer bestimmten Geraden oder auch durch die Bewegungsrichtung dieses Vergleichsorgans in einem bestimmten Punkt gegeben.
  2. 2. Geschwindigkeitsmesser nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitnahineorgan von einem Dreharm (13) gebildet wird, der mit einem Gegengewicht versehen ist und durch das Organ, dessen Geschwindigkeit gemessen «-erden soll, mit einer zu dieser proportionalen Geschwindigkeit gedreht wird, wobei der Arm (13) mit einer Blattfeder (16) oder einem äquivalenten Organ versehen ist, das einen mit einem festen Exzenter (20) zusammenarbeitenden Stift (18) trägt.
  3. 3. Geschwindigkeitsmesser nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einem Zwischenorgan versehen ist, das den Zeiger bewegt oder an ihm befestigt ist und von einer winkligen Nadel (23) gebildet wird, .auf die der Stift (18) wirken kann, wobei dieses Zwischenorgan (23) durch irgendwelche Mittel in der der Drehbewegung desAntriebsarmes (13) entgegengesetzten Richtung zurückgebracht wird.
  4. Geschwindigkeitsmesser nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (23) den Zeiger (28) durch eine Anordnung (Arme 2611, 26U) bewegt, die es der Nadel ermöglichen, ohne Beeinflussung des, durch eine Reibungsanordnung gebremsten Zeigers (28) -um einen gewissen Winkel zu schwingen, in welchem Falle die mit Reibung gekuppelte Nadel (23) .unter der Wirkung der Bewegung, deren Geschwindigkeit gemessen werden soll, oder unter der Wirkung einer Feder zurückgezogen werden kann.
  5. 5. Geschwindigkeitsmesser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (23) unter der Wirkung des Stiftes (18) des Antriebsarmes (13) zurückgezogen wird, in welchem Fall sie an dem Zeiger (28) befestigt werden kann.
  6. 6. Geschwindigkeitsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkung der Fliehkraft auf die Feder (16) oder ein äquivalentes Organ durch einen Gegengewichtshebel (43) oder ein ähnliches Organ ausgeglichen wird.
DES58277D 1920-12-11 1921-12-08 Geschwindigkeitsmesser Expired DE360999C (de)

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