DE36069C - Verfahren zur Herstellung von Plattstich- und Tambourir-Stickerei mit endlosem Faden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Plattstich- und Tambourir-Stickerei mit endlosem Faden

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DE36069C
DE36069C DENDAT36069D DE36069DA DE36069C DE 36069 C DE36069 C DE 36069C DE NDAT36069 D DENDAT36069 D DE NDAT36069D DE 36069D A DE36069D A DE 36069DA DE 36069 C DE36069 C DE 36069C
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DE
Germany
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needle
thread
stitch
embroidery
tambourine
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Application number
DENDAT36069D
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English (en)
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H. SCHURIG in Plauen i. V
Publication of DE36069C publication Critical patent/DE36069C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C3/00General types of embroidering machines
    • D05C3/04General types of embroidering machines with horizontal needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE B2: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. October 1885 ab.
Bekanntlich mufs bei. der Ketteistichnaht in den Krümmungen entweder der Stoff oder die Nadel mit den Werkzeugen zur Schlingenbildung so um die Nadelachse gedreht werden, dafs sie immer dieselbe Lage zur Nahtrichtung behalten, weil sonst die Kettelmaschen abfallen würden.
Da man beim gleichzeitigen Arbeiten mehrerer Nadeln an einem auf Rahmen gespannten Waarenstück, wie es bei den Plattstichstickmaschinen geschieht, die Waare gar nicht und die Werkzeuge nur, wenn man die Maschine sehr complicirt macht, drehen kann, so hat man bisher bei Plattstichstickmaschinen mit endlosen Fä'den stets den Doppelsteppstich angewendet.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Zusammenspiel von Werkzeugen mit dem Garnfaden dargestellt, bei welchem mit einem Faden auf der einen Seite des Stoffes Plattstich und auf der anderen Kettelstich erzeugt wird, ohne dafs es bei Aenderung der Stichrichtung nöthig ist, die Nadel und andere Werkzeuge nach der neuen Stichrichtung einzustellen.
Die Werkzeuge zur Bildung des Stiches sind:
ι. die Nadel n, eine Strumpfnadel mit Spitze, bei welcher in der in Fig. 2 gezeichneten Stellung die Schiene ρ den Haken \ in eine Zschasche des Nadelschaftes drückt;
2. die Lochnadel Z, welche sich in der in Fig. 5 c punktirt angegebenen Bahn 1, 2, 3,4 um die Nadel η bewegt und den Faden f in dieselbe einlegt;
3. die an einer Schiene c befestigten Gabeln g\ welche, wie Fig. 4 zeigt, die Schlingen so halten, dafs sie nicht aus den Nadeln herausfallen und nicht von den Nadeln durchstochen werden können;
4. ein Kamm d, der mit Stiften g2· besetzt ist, welche auf der Plattstichseite den Faden entweder nach links oder nach rechts halten, damit ihn die Lochnadel / stets in die Nadel η einlegt;
5. eine mit Löchern versehene Schiene b, durch welche die Fäden hindurchgezogen sind, und welche sich in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung bewegt, um den Faden- locker zu legen.
Das Zusammenspiel dieser Werkzeuge ist folgendes:
Bevor die Nadel durch den Stoff α sticht, drängt der Stift g·2 den zwischen Stoff und Lochnadel / liegenden Faden nach links, Fig. 5 c, und die Gabel g-1 geht in ihre höchste Stellung, Fig. 5 b.
Während die Nadel sich in ihre äufserste Linksstellung bewegt, Fig. 6 und 1, legt die Lochnadel, indem sie die Bahn 1, 2, 3, 4 durchläuft, den Faden unter die Haken £ der Nadel n, worauf die letztere sich wieder nach rechts bewegt.
Ist die Nadel η in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung gekommen, so bewegt sich die Schiene ρ nieder und drückt sämmtliche Nadelhaken \ in die Vertiefung ihrer Nadeln; der Kamm d geht in seine höchste Stellung, so dafs die Stifte g2 den Faden freigeben.
Wenn die Nadel η ihre äufserste Rechtsstellung, Fig. 3, eingenommen hat, ist die
Schiene/? in ihre höchste Lage zurückgegangen, die Schiene c hat sich ■ so weit niederbewegt, dafs die Gabeln gx auf der Fadenschlinge aufliegen, und die Schiene b hat den Faden locker gelegt, so dafs die in Fig. 4 gezeichnete tiefste Stellung der Gabeln g1 ohne Anspannung des Fadens erreicht werden kann.
Das Niederhalten der Fadenschlingen durch die Gabeln g1 ist erforderlich, damit beim Aufwärtsbewegen des Stoffes a die Schlinge nicht von der Nadel abfallen kann.
Die Seitwärtsbewegung der Gabeln gl hat den Zweck, zu verhindern, dafs die Nadeln n den Faden durchstechen.
Wenn die Stichrichtung aus der senkrechten Lage in eine nach rechts geneigte übergeht, wird der Bewegungsmechanismus der Gabeln g1 so umgesteuert, dafs die Schlingen nach links gedrängt werden, wie dies in Fig. 4 punktirt angegeben ist, da bei einer gewissen Neigung der Stiche die Nadel η in den nach links gezogenen Faden stechen kann.
Die Momente der Umsteuerung können auf der zur Einstellung des Pantographen dienenden vergröfserten Musterzeichnung angegeben werden.
Die bei Beginn des Stiches erfolgende, bereits oben erwähnte Bewegung der Stifte g2 und die dadurch verursachte seitliche Verschiebung des Fadens hat ebenfalls den Zweck, zu verhindern, dafs die Nadel durch den Faden sticht, und müfs gleichfalls in der senkrechten Lage des Stiftes so umgesteuert werden, dafs die Gabeln g2 und sonach auch der Faden nach der anderen Seite verschoben werden kann (Fig. 5 c punktirt angegeben).
Aufserdem ist diese Bewegung des Fadens auch nöthig, weil sonst bei den nach oben liegenden Stichen die Lochnadel / den Faden nicht in die Maschinennadel legen könnte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Arbeitsverfahren zur Herstellung von Plattstich- und Tambοurir-Stickerei, bei welchem der Kettelstich durch Hakennadel η und Lochnadel / gebildet und die sonst nöthige Einstellung der Werkzeuge nach der Nahtrichtung dadurch überflüssig gemacht wird, dafs auf der einen Seite des Stoffes die Schlinge seitlich nach unten und der auf der anderen Seite liegende einfache Faden nach links oder nach rechts gedrängt werden, bevor die Nadel durch den Stoff sticht.
    Hierzu 1 Blatt .Zeichnungen.
DENDAT36069D Verfahren zur Herstellung von Plattstich- und Tambourir-Stickerei mit endlosem Faden Expired - Lifetime DE36069C (de)

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