DE359386C - Kurbellose schreibende Tastenrechenmaschine mit sichtbarer Schrift - Google Patents

Kurbellose schreibende Tastenrechenmaschine mit sichtbarer Schrift

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DE359386C
DE359386C DEK77314D DEK0077314D DE359386C DE 359386 C DE359386 C DE 359386C DE K77314 D DEK77314 D DE K77314D DE K0077314 D DEK0077314 D DE K0077314D DE 359386 C DE359386 C DE 359386C
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Description

  • Kurbellose schreibende Tastenrechenmaschine mit sichtbarer Schrift. Gegenstand vorliegender Erfindung zeigt im Äußeren die bekannte Form und Größe einer Schreibmaschine mit sichtbarer Schrift.
  • Zuvorderst befindet sich die Löschtaste r in Gestalt einer auf zwei Hebelstützen?, und 2a ruhenden Schiene. Hierauf folgt die erste Tastenreihe, bestehend aus zehn Zifferntasten 3, 3" bis 3=, entsprechend den zehn Zahlen o, r bis 9. Die Zifferntasten 3, 3" usw. (Abb. 5) sitzen auf Kniehebeln (Achse 5a) 3', 3a' usw., welche auf die Ziffernhebel 17, 17a USW. wirken, die mit den Stellenhebeln 4', 4a' usw. auf der Achse 5 gemeinsam gelagert sind. Hinter den Stellentaten 4, 4a usw. liegen auf einer Rast,. im Bogen sichtbar angeordnet, zehn Typenhebel s, 6a usw., entsprechend den zehn Ziffern unseres Zahlensystems o,i bis g.
  • Der gesamte Räder- und sonstige Mechanismus für das Summierwerk ist gekapselt. Über dem Summierwerk baut sich ein schmaler, nach beiden Seiten, links und rechts, verschiebbarer Papierschlitten auf. Die Haube, welche zur Einkapselung dient, ist nur in Höhe der Summenrädchen io in Form von Schauöffnungen unterbrochen, die das zu errechnende Resultat erkennen lassen.
  • Handhabung und Wirkungsweise der Maschine.
  • An Hand des Zahlenbeispiels 12 345 7890 8247 soll die erforderliche Handhabung und Wirkungsweise der Maschine gezeigt werden.
  • Zunächst wird die Maschine zum Addieren der Einer eingestellt. Dieses geschieht durch das Niederdrücken der am weitesten nach rechts befindlichen Stellentaste 4k (Abb. 4), welche die Aufschrift io° (Einer) trägt. Hierdurch drückt der Stellenhebel 4k' den auf ihm aufliegenden Schiebehebel gk gegen die Zahnstange 7, wobei die vordere, einseitig abgerundete Fläche des Hebels 91= mit dem abgeschrägten letzten Zahn der Zahnstange 7 (Abb. i, -. und 6) in Berührung kommt und letztere um so viel nach rechts verschiebt, bis derHebelkopf durch dieZahnstangenlücke hindurchschlüpft. In diesem Augenblick schnellt die Zahnstange infolge der durch die erste seitliche Verschiebung nach rechts gespannten Spiralfeder 18 wieder nach links bis zum Anschlag, 8a in die ursprüngliche Lage zurück und verhindert somit ein Herunterfallen des Hebels 9k. Der angehobene Hebel 9k hebt mittels der Feder 911' die Zahnradstütze 9k' an, die das fliegende Zahnrad i2= trägt (Abb. 7). Das Zahnrad i?-!-gelangt also in die Lage nach Abb.8 und stellt die Verbindung des Triebes 12 mit dem Summenrad ioh her. Die Federn 9 bis 9i, angeordnet zwischen den Zahnradstützen 9" und dem Ansatz der Schiebehebel 9, sollen das harte Eingreifen der fliegenden Zahnräder i 2a bis 121 in die Summenräder io bis iok verhindern.
  • Nunmehr drückt man nacheinander die Zifferntasten 3b, 3e und 3 nieder, welche die Aufschriften 2, 5 und o tragen, entsprechend zu den addierenden und im vorstehenden Beispiele untereinander geschriebenen Einern. Hierbei treten folgende Bewegungen ein: Durch Niederdrücken der Zifferntaste 3b (Abb. 5, Zahl 2) wird der Kniehebel 3b' um die Achse 5a gedreht und wirkt auf den Ziffernhebel i7e, welcher sich um die Achse 5 bewegt. Dieser bringt das mit ihm gelenkig verbundene Zahnradsegment i4b mit dem Trieb i i in Eingriff, letzteren um so viel Zähne weiterdrehend als er selbst Zähne besitzt, entsprechend der zu addierenden Zahle. Trieb i i überträgt diese Bewegung auf die Klinkenvorrichtung mit Sperrgetrieben 13, 13a bis 13c und von hier aus durch den Trieb i i, welcher durch das gehobene, fliegende Zahnrad i21 mit dein Summenrad 121 verbunden ist, auf dieses Summenrad, letzteres um 21a des Umfanges drehend, was durch den angebrachten Zahlenring kenntlich gemacht ist und in der Schauöffnung abgelesen werden kann. Beim Loslassen der Zifferntaste wird der Ziffernhebel 17e mit dem Zahnradsegment i4b durch die in die Klinkenvorrichtung eingebaute Uhrfeder sowie die unter dem Ziffernhebel angeordnete Druckspiralfeder wieder in die Anfangslage zurückgebracht; wobei der Klinkenhebel 13b zurückgedreht wird und die Klinke i 3e auf dem Radkranz des Sperrades 13a gleitet, ohne selbiges mitzunehmen. Dasselbe wiederholt sich ebenfalls bei dem Drücken der Zifferntaste 3e (Zahl 5). wodurch das Summenrad iok um %o des Umfanges gedreht wird und der .Zahlenring in der Schauöffnung die Zahl 7 zeigt.
  • Beim Niederdrücken der nachfolgenden Zifferntaste 3 (Zahl o) fällt die Zahnung des Segments und somit auch die Übertragung auf die Klinkenvorrichtung fort. Das Suminenrad ioli wird also nicht weitergedreht und zeigt demnach in der Schauöffnung am Ende der Addition der Einer die aus der vorherigen Bewegung gebliebene Ziffer 7 en?--sprechend der Addition der Einer 2, 5 und o. Gleichzeitig mit dem Niederdrücken der Ziffernhebel 17a bis i7 k werden die mit denselben verbundenen Schwunghehel8, 8a bis 8j zur Betätigung der Typenhebel 6, 6a bis 6' (Zahlen von o, i bis 9) mitbewegt, welche die jeweilige zu addierende Ziffer auf dem Papierstreifen, der von der Papierwalze i9 über die Schreibwalze iga zur Aufrollwalze igr' läuft, auf der Schreibwalze iga zum Abdruck bringen. Damit nun diese einzelnen Ziffern, wie z. B. auf demKontrollstreifen (Abb.4) ersichtlich, untereinander zu stehen kommen, wird bei der Drehung des betreffenden Zahnradsegments i4,-i4a bis 141 um die Achsego der mit ihm verbundenen Nocken 2511 bis 251 gegen das Gestänge 27 und_ 27a und die in Führungen beweglichen Stangen 23 und 23" bewegt. Das Gestänge 27, 27a besitzt seinen Hebelstützpunkt auf der Achse iga; somit wird vermittels des Klinkenhebels 24 und 24d <las Zahnrad 22 und 22a und damit die Aufrollwalze 19b und mit ihr der Papierstreifen um eine Zahlenhöhe weiter vorgerückt. Hierbei wird im Innern der Papierwalze i9 die jThrfeder 26 gespannt.
  • Jetzt wird die Maschine zum Addieren der Zehner eingestellt. Beim Niederdrücken der _dazu bestimmten Stellentaste 49 mit der Aufschrift ioi (Zehner) wird durch den Hebel 49' der auf ihm lagernde Schiebehebel 99 gegen die Zahnstange 7 bewegt, diese wieder nach rechts verschoben, wodurch er selbst durch die frei werdende Lücke hindurchgeht und auf die Zahnstange zu liegen kommt. Hierbei kommt aber auch eine Zahnlücke unter den Schiebehebel gh zu liegen, und dieser fällt wieder in seine ursprüngliche Lage zurück, nimmt das fliegende Zahnrad r2z mit und unterbricht die Kupplung für die Addition der Einer. Die Kupplung ist nunmehr durch Schiebehebel 99 für die Addition der Zehner eingestellt. Gleichzeitig wird durch die Verschiebung der Zahnstange 7 mittels des Klinkenschaltwerkes 28 (Abb. i und 4) die Zahnstange 29 um einen Zahn nach rechts und damit der Schlitten 30, welcher durch die Uhrfeder 31 sich im Zug nach links befindet, mit dem Kontrollstreifen um eine Zahlenbreite nach rechts bewegt. An den Stellenhebeln 4', 4a' bis 49' heflnden sich Ansätze 32, 32a bis 32g (Abb. i), welche im Moment des Einstellens einer neuen Stelle auf die in Führungen geführte Stange 33 wirken. Die Bewegung der Stange 33 wird durch die Rollen 34, 34a, 34b sowie 34', 34a' und 34b' auf die Klinkenhebel--4, 24.9 sowie die Sperrhebe135 und 35a übertragen und hebt diese Klinken aus den Zahnrädern 22, 22a aus, so daß der Papierstreifen mit Hilfe der gespannten Uhrfeder in der Papierwalze 26 in die Anfangslage zurückgerollt wird. Damit kommt beim darauffolgenden Addieren der Zehnerreihe die erste Zehnerziffer 1 links neben die Einerziffer 2 zu stehen.
  • Drückt man jetzt nacheinander die Zifferntasten 3a, 3d und 31 nieder, welche die Aufschriften 1, 4 und 9 tragen, entsprechend den zu addierenden und im vorstehenden Beispiel untereinander geschriebenen Zehnern, so werden analog wie vorher die Zehner addiert und untereinander auf dem Papierstreifen zum Abdruck gebracht, wobei das Summenrad roll jetzt unbeweglich bleibt, da ja die Addition der Einer beendet ist.. Die Rechnung schreitet vielmehr bei dem Summenrad i og fort, welches am Ende der Addition der Zehner auf der Vorderseite die Ziffer 4 zeigt, während das Summenrad rot infolge Zehnerübertragung die Ziffer i aufweist. In der Schauöffnung liest man jetzt die Zahl 147 und auf den Kontrollstreifen die senkrecht untereinandergeschriebenen Zahlen: 12 45 9o. So wiederholt sich der Gang bei Addition der Hunderter, Tausender usw., wobei bei jedesmaligem Stellenwechsel die Verbindung mit der vorherigen Stelle gelöst, der Papierstreifen eine Stelle nach rechts gerückt wird und der Kontrollstreifen in seine Anfangslage zurückrollt. Am Schlusse der Rechnung stehen sämtliche zu addierenden Zahlen auf dem Papierstreifen untereinander, können leicht kontrolliert werden, und in den Schauöffnungen erscheint das Resultat 8247, siehe vorstehendes Beispiel.
  • Die Maschine eignet sich vornehmlich zum schnellen Addieren von bereits untereinander verbuchten Posten, wie sie in allen Bank- und kaufmännischen Betrieben vorkommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kurbellose schreibende Tastenrechenmaschine mit Typenhebeln und sichtbarer Schrift, bei welcher die Zahlen kolonnenweise addiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem sämtliche Zahlen einer Dezimalstelle durch Niederdrücken der Zifferntasten (3) addiert und untereinandergedruckt sind, durch Druck auf die Stellentaste (4) der nächsthöheren Dezimalstelle die Kupplung (12) für das Zählwerkrad (i o) dieser Dezimalstelle eingerückt, der Papierwagen um eine Stelle wagerecht weitergerückt und eine bei der vorhergehenden senkrechten Schaltung der Papierrolle gespannte Feder (26) ausgelöst wird, derart, daß das Papierband in seine Anfangsstellung zurückrollt und somit die nunmehr zu druckende erste Zahl der höheren Dezimalstelle neben die bereits gedruckte erste Zahl der niederen Dezimalstelle zu stehen kommt.
DEK77314D 1921-04-21 1921-04-21 Kurbellose schreibende Tastenrechenmaschine mit sichtbarer Schrift Expired DE359386C (de)

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