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Kurbellose schreibende Tastenrechenmaschine mit sichtbarer Schrift.
Gegenstand vorliegender Erfindung zeigt im Äußeren die bekannte Form und Größe einer
Schreibmaschine mit sichtbarer Schrift.
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Zuvorderst befindet sich die Löschtaste r in Gestalt einer auf zwei
Hebelstützen?, und 2a ruhenden Schiene. Hierauf folgt die erste Tastenreihe, bestehend
aus zehn Zifferntasten 3, 3" bis 3=, entsprechend den zehn Zahlen o, r bis
9. Die Zifferntasten 3, 3" usw. (Abb. 5) sitzen auf Kniehebeln
(Achse
5a) 3', 3a' usw., welche auf die Ziffernhebel 17, 17a USW. wirken,
die mit den Stellenhebeln 4', 4a' usw. auf der Achse 5 gemeinsam gelagert sind.
Hinter den Stellentaten 4, 4a usw. liegen auf einer Rast,. im Bogen sichtbar angeordnet,
zehn Typenhebel s, 6a usw., entsprechend den zehn Ziffern unseres Zahlensystems
o,i bis g.
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Der gesamte Räder- und sonstige Mechanismus für das Summierwerk ist
gekapselt. Über dem Summierwerk baut sich ein schmaler, nach beiden Seiten, links
und rechts, verschiebbarer Papierschlitten auf. Die Haube, welche zur Einkapselung
dient, ist nur in Höhe der Summenrädchen io in Form von Schauöffnungen unterbrochen,
die das zu errechnende Resultat erkennen lassen.
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Handhabung und Wirkungsweise der Maschine.
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An Hand des Zahlenbeispiels 12 345 7890
8247
soll
die erforderliche Handhabung und Wirkungsweise der Maschine gezeigt werden.
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Zunächst wird die Maschine zum Addieren der Einer eingestellt. Dieses
geschieht durch das Niederdrücken der am weitesten nach rechts befindlichen Stellentaste
4k (Abb. 4), welche die Aufschrift io° (Einer) trägt. Hierdurch drückt der Stellenhebel
4k' den auf ihm aufliegenden Schiebehebel gk gegen die Zahnstange 7, wobei die vordere,
einseitig abgerundete Fläche des Hebels 91= mit dem abgeschrägten letzten Zahn der
Zahnstange 7 (Abb. i, -. und 6) in Berührung kommt und letztere um so viel nach
rechts verschiebt, bis derHebelkopf durch dieZahnstangenlücke hindurchschlüpft.
In diesem Augenblick schnellt die Zahnstange infolge der durch die erste seitliche
Verschiebung nach rechts gespannten Spiralfeder 18 wieder nach links bis zum Anschlag,
8a in die ursprüngliche Lage zurück und verhindert somit ein Herunterfallen des
Hebels 9k. Der angehobene Hebel 9k hebt mittels der Feder 911' die Zahnradstütze
9k' an, die das fliegende Zahnrad i2= trägt (Abb. 7). Das Zahnrad i?-!-gelangt also
in die Lage nach Abb.8 und stellt die Verbindung des Triebes 12 mit dem Summenrad
ioh her. Die Federn 9 bis 9i, angeordnet zwischen den Zahnradstützen 9" und dem
Ansatz der Schiebehebel 9, sollen das harte Eingreifen der fliegenden Zahnräder
i 2a bis 121 in die Summenräder io bis iok verhindern.
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Nunmehr drückt man nacheinander die Zifferntasten 3b, 3e und 3 nieder,
welche die Aufschriften 2, 5 und o tragen, entsprechend zu den addierenden und im
vorstehenden Beispiele untereinander geschriebenen Einern. Hierbei treten folgende
Bewegungen ein: Durch Niederdrücken der Zifferntaste 3b (Abb. 5, Zahl 2) wird der
Kniehebel 3b' um die Achse 5a gedreht und wirkt auf den Ziffernhebel i7e, welcher
sich um die Achse 5 bewegt. Dieser bringt das mit ihm gelenkig verbundene Zahnradsegment
i4b mit dem Trieb i i in Eingriff, letzteren um so viel Zähne weiterdrehend als
er selbst Zähne besitzt, entsprechend der zu addierenden Zahle. Trieb i i überträgt
diese Bewegung auf die Klinkenvorrichtung mit Sperrgetrieben 13, 13a bis 13c und
von hier aus durch den Trieb i i, welcher durch das gehobene, fliegende Zahnrad
i21 mit dein Summenrad 121 verbunden ist, auf dieses Summenrad, letzteres um 21a
des Umfanges drehend, was durch den angebrachten Zahlenring kenntlich gemacht ist
und in der Schauöffnung abgelesen werden kann. Beim Loslassen der Zifferntaste wird
der Ziffernhebel 17e mit dem Zahnradsegment i4b durch die in die Klinkenvorrichtung
eingebaute Uhrfeder sowie die unter dem Ziffernhebel angeordnete Druckspiralfeder
wieder in die Anfangslage zurückgebracht; wobei der Klinkenhebel 13b zurückgedreht
wird und die Klinke i 3e auf dem Radkranz des Sperrades 13a gleitet, ohne selbiges
mitzunehmen. Dasselbe wiederholt sich ebenfalls bei dem Drücken der Zifferntaste
3e (Zahl 5). wodurch das Summenrad iok um %o des Umfanges gedreht wird und der .Zahlenring
in der Schauöffnung die Zahl 7 zeigt.
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Beim Niederdrücken der nachfolgenden Zifferntaste 3 (Zahl o) fällt
die Zahnung des Segments und somit auch die Übertragung auf die Klinkenvorrichtung
fort. Das Suminenrad ioli wird also nicht weitergedreht und zeigt demnach in der
Schauöffnung am Ende der Addition der Einer die aus der vorherigen Bewegung gebliebene
Ziffer 7 en?--sprechend der Addition der Einer 2, 5 und o. Gleichzeitig mit dem
Niederdrücken der Ziffernhebel 17a bis i7 k werden die mit denselben verbundenen
Schwunghehel8, 8a bis 8j zur Betätigung der Typenhebel 6, 6a bis 6' (Zahlen von
o, i bis 9) mitbewegt, welche die jeweilige zu addierende Ziffer auf dem Papierstreifen,
der von der Papierwalze i9 über die Schreibwalze iga zur Aufrollwalze igr' läuft,
auf der Schreibwalze iga zum Abdruck bringen. Damit nun diese einzelnen Ziffern,
wie z. B. auf demKontrollstreifen (Abb.4) ersichtlich, untereinander zu stehen kommen,
wird bei der Drehung des betreffenden Zahnradsegments i4,-i4a bis 141 um die Achsego
der mit ihm verbundenen Nocken 2511 bis 251 gegen das Gestänge 27 und_ 27a und die
in Führungen beweglichen Stangen 23 und 23"
bewegt. Das Gestänge
27, 27a besitzt seinen
Hebelstützpunkt auf der Achse iga;
somit wird vermittels des Klinkenhebels 24 und 24d <las Zahnrad 22 und 22a und
damit die Aufrollwalze 19b und mit ihr der Papierstreifen um eine Zahlenhöhe weiter
vorgerückt. Hierbei wird im Innern der Papierwalze i9 die jThrfeder 26 gespannt.
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Jetzt wird die Maschine zum Addieren der Zehner eingestellt. Beim
Niederdrücken der _dazu bestimmten Stellentaste 49 mit der Aufschrift ioi (Zehner)
wird durch den Hebel 49' der auf ihm lagernde Schiebehebel 99 gegen die Zahnstange
7 bewegt, diese wieder nach rechts verschoben, wodurch er selbst durch die frei
werdende Lücke hindurchgeht und auf die Zahnstange zu liegen kommt. Hierbei kommt
aber auch eine Zahnlücke unter den Schiebehebel gh zu liegen, und dieser fällt wieder
in seine ursprüngliche Lage zurück, nimmt das fliegende Zahnrad r2z mit und unterbricht
die Kupplung für die Addition der Einer. Die Kupplung ist nunmehr durch Schiebehebel
99 für die Addition der Zehner eingestellt. Gleichzeitig wird durch die Verschiebung
der Zahnstange 7 mittels des Klinkenschaltwerkes 28 (Abb. i und 4) die Zahnstange
29 um einen Zahn nach rechts und damit der Schlitten 30, welcher durch die Uhrfeder
31 sich im Zug nach links befindet, mit dem Kontrollstreifen um eine Zahlenbreite
nach rechts bewegt. An den Stellenhebeln 4', 4a' bis 49' heflnden sich Ansätze 32,
32a bis 32g (Abb. i), welche im Moment des Einstellens einer neuen Stelle auf die
in Führungen geführte Stange 33 wirken. Die Bewegung der Stange 33 wird durch die
Rollen 34, 34a, 34b sowie 34', 34a' und 34b' auf die Klinkenhebel--4, 24.9 sowie
die Sperrhebe135 und 35a übertragen und hebt diese Klinken aus den Zahnrädern 22,
22a aus, so daß der Papierstreifen mit Hilfe der gespannten Uhrfeder in der Papierwalze
26 in die Anfangslage zurückgerollt wird. Damit kommt beim darauffolgenden Addieren
der Zehnerreihe die erste Zehnerziffer 1 links neben die Einerziffer 2 zu stehen.
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Drückt man jetzt nacheinander die Zifferntasten 3a, 3d und
31 nieder, welche die Aufschriften 1, 4 und 9 tragen, entsprechend den zu
addierenden und im vorstehenden Beispiel untereinander geschriebenen Zehnern, so
werden analog wie vorher die Zehner addiert und untereinander auf dem Papierstreifen
zum Abdruck gebracht, wobei das Summenrad roll jetzt unbeweglich bleibt, da ja die
Addition der Einer beendet ist.. Die Rechnung schreitet vielmehr bei dem Summenrad
i og fort, welches am Ende der Addition der Zehner auf der Vorderseite die Ziffer
4 zeigt, während das Summenrad rot infolge Zehnerübertragung die Ziffer i aufweist.
In der Schauöffnung liest man jetzt die Zahl 147 und auf den Kontrollstreifen die
senkrecht untereinandergeschriebenen Zahlen: 12 45 9o. So wiederholt sich der Gang
bei Addition der Hunderter, Tausender usw., wobei bei jedesmaligem Stellenwechsel
die Verbindung mit der vorherigen Stelle gelöst, der Papierstreifen eine Stelle
nach rechts gerückt wird und der Kontrollstreifen in seine Anfangslage zurückrollt.
Am Schlusse der Rechnung stehen sämtliche zu addierenden Zahlen auf dem Papierstreifen
untereinander, können leicht kontrolliert werden, und in den Schauöffnungen erscheint
das Resultat 8247, siehe vorstehendes Beispiel.
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Die Maschine eignet sich vornehmlich zum schnellen Addieren von bereits
untereinander verbuchten Posten, wie sie in allen Bank- und kaufmännischen Betrieben
vorkommen.