DE3592C - Continuirlicher Backofen mit Schwellapparaten - Google Patents

Continuirlicher Backofen mit Schwellapparaten

Info

Publication number
DE3592C
DE3592C DENDAT3592D DE3592DA DE3592C DE 3592 C DE3592 C DE 3592C DE NDAT3592 D DENDAT3592 D DE NDAT3592D DE 3592D A DE3592D A DE 3592DA DE 3592 C DE3592 C DE 3592C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oven
swell
devices
baking
continuous oven
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT3592D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. TURTENWALD in Wien
Publication of DE3592C publication Critical patent/DE3592C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21BBAKERS' OVENS; MACHINES OR EQUIPMENT FOR BAKING
    • A21B1/00Bakers' ovens

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 2.
ANTON TURTENWALD in WIEN.
Continuirlicher Backofen mit Schwell-Apparate(ρΓΓντ=13?
'S·-J ι -
Viii'·
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1878 ab.
Dieser continuirliche Backofen besteht in einer ringförmigen oder auch parallelen Anlage beliebig vieler Backherde, welche je drei von einer tiefer und aufserhalb des Backstubenraumes liegenden, mit jedem Materiale als: Holz, Kohle, Koks, Torf etc. zu beheizenden Feuerungsanlage erhitzt werden.
Diese Erhitzung geschieht durch eine continuirliche Kanalisation, wodurch die vollständigste Ausnutzung der erzeugten Wärme erzielt wird. Eine ringförmige Anlage des Systems ist auf den beiliegenden vier Blatt Zeichnungen dargestellt und bezeichnen die gleichen Buchstaben die gleichen Theile des Ofens.
Blatt I stellt den Grundrifs der Ofenanlage dar; Blatt II Ansicht und einen Schnitt durch den Gasausströmungs- und Luftkanal; Blatt III Ansicht der Feuerungskanäle von hinten und Vorderansicht der Heizanlage; Blatt IV Einsehufswagen und Schiebebühne.
Durch die Anlage der Heizkanäle O und einen Wärmeausgleichregulator h wird in jedem Raum und jedem Backherde b eine ganz gleiche Temperatur erzeugt, welche auf beliebige Höhe gebracht werden kann.
Eine eiserne mit eine Balancevorrichtung χ versehene Thür u schliefst den Backraum b hermetisch ab.
Drei 30 cm breite und hohe Heizkanäle O steigen aus dem Feuerungsraum α an und verengen sich successive auf 20 χ 2o cm Weite. Am Ende des Halbkreises theilen dieselben sich in je zwei Kanäle von je 10X10 cm Weite, welche unter den Backherden hindurch wieder nach vorwärts führen. Diese Kanäle führen dann nochmals in gleicher Weite und über den vorhergenannten, aber immer noch unter den Backherden nach rückwärts.
Bisher unter der Backherdsohle, steigen sie nun in derselben Weite 10 χ 10 cm über dieselbe, gehen über die Scheiteldecke des Backherdes nach vorn, vereinigen sich je zwei in einem 20 cm breiten und 10 cm hohen Kanal und münden in den zum Kamin K führenden Rauchkanal i. An der Stirnseite der Feuerungsmauer sind die Kanäle ο ο durchbrochen und mit Putzthürchen versehen.
Bei jedem Backherde ist ein Schwellapparat C angebracht, mittelst welchem man durch eine Schlitzöffnung beliebig viele nebelartige Wasserdämpfe in den Backraum gelangen läfst, die sich chemisch rein destilliren, weil sie durch heftiges Bespritzen von Kieselsteinen, welche am Fufse des Schwellapparat-Raumes liegen und öfter gewechselt werden, mit Wasser erzeugt wurden. Diese Einrichtung hat den Zweck, folgendem Uebelstande abzuhelfen.
Die durch das Einspritzen in den Schwellapparat erzeugten Dämpfe schwellen das Brod, saugen die schädlichen Gase auf und werden mittelst der Schieberöffnung durch den Kanal d in den Kamin K geführt. Ueberdies verleihen diese Dämpfe dem Brode eine feine, schöne und schmackhafte Rinde. Die an der hinteren Seite jedes Backherdes angebrachte Lichteinströmungsöffnung durch den Kanal e und die an der J Herdthür u angebrachte Beschauvorrichtung lassen den ganzen Procefs des Backens überwachen. Rechts am Backherdthore befindet sich ein Thermometer g zur genauen Kenntnifs der inneren Temperatur.
Ueber den Backherdräumen befindet sich das entweder von einer Wasserleitung oder Pumpe gespeiste Wasserreservoir F, dessen Inhalt durch die Wärme der ganzen Ofenanlage so viel vorgewärmt wird, als es zur Erzeugung des Teiges nothwendig ist. Zu jedem Arbeitstische führt vom Wasserreservoir ein Rohr, ebenso zu jedem Schwellapparate C.
Auf eisernen, glatt polirten und mit einem Rollwagen w verbundenen Backplatten, welche auf einer Schiebebühne ί und auf einem im Backherde fortgesetzten Geleise aus- und eingefahren werden, wird das Brod gelegt und 48 kg desselben werden auf einmal in den Backherd geschoben.
Ebenso wie sechs solche Backherde von einem Heizer bedient werden, genügt für jeden Backherd ein Mann zum Ein- und Ausführen der Backplatten. Nachdem die Teiglaibe auf die Platten gelegt, hebt ein Mann ohne alle Anstrengung die eiserne balancirte Herdthür und schiebt den Rollwagen mit den Broden in den Backraum.
Der Backprocefs geht nun unter Anwendung des Schwellapparates vor sich. Nach vierzig Minuten, wo das Brod bei einer Temperatur von 2880C. vollständig ausgebacken ist, wird
die Herdthür gehoben und ein Mann zieht mittelst eiserner Haken den Rollwagen w, auf welchem die fertigen Brode liegen, auf die Schiebebühne s.
Diese Schiebebühne sammt Rollwagen ist fahrbar auf dem rund um. die Anlage laufenden Geleise η und auf Blatt IV detaillirt dargestellt; sie besitzt eine .Kippvorrichtung, durch welche "der Rollwagen w in eine schiefe Lage gebracht werden kann und wodurch die automatische Entleerung derselben in den untergestellten flachen eisernen Korb y, in dem durch durchströmende Luft das Brod langsam abgekühlt wird, bewirkt wird.
Dieser Korb liegt auf einem gewöhnlichen Rollgestell zur leichteren Fortbewegung.
Eine einzige ohne Kraftaufwand bewirkte Hand- oder Fufsbewegung bringt die. Kippvorrichtung wie.der in die fejte horizontale Lage, worauf der Rollwagen w, wieder mit Teigbroden belegt,, neuerdings in den Backherd geschoben wird. * .v
,·. DIeSe1 ganze Manipulation des Entleerens und Einschiebens von 48 kg Brod nimmt einen Mann und eine Minute Zeit in Anspruch.
Dieses Backofensystem erzeugt alle Gebäcksorten vom gewöhnlichen Brode bis zu den feinsten Luxusbackwerken.
Rings im Arbeiterraum η sind die neuesten Geräthe zur Fabrikation des Gebäckes angebracht. Entsprechende Thore führen zum Mehlmagazin, zur Rampe p und zu den Bahnwaggons q.
Der zwei Meter tiefer als die Sohle des Backhauses liegende Feuerungsraum α ist mit dem Bahngeleise durch ein Kohlenmagazin / verbunden und ist die Einfüllung des Brennmaterials unmittelbar möglich. Durch Anbringung eines geheim zu haltenden Schiebers kann man entweder die Heizkanäle oder die Schwellapparate functionslos machen, wodurch etwa dem Feinde jede Verwendung desselben benommen wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Die durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesene Backofenanlage, sowohl in ringförmiger Aneinanderreihung der Herde, als auch in gerader Front parallel neben einander.
2. Die äufsere Feuerung, verwendbar für jedes Feuerungsmaterial mit der durchBeschreibung und Zeichnung nachgewiesenen Führung der Feu erungskanäle.
3. Die Construction der Herde mit der eigenthümlichen Einrichtung der Schwellapparate und der Beschauvorrichtung, Gasabzug und Thermometer.
4. Der Einschufswagen mit Schiebebühnen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT3592D Continuirlicher Backofen mit Schwellapparaten Active DE3592C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3592C true DE3592C (de)

Family

ID=282554

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT3592D Active DE3592C (de) Continuirlicher Backofen mit Schwellapparaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3592C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT515106A4 (de) Backofen
DE102010017507A1 (de) Holzbackofen
DE3592C (de) Continuirlicher Backofen mit Schwellapparaten
DE20220234U1 (de) Holzbackofen
DE2515553A1 (de) Raumheizvorrichtung
DE678526C (de) Backofen mit zwei oder mehreren uebereinander angeordneten Backkammern
DE2164994C3 (de) Rekuperativkoksofen
DE3720819C2 (de)
DE353201C (de) Backofen mit hindurchbewegtem Herd
DE600332C (de) Backofen mit in uebereinanderliegenden Backkammern umlaufenden Backplatten
DE490801C (de) Verfahren zum Trocknen mit russfreien Feuergasen
DE1216C (de) Ziegelbrennofcn
DE202012002556U1 (de) Back- und Grillvorrichtung zum wahlweisen Backen oder Grillen von Lebensmitteln
DE25861C (de) Kanalsystem zum Vereinigen mehrerer Oefen beim Brennen
DE488499C (de) Backofen mit einem ueber den anderen Backraeumen liegenden, nicht unmittelbar beheizten Backraum fuer Pumpernickel
DE529258C (de) Kochherd mit Warmwasserheizkessel
DE425291C (de) Leim-, Furnier- und Trockenofen
DE593080C (de) Heizofen mit seitlich angebauten Heizkanaelen
DE48460C (de) Neuerung an Ringöfen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen u. s. w
DE451762C (de) Grudefeuerung mit Zufuehrung der Verbrennungsluft von der Rueckwand des Ofens her
DE24134C (de) Winderhitzungsapparat
DE11674C (de) Verkürzter Ofen mit direkter und Gasfeuerung in Verbindung mit einer Luftkanal-Anlage
DE929989C (de) Plattenfeuerung in haeuslichen Feuerstaetten
DE546415C (de) Backofen mit zwei je eine Backraumhaelfte ausfuellenden, in uebereinanderliegenden Ebenen ein- und ausfahrbaren Herdplatten
DE34921C (de) Backofen für kontinuirlichen Betrieb