DE48460C - Neuerung an Ringöfen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen u. s. w - Google Patents
Neuerung an Ringöfen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen u. s. wInfo
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- DE48460C DE48460C DENDAT48460D DE48460DA DE48460C DE 48460 C DE48460 C DE 48460C DE NDAT48460 D DENDAT48460 D DE NDAT48460D DE 48460D A DE48460D A DE 48460DA DE 48460 C DE48460 C DE 48460C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D13/00—Apparatus for preheating charges; Arrangements for preheating charges
- F27D13/005—Drying of green clay prior to baking
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thon- und Steinwaaren-Industrie.
CHRISTIAN HANS in BARMEN. Neuerung an Ringöfen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen u. s. w.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. September 1887 ab.
Die Neuerungen bezwecken:
1. Die Feuchtigkeiten, welche sich theils bei dem Bau des Ofens im Boden vorgefunden,
oder welche eventuell später wieder neu hinzukommen, unschädlich zu machen.
2. Die ausgenutzten Heizgase, sowie die Wärme des sich abkühlenden fertigen Materials
zu verwenden.
Die hierzu nöthigen Vorrichtungen sind auf den beiliegenden Zeichnungen durch drei Blatt
mittelst der Fig. 1 bis 13 dargestellt.
Auf Blatt I stellt bei Fig. ι die linke Hälfte einen Querschnitt L-M von Fig. 9 auf Blatt III
und die rechte Hälfte, Fig. 2, die Fortsetzung dieses Querschnitts nach der Linie N- O dieser
Figur dar.
Die Fig. 3, 4 und 5 auf demselben Blatt sind Querschnitte von Fig. 1. *
Auf Blatt II sind Grundrifsquerschnitte ersichtlich, und zwar ist in Fig. 6 die linke Seite
ein Schnitt R-S von Fig. 4 oder 10, die rechte (Fig. 7) ein solcher derselben Figuren nach der
Linie T-U. Fig. 8 auf Blatt II ist ein Schnitt P-Q, ebenfalls von Fig. 10. Fig.' 9 auf Blatt III
zeigt einen Grundrifsquerschnitt von Fig. 1 und 2, während in Fig. 10 ein Längenschnitt
nach der Linie G-H in Fig. 1 ersichtlich ist. Fig. 11 desselben Blattes ist der andere Kopf
des Ofens im Grundrifs und nach Schnitt Al-Bl von.Fig. 12 gezeichnet, während Fig. 12
selbst ein Querschnitt V- W und Fig. 13 ein solcher nach X-Y-Z, beide von Fig. 11, darstellen.
In den Zeichnungen bedeuten:
α den rund um den Ofen laufenden Brennraum,
b die Zugangsthüren nach demselben, c die Trockenkammern,
d die Thüren zu denselben, e die Füllschächte,
/ die Rauchkanäle, welche in α münden, g die senkrechten Rauchkanäle, welche in
h, den Hauptrauchkanal, münden; i sind Abschlufsventile von g nach h,
k ist der Kanal von h nach /, dem Hauptkamin;
m ist der Boden von a,
η sind die horizontalen Rauchkanäle, welche f verbinden,
0 kleine Abzweigskanäle von n, zum Entfeuchten dienend,
ρ ein Mündungskanal für mehrere Abzweigkanäle
o,
q die eigentlichen Entfeuchtungskanälchen,
r Wehren vor g, s ein ringsum laufender, durch Schieber in
verschiedene Abtheilungen zu trennender äufserer Schmauchkanal,
t ein Schieber in 5,
χ sind Ventile im oberen Theil von 5,
y Theilkanäle über s bezw. x,
\ kleine Abzweigkanäle von den Füllschächten,
α1 ein Sammelkanal der Abzweigkanäle ^,
b1 Zweigkanal von s nach der Trockenkammer c,
c1 oberes Ventil in dem Trockenraum, d1 oberer Kanal in dem Trockenraum,
e1 vordere Seite dieses Kanals d1,
f1 Oeffnungen in e1,
g1 unterer Kanal in den Trockenkammern,
h1 Oeffnungen darin,
i1 rund um den Ofen laufender, unter g1
liegender Sammelkanal für gl,
k1 untere Ventile der Trockenkammer,
P Schieber im Hauptkamin /,
ml zweiter Kamin für die Trockenkammer, bezw. das Schmauchsystem,
P Schieber im Hauptkamin /,
ml zweiter Kamin für die Trockenkammer, bezw. das Schmauchsystem,
n1 Schieber zu demselben,
■ o1 innerer Schmauchkanal,
p1 Schieber (Drosselklappe) in o\ q1 Luftkanäle von aufsen nach o1,
r1 Ventile zum Absperren von q\ s1 Verbindungskanäleben von o1 nach aufsen, t1 Theilkanal über s, zu s1 gehörend,
u1 Verbindungsöffnung von i1 nach s, vl eiserne Thür zu b, IV1 Schieber in v1, ■
■ o1 innerer Schmauchkanal,
p1 Schieber (Drosselklappe) in o\ q1 Luftkanäle von aufsen nach o1,
r1 Ventile zum Absperren von q\ s1 Verbindungskanäleben von o1 nach aufsen, t1 Theilkanal über s, zu s1 gehörend,
u1 Verbindungsöffnung von i1 nach s, vl eiserne Thür zu b, IV1 Schieber in v1, ■
x1 ein Sandloch vor b in der Sohle.
Der Ofen ist als länglicher Ringofen gedacht, doch sind andere Formen nicht ausgeschlossen. Das Trocknen der Ofensohle m erfolgt in der Weise, dafs die Rauchgase, sowie die Ofenwärme von den horizontalen Rauchkanälen η durch die Kanälchen op nach den Entfeuchtungskanälchen q eindringen, die Feuchtigkeiten verdunsten und diese dann vermöge der Rauchgase durch die senkrechten Kanäle g nach dem Hauptsammelkanal h bezw. durch den Kanal k in den Kamin / angesaugt werden (Fig. i, 2, 8, 10 und 13); das in den Trockenkammern c auf Gerüsten aufgestapelte Material wird in folgender Weise angetrocknet bezw. die darin enthaltene Feuchtigkeit entfernt.
Der Ofen ist als länglicher Ringofen gedacht, doch sind andere Formen nicht ausgeschlossen. Das Trocknen der Ofensohle m erfolgt in der Weise, dafs die Rauchgase, sowie die Ofenwärme von den horizontalen Rauchkanälen η durch die Kanälchen op nach den Entfeuchtungskanälchen q eindringen, die Feuchtigkeiten verdunsten und diese dann vermöge der Rauchgase durch die senkrechten Kanäle g nach dem Hauptsammelkanal h bezw. durch den Kanal k in den Kamin / angesaugt werden (Fig. i, 2, 8, 10 und 13); das in den Trockenkammern c auf Gerüsten aufgestapelte Material wird in folgender Weise angetrocknet bezw. die darin enthaltene Feuchtigkeit entfernt.
Die hierzu nöthige Wärme wird zunächst von dem äufseren Schmauchkanal s entnommen,
in welchen die Wärme des sich abkühlenden Materials oder die verbrauchten Heizgase, mit
oder ohne frische Luft gemengt, in einer unten beschriebenen Weise hingelangten.
Von s wird dieses Wärme enthaltende Gasgemisch durch den Zweigkanal b1 und das
Ventil c1 in den oberen Kanal d1 der Trockenkammer
geführt, aus welchem es durch Oeffnungen/1 in der vorderen Wand e1 von d1 in
die Trockenkammer c selbst gelangt, um quer durch dieselben durch Oeffnungen h1 in der d1
gegenüberliegenden Bodenfläche in getrennte Kanäle g1 zu treten und dann durch Ventile k1
nach dem rings um den Ofen laufenden Kanal il in den Nebenkamin m1 oder auch in
den Hauptkamin / abgeführt zu werden. Beide Kamine m1 und / können überhaupt zu beiden
vorliegenden Neuerungen, aufser zu dem Hauptzweck des Ofens, einzeln allein oder gemeinsam
benutzt werden (Fig. 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9 und 11).
Die wärmeführenden Gase gelangen nach s durch Oeffnungen ul in die einzelnen Theilkanäle
f1, von wo dieselben durch Kanälchen sy
aus dem inneren, ebenfalls durch Schieber^»1 in einzelne Abtheilungen zu trennenden, ringsum
laufenden Schmauchkanai o1 kommen (Fig. 1
und 5), oder sie kommen durch x, den Sammelkanal a1 bezw. aus den in denselben mündenden
Kanälchen \ direct durch die mit \ in Verbindung stehenden Füllschächte aus dem
Brennraum α (Fig. 2, 5 und 10).
Die frische Luft nach s führt man durch Kanäle q1 von aufsen (Fig. 11, 12 und 13) und
das Ventil r1 zunächst in den inneren Schmauchkanal o1, von wo dieselbe, wie vorher beschrieben,
durch die Kanäle s1 nach s gelangen kann.
Man hat es in dieser Weise durch die verschiedenen Kanäle und Ventile vollständig in
der Hand, das nach c geführte Gasgemisch mehr oder weniger warm und mit mehr oder
weniger frischer Luft zum Antrocknen des daselbst aufgestapelten Materials zu benutzen.
Ausgeschlossen ist nicht, dafs man über diesen Trockenkammern c noch Reservetrockenkammern,
welche von ersteren abgeschlossen werden können, legt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: '.Ein Ringofen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen u. s. w., bei welchem
ι. der Brennraum α mit dem unter der Sohle m liegenden Kanalsystem ο, ρ und q verbunden ist und dieses letztere vermittelst des die Rauchabzüge f verbindenden Kanals η mit den Kanälen g, h und k bezw. dem Kamin / in Verbindung steht, wodurch die. unter der Sohle etwa vorhandene oder sich ansammelnde Feuchtigkeit stets entfernt wird bezw. die Sohle trocken bleibt; '
2. die ausgenutzten Heizgase durch ''einen Kanal b\ Ventil c\ Kanal d\ Löcher/1 in die mit dem Ofen verbundenen Trockenkammern c geleitet werden, von wo dieselben durch Oeffnungen h1 und Ventile k1 in einen dem Kanal dl gegenüberliegenden und im Boden von c liegenden Kanal g1 gelangen, aus welchem sie in einen wiederum rings um den Ofen laufenden Kanal i1 geleitet werden, der in einen besonderen Kamin mi mündet, wodurch man die Wärme, welche sich noch ' in den ausgenutzten1 Heizgasen und gebrannten abzukühlenden Steinen (Material) des Ofenraumes befindet, zum Trocknen des zu brennenden Materials benutzt bezw. die dadurch verdunstende Feuchtigkeit in denselben aus der Trockenkammer entfernt.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48460C true DE48460C (de) |
Family
ID=323438
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48460D Expired - Lifetime DE48460C (de) | Neuerung an Ringöfen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen u. s. w |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48460C (de) |
-
0
- DE DENDAT48460D patent/DE48460C/de not_active Expired - Lifetime
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