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Vorrichtung zum snllisttätigen Beeinflussen von Einrichtungen - zlr
einem vorher eingestellten Zeitpunkt. - --
Für diese Anmeldung ist gemäß dem
Unionsvertrage vom 2. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Australien
vom q,. Mai 192o beansprucht. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
selbsttätigen Beeinflussen von Einrichtungen zu einem vorher bestimmten Zeitpunkt.
Sie ist in der anliegenden Zeichnung dargestellt und wird beschrieben werden in
Anwendung auf das Schalten eines doppelpoligen Schalters zu einer bestimmten Zeit,
so daß der Verbrauch elektrischen Stroms für Lampen o. dgl. selbsttätig geregelt
werden kann. Beispielsweise sei die Beleuchtung eines Schaufensters erwähnt, die
nach Ladenschluß für eine bestimmte Zeit aufrechterhalten werden soll.
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Die zu beschreibende Vorrichtung ist derart angeordnet, daß sie an
der Verteilungstafel im Laden zu einer vorher bestimmten Zeit die Lampen im Schaufenster
ausschaltet und gleichzeitig den Strom von der Verteilungszentrale unterbricht.
Dadurch wird jede Gefahr ausgeschlossen, die aus dem Schmelzen der Drähte zwischen
der Verteilungstafel und den Lampen entstehen könnte.
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Die Erfindung ist beispielsweise in den Zeichnungen dargestellt, und
zwar veranschaulicht: Abb. i eine Vorderansicht eines doppelpoligen Schalters, wobei
der Mechanismus in normalem oder ausgeschaltetem Zustande dargestellt ist, Abb.
2 eine Seitenansicht von Abb. i, Abb. 3 einen senkrechten Querschnitt nach Abb.
i und 2 gegen die Vorderseite des Gehäuses gesehen, Abb, 4 einen mit Schlitzen versehenen
Zylinder, in welchem eine Ausschaltstange angeordnet ist, Abb. 5 einen Arm und Träger
für den Zylinder, Abb. 6 einen zweiten ebenfalls mit einem Schlitz versehenen Zylinder,
dessen Schlitz jedoch so angeordnet ist, daß die im Innern befindliche Stange die
erforderliche Bewegung beim Einschalten des elektrischen Stromes ausführt, Abh.
7 eine der Abb. 5 entsprechende Lagerplatte, in welcher jedoch Löcher zum Regeln
der Spannung der Feder oder der Drehbewegung der Stange vorgesehen sind, Abb. 8
eine für den Zylinder nach Abb. ¢ bestimmte Stange, Abb.9 eine Oberansicht davon,
Abb. i o eine zweite Betätigungsstange, Abb. i i eine Ausführungsform der Feder,
welche vorteilhafterweise Verwendung findet, Abb. 12 eine gebogene Anschlagstange.
An der Seite eines gewöhnlichen doppelpoligen Hauptschalters a ist ein Arm ä' angeordnet,
der ein im dargestellten Beispiele zwei Kammern bi und b= enthaltenes Gehäuse b
trägt. An der Vorderseite jeder Kammer und in die Wandung bg mit Öffnungen b4 passend
sind Zylinder c, cl angeordnet, deren jeder von einem flachen Arm c2 getragen wird,
die an dem oberen und unteren Teile des Gehäuses b befestigt sind. Jeder Arm weist
eine Verlängerung cg (Abb. 5 und 7) auf, die jedes Ende der Zylinder abschließen
und außerdem eine Führung für eine senkrecht bewegliche Stange d mit einem gekrümmten
oberen Ende dl bilden, das gegen den Handgriffd' des Schalters im gewünschten Augenblick
anstößt. Die Stange d erhält ihre Bewegung durch eine linksgängige Schraubenfeder
e, die innerhalb des Zylinders angeordnet ist und die Stange d umgibt, die ihrerseits
einen Querstift e1 trägt, an welchem die Feder mittels des Hakens e2 aufgehängt
ist. Das Ende e3 des Stiftes e1 steht ein gewisses Stück nach außen hervor und bildet
einen Anschlag, um das
Abgleiten der Feder e von dem Stifte el zu
verhüten, wenn die Feder e zusammengedrückt wird. Das spitze Ende e4 der Feder greift
in das eine der Löcher eE des Ansatzes c' der Halteplatte c2 ein. Dadurch kann die
Spannung der Feder e entsprechend der Kraft und der Drehbewegung eingestellt werden,
die notwendig ist, um die Stange zu betätigen.
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Jeder Zylinder weist einen besonders gestalteten Schlitz auf, in welchem
sich der Querstift el bewegt. Bei dem in Abb. 6 veranschaulichten Zylinder ist der
Schlitz f derart angeordnet und gestaltet, daß er das Heben des Handgriffes d2 des
Schalters a zwecks Ausschaltung des Lichtes zuläßt, wobei der Querstift el in dem
Querschlitz h entgegen der Kompression der Feder e gehalten wird. Führt das gebogene
Anschlagstück i an dem vorausbestimmten Zeitpunkt eine Drehung aus, so drückt es
den Querstift el nach vorn und bringt ihn gleichzeitig außer Eingriff mit dem Querschlitz
la. Der so freigegebene Stift el wird durch den Druck der Feder e und durch die
Öffnung b4 in die Wandung bg abwärts bewegt; gleichzeitig dreht sich die Stange
d, und während dieser Drehung kommt der untere Teil in Eingriff mit dem Handgriffe
d= des Schalters a und drückt ihn nach unten, wodurch der Kontakt hergestellt und
die Beleuchtung eingeschaltet wird. Hat die Stange d annähernd das Ende ihrer Abwärtsbewegung
erreicht, so wird sie ebenfalls durch das von der Feder e ausgeübte Drehmoment veranlaßt,
eine Drehung in wagerechter Richtung auszuführen, wodurch der von der Stange d getragene
Querstifte' durch den Schlitz b4 in der Gehäusewand b3 hindurchbewegt wird, so daß
infolge der hierdurch der Stange d erteilten senkrechten Bewegung das gekrümmte
obere Ende dl der Stange d den Griff d2 des Schalters freigibt und der Griff d2
sich frei aufwärts bewegen kann, wenn er durch die Stange dl bei der Ausschaltung
des Lichtes entsprechend verschoben wird. Die Ausbildung des Schlitzes j des Zylinders
nach Abb.q. ist derart, daß die Stange d bei Freigabe senkrecht bewegt werden kann,
gleichzeitig den Schaltgriff d2 erfaßt und ihn während der weiteren senkrechten
Bewegung nach unten mitnimmt. Während dieses Vorganges erhält die Stange gleichzeitig
eine achsiale Drehung, deren Winkel vorher eingestellt ist, damit sie den Handgriff
d2 freigeben kann, sobald sie am Ende der Bewegung angekommen ist.
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Der zum Antrieb der Vorrichtung 'dienende Mechanismus besteht aus
irgendeinem Uhrwerk, insbesondere einem gewöhnlichen Alarmuhrwerk L, welches innerhalb
der zugehörigen Kammer so angeordnet ist, daß der zugehörige Anschlag i (Abb. 1a)
zur gewünschten Zeit auf den entsprechenden Querstift el einwirkt. Der gebogene
Anschlag i ist an der üblichen (nicht gezeichneten) Alarmspindel des Uhrwerks befestigt,
das in üblicher Weise auf einen bestimmten Zeitpunkt eingestellt wird. Die Einstellung
des Mechanismus erfolgt durch Handdruck auf die entsprechende Stange d in senkrechter
Richtung. Dadurch wird die Feder e zusammengedrückt, und die Spannung wird bei Freigabe
die Stange d wie beschrieben beeinflussen.
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Die Erfindung ist nicht auf die vorbeschriebene Anordnung der Teile
beschränkt, die vielmehr abgeändert oder vervollständigt werden können, um' beliebigen
Erfordernissen zu entsprechen. Auch ist die Erfindung nicht auf einen besonderen
Apparat beschränkt, da die verschiedensten Einrichtungen verwendet werden können,
welche eine Ausführung zu einer vorher bestimmten Zeit bewirken. Auch kann an Stelle
des Ein-und Ausschaltmechanismus nur ein solcher Mechanismus verwendet werden, wenn
man nur ein- oder nur ausschalten will.