DE356907C - Maschine zum Aufrauhen von Fellen - Google Patents

Maschine zum Aufrauhen von Fellen

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DE356907C
DE356907C DEF49974D DEF0049974D DE356907C DE 356907 C DE356907 C DE 356907C DE F49974 D DEF49974 D DE F49974D DE F0049974 D DEF0049974 D DE F0049974D DE 356907 C DE356907 C DE 356907C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D37/00Machines for roughening soles or other shoe parts preparatory to gluing

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Maschine zum Aufrauhen von Fellen. Nach dem Scheren und Machinieren der Felle werden diese vielfach noch gerauht, um ihnen eine größere Weichheit und ein volleres Aussehen zu geben. Die bisher zu diesem Zwecke verwendeten Maschinen bestehen im wesentlichen aus einer Bürstenwalze, einer wagerechten Tischplatte und mehreren zwischen beiden angeordneten glatten Führungswalzen. Zum Rauhen wird das Fell zwischen Bürstenwalze und Tisch von unten eingeführt, und zwar mit dem Schwanzende voraus, da das Fell entgegengesetzt der Haarrichtung aufgerauht wird. Dann faßt der Arbeiter das nach oben herausstehende Ende des Felles mit den Händen, drückt den Tisch und damit das Fell mit dem Leibe gegen die Bürstenwalze und zieht das Fell durch die Maschine an der sich drehenden Bürstenwalze vorbei. Das Schwanzende, an dem das Fell angefaßt wird, wird dabei nicht mitgerauht, so daß in dem Fell nach der Bearbeitung ein Absatz vorhanden ist. Dieser Absatz verschwindet auch bei der weiteren Bearbeitung des Felles, z. B. dem Klopfen, nicht vollständig und beeinträchtigt das Aussehen des Felles sehr stark. Die Bedienung dieser Maschine erfordert ein erhebliches Maß von Geschicklichkeit, so daß die Felle bei verschiedenen Arbeitern verschieden ausfallen. Dazu ist die Wirkung der Maschine selbst bei den geschicktesten Arbeitern sehr gering, da das Fell nur an der Oberfläche und nicht bis zum Grund aufgerauht wird. Außerdem haben diese Maschinen nur eine einzige Gangart, so daß ein Einstellen der Maschine, je nachdem, ob- schwere oder leichte Felle bearbeitet werden, nicht möglich ist. Die Geschwindigkeit, mit der das Fell durch die Maschine gezogen wird, hängt ganz von der Geschicklichkeit des Arbeiters ab. Es kommt infolgedessen häufig vor, daß bei zu schnellem Durchziehen aus dem Fell viel Wolle herausgerissen wird, wodurch es an Wert einbüßt. Die Maschinen haben weiter den Nachteil, daß die Einführung des Felles sehr umständlich ist und dieses beim Durchgang durch die Maschine schlecht beobachtet werden kann.
  • Durch den Gegenstand der Erfindung soll eine Aufrauhmaschine geschaffen werden, die ein leichtes Einführen des Felles mit dem Kopfende gestattet, die Felle ausgiebig bis zum Grund bearbeitet und an die Geschicklichkeit des Arbeiters nur geringe Anforderungen stellt.
  • In der Zeichnung ist die Maschine dargestellt. Es zeigt: Abb. i die Vorderansicht, Abb. z eine Seitenansicht von links und Abb. 3 eine .Seitenansicht von rechts.
  • Auf einem Bockgestell i sind zwei sich fast berührende Bürstenwalzen a, 3 gelagert, die in gleicher Richtung von der Hauptwelle q. aus angetrieben werden. Die vordere Walze a ist mit gewöhnlichen Borsten besetzt, während die hintere Walze 3 mit Kratzenband bespannt ist. In an den Seitenwänden des Gestelles vorgesehenen Führungen 5 gleitet je eine senkrechte Schiene 6, die beide oben durch eine wagerechte Schiene 7 und unten durch eine Welle 8 miteinander verbunden sind. Die durch diesen Rahmen gebildete Ebene geht zwischen den beiden Walzen 2, 3 hindurch. Der Rahmen ist durch Glieder 9 an einem Hebelpaar i o aufgehängt, das im Maschinengestell bei i i drehbar gelagert ist. An dem Rahmen greifen Federn 12 an, die ihn nach oben zu ziehen bestrebt sind. Im Ruhezustande der Maschine wird der Rahmen aber dadurch, daß die Hebel io hinter Nasen 13 gelegt sind, in herabgezogener Stellung gehalten. In an der wagerechten Schiene 7 des Rahmens vorgesehenen Lagern sitzt eine parallel zur Schiene 7 verlaufende Stachelwalze 14 und dicht darüber eine glatte Walze 15. Von der Hauptwelle4 der Maschine wird durch Riementrieb 16 eine Welle 17 angetrieben, die wieder über einen Riementrieb 18 eine auf der Hauptwelle 4 lose sitzende Stufenscheibe i9 antreibt. Mit dieser ist ein Kettenrad 2o verbunden, das über einen Kettentrieb 21 die Welle 8 antreibt. Durch einen weiteren Kettentrieb 22 wird die Bewegung von der Welle 8 auf die Stachelwalze 14 übertragen.
  • Das zu rauhende Fell wird bei herabgezogenem Rahmen mit dem Kopfende über die glatte Walze 15 gelegt und leicht an die Stachelwalze 14 angedrückt. Dann zieht man die Hebel io von den sie festhaltenden Nasen 13 ab, so daß der Rahmen durch die Federn 12 nach oben gezogen und das Fell gegen die Bürstenwalzen 2, 3 gedrückt wird. Beim Hochgehen des Rahmens legt sich ein Blech 23 federnd gegen das eingeführte Fell und drückt es fest gegen die Stachelwalze 14. Das Blech 23 ist an einer Stange 24 befestigt, die in den Gestellwänden drehbar gelagert ist. Die Haare des Felles werden durch die vorn liegende Bürstenwalze 3 entgegen dem Strich bis auf den Grund stark aufgestrichen. Das aufgestrichene Haar wird dann von der Kratzenbandwalze 3, die auch der Haarrichtung entgegenwirkt, wieder aufgeteilt, so daß die Haare wieder richtig aufspringen. Die beiden Walzen 2, 3 ziehen das Fell selbst durch die Maschine durch; das Fell wird aber dadurch, daß es durch das Blech 23 gegen die Stachelwalze 14 gedrückt wird, zurückgehalten und kann somit dem Zuge der Bürsten nur insoweit folgen, als es die Drehung der angetriebenen Stachelwalze erlaubt. Die Geschwindigkeit der Stachelwalze kann mittels des Riementriebes 18 verstellt werden, so daß die Geschwindigkeit, mit der das Fell an den Bürsten vorbeigeführt wird, der Beschaffenheit des Felles angepaßt werden kann. Nachdem das ganze Fell unter den Bürstenwalzen vorbeigeführt worden ist, kann es bequem aus der Maschine herausgenommen und ein neues eingeführt werden. Die beschriebene Maschine gestattet ein Aufrauhen des Felles auf der ganzen Länge, so daß dieses nach dem Verlassen der Maschine durchaus gleichmäßig ist. Selbst wenn bei einem ungeschickten Einlegen eine kleine Stelle am Kopfende nicht gerauht sein sollte, so wäre das ohne Belang, denn bei der Verarbeitung des Felles werden die Backenstücke als minderwertig abgeschnitten. Infolge der Bearbeitung des Felles durch zwei verschieden gestaltete Walzen findet eine vollständigere bis auf den Grund gehende Rauhung statt als bisher. Das Haar wird weicher und erscheint viel voller, so daß das Fell an Wert gewinnt. Da das Fell die Maschine mechanisch durchläuft, wird es schonend behandelt, außerdem fallen alle Felle gleichmäßig aus, da das Aufrauhen von der Geschicklichkeit des Arbeiters unabhängig ist. Die Geschwindigkeit der Bürstenwalzen und des Vorschubes kann gut geregelt und somit der Art des Felles, ob leichter oder schwerer, angepaßt und die Leistung gesteigert werden. Außerdem bietet die Maschine noch den Vorteil, daß das Fell leichter eingeführt werden kann und dauernd und gut übersichtlich ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Aufrauhen von Fellen, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Gestell dicht nebeneinander zwei Bürstenwalzen (2,3) gelagert sind und unter ihnen ein als Auflage für das Fell dienender, senkrecht stehender Rahmen (6, 7, 8) beweglich angeordnet ist, der für gewöhnlich durch Federn (12) gegen die beiden Bürstenwalzen gezogen wird, wobei die letzteren so angetrieben werden und wirken, daß das Fell mit dem Kopfende in die Maschine eingeführt werden kann und mechanisch über die obere Kante des Rahmens hinweg durch die Maschine gezogen wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Bürstenwalze (2) mit Borsten, die andere (3) mit Kratzenband besetzt ist.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an der oberen Horizontalleiste (7) des Rahmens vorgesehenen Böckchen eine Stachelwalze (14) und eine glatte Walze (15) gelagert sind, von denen die erstere über ein Vorgelege von der Hauptwelle aus angetrieben wird und-die Geschwindigkeit regelt, mit der das über die Walze gleitende Fell durch die Maschine gezogen wird.
DEF49974D 1921-08-19 1921-08-19 Maschine zum Aufrauhen von Fellen Expired DE356907C (de)

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