DE356174C - Vorrichtung zur Nassbehandlung, insbesondere zum Bleichen und Kochen von Textilgut mit umkehrbar kreisender Flotte - Google Patents

Vorrichtung zur Nassbehandlung, insbesondere zum Bleichen und Kochen von Textilgut mit umkehrbar kreisender Flotte

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DE356174C
DE356174C DET25025D DET0025025D DE356174C DE 356174 C DE356174 C DE 356174C DE T25025 D DET25025 D DE T25025D DE T0025025 D DET0025025 D DE T0025025D DE 356174 C DE356174 C DE 356174C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
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Description

  • Vorrichtung zur Naßbehandlung, insbesondere zum Bleichen und Kochen von Textilgut mit umkehrbar kreisender Flotte, Im Hauptpatent ist eine Vorrichtung zur Naßbehandlung, insbesondere zum Bleichen und Kochen von Textilgut mit umkehrbar kreisender Flotte beschrieben, deren durch eine Pumpe erfolgender Umlauf zwischen einem Flüssigkeitserwärmer und einem Textilgutbehälter mittels eines Umschaltorgans so regelbar ist, daß die Flüssigkeit den Erwärmer stets in dem gleichen Sinne, den Textilgutbehälter aber wechselseitig durchströmt. Bei dieser Vorrichtung ist in die Verbindungsleitungen zwischen Umschaltorgan und dem Textilgutbehälter je ein besonderes Überströmorgan eingebaut, dessen Überströmleitungen an die Zuleitung vom Umschaltorgan zum Flüssigkeitserwärmer angeschlossen sind. Dabei können die Überströmorgane mit dem Umschaltorgan zu einem einzigen Organ verbunden sein.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß bei gewissemn undurchlässigen Kochgut, wie z. B. bei dichtem Gewebe, rohem Hanf, Flachs, Ramnie, Stroh u. dgl., der Umlauf der Flüssigkeit manchmal anfänglich in solchem Maße stockt, daß fast die gesamte von der Pumpe geförderte Flüssigkeit von der Pumpe zum Flüssig keitserwärmer und wieder zur Pumpe zurückfließt,ohnein den Textilgutbehälterzugelangen. In einem solchen Falle erhält dann das Textilgut, das seiner natürlichen Klebstoffe noch nicht ledig ist, zu wenig Wärmne, um innerhalb nützlicher Frist auf die erforderliche Temperatur gebracht zu werden. Die Flotte kommt daher im Flüssigkeitserwärmer unter Erschütterungen der ganzen Vorrichtung zum Sieden, während der Inhalt des Textilgutbehälters kühl bleibt. Um diese Erschütterungen der Vorrichtung zu vermeiden, muß dann der Dampf abgedrosselt werden, damit sich die Temperatur im Flü ssigkeitserwärmer tiefer einstellt. Dadurch wird jedoch der Anwärmungsvorgang im Stoffbehälter erst recht verlangsamt.
  • Zweck vorliegender Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung zur Naßbehandlung von Textilgut mit umkehrbar kreisender Flotte nach Patent 355599 zu schaffen, bei der der angeführte Übelstand beseitigt ist. Erfindungsgemäß ist die Austrittsstelle des mit dem Umschaltorgan vereinigten Überströmorgans für die Flüssigkeit derart mit dem Flüssigkeitserwärmner verbunden, daß die Flüssigkeit vor Eintritt in den Flüssigkeitserwärmer in eine abgeschlossene Vorkammer, d. h. einen Hohlraum des geschlossenen Textilgutbehälters zwecks inlirekter Wärmeabgabe an das Kochgut und erst von dieser Kammer aus zurück in den Flüssigkeitserwärmer gelangt. Ist im Textilgutbehälter dieser Vorrichtung undurchlässiges Stoffgut zu behandeln, so daß letzteres dem Durchgang von Flüssigkeit Widerstand entgegensetzt, so bewirkt die im Flüssigkeitserwärmer stark erhitzte Flotte, welche in die abgeschlossene Kammer des Stoffbehälters gelangt, durch indirekte Wärmeübertragung ein Anwärmen des Kochgutes in diesem Behälter.
  • Zweckmäßigerweise können die Mittel zum Heizen der Flotte unmittelbar in jener abgeschlossenen Kammer des Textilgutbehälters untergebracht sein, welche als ein am unteren Ende dieses Behälters untergebrachtes Expansionsgefäß bewirkt.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes schematisch veranschaulicht, und zwar sind Ausführungen gezeigt, bei denen die Umschalt- und Überströmorgane zu einem einzigen drucksichernden Organ vereinigt sind.
  • Abb. i zeigt eine Vorrichtung zur Naßbehandlung mit einem Kochbehälter, welcher für wechselseitige Durchflußrichtung eingerichtet ist, und einem getrennt von diesem aufgestelltun Laugenerwärrner.
  • Abb. 2 zeigt eine Vorrichtung, bei welcher (ler Flüssigkeitserwärrner in die abgeschlossene Kammer des Textilgutbehälters hinein verlegt ist.
  • In Abh. i bezeichnet wie beim Hauptpatent i einen Textilgutbehälter und 2 einen Laugenerwärmer. Dem L augenerwärmer 2 wird oben durch die Leitung 4 heißer Dampf zugeführt, welcher die den unteren Behälter 5 und den oberen Behälter 6 verbindenden Rohre 7 umspült. Das Kondensat verläßt den Heizraum durch die Leitung 8. Die Lauge steigt im Gegenstrom zum Heizdampf vom unteren Behälter 5 durch die Röhren 7 zum oberen Behälter 6, gelangt durch die Saugleitung 9 zur Pumpe 3 und wird von derselben durch das Rohr Io dem Überströmorgan 3I zugeführt, weiches in der in Abb. 4 bis 6 des Hauptpatentes beschriebenen Weise als Drehschieber mit federbelasteten, durch den Flottendruck verstellten Drehflügeln ausgebildet ist. Von diesem Organ strömt die erwärmte Lauge entweder durch die Leitung I3 oder die Leitung I4 in den Textilgutbehälter I. Dieser ist mit einem luftlicht abdichtenden Blechboden I6 und einem oberhalb des letzteren angeordneten Siebboden I5 versehen. Der freie Austritt der Leitung I4 ist oberhalb des Blechbodens I6 gelegen. Durch den Blechboden I6 und das untere Ende des Behälters I ist eine Vorkammer I7 gebildet. Das Überströmorgan 3I ist mit einem Austrittsstutzen I8 für die überströmende Flüssigkeit ausgerüstet; dieser Stutzen steht durch eine Leilung I9 mit der Vorkammer I7 in Verbindung, die durch eine weitere Leitung 2o auch mnit dem Behälter 5 des Laugenerwärmers 2 in Verbindung steht.
  • Wenn nun bei der beschriebenen Vorrichtung die erwärmte Flüssigkeit am Hindurchgehen durch das oberhalb des Siebbodens I5 befindliche Textilgut verhindert ist, wird sie durch die Pumpe 3 und Leitung I9 in die Vorkammer I7 gefördert, wo sie in an und für sich bekannter, indirekter Weise eine Erwärmnung des Gutes im Textilgutbehälter I bewirkt, so daß eine ausschließliche Erwärmung dler Flüssigkeit ohne Erwärmung des zu behandelnden Gutes vermieden wird.
  • Anstatt einen besonderen Flüssigkeitserwärmer vorzusehen, kann derselbe auch unmittelbar in den unteren Teil des Stoffbehälters i, und zwar in die Vorkammer I7 verlegt werden. Eine solche Ausführungsform ist in Abb. 2 veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform sind in der abgeschlossenen Kammer I7 eine Anzahl Heizröhren 2I vorgesehen. Die Leitung 2o ist hier unmittelbar mit dem Saugstutzen der Pumpe 3 verbunden. Die Leitungen I3, I4, Ig entsprechen dagegen denjenigen der ersten Ausführungsform in jeder Hinsicht. Bei dieser Ausführungsform kommt der Vorkammer I7 die Rolle eines Expansionsgefäßes zu. Für gewöhnlich erfolgt die Ausbalancierung der Flüssigkeitssäule gegen den höchsten Punkt der Vorrichtung hin durch den Druck der Pampe 3. Gelangt diese während der Kochperiode zum Stillstand, während doch in der Vorkammer I7 weiter geheizt wird, so wird auch dann noch infolge des Heizens und des frisch entstehenden Dampfes in der Vorkammer I7 die Flüssigkeitssäule aus diesem Raum bis zum höchsten Punkt des Kessels gedrückt, mit anderen Worten, der Dampfraum in der Vorkammer I7 wird auch bei stillstehender Pumpe recht verschwinden, sofern die Dampfheizung in Tätigkeit verbleibt.
  • Für den Fall, daß es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein sollte, die als Heizraum dienende Vorkammer I hinreichend groß zu bemessen, so kann in die Leitung Ig erforderliohenfalls ein Expansionsgefäß vorgesehen werden, dessen Volumen in ein zweckmäßiges Verhältnis zum Volumen fies Stoffbehälters gebracht wird. PATENT-ANSPRÜCH: I. Vorrichtung zur Naßbehandlung, insbesondere zum Bleichen und Kochen von Textilgut mitumkehrbar kreisender Flotte, deren durch eine Pumpe erfolgender Umlauf zwischen einem Flüssigkeitserwärmer und einem Textilgutbehälter mittels eines Umschaltorgans so regelbar ist, daß die Flüssigkeit den Erwärmer stets in dem gleichen Sinne, den Textilgutbehälter aber wechselseitig durchströmt, nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes 355599, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsstelle (I8) des mit dem Umschaltorgan vereinigten Überströmorgans (Drehschieber 3I) für die überströmende Flüssigkeit derart mit dem Flüssigkeitserwärmner (2) verbunden ist, daß die Flüssigkeit vor Eintritt in den Flüssigkeitserwärmer (2) zwecks indirekter Wärmeabgabe an (las zu behandelnde Kochgut in eine abgeschlossene Vorkammer (17) . des Textiltitbehälters (i) und erst von dieser Kaminer (17) zurück in. den Flüssigkeitserwärmer (2) gelangt.
  • 2. Vorrichtung nach Patentanspruch i, bei welcher die durch den Textilgutbehälter kreisende Flotte in der Vorkammer (17) dieses Behälters erwärmt wird unter gleichzeitiger Abgabe von Wärme an den Textilgutbehälter, dadurch gekennzeichnet, rlaß dieMittel (Rohre 21) zum Heizen der Flotte unmittelbar in der abgeschlossenen Vorkammer (1;) untergebracht sind, we1.c11e als einziger Flüssigkeitserwäriner und zugleich als ein am unteren Ende des Textilgutbehälters (i) untergebrachtes Expansionsgefäß wirkt.
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