DE354860C - Vorrichtung zum Verdunsten (Eindicken) von Fluessigkeiten ohne Anwendung eines Vacuums - Google Patents
Vorrichtung zum Verdunsten (Eindicken) von Fluessigkeiten ohne Anwendung eines VacuumsInfo
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- DE354860C DE354860C DEW51765D DEW0051765D DE354860C DE 354860 C DE354860 C DE 354860C DE W51765 D DEW51765 D DE W51765D DE W0051765 D DEW0051765 D DE W0051765D DE 354860 C DE354860 C DE 354860C
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Classifications
-
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/08—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping in rotating vessels; Atomisation on rotating discs
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/10—Vacuum distillation
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Description
- Vorrichtung zum Verdunsten (Eindicken) von Flüssigkeiten ohne Anwendung eines Vacuums.
- Die technische Aufgabe große Mengen von Flüssigkeiten, die nur mäßiger Temperatur ausgesetzt werden dürfen, wie Molken, Magermilch u. dgl., rationell zu verdunsten, ist bisher in praktisch einfacher Weise und ohne umständliche Anwendung einesVacuums noch nicht gelöst.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung, die eine Lösung dieser Aufgabe bringt. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die in einem Mischgfäß untergebrachte zu verdunstende bzw. einzudickende Flüssigkeit (Molken, Magermilch u. dgl.) mittels eigenartig gestalteter Schöfräder gerührt, ausgeschöpft und über eine Verdunstungsfläche des Schöpfrades selbst niederrieseln gelassen wird, so daß die Flüssigkeit, der Luft eine große Oberfläche bietet und infolgedessen eine energische Verdunstung stattfindet.
- In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen veranschaulicht, und zwar zeigt Abb, I eine Ausführungsform für mittlere Flüssigkeitsmengen im senkrechten Schnitt, Abb. 2 im Ouerschnitt durch das Schöpfrad, Abb. 3 eine zweite Ausführungsform für größere Flüssigkeitsmengen mit mehreren Schöpfrädern mit zentralem antrieb gleichfalls im Schnitt.
- Zur Erwärmung der Flüssigkeit dient nach Abb. I ein doppelwandiges Gefäß 1 mit Dampfzufiuß 2 und -abfluß 3, durch welches die im inneren Behälter angebrachte Flüssigkeit, Mole, Magermilch u. dgl., auf die höchst zulässige Temperatur von etwa 700 C erhitzt wird. Oberhalb des Gefäßes I ist in Konsollagern 4 eine durch Riemenscheibe 5 antreibbare Welle 6 gelagert. Auf dieser Welle 6 ist das eigentliche Scliöpfrad befestigt, und zwar, wie aus Abb. 2 hervorgeht, etwa in der Weise, daß eine mit der Welle 6 verkelte Muffe oder Nabe 7 Laschen 8 aufweist, an welche annehmbar die Schöpfschaufeln 9 verschraubt sind. Diese Schöpfschaufeln besitzen auf der Vorderseite kellenartige Aufbiegungen IO, auf der Rückseite vorspringende Führungs- oder Spritzleisten 11. Der Drehsinn des Schöpfrades erfolgt im Sinne des Pfeiles 12 der Abb. I.
- Hieraus ist ersichtlich. daß zunächst eine gewisse FlüssiNgkeitsmenge von der Kelle IO mit hochgenommen wird, alsdann längs der Wand der Schaufel 9 beim Hochheben gleitet und in dünner Schicht ausgebreitet über die Rückwand der Gegen schaufel 9' in das Gefäß zurückfließt. Dabei wird ein Uberspritzen über die Seitenränder der Schaufel 9' und damit über das Gefäß selbst durch Spritzleisten in verhütet. Auf dem langen Weg von der Kelle IO über die Vorderwand der Schaufel 9 und Rückwand der Schaufelg' bis zum Behälterinnern zurück, bietet dieFlüssigkeit, die in dünner Schicht strömt, der Luft eine große Oberfläche dar, so daß eine energische Verdunstung einsetzt.
- Der Betrieb kann kontinuierlich, aber auch diskontinuierlich geführt werden. Beim kontinuierlichen Betrag kann nach der zweckmäßig gewählten Umdrehzahl des Schöpfrades kontinuierlich eine entsprechende Menge von Frischmolke oder frischer Magermilch zulaufen und eine gleiche Menge von eingedickter molke kontinuierlich entnommen werden. Beim diskontinuierlichen Betrieb wird ein bestimmtes Quantum der einzudickenden Flüssigkeit in den Behälter eingebracht und das Schöpfrad so lange gedreht, bis der erforderliche Eindickungsgrad erreicht ist.
- Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 der Zeichnung ist statt Dampfheizung eine gewöhnliche Befeuerung vorgesehen, wie dieses für Behälter für große Flüssigkeitsmengen rationeller ist. Um nun eine Überhitzung des in dem Behälter befindlichen Gutes zu vermeiden, ist der Behälter I wieder doppelwandig ausgeführt und in dem Feuermauerwerk 13 so gelagert, daß seine Bodenfläche von dem Feuerzuge bestrichen ist. In dem Hohlraum zwischen äußerer und innerer Wandung des Behälters ist Wasser angebracht und es sind Einlaufstutzen Iq für das Wasser und offene Abdampfstutzen I5 vorgesehen, so daß man sicher ist, daß die Temperatur des Wasserbades den Betrag von IOO ° C niemals übersteigen kann. Wenn es sich um besonders empfindliche Flüssigkeiten handelt, kann auch durch entsprechende Wasserzuführung die Temperatur auf eine beliebige Höhe unter 1000 geregelt werden. Selbstverständlich können Wasserstandsgläser ebenso wie Temperaturmeßvorrichtungen zur Kontrolle der Temperatur eingebaut sein. Oberhalb dieses doppelwandigen unmittelbar beheizten Gefäßes für die einzudickende Flüssigkeit sind nun in symmmetrischer Anordnung Wellen IO, 16' und I7, 17' vorgesehen und untereinander durch Kegelradgetriehe 18, 18' 19, I9' so gekuppelt, daß bei Drehung, z. B. derWelle 16, von einer riemenscheibe 5 aus die Wellen i6' 17, 17' in entsprechendem Sinne mitgekommen werden. Auf den Wellen, I6', 17, 17' sitzen Schöpfräder 9, 9' ähnlich den in Abb. I dargestellten, und zwar zweckmäßig in einer um go0 zueinander versetzten Stellang. Durch diese Schöpfräder 9 wird also der ganze Raum des Gefäßes zur Aufnahme der einzudickenden Flüssigkeit dauernd bestrichen, wobei infolge der Versetzung der Schöpfräder zueinander eine gegenseitige Störung bei der kontinuierlichen Drehung nicht erfolgt. Es kann auch hier der Betrieb kontinuierlich oder diskontinuierlich wie bei der Ausführungsform nach Abb. I erfolgen.
Claims (3)
- PATENT-ANSPRÜCHE: I. vorrichtung zum Verdunsten (Eindicken) von Flüssigkeiten ohne Anwendung eines Vacuums, dadurch gekennzeichnet, daß das Innere eines zweckmäßig doppelwandigen mit Dampf oder durch Wasserbad beheizten Behälters für das zu behandelnde Gut von einem oder mehreren Schöpfrädern bestrichen wird, von denen ein jedes aus zwei zueinander versetzten Schöpfschaufeln besteht die so aufeinander folgen, daß der Schöpfkelle der einen der Rücken der Gegenschaufel so zugewandt ist, daß die von der Schöpfkelle der einen hochgehobene Flüssigkeit über den Rücken der Gegenschaufel in den Behälter zurückfließt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß der Rücken der Gegen schaufeln an den Seitenrändern mit Spritzleisten versehen ist, die ein Über spritzen der abfließenden Flüssigkeit verhüten.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Behälters für die einzudickende Flüssigkeit mehrere symmetrisch in rechten oder spitzen Winkeln zueinander stehende, von einem zentralen Antrieb aus gedrehte Wellen 16, I6', 17, 17' angeordnet sind, von denen eine jede ein Schöpfrad aufweist, derart, daß der gesamte Flächeninhalt des Behälters von den Schöpfrädern bestrichen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW51765D DE354860C (de) | 1918-11-23 | 1918-11-23 | Vorrichtung zum Verdunsten (Eindicken) von Fluessigkeiten ohne Anwendung eines Vacuums |
| DEW67952D DE443511C (de) | 1918-11-23 | 1924-12-19 | Vorrichtung zum Verdunsten (Eindicken) von Fluessigkeiten ohne Anwendung eines Vakuums |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW51765D DE354860C (de) | 1918-11-23 | 1918-11-23 | Vorrichtung zum Verdunsten (Eindicken) von Fluessigkeiten ohne Anwendung eines Vacuums |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE354860C true DE354860C (de) | 1922-06-16 |
Family
ID=7604776
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW51765D Expired DE354860C (de) | 1918-11-23 | 1918-11-23 | Vorrichtung zum Verdunsten (Eindicken) von Fluessigkeiten ohne Anwendung eines Vacuums |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE354860C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748514C (de) * | 1939-03-15 | 1944-11-06 | Walther Kunze Dr Ing | Verfahren zum Eindicken von Sulfitablauge unter Benutzung planmaessig bewegter kalter oder wenig warmer gasfoermiger Mittel wie Luft |
-
1918
- 1918-11-23 DE DEW51765D patent/DE354860C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748514C (de) * | 1939-03-15 | 1944-11-06 | Walther Kunze Dr Ing | Verfahren zum Eindicken von Sulfitablauge unter Benutzung planmaessig bewegter kalter oder wenig warmer gasfoermiger Mittel wie Luft |
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