DE354660C - Umsteuervorrichtung fuer Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents

Umsteuervorrichtung fuer Verbrennungskraftmaschinen

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DE354660C
DE354660C DEK66297D DEK0066297D DE354660C DE 354660 C DE354660 C DE 354660C DE K66297 D DEK66297 D DE K66297D DE K0066297 D DEK0066297 D DE K0066297D DE 354660 C DE354660 C DE 354660C
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rotation
shaft
control shaft
internal combustion
combustion engines
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DEK66297D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)
  • Valve-Gear Or Valve Arrangements (AREA)

Description

  • Umsteuervorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf solche Verbrennungskraftmaschinen, die dadurch umgesteuert werden, daß man mittels einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung die Ventilhebel von ihren Nocken abhebt, die Steuerwelle verschiebt und die Ventilhebel auf die für die umgekehrte Drehrichtung bestimmten Nocken legt, und sie bezweckt, eine Umsteuervorrichtung dieser Art zu schaffen, die im Gegensatze zu bekannten Umsteuervorrichturgen vollkommen unabhängig von der Drehrichtung der Umsteuermaschine arbeitet.
  • Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise in einer Ausführungsform schematisch veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. z die Gesamtanordnung der Umsteuervorrichtung in Ansicht, Abb. 2 eine Oberansicht der Steuerung und Abb. 3 bis =o in größerem Maßstabe Einzelheiten der Steuerung in verschiedenen Lagen, die während der verschiedenen Zeitabschnitte des Umsteuervorganges eingenommen werden.
  • Es bezeichnet A den Arbeitszylinder einer mehrzylindrigen Verbrennungskraftmaschine, auf dessen Kopfe in üblicher Weise die Ventile für Brennstoff, Luft, Auspuff usw. angeordnet sind. B ist die drehbare Ventilhebelwelle, C die in achsialer Richtung verschiebbare Steuerwelle. Auf der Ventilhebelwelle sind die Ventilhebel in bekannter Weise exzentrisch gelagert, derart, daß sie durch Drehen der Exzenter E in oder außer Eingriff mit den zugehörigen Steuernocken gebracht werden können. Die Antriebswelle D für die Umsteuerung, die mittels eines Zahnräderpaares V, V1 auf die Ventilhebelwelle B einwirkt, steht mittels einer ausrückbaren Kupplung F mit einer Welle G in Verbindung, die durch die Drehmaschine (z. B. einen Elektromotor) H durch Vermittelung einer Schnecke U und eines Schneckenrades W in Drehung versetzt werden kann. Die Drehung der Welle G kann ferner durch eine an ihrem unteren Ende kugelgelenkartig angeschlossene Welle K und eine darauf angeordnete Schnecke L auf ein auf der Welle M der Hauptmaschine sitzendes Schneckenrad N und somit auf die Hauptmaschine selbst übertragen werden. Mittels eines durch Handrad O und Schraubenspindel P zu bewegenden Winkelhebels R, der um einen festen Punkt y1 schwingt, kann die Schnecke L in oder außer Eingriff mit dem Schneckenrade N gebracht und dadurch die Drehvorrichtung der Hauptmaschine ein- oder ausgeschaltet werden. Die Bewegungsübertragung der Welle D auf die Ventilhebelwelle B mittels des Zahnräderpaares V, V1 erfolgt im Verhältnis 1:2, d. h. bei einer halben Umdrehung der Welle D erfolgt eine volle Drehung der Ventilhebelwelle B.
  • In Höhe der Steuerwelle C trägt die Welle D eine eigenartig geformte Nockenscheibe S, die in einen entsprechend gestalteten Schlitz einer am Arbeitszylinder A aasgelenkten Kulisse T eingreift, deren freies Ende die Steuerwelle C gabelartig umfaßt und deren Verschiebung bewirken kann.
  • Die auf der Welle D sitzende Nockenscheibe S ist so ausgebildet, daß sie, von ihrer Symmetrieachse %-x (Abb. 4) ausgehend, beiderseits dieser Achse einen toten Winkel a1 aufweist, in dessen Drehbereich ohne Rücksicht auf die Drehrichtung der Wel:e D keinerlei Verschiebung der Kulisse T und damit der Steuerwelle C eintreten kann.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung soll an Hand der Abb. 3 bis io näher erläutert werden. In den zusammengehörigen Abb. 3 und ¢ stehen die Ventilhebel (der Deutlichkeit wegen ist nur einer dargestellt) in Betriebsstellung (Abb. 3) und die Steuerwelle C in ihrer rechten Endlage (Abb. 4). Wird nun die Antriebswelle D, einerlei in welcher Richtung, um den Winkel al gedreht (lediglich des besseren Verständnisses wegen sei hier die Richtung des eingezeichneten Pfeiles angenommen), so behält die Kulisse T ihre Lage unverändert bei (Abb. 6). Die Drehung der Welle D wird durch die Zahnradübersetzung V, V1 auf die Ventilhebelwelle B übertragen und bewirkt infolge des Übersetzungsverhältnisses = : 2 deren Drehung um den Winkel a2-= 2a,; diese Drehung genügt, um die Ventilhebel aus dem Bereiche ihrer Nocken zu entfernen (Abb. 5).
  • Dreht sich nun die Antriebswelle D weiter, und zwar um den Winkel ß1 - i8o° - 2ai, so drückt die Nockenscheibe S die Kulisse nach links und bewirkt dadurch die Verschiebung der Steuerwelle in ihre linke Endlage; die Ventilhebelwelle wird dabei um den Winkel P2= 2ß, gedreht, und dadurch werden die Ventilhebel zunächst von ihren Nocken noch etwas weiter entfernt und sodann um denselben Betrag wieder genähert (Abb. 7 und 8).
  • Während der weiteren Drehung der Antriebswelle um den Winkel u1 wiederholt sich der zuerst geschilderte Vorgang, d. h. die Kulisse T und damit die' Steuerwelle C behalten ihre Lage bei. Infolge der Drehung der Ventilhebelwelle werden aber die Ventilhebel wieder an ihre Nocken angelegt, und zwar infolge der inzwischen stattgehabten Verschiebung der Steuerwelle auf die für die entgegengesetzte Drehrichtung vorgesehenen Nockenscheiben (Abb. 9 und io). Da die Summe der Winkel 2ui -;- (P1 = i8o° ist, und da die Ventilhebelwelle B eine doppelt so große Winkelgeschvaindigkeit besitzt wie die antreibende Welle D, so hat sich während der Drehung des Nockens S um i8o° die Ventilhebelwelle um 36o° gedreht, und die Ventilhebel sind dabei beispielsweise aus der Betriebsstellung für Vorwärtsgang in die Betriebsstellung für Rückwärtsgang gebracht worden.
  • Dieser Umsteuervorgang wiederholt sich bei jeder Drehung der Antriebswelle D um 18o°, ganz gleich in welcher Richtung diese Drehung erfolgt; die Drehung kann also beispielsweise auch fortgesetzt im gleichen Sinne vor sich gehen.
  • Die Unabhängigkeit der Umsteuerung von der Drehrichtung der sie antreibenden Welle macht die beschriebene Einrichtung besonders wertvoll; insbesondere gestattet sie, jede beliebige, bereits für irgendeinen anderen Zweck vorgesehene Hilfsmaschine mit beliebiger Drehrichtung gleichzeitig zum Umsteuern der Hauptmaschine zu verwenden, wovon bei der in Abb. 1 veranschaulichten Anordnung Gebrauch gemacht worden ist.
  • Dort ist, wie oben erläutert, die Antriebswelle D für die Umsteuerung mittels der ausrückbaren Kupplung F mit der Welle G der Drehvorrichtung für die Hauptmaschine in Verbindung gebracht, die durch einen _Elektroinotor H angetrieben wird. Zwecks Drehung der Hauptmaschine wird die Kupplung F gelöst und durch Drehen des Handrades 0 die Schnecke ,L mit dem zugehörigen Schneckenrade N in Eingriff gebracht.
  • Soll der Motor H dagegen zum Zwecke der Umsteuerung Verwendung finden, was nur der Fall ist, wenn die Drehvorrichtung für die Hauptmaschine nicht gebraucht wird, so wird die Schnecke L von dem Schneckenrade N abgehoben, die Kupplung F eingerückt und der Motor H eingeschaltet.
  • Die Winkel % und ,6l können verschieden gewählt werden, das Übersetzungsverhältnis zwischen Antriebs- und Ventilhebelwelle kann geändert werden, und die Verschiebung der Steuerwelle aus der einen in die andere Endlage erfordert nicht unbedingt eine Verdrehung der Antriebswelle um i8o ° ; Bedingung für vorliegende Erfindung ist lediglich, daß, von der Symmetrieachse der Nockenscheibe S ausgehend, der tote Winkel, in dessen Drehbereich keinerlei Verschiebung der Steuerwelle stattfindet, nach beiden Drehrichtungen hin vorhanden ist.
  • Die beschriebene Einrichtung unterscheidet sich vorteilhaft von den bisher bekannten Umsteuervorrichtungen, die je nach der Umsteuerung der Maschine von Vorwärts- auf Rückwärtsgang oder umgekehrt eine ganz bestimmte Umlaufrichtung der sie antreibenden Hilfsmaschine bedingen. Dies erfordert nicht nur erhöhte Achtsamkeit des Personals, sondern verlängert außerdem den Umsteuervorgang dadurch, daß der Umsteuerung der Hauptmaschine die Umsteuerung des Umsteuermotors vorangehen muß.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Umsteuervorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen, bei denen die Ventilhebel mit den Vorwärts- und Rückwärtsnocken durch Abheben und Anlegen und Verschieben der Steuerwelle in Eingriff gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verschiebung der Steuerwelle (C) bewirkende Nockenscheibe (S), ausgehend von ihrer Symmetrieachse, in jeder Drehrichtung einen toten Winkel aufweist, in dessen Drehbereich keinerlei Verschiebung der Steuerwelle (C) eintritt, derart, daß sich die Umsteuerung der Hauptmaschine ohne Rücksicht auf die Drehrichtung der Antriebswelle (D) vollzieht und als Umsteuermotor demgemäß eine - bereits für andere Zwecke vorgesehene - Hilfsmaschine mit beliebiger Drehrichtung Verwendung finden kann.
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