DE35405C - Selbstthätiger Friktionsfallhammer - Google Patents
Selbstthätiger FriktionsfallhammerInfo
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- DE35405C DE35405C DENDAT35405D DE35405DA DE35405C DE 35405 C DE35405 C DE 35405C DE NDAT35405 D DENDAT35405 D DE NDAT35405D DE 35405D A DE35405D A DE 35405DA DE 35405 C DE35405 C DE 35405C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J7/00—Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
- B21J7/20—Drives for hammers; Transmission means therefor
- B21J7/36—Drives for hammers; Transmission means therefor for drop hammers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Percussive Tools And Related Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49: Mechanische Metallbearbeitung.
L. WILMOTTE in BRÜSSEL. Selbsttätiger Frictions-Fallhammer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. August 1885 ab.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein auf Achse O lose gelagertes Rad, an dem
mittelst Bolzen Frictionshebel C angeordnet sind.
B ist ein auf derselben Achse aufgekeiltes und an seiner Peripherie genuthetes Rad;
C sind in die Nuth des Rades B eingreifende Frictionshebel;
E ist ein auf Rad A befestigter Bremsring, e eine Nase des Ringes E;
F und G sind mit Gegengewicht versehene Hebel,
HH mit Löchern versehene Sectoren, welche zur Führung der Hebel F und G dienen;
/ ist der Betriebshebel,
K eine mit / verbundene Gelenkstange,
L ein durch / und K bewegter segmentartiger' Hebel;
7 und s sind am Hebel L angeordnete Nasen;
M ist das den Hammer N tragende und über die Peripherie von A geführte Seil,
N der Hammer selbst,
O die Betriebswelle,
P eine Hebelanordnung, welche den Hammer in Ruhe versetzt,
Q der Sperrschieber, auf welchem der Hammer im Ruhezustande aufruht;
R sind an den Frictionshebeln angebrachte Stifte, welche in den in Ringen E angeordneten
Führungen laufen.
In der Zeichnung stellen ferner dar:
Fig. ι die Maschine in Vorderansicht,
Fig. 2 dieselbe in Seitenansicht,
Fig. 3 Schnitt und Ansicht des Rades A und dessen Aus- und Einrückvorrichtung,
Fig. 4 die Lagerung von A und B auf Welle O und die Anordnung von E auf A
im Schnitt,
Fig. 5 Seitenansicht der Fig. 4, theilweise
im Schnitt;
Fig. 6 und 7 zeigen' in Seiten- und Vorderansicht eine zweite Anordnung, mit deren Hülfe
der Bremshebel C durch den Ring E an das Laufrad A geprefst wird,
Fig. 8, 9 und 10 im Schnitt verschiedene
Profile des Bremshebels C und der Nuth des Rades B.
Die Inbetriebsetzung des in beiliegender Zeich nung dargestellten Fallhammers bewirkt man
durch Niederdrücken des Hebels / in die in Fig. 2 gezeigte Stellung. Befindet sich der
Hammer im Ruhezustande, so nehmen die Hebel C, das Rad A und der Ring E die in
Fig. 3 veranschaulichten Stellungen ein. Durch die vorerwähnte Bewegung des Hebels I wird
die in Fig. 3 veranschaulichte Stellung der einzelnen Theile aufgehoben, indem Hebel /
die Verbindungsstange und den Hebel K hochhebt, dadurch die bogenförmige Verbindungsstange nach vorn stöfst, welche nun mit ihrer
Nase / gegen den Bremsring E schlägt und denselben mit den zwischen dem Bremsring E
angeordneten Stiften R mit solcher Kraft vorwärts stofsen wird, dafs die Hebel C mit den
Nuthen des Rades B in Eingriff kommen. Bei Rotation der auf Achse O aufgekeilten Scheibe B
drückt der Hebel C gegen den Ansatz des Rades A7 Fig. 1, und durch den Antrieb des
letzteren wird der Hub des Hammers N bewirkt, welcher mittelst Seiles Man der Peripherie
des Rades A befestigt ist.
Der durch die Scheibe A mitgenommene Ring E wird dieselbe Bewegung so lange mitmachen,
bis letzterer durch seine Nase c an den mit Gegengewicht versehenen Hebel schlägt,
den letzteren hochhebt und dadurch dieFrictionsrollen
C C auslöst; eine Folge dieser Auslösung ist, dafs das Rad A nicht mehr mitgenommen
wird, durch die Schwere des Hammers eine entgegengesetzte Umdrehungsrichtung erhält und
so den Hammer fallen läfst.
Bei dieser letzteren Bewegung des Rades A schlägt der Ring E in dem Augenblick, in
dem der Hammer auf den Ambos fällt, gegen den Hebel F, das Rad A hält an, die Hebel C
greifen von neuem in die Nuth des Rades B ein und der Hammer wird neuerdings gehoben.
Um den Hammer aufser Thätigkeit zu setzen, genügt es, den Betriebshebel / freizugeben,
dieser fällt infolge des Gewichtes der Verbindungsstange und des Hebels K und
bringt dadurch die bogenförmige Verbindungsstange L in solche Stellung, dafs deren Nase /
auf die Frictionshebel C nicht mehr einwirkt. Inzwischen hat der Hammer einen Theil seiner
Hubhöhe beschritten, und eine mit dem Hebel / in Verbindung stehende Hebelanordnung P
schiebt nun den Sperrschieber Q. vor, auf den der Hammer aufschlägt.
Zur Inbetriebsetzung des Hammers mufs nur der Hebel / niedergedrückt werden, um den
Sperrschieber Q. zurücktreten zu lassen, welcher so den Hammer freigiebt. Vermittelst der in
den beiden Sectoren HH angeordneten Löcher können die Stellungen der Hebel F und G
verändert werden. Entsprechend der Stellung dieser Hebel F und G werden die Frictionshebel
C auf oben beschriebene Weise früher oder später ausgelöst und hängt demgemäfs
die Hubhöhe des Hammers von der Stellung der beiden Hebel F und G ab. Die Anordnung
der Hebel IK L F und G zu einander ist derartig, dafs das Anhalten des Rades A
ohne jeden Stofs vor sich geht, und zwar deshalb, weil letzteres sich selbst nach der durch
Hebel F und G bewirkten Auslösung des Ringes E infolge seiner Trägheit weiter bewegt
und erst allmälig in Ruhezustand kommt. Es ist demnach in die Gewalt des Arbeiters
gegeben, den gleichen Gegenstand unter hohem und niedrigem Hub bearbeiten zu können.
Charakterisirend für das gegenwärtige System ist es, dafs sich der Fallhammer selbst bei
niedrigem Hube stets von neuem selbsttätig in Bewegung setzt, nachdem derselbe auf den
Ambos aufschlägt. Es entsteht hierbei absolut kein Zeitverlust, weder bei der Ein- noch bei
der Ausrückung des Hammers, und je kleiner die Fallhöhe ist um so öfter werden sich die
Schläge wiederholen. Der gegenwärtigen Construction liegt die an Fallhämmern beobachtete
Widerstandsfähigkeit der Materialien zu Grunde. Der Hammer besteht aus Bessemerstahl; die
Führungsschienen sind mit Stellschrauben versehen, um bei Abnutzung von neuem angezogen
werden zu können.
Die zur Inbetriebsetzung dieses Hammers erforderliche Kraft ist wesentlich geringer als bei
Maschinen anderer Constructionen von gleichem Hammergewicht und gleicher Hubhöhe; zur
Herstellung von Bolzen von 20 bis 40 mm Durchmesser genügt ein Hammergewicht von
60 kg. Jede einzelne Function des Hammers erfordert bei 1 m Hubhöhe 1 Secunde Zeit,
und zwar 1J2 Secunde zum Heben und Y2 Secunde
für den Niedergang und für die Hammerwirkung selbst. Die in Pferdekraft ausgedrückte
Arbeit des Hammers wird durch folgende Formel berechnet: T= = 0,8 HP.
2X75
Bringt man 50 pCt. Reibungswiderstand in Rechnung, was gewifs zu hoch angenommen
ist, so entsteht ein Bruttoeffect von 0,8 X 2 HP. = 1,6 HP. für jeden Schlag, Die Zahl der
Hammerschläge wird in 1 Minute mindestens 10 betragen und die durchschnittliche Arbeit
eines Hammers wird pro becunde
60
= 0,266 etwa
HP. sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Frictionsfallhämmern die Combination des auf dem Laufrade A angeordneten Ringes E, welcher den Stift R des Frictionshebels C führt, mit der am Ring E angeordneten Nase, welche mit den Hebeln F und G die Ausrückung des Rades A bewirkt, und des Sperrschiebers Q an dem Betriebshebel / zur Stützung des im Ruhezustande befindlichen Hammers.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35405C true DE35405C (de) |
Family
ID=311264
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35405D Expired - Lifetime DE35405C (de) | Selbstthätiger Friktionsfallhammer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35405C (de) |
-
0
- DE DENDAT35405D patent/DE35405C/de not_active Expired - Lifetime
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