DE353125C - Einrichtung fuer Webstuehle mit Laengsruten zur Erzeugung von Polgeweben - Google Patents

Einrichtung fuer Webstuehle mit Laengsruten zur Erzeugung von Polgeweben

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DE353125C
DE353125C DE1914353125D DE353125DD DE353125C DE 353125 C DE353125 C DE 353125C DE 1914353125 D DE1914353125 D DE 1914353125D DE 353125D D DE353125D D DE 353125DD DE 353125 C DE353125 C DE 353125C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics
    • D03D27/02Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
    • D03D27/06Warp pile fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Einrichtung für Webstühle mit Längsruten zur Erzeugung von Polgeweben. Die Erfindung betrifft Webstühle zur Herstellung von Polgeweben und insbesondere solcher Stühle mit Längsruten.
  • Bei Webstühlen dieser Art hat man vorgeschlagen, die Längsruten in solcher Weise zu befestigen, daß ihre hinteren Enden horizontal verschiebbar sind und mit Hilfe eines Rietes besonderer Bauart sich bald auf der einen, bald auf der anderen Seite der zugehörigen Polkettenfädler befinden, so daß durch Bewegen des hinteren Endes jeder Rute von der einen Seitenlage zur anderen der dazugehörige Pol-' faden die Schleifen bildet, ohne daß die Polkettenfäden aus ihrer senkrechten Bewegungsebene heraustreten.
  • Der Hauptzweck der Erfindung besteht darin, einen Webstuhl der erwähnten Art zu schaffen, bei dem sich die beweglichen Organe zuverlässig in der gewünschten Weise verstellen, ohne daß eine Beschädigung der Kettenfäden befürchtet zu werden braucht.
  • Das hintere Ende jeder Längsrute wird in der jeweilig von ihm eingenommenen seitlichen Stellung gesperrt. Während des Bildens der Polnoppen haben die Längsruten das Bestreben, sich nach 'abwärts zu bewegen oder an ihrem Ende zu sacken, und um diesen Übelstand zu vermeiden, sind besondere Vorkehrungen getroffen, die dafür sorgen, daß die hinteren Rutenenden in ihrer gehobenen Lage zuverlässig festgehalten werden, und zwar erfolgt dies in der Weise, daß die hinteren Ruten in einer Ebene genau ausgerichtet sind, so daß zu der Zeit, in welcher Polnoppen über den Ruten gebildet werden, diese genau die ihnen zukommende Lage einnehmen.
  • Nachdem die hinteren Rutenenden ihre genau bestimmte Höhenlage erreicht haben, werden sie in dieser Stellung gesperrt. Die hinteren Rutenenden können sich zwischen festen senkrechten Führungsschienen oder Führungsgliedern bewegen, die zwischen den senfechten Ebenen, in denen sich die Polfäden bewegen, angeordnet sind. Das Ende jeder Längsrute wird von der einen Seite zur anderen mit Bezug auf die Florkettenebene mit Hilfe eines Ablenkers übergeführt.
  • Die festen senkrechten Führungsschienen, zwischen denen sich die Längsruten bewegen, sind mit nachgiebigen Abschnitten versehen, mit welchen die Rutenenden in Berührung kommen, worauf die Abschnitte genügend nachgeben, um die nicht anliegende Seite der Rute ungefähr bündig mit den unbeweglichen undfeststehendensenkrechten Führungsschieren zu bringen, worauf die Rute von der Sperrvorrichtung aufgenommen und in der arbeitsbereiten Lage festgehalten wird.
  • Auf den Zeichnungen bedeutet Abb. i die Seitenansicht eines gemäß vorliegender Erfindung ausgerüsteten Stuhles teilweise im Schnitt, Abb.2 die Vorderansicht eines Teiles des Stuhles nach Fortnahme verschiedener Organe, Abb. 3 und q. einen senkrechten Schnitt und eine Oberansicht der Ruteneinrichtung, Abb. 5 und 6, 7 und 8 sowie 9 und io sind bzw. eine Seiten- und Vorderansicht der beweglichen Arbeitsteile in verschiedenen Stellungen.
  • Abb. ii und 12 veranschaulichen in Seiten-und Vorderansicht und in größerem Maßstabe eine der festen Führungsschienen, während Abb. 13 bis 15 bzw. Schnitte nach Abb. 5, 7 und 9 veranschaulichen.
  • Die Seitengestelle 2, das Riet 3 (Abb. i), die Lade q. mit den an der hin und her schwingenden Welle 6 befestigten Ladenstelze 5, die Kurbelwelle 7, die Nockenwelle 8, der Brustbaum'9, die Stiftwalze io und der Warenbaum i2 sowie die Samtmesser 13 sind von üblicher Bauart.
  • Die das Muster bildenden Polkettenfäden a und a1 werden von einer Jacquard- oder anderen Einrichtung aus zur Fachbildung bewegt. - c und cl sind die Binde- und e die Füllkette in den Litzen d und f.
  • In Abb. i und auch in Abb. 3 sind die zur Zeit Noppen bildenden Polkettenfäden a1 voll angehoben und liegen höher als die gewöhnlichen Bindekettenfäden cl.
  • Die Polkettenfäden werden von einer Jacquar deinrichtung aus in üblicher Weise wie bei der Herstellung gemusterter Teppiche bewegt, wenn aberungemusterteTeppiche erzeugtwerdensollen, dann können die Polkettenfäden von einer gewöhnlichen Schaftmaschine aus oder durch Exzenter bewegt werden.
  • Die Längsruten 13 erstrecken sich nach rückwärts bis in die Zwischenräume zwischen den festen senkrechten Führungsschienen oder Führungsgliedern 1q. (Abb. 1, 3, ii und 12), welche unmittelbar hinter dem gewöhnlichen Riet 3 angeordnet sind, sobald sich dieses in seiner aus Abb. i ersichtlichen hintersten Lage befindet.
  • Vor dem Brustbaum 9 ist eine feste Querschiene 15 vorgesehen, die an ihrer vorderen Kante eine durchgehende Nut 16 besitzt. Die vorderen Enden der Längsruten 13 sind mit nach abwärts gerichteten hakenförmigen Enden 17 (Abb. 3) ausgerüstet und liegen lose zwischen der Querschiene und der Winkelplatte 18, die an dem Brustbaum 9 abnehmbar befestigt ist.
  • Die oberen und unteren Enden der Führungsglieder 1d. sind in festen Spatienrahmen i9 angebracht, welche sich quer über den Stuhl erstrecken, und jeder dieser Rahmen besteht aus einer hinteren Schiene 21 und einer vorderen Schiene 2o. Die -Führungsglieder und daher auch die Ruten werden in dem gewünschten Abstand durch Stifte 22 (Abb. 5 und 6) gehalten, die an der hinteren Schiene 21 vorgesehen sind. Die Vorderschiene 2o ist lösbar mit der hinteren Schiene 2i verbunden und zwischen ihnen sind die Führungsglieder in dem erforderlichen Ab-. stand gehalten. Die festen Spatienschienen und ihre Führungsglieder bilden eine Art feststehendes Riet. Die hinteren Enden der Längsruten lassen sich seitlich gegen die einander zugewendeten Flächen der Führungsglieder dieses festen Rietes bewegen.
  • An der Vorderkante jedes Führungsgliedes 14 ist ein senkrechter Führungsdraht 26 vorgesehen, dessen Oberteil einen kurbelartig abgebogenen Ablenkungssteg 27 bildet. Diese Stege werden durch vorspringende Arme 28 der Drähte 26 gedreht, indem diese Arme in einen quer verschiebbaren Rechen 3o eingreifen. Durch Verstellung dieses Rechens werden die Stege aus ihrer Mittellage nach der einen oder anderen Seite bewegt und nehmen dabei die freien Enden der Ruten mit. An der hinteren .Kante jedes Führungsgliedes 1q. ist noch ein Drahtschieber 32 (Abb. 5) vorgesehen, der dünne seitliche Blechflanschen 33 besitzt, die sich nach vorwärts erstrecken und das Führungsglied umgreifen, so daß ein Sperrschieber 31 entsteht. Dieser Sperrschieber läßt sich senkrecht auf und ab bewegen und ist so angeordnet, daß, wenn er sich in seiner obersten oder Sperrlage befindet, die Seitenflanschen einen teilweisen fortgeschnittenen -oder dünnen Teil des Führungsgliedes umschließen. Dieser dünne Teil kann fortgeschnitten sein und durch einen dünnen Flachdraht 36 ersetzt werden, welcher in der Nähe der Vorderkante des Führungsgliedes in Muffen gelagert ist.
  • Dieser dünne Flachdraht 36 kann sich etwas seitlich bewegen, wenn eine Rute durch den Kurbelsteg dagegen gedrückt wird, so daß die nicht in Wirksamkeit stehende Seite der Rute mit dem Hauptteil des Führungsgliedes bündig oder in dasselbe hineinbewegt werden kann, demzufolge die Rute zwischen den Seitenflanschen des Sperrschiebers festgehalten werden kann.
  • Die Seitenflansche 33 jedes Sperrschiebers 31 sind zweckmäßig an dein vorderen Kanten durch ein Verbindungsstück 40 miteinander verbunden, wodurch eine Hebevorrichtung zum senkrechten Anheben der Rute in ihrer Normallage geschaffen wird.
  • Das Riet 3o kann in Querrichtung hin und her bewegt werden und zwar durch eine Schnur-. oder Kettenverbindung 44 (Abb. i und 2).
  • Die Schnur oder die Kette läuft über Führungsrollen 45 und 46 und verbindet das Riet mit einem Hebel 47, welcher durch eine Daumenscheibe oder einen Nocken 48 der Welle 8 bewegt wird. Durch eine Feder oder ein Gewicht, welche an der mit dem Riet verbundenen Schnur 5o befestigt ist, wird das Riet in seine Anfangslage immer wieder zurückgeführt. Durch geeignete Anschläge wird der von dem Riet ausgeführte Hub genau begrenzt.
  • Die belastete Schiene 42 zum Auf- und Abbewegen der Sperrschieber ist durch Schnüre oder Ketten 52 mit den Enden der Schwinghebel 53 (Abb. 2) verbunden, die durch Gelenkstange 54 unter sich in Verbindung stehen.
  • Einer der Hebel besitzt einen Arm 55, an welchem eine Schnur 56 befestigt ist, die über Führungsrolle 57 läuft und mit ihrem anderen Ende an den Hebel 58 angeschlossen ist, der unter der Einwirkung eines Kurvendaumens oder Nockens 6o der Welle 8 steht.
  • Das Riet 30 und die Schiene 42 können auch von einer jacquardplatine aus oder in anderer geeigneter Weise ihren Antrieb erhalten.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Polkettenfäden werden zu dem gewünschten Zeitpunkte über die Längsruten hinaus von der Jacquardeinrichtung gehoben. Die gekröpften Stege oder Ablenken drücken die hinteren Enden der Ruten, wenn diese frei sind, seitlich gegen die rechten oder linken Seiten der dünnen Flachdrähte oder beweglichen Abschnitte, und die Hebevorrichtungen heben die Ruten in ihre Normallage, in der sie durch die vorstehenden Seitenflanschen der Sperrschlitten gesperrt werden. Hierauf werden die abgeknöpften Stege in ihre Mittellage zurückgeführt und liegen die Seiten der in der gehobenen Lage gesperrten Ruten an, so daß zwischen ihnen freie Durchtrittsöffnungen für die Polfäden entstehen, durch die die letzteren an den entgegengesetzten Seiten der Ruten niedersteigen können und dabei über den Ruten die Schleifen bilden, ohne daß die Polfäden aus ihrer senkrechten Bewegungsebene heraustreten müssen.
  • In Abb. i, 3 und 4 ist angenommen, daß die Ruten an den linken Seiten der Führungsschienen anliegen und die Sperrschieber sich in der unteren Lage befinden, während in Abb. 5 und 6 die Ruten in dieser Lage gesperrt sind und die gekröpften Stege sich in ihrer :Mittelstellung befinden.
  • In Abb. 7 und 8 ist angenommen, daß die Ruten an den rechten Seiten der Führungsschienen anliegen und die Sperrschieber sich in der unteren Lage befinden, während in Abb. g und io die Ruten in dieser Lage gesperrt sind, wobei sich die gekröpften Stege in der Mittellage befinden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung für Webstühle mit Längsruten zur Erzeugung von Polgeweben, bei welcher diese Ruten so befestigt sind, daß ihre hinteren Enden sich quer zu den Kettenfäden bewegen lassen, dadurch gekennzeichnet, daß die hinteren Enden der Ruten zwischen feststehenden senkrechten Führungsschienen oder Führungsgliedern (i4) sich auf und ab bewegen können, welche zwischen den senkrechten Bewegungsbahnen der Polfäden vorgesehen sind und Organe (27) besitzen, welche die Enden jeder der Ruten abwechselnd auf die eine und andere Seite der Bewegungsebene des zugehörigen Polfadens stellen.
  2. 2. Webstuhl nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche hintere Ende jeder Längsrute in der ihm jeweilig gegebenen seitlichen Lage durch einen Sperrschieber (3i) festgehalten wird, der zwei seitliche Flanschen oder Glieder besitzt, welche an den beiden entgegengesetzten Seiten des hinteren Rutenendes angreifen, worauf dieses durch ein Verbindungsstück (40) in die normale senkrechte Lage des Sperrschiebers zurückgeführt wird.
  3. 3. Webstuhl nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrschieber mit Organen (40) versehen ist, um das, untere hintere Ende der benachbarten Rute zu ergreifen und in die normale senkrechte Lage zu heben.
  4. 4. Webstuhl nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die Ablenken (27) oder die Sperrschieber (3i) oder auch beide durch Daumenscheiben oder Nocken angetrieben und durch Federn oder Gewichte in die ursprüngliche Lage wieder zurückgeführt werden.
DE1914353125D 1913-04-29 1914-04-28 Einrichtung fuer Webstuehle mit Laengsruten zur Erzeugung von Polgeweben Expired DE353125C (de)

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