DE352127C - Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfaerbungskohle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfaerbungskohle

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DE352127C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle. Verfahren zur Herstellung von Entfärbungskohle aus Sulfitablauge sind bereits bekannt. Ihnen allein ist gemeinsam, daß die Ablauge im unverarbeiteten Zustande oder nach Entfernung der anorganischen Bestandteile zur Trockne verdampft und der Verdampfungsrückstand verkohlt wird. Es sind dabei ganz erhebliche Mengen Wasser abzudampfen, die für ein Kilogramm Entfärbungskohle etwa 5o1 betragen. Im Hinblick auf den hohen Preis von Heizstoffen wird durch diesen Umstand die Wirtschaftlichkeit solcher Verfahren sehr in Frage gestellt.
  • Der geschilderte Übelstand wird durch das nachfolgend beschriebene Verfahren dadnrch vermieden, daß an Stelle der Ablauge, die zu etwa 9o Prozent aus Wasser besteht, die aus dieser ausgefällte organische Substanz zur Verwendung gelangt. Das Verfahren besteht darin, daß man die organischen Bestandteile oder Sulfitzellstoffablauge, welche bei der Verkohlung die Adsorptionskohle liefern, in bekannter Weise zum großen Teile ausfällt, hierauf die erhaltene Fällung abpreßt, dieser Fälllung Alkaliverbindungen, welche entweder alkalisch reagieren oder bei der Umsetzung mit den anorganischen Stoffen der Fällung in Alkaliverbindungen von alkalischer Reaktion übergeführt werden, zusetzt und endlich die hierdurch entstehende konzentrierte Lösung, gegebenenfalls nach völliger Trocknung, in üblicher Weise verkohlt. Die beim Zusatz der Alkaliverbindungen sich ausscheidenden anorganischen Ausfällungen können vor der Verkohlung zweckmäßig durch Filtration entfernt werden.
  • Die Ausscheidung der fällbaren organischen Substanz der Sulfitzellstoffablauge kann in bekannter Weise durch Aussalzen mit Neutralsalzen (Kalium-, Natriumchlorid u. dgl.), mit Hydraten der Erdalkalien, zweckmäßig bei höherer Temperatur und höherem Druck u. dgl. erfolgen. Der erhaltenen Fällung werden Verbindungen der Alkalien (z. B. Hydroxyde, Karbonate, Phosphate, Sulfate u. ä.) zugesetzt, wodurch die organische Substanz der Fällung in eine wasserlösliche Form, die für die nachfolgende Verkohlung besonders geeignet ist, übergeführt wird.
  • Das Verkohlungsprodukt enthält die gesamte anorganische Substanz, einschließlich Alkalien, und zwar letztere vorwiegend als Sulfid. Wurden nach Zusatz der Alkaliverbindung :die ausgeschiedenen anorganischen Substanzen :durch Filtration entfernt, dann finden sich in diesem Falle im Verköhlungsproclukte nur waisserlösliahe Alkalien, hauptsächlich als Sulfide vor.
  • Um das Alkalisulfid für id''en Prozeß wieder nutzbar zu machen, kann das aus dem Verkohlungsrückstande @ ausgelaugte Sulfid durch Einleiten von Kohlendioxyd in das Karbonat umgewandelt werden. Es hat sich hierbei gezeigt @aß die @mwandlung des Sulfids in das Karbonat in Gegenwart der nassen Entfärbungskohle wesentlich schneller und ohne Anwendung eines merklichen Kohlendioxydüberschusses vor sich geht. Es ist daher zweckmäßiger, das Kohlendioxyd in das mit Wasser aufgeschwemmte Verkohlungsprodukt einzuleiten und die Auslaugung mit Wasser erst nachher anzuschließen; man erhält dann eine Lauge, die das wiederverwendbare Alkalikarbonat enthält, während der entweichende Schwefelwasserstoff in bekannter Weise unschädlich gemadht werden kann.
  • Nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren wenden 70 bis 8o Prozent des Wassergehaltes der ursprünglichen Sulfitzellstoffablauge aus dem Prozeß ausgeschieden, die nach den früher erwähnten bekannten Verfahren verdampft werden müssen. Hieraus ergibt sich ohne weiteres die Wirtschaftlichkeit des beschriebenen Verfahrens.
  • Zur Erläuterung sei eine der möglichen Ausführungsformen in eirem Beispiel angeführt: 20 kg Kalziumoxyd (oder die äquivalente Menge eines anderen Erdalkalioxydes) werden mit möglichst wenig Wasser gelöscht und 1 ooo 1 Sulfitzellstoffablauge unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird in einem Druckkessel während etwa einer Stunde zweckmäßig bei höherem Druck, bei einigem Atmosphärendruck, erhitzt und der nach dieser Zeit erhaltene Niederschlag abgepreßt. Der möglichst entwässerte Niederschlag wird nun mit So kg Pottasche, oder, weniger zweckmäßig, mit 4o kg Soda unter Rühren auf Kochtemperatur gebracht, wodurch die organische Substanz in wasserlösliche Form übergeführt und die Masse dünnflüssig wird. Die erhaltene Lösung wird heiß vom Rückstande abgepreßt, das Filtrat gegebenenfalls nach völliger Trocknung in bekannter Weise unter Luftabschluß verkohlt, das Verkohlungsprodukt mit Wasser aufgeschwemmt und in die feuchte Masse Kohlendioxyd eingeleitet. Nach Umwandlung des in (dem Verkohlungsprodukt enthaltenen Sulfids in das Karbonat, wird die Masse in üblicher Weise ausgelaugt, die Entfärbungskohle getrocknet und die ausgelaugte Lösung von Alkalikarbonat zur Aufschließung der nächsten Fällung benutzt.
  • An Stelle von Sulfitzellstoffablauge kann auch mit Vorteil die aus der Sulfitspritfabrikation abfallende Schlempe verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle aus Sulfit zellstofablauge oder aus Sulfitspritschlempe, dadurch gekennzeichnet, daß man die in diesen Flüssigkeiten enthaltenen fällbaren organischen Bestandteile in bekannter Weise ausfällt, den Niederschlag abfiltriert und mit Alkaliverbindungen in Lösung bringt, hierauf die erhaltene Lösung, gegebenenfalls nach Filtration, in üblicher Weise verkohlt, das Verkohlungsprodukt mit Wasser auslaugt, die ausgelaugte Entfärbungskohle trocknet und die erhaltene Lauge nach Behandlung mit Kohlensäure wieder verwendet.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch: gekennzeichnet, daß in !das mit Wasser aufgeschemmte Verkohlungsprodukt Koh'<en-,d-ioxyd bis zur Umwandlung des Sulfids in das Karbonat eingeleitet wird und Entfärbungskohlle und Lauge hierauf mit Wasser getrennt werdien.
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