DE350511C - Maschine zum Stanzen von Leder - Google Patents

Maschine zum Stanzen von Leder

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DE350511C
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plunger
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punching
machine
pawl
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/28Arrangements for preventing distortion of, or damage to, presses or parts thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

  • Maschine zum Stanzen von Leder. Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Ausstanzen von Leder und ähnlichen Stoffen, deren Druckstempel aus einem vom Arbeiter senkbaren Druckstück und einem selbsttätig durch ein Exzenter auf und ab bewegten Stössel besteht, der durch seitliches Ausschwenken über einen Ansatz des Druckstückes gelangt und letzterem die Stanzbewegung erteilt. Durch diese Anordnung kann man das Druckstück so hoch heben, daß man das Stanzgut übersieht, worauf das Druckstück so weit gesenkt wird, daß der Arbeiter gewarnt wird und seine Hand zurückzieht, während der Exzenterhub trotzdem gering gehalten werden kann. Wegen der verschiedenen Stärken des Stanzgutes kann jedoch der Hub des Exzenters nicht unter einer bestimmten Mindestlänge gewählt werden. Er beträgt in der Praxis entsprechend den vorkommenden Lederstärken etwa z6 mm. Bei dickem Leder bleibt dann zwischen der Druckplatte des Druckstückes und dem Stanzmesser ein derart geringer Raum, daß der Arbeiter seine Finger aus ihm entfernen muß, um das einschwenken des Stössels über den Ansatz des Druckstückes zu ermöglichen und die motorische Stanzbewegung des letzteren herbeizuführen. Ist dagegen, das Stanzgut dünn, so kann der Stössel einschwingen, während die Finger des Arbeiters sich noch auf dem Stanzmesser befinden.
  • Die Beseitigung dieser Unfallgefahr bildet den Zweck der Erfindung. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, daß bei unveränderlichem Exzenterhub die wirksame Länge des Hubes entsprechend der Stärke des Stanzgutes geändert und der Anfangspunkt dieser wirksamen Hublänge derart gewählt werden kann, daß bei dünnem Leder der Stössel nur in entsprechend tiefer, das Hinhalten der Finger auf dem Stanzmesser ausschließenden Lage über den Ansatz des Druckstückes einschwingen kann. Während seither das Druckstück mit dem Stössel denselben ganzen Exzenterhub vom obersten Hubpunkte mitmachen konnte, kann diese Möglichkeit und somit auch die Unfallgefahr durch die Erfindung ausgeschlossen werden, indem das Druckstück in einer einstellbaren, beliebig tiefen Lage, etwa ?,mm oberhalb des Stanzmessers, mit dem in der Abwärtsbewegung begriffenen Stössel gekuppelt wird.
  • Bei einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung wird der Stössel von einer mit dem Druckstück sich abwärts bewegenden Klinke außer Eingriff mit dem Ansatz des letzteren so lange gehalten, bis ein am festen Maschinengestell einstellbar angebrachter Auslösezahn im gewünschten Augenblick die Klinke entfernt und den Stössel und das Druckstück den noch übrigen Teil des Exzenterhubes gemeinsam ausführen läßt.
  • In der Zeichnung ist diese Ausführungsform in den Abb. i bis 3 im Längsschnitt und in einem senkrechten und wagerechten Querschnitt dargestellt.
  • Das Druckstück i mit der Druckplatte z ist im Maschinenständer auf und ab beweglich angeordnet. Es wird durch Federwirkurg gewöhnlich in der oberen Lage gehalten und kann mittels Trethebels gegen das Stanzmesser 3 gesenkt werden. Der vom Exzenter .4 auf und ab bewegte Stössel 5 tritt in die Vertiefung 6 des Druckstückes i ein. Eine Feder 7 ist bestrebt, den Stössel 5 über den Ansatz 8 des Druckstückes i zu bringen, wodurch der Stössel 5 dem Druckstück i die Stanzbewegung erteilt. Beim Hochgehen des Stössels stößt eine Nase 9 gegen die feste Rolle =o, wodurch er von dem Ansatz 8 abgedrängt wird @ und das Druckstück in die Hochlage zurückkehren kann.
  • Bei den soweit bekannten Maschinen schwingt der Stössel 5 stets über den Ansatz 8 ein, sobald letzterer bei der Abwärtsbewegung des Druckstücks i in die Höhe des Stösselendes gelangt, worauf Stössel und Druckstück gemeinsam den ganzen Exzenterhub mitmachen. Daraus ergibt sich der angegebene Nachteil, daß bei dünnem Stanzgut auch bei verhältnismäßig kleinem Exzenterhub noch hinreichend Raum zwischen der Druckplatte 2 und dem Stanzmesser 3 für die Finger des unvorsichtigen Arbeiters bleibt.
  • Dieser gefährliche Raum kann entsprechend der Stärke des Stanzgutes gemäß der Erfindung mittels der folgenden Einrichtung auf ein beliebiges Mindestmaß verringert werden, so daß der Arbeiter seine Finger vom Stanzmesser entfernen muß, bevor de; Stössel auf den Ansatz 8 des Druckstücks i zu wirken beginnt.
  • Im Druckstück = ist auf der Achse =i die Abreiß- oder Auslöseklinke 12 drehbar, die einerseits mit ihrer Schneide 13 hinter den Stössel greifen und ihn am Ausschwingen hindern, anderseits aber durch Zusammenwirken ihrer Nase 14 mit dem Zahn 15 des Hebels 16 gedreht werden kann, um den Stössel 5 freizugeben und ihn über den Ansatz 8 des Druckstücks i schwingen zu lassen. Der Hebel 16, der sich zwischen den Armen 17 der Klinke 12 führt und durch die Druckfeder 18 an den Vorsprung i9 der Klinke angedrückt wird, hängt mittels der Schraube 2o am Arm 21 der Achse 22, auf der auch der Schneckenradsektor 23 sitzt. In diesen greift die Schnecke 24 ein, die auf der Achse 25 des Einstellhandrades 26 befestigt ist. Auf dem Handrad ist eine Teilung eingeschnitten, während an der die Einrichtung einschließenden Haube 27 der Zeiger 28 angebracht ist.
  • Durch Drehen des Handrades 26 kann der Abreißzahn 15 gehoben oder gesenkt und dadurch der obere Punkt bestimmt werden, von dem ab Stössel und Druckstück den Exzenterhub bis an das untere Ende gemeinsam ausführen. Die Bewegung der Abreißklinke 12 wird durch eine im Arme 29 ihrer Nabe sitzende und gegen den Anguß 3o des Druckstückes i sich anlegende Einstellschraube 31 begrenzt.
  • Die Wirkungsweise der Maschine ergibt sich aus obiger Beschreibung. Das Druckstück i wird mittels Trethebels gesenkt. Hierbei wird der Stössel 5 durch die Klinke i2 am Ausschwingen gehindert. Erst beim Auftreffen der Nase 1q. auf den Zahn 15 wird durch Ausschwingen der Klinke 12 in Pfeilrichtung der Abb. i der Stössel n freigegeben, der nunmehr über den Ansatz 8 gelangt und dem Druckstück i die Stanzbewegung erteilt. Unter gegebenen Verhältnissen kann man die Einrichtung so treffen, daß man für eine bestimmte Millimeterstärke des Leders das Rad 26 auf den entsprechenden Teilstrich einstellt, um den Stössel stets freizugeben, wenn der Druckstempel sich bloß 2 mm über dem Stanzmesser befindet. Nach erfolgter Stanzwirkung wird der Stössel 5 durch die Rolle =o nach rechts vom Ansatz 8 abgedrückt, worauf die Klinke 12 sich sofort, gedrückt durch den von der Feder 18 beeinflußten Hebel 16, vor den Stössel legt und ihn vom Ansatz 8 im Druckstempel i fernhält.
  • Es genügt, daß der Druckstempel sich um 2 mm von seiner untersten Lage hebt, damit die Klinke den Stössel unwirksam macht. Dadurch ist die Unfallgefahr infolge Nachschlagens der Stanze beseitigt, die eintritt, wenn der Arbeiter seinen Fuß zu spät oder nicht ganz vom Trethebel entfernt.
  • Diese Sicherheit kann man noch steigern, wenn man die Einrichtung so trifft, daß die Klinke 12, die den Stössel 5 bei einer bestimm-, ten Tiefe des Druckstempels i freigibt, bei der weiteren durch den Stössel herbeigeführten Abwärtsbewegung des Druckstempels mit ihrer Nase 14 zwangsweise vom Zahn 15 heruntergleitet, so daß die Nase unterhalb des Zahnes zu liegen kommt. Die Klinke i2 springt dann infolge des Federdruckes beim nächsten Hochgehen des Stössels hinter den letzteren und der Stössel s bleibt so lange unwirksam, bis der Arbeiter seinen Fuß vom Trethebel entfernt, der Druckstempel i wieder hoch geht und bei der Abwärtsbewegung die Klinke 12 wieder durch den Abreißzahn 15 ausgelöst wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Stanzen von Leder und ähnlichen weichen Stoffen mit einem vom Arbeiter senkbaren Druckstück und einem dem Druckstück die selbsttätige Stanzbewegung erteilenden Stössel, gekennzeichnet durch eine Einstellvorrichtung, durch die der Stössel (5) bei unveränderlichem Hube erst in einer der Einstellung entsprechenden tiefen Lage des Druckstückes (i) auf letzteres zur Einwirkung kommt.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (i) eine Klinke (12) mit sich trägt, die einerseits sich hinter den Stössel (5) legt, um ihn unwirksam zu machen, und anderseits durch einen am Maschinenständer in Höhenrichtung einstellbaren Anschlag (Abreißzahn 15) ausgeschwungen wird, um den Stössel freizugeben.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (12) nach erfolgtem Stanzdruck zwangsweise vom Abreißzahn (15) abgelöst wird, sich zwischen Stössel (5) und Ansatz (8) des Druckstückes (i) legt und das Einschwenken des Stössels hindert.
DENDAT350511D Maschine zum Stanzen von Leder Expired DE350511C (de)

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DE350511C true DE350511C (de) 1922-03-21

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