DE3492C - Verfahren des Zusammenbindens seidener Bündel oder Strähne aus anderen Stoffen ohne sichtbare Knoten - Google Patents

Verfahren des Zusammenbindens seidener Bündel oder Strähne aus anderen Stoffen ohne sichtbare Knoten

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DE3492C
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Original Assignee
L. GALBIATI in Mailand
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H54/00Winding, coiling, or depositing filamentary material
    • B65H54/56Winding of hanks or skeins
    • B65H54/62Binding of skeins

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  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

1878.
Klasse 8.
L. GALBIATI in MAILAND.
Verfahren des Zusammenbindens seidener Bündel oder Strähne aus anderen Stoffen ohne
sichtbare Knoten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Mai 1878 ab.
Der Zweck der im folgenden beschriebenen Erfindung ist, zu ermöglichen, seidene Bündel oder Strähne aus anderen Faserstoffen so zusammen zu binden, dafs sowohl den Fabrikanten von Gespinnsten und von Geweben, als auch infolge dessen dem Kreis der Consumenten eine Sicherheit gegenüber Benachtheiligungen durch Einführung von gewissen Ersatzmitteln sowie durch Einflechtungen weniger werthvoller Fäden geboten werde, Veränderungen, die oft mit guten Gespmnsten vorgenommen werden.
Die Erfindung bezieht sich auf eine neue Art des Zusammenbindens der Fadenbündel, so zwar, dafs der Knoten des zum Zusammenbinden verwendeten Fadens nicht sichtbar ist. Sie besteht im wesentlichen in der Benutzung eines Schnürchens besonderer, von dem Belieben jedes Fabrikanten abhängiger Beschaffenheit für den Zweck des Zusammenbindens des Strähnes, und darin, den Knoten erwähnten Bindefadens (Schnürchens) durch einen zweiten Faden, dessen Feinheit dem Fabrikanten genau bekannt ist, so zu verdecken, dafs ein Auflösen des Bündels nicht ohne Zerstörung des Bindefadens möglich ist.
Es leuchtet ein, dafs jeder Fabrikant, welcher sich des oben in Kürze gekennzeichneten Verfahrens bedient, und das mit demselben bekannte kaufende Publicum mit Sicherheit zu erkennen im Stande sind, ob irgend welche Aenderungen an der Bindung vorgenommen worden sind; dieses aber würde im gegebenen Falle unzweifelhaft auf Betrug schliefsen lassen.
Um diesem neuen Gedanken eine gewisse praktische Bedeutung zu geben, ihn lebensfähig zu machen, richtete der Erfinder sein besonderes Augenmerk:
1. auf die Form der zur Verkleidung des Knotens erforderlichen Bindung,
2. auf das Verfahren der Herstellung derselben,
3. auf Construction einer kleinen Maschine zur fabrikmäfsigen Handhabung des Verfahrens.
Diese Maschine, mit Hülfe deren eine Frau täglich ca. 500 Bindungen herzustellen im Stande ist, findet sich dargestellt in beiliegender Zeichnung in
Fig. ι im Aufrifs,
Fig. 2 in der Seitenansicht,
Fig. 3 im Grundrifs,
während sich die übrigen Fig. 4 bis 6 auf die Stufenfolge der Herstellung der Bindung beziehen, welche man durch die Maschine erzielt.
Fig. 4 bezieht sich besonders auf den Bindungsfaden, dessen beide Enden bereits verknüpft erscheinen und der so in den Apparat eingelegt ist, dafs er der Operation der Verkleidung seines Knotens unterzogen werden kann. Der Bindungsfaden folgt der Richtung a1 a2 b b; dabei wird er in den beiden Federzangen a1 a2 festgehalten.
Die Zeichnung veranschaulicht das ganze Bündel nur in Fig. 2, da seine Darstellung in den übrigen Figuren zu viel wesentliche Theile der Maschine verdecken würde.
Vor der Einlegung des Bindefadens in den Apparat werden seine beiden Enden mit der Hand auf die gewöhnliche Art verknüpft, d. h. mittelst Knoten und Oese. (Vergl. Fig. 4 bei c und Fig. 6, welche letztere in einem gröfseren Maafsstabe gezeichnet ist.) Der Knoten c mufs sich dabei stets nahe an dem vorspringenden Arm d1 befinden, auf den man weiter unten zurückkommen wird. Jener andere Faden, welcher bestimmt ist, die Verkleidung des Knotens c herzustellen, ist auf einer Spule d aufgewickelt und geht durch eine Oese am vorderen Ende des Armes d1 hindurch.
Vor Ausführung der Ueberkleidung des Knotens mit Hülfe des Apparates führt man den Faden von dl bis jenseits der Zange a2, doch um den Theil a3 derselben herum, ferner von a2 nach α und läfst sein Ende seitlich der Zange α frei. So erfahrt derselbe in den drei Zangen α2 α1 α eine gewisse Befestigung und zwar derart, dafs er auf der Strecke α1 α2 die Bindeschnur berührt. Des weiteren verknüpft man mit Hülfe eines Fadens bezw. Knotens die beiden Theile des Verkleidungsfadens und das Bindeschnürchen bei e', Fig. 4. Sind beide so vorbereitet, so kann der Apparat in Bewegung gesetzt werden. Alsdann dreht sich der vorspringende Arm dl mit grofser Geschwindigkeit um eine Axe, welche mit dem geradlinigen Theil α1 α2 des Schnürchens zusammenfallt, und die drei Zangen α α1 α2 rücken in der Richtung von α2 nach α, d. i. in der Richtung des ein-
gezeichneten Pfeiles, in geradliniger Bewegung vorwärts, hierbei das Bindeschnürchen und den Verkleidungsfaden nach sich ziehend. Die Folge erwähnter Operationen ist die Zusammenschnürung der beiden Verkleidungsfadentheile und des bezüglichen Bindeschnurentheiles sammt seinem zwischen tf1 und der Zange <z2 liegenden Knoten c zu einem einzigen Bündel, welches von regelmäfsigen und einander berührenden Schraubenwindungen desselben, von der Spule d kommenden Fadens umkleidet wird. Dabei verbleibt eine an dem einen der Zweige a3 der Zange a1 hängende Oese noch frei.
-..., ..Ist die erwähnte Vorrückung so weit erfolgt, dafs a2 in die. Nähe des Armes d' gelangt, so führt· man,, irr· eben erwähnte Oese das Ende el -.. · des.', umhüllenden Fadens ein, nachdem man ·' diesen.zwischen d1 und der Oese durchschnitten hat, und erhält ein Bündel, wie solches in Fig. 5 zur Darstellung gelangt ist. Zieht man endlich noch kräftig am Ende e, so veranlafst die Oese/ die Bildung eines unauflöslichen Verschlusses am anderen Ende «2 des Fadens.
Die Ingangsetzung und der Betrieb des Apparates geschieht von einer Handkurbel g aus; auf der Welle derselben ist ein Kegelzahnrad h festgekeilt; dieses greift in ein Rad i mit zwei Zahnkränzen ein, von denen das eine ein mit h zusammenarbeitendes Kegelrad, das andere ein Stirnrad ist, welches mit den Getrieben m und / im Eingriff steht. Das Getriebe / ist mit dem vorspringenden Arm d1 verbunden und mit einer Kurbel, auf deren langem Zapfen die Spule d drehbar gelagert ist; es dreht sich daher der Arm d1 und auch die Spule d um die Axe des Stirnrädchens /; da sich von der Spule indefs während der Arbeit der Maschine Faden· abwickelt, so tritt für sie zu der schon erwähnten Bewegung noch eine zweite, die um ihre eigene Axe, hinzu. Die. Axe des, Getriebes / ist hohl; durch die Höhlung gehen die Bindeschnur und der Verkleidungsfaden hindurch. Um den letzteren stets in gewisser Anspannung zu erhalten, ist an der Spule eine geeignete Bremse angebracht.
Das zweite von i aus angetriebene Stirnrad m sitzt auf dem einen Ende der Welle /ζ, am anderen dagegen befindet sich das Getriebe m1, Fig. 3, eingreifend in das Rad 0; auf der Welle des letzteren sind Schraubengänge pp eingeschnitten.
Die beiden Zangen a a' sind mit dem Führungsstück q verbunden, welches auf zwei Schienen r r gleitet. In ähnlicher Weise sitzt die Zange «2 auf dem Stück q1, verschiebbar auf den beiden anderen Führungsschienen x1 x1. Die beiden Träger q und ql stehen unter einander durch eine Stange in Verbindung, welche frei durch die Axe bezw. den Zapfen des Rades i hindurchgeht. Doch kann die Entfernung beider Träger und damit der Zangen α al von a2 innerhalb gewisser Grenzen nach Belieben geändert werden, da der eine Träger q1 nur mittelst Druckschraube auf der gemeinschaftlichen Stange festgestellt ist. Der Träger ql umgreift die Schraube// und ist derartig in zwei Theile getheilt, dafs die Theilungsebene horizontal liegt und die Axe der Schraubenspindel umschliefst. Die Verbindung der oberen mit der unteren Hälfte erfolgt einerseits durch ein Scharnier, andererseits durch ein Häkchen s, welches um einen geeignet angebrachten Stift gehakt wird. Wird der Haken zurückgelegt, so öffnet sich der Support q\ indem die untere Hälfte um den Scharnierbolzen nach unten aufklappt. Die halbcylindrische Höhlung des oberen Trägertheiles q' ist glatt, während in jene des unteren Theiles Gewindegänge eingeschnitten sind. Ist die Verbindung beider Trägertheile daher hergestellt, so verhalten sie sich der Schraube p p gegenüber als Mutter, ist sie unterbrochen, d. h. der untere Theil· heruntergeklappt, so findet zwischen dem Träger und der Schraube pp keinerlei Beziehung mehr statt. Im ersteren Falle veranlafst eine Drehung der Schraubenspindel pp um ihre Axe eine Fortbewegung des Trägers q1 und der mit ihm verbundenen Zange «2, sowie infolge oben gedachter Stangenverbindung des zweiten Trägers q nebst seinen Zangen a a'.. Ist der Trägerboden nach unten geklappt, so kann eine Verschiebung der Zangen bezw. ihrer Träger auf den Führungen nach Belieben vorgenommen werden, ganz unabhängig von der Bewegung der Schraube pp.
Bei Beginn jeder neuen Operation wird die untere Hälfte des Trägers nach unten geklappt, werden die drei Zangen in ihre Aufgangslage eingestellt, wie sie die Zeichnung darstellt, hierauf wird die untere Hälfte des Trägers an die obere geklappt, der Haken s eingelegt und die Bindungsscimur sowie der Verkleidungsfaden in der Weise, wie oben beschrieben, in die Maschine eingebracht. Nunmehr kann die letztere mittelst der Kurbel g in Bewegung gesetzt werden; es werden sich die Spule d und der vorspringende Arm dl in der erwähnten Weise mit grofser Geschwindigkeit um eine mit dem Getriebe / gemeinsame Axe drehen, während die drei durch die Schraube pp geführten Zangen sich von a2 nach α hin bewegen, bis der Träger ql an die Knagge t, Fig. 1, stöfst, worauf dann der Stillstand des Apparates eintritt und man das Bündel dem letzteren entnehmen kann.

Claims (2)

Patent-Anspruch: Das neue Verfahren des Zusammenbindens seidener Bündel oder Strähne aus anderen Stoffen, ohne Zuhülfenahme sichtbarer Knoten, im wesentlichen wie vorstehend beschrieben. Im besonderen:
1. Die Beschaffenheit der vorkommenden Bindungen bezw. die Verkleidung derselben.
2. Das Verfahren der Herstellung der Bindung unter Benutzung eines eigenthümlichen Apparates, wie solcher durch Zeichnung und Beschreibung in seinen wesentlichen Bestandteilen erläutert wurde.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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