DE349036C - Verfahren zum Gerben tierischer Haeute - Google Patents

Verfahren zum Gerben tierischer Haeute

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DE349036C
DE349036C DE1916349036D DE349036DD DE349036C DE 349036 C DE349036 C DE 349036C DE 1916349036 D DE1916349036 D DE 1916349036D DE 349036D D DE349036D D DE 349036DD DE 349036 C DE349036 C DE 349036C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Gerben tierischer Häute. Zur Herstellung von Unterleder benutzte inan bisher namentlich vegetabilische Gerbstoffe. Der gegenwärtige Mangel an solchen Gerbmitteln gab die Veranlassung, nach anderen geeigneten Produkten zu suchen. Es wurde null die überraschende Beobachtung gemacht, daß gewisse Schwermetaäsalze der :@lneisensäure, wie z. B. die Eisenformiate, einen vollwertigen Ersatz darstellen.
  • Es wurden bereits die Aluminium- und Chromformiate zum Gerben tierischer Häute vorgeschlagen. Chromformiate geben aber für sich oder in Verbindung mit pflanzlichen Gerbstoffen kein brauchbares Sohlleder, erst durch umständliche Imprägnierverfahren erhält man :eine Art Unterleder, dem stets die Mängel aller Chromileder anhaften, während Alum.iniumformiate von vornherein für die Unterlederfabrikation gänzlich ausscheiden. Ebenso ist es vollständig unmöglich, nach (lern bekannten, alten Eisengerbverfahren cin technisch brauchbares Unterleder zu erzeugen, da solche Leder nach einigem Liegen brüchig werden.
  • Die Eisenformiate sind im Gegensatz dazu ganz vorzüglich zur Unterlederfabrikation geeignet, sie liefern für sich allein oder beispielsweise in Verbindung mit Zelhiloseextrakten, wie Sulfitabl'auge o. dgl., ein festes, kerniges Leder von einer überraschenden Dauerhaftigkeit, welches einen vollwertigen Ersatz für rohgares Leder darstellt, indem es sich gut rissen, nähen und appretieren läßt und deshalb besonders für die mechanische Schuhfabrikation geeignet ist.
  • . Die nach irgendeiner der bekannten Methoden gepickelten Blößen werden mit Gerbbrühen behandelt, deren Gerbstoffe beispielsweise folgendermaßen erhalten werden können.
  • 1. Man löst 5 kg technisches Eisenchlorid in 20 1 Wasser, gibt dazu in der Kälte eine Lösung von 6 kg Natrnumformiat in 2o 1 Wasser und überläßt das Reaktionsprodukt während einiger Zeit sich selbst. Man erhält so ein Extrakt, welches i5° Be spindelt und nach Zusatz von etwa dem gleichen Volumen @@'asser direkt zum Gerben benutzt werden kann. Bei genügender Konzentration kristal-1 i siert durch Abkühlen auf etwa o° das Eisenformiat aus, während das entstandene Kochsalz in Lösung bleibt. Es ist ratsam, vor dein Umsetzen die saure Eisenchloridlösung mittels Alkalien abzustumpfen und alsdann erst mit Formiaten umzusetzen.
  • 2. Durch Umsetzen von Eisenchlorid mit Ammoniak oder ähnlich winkenden Alkalien und Aufläsen des entstandenen Eisenhydroxyds in der berechnetenMengeAmeisensäure erhält man beim Abkühlen auf etwa o° festes Eisenfor miat. Das Salz wird in Wasser gelöst und auf ioo 1 Flotte von etwa 3° B6 eingestellt. Mit dieser Gerbbrühe wird die gepickelte Haut von ioo kg Blößengewicht je nach der Dicke .4 bis 8 Stunden behandelt, hierauf läßt man etwa 2,4 Stunden auf dem Bock liegen, wäscht sodann mit einer i-prozentigen Boraxlösung während einer halben Stunde aus, gerbt mit einer Zellulosenbrühe von etwa io bis i2° B6 (erhalten aus i Teil Sulfitzelluloseextrakt und 3 Teilen Wasser) nach, läßt wiederum etwa 2q. Stunden auf dem Dock liegen und richtet schließlich wie lohgares Leder zu, wobei das lästige Aufnageln des Leders fortfällt.
  • Ebenso können auch andere den Eisensalzen il-jnlich wirkende Schwermetallverbindungen in die entsprechende Formiate umgesetzt und als Gerbstoffe benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zum Gerben tierischer Häute. gekennzeichnet durch die Verwendung neutraler oder basischer Formiate der Schwermetalle mit Ausnahme des Chroms und des Aluminiums.
DE1916349036D 1916-10-26 1916-10-26 Verfahren zum Gerben tierischer Haeute Expired DE349036C (de)

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DE350326T 1918-11-13

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