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Schneiderpuppe. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom
z. Juni igii die Priorität auf Grund der Anmeldung in der Tschechoslowakei vom 7.
Juni igao beansprucht. Gegenstand der Erfindung ist eine Schneiderpuppe aus zonenweise
angeordneten, gegeneinander verstellbaren Teilen. Das Neue wird im wesentlichen
darin gesehen, daß die Teile, welche die einzelnen Zonen bilden, als Ganzes oder
einzeln in ihrer Breite verstellt werden können, und zwar von einer einzigen Treibspindel
aus, die nach Wunsch mit den Antriebsvorrichtungen für die einzelnen Zonen gekuppelt
werden kann.
Auf den Zeichnungen ist die Erfindung veranschaulicht,
und zwar -zeigt Abb. i eine Ansicht von vorn, Abb. 2 eine Ansicht von hinten, Abb.
3 eine seitliche Ansicht, Abb. q. die Bewegungsvorrichtung in einem Längsschnitt,
Abb. 5 eine Ansicht der Be#vegungsvorrichtung von vorn; Abb. 6 zeigt eine Einzelheit
einer Kupplung, Abb. 7 einen Grundriß hierzu im Schnitt; Abb. 8, ist ein Schnitt
nach der Linie a- b, Abb. g ein Schnitt auf der Linie e-f in Abb. 7, Abb. io eine
Einzelheit für die Höhenverstellung der Puppe, Abb. ri und i2 eine Ansicht der dieSeitenteile
derPuppe beherrschendenVorrichtung im Grundriß und Aufriß, Abb. 13 eine Ansicht
der Vorrichtung, die den Gürtelteil der Puppe beherrscht, und zwar teilweise itn
Schnitt, Abb. 14. ein Grundriß dieses Teiles, Abb. 15 und 16 eine Ansicht der Vorrichtung
für den Halsteil, Abb. 17 und 18 eine Ansicht und ein Grundriß des Brustteiles
der Puppe; Abb. ig zeigt den Anschluß des Teiles, der zur Bewegung des Schulterteiles
dient, Abb. 2o und 21 die Einrichtung für die Armansätze.
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Die Bewegungsvorrichtung ist in. dem Rahmen i gelagert, der innen
mit einem Schlitten und einer Zahnstange 2 versehen ist. Der Rahmen selbst ist an
seinem unteren Ende an der Hohlstange 3 befestigt, welche unten mit einer ringsumlaufenden
Verzahnung versehen ist. Diese Stange ist in dem Ständer g so angebracht, daß die
Höhenlage verändert werden kann. Zu diesem Zwecke ist der Ständer mit einem auf
einem Zapfen 5 sitzenden Zahnrad (Abb. io) versehen, welches in die Verzahnung der
Hohlstange 3 eingreift und durch einen Bolzen 6 gesichert wird, welcher durch den
Hebel 7 mittels einer Feder mit der Verzahung in Eingriff gebracht wird. Die Feder
liegt um den Bolzen 8 herum.
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Die Hohlstange 3 ist mit einem Maß versehen, von dem man die Länge
des Rockes vom Gürtel abwärts ablesen kann.
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Im Rahmen i sind fünf Schlösser mit Zahnrädern gelagert. Die drei
unteren sind beweglich, die anderen fest. Die beweglichen Schlösser mit Führungsflächen
für den Schlitten im Rahmen i versehen. In den Schlössein sind Zahnräder g, die
auf Achsen io befestigt sind (Abb. 6, 7). Diese Achsen io sind an ihrem äußeren
Ende mit einem Vierkant für den Schlüssel versehen. Durch Drehen der Achse io wird
das Schloß im Ramen i bewegt. Zur Einstellung einer Höhenlage dient die Schraube
ii.
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In allen fünf Schlössern sind Zahnräder 12 und 13 angeordnet, durch
welche die Zentraltreibspindel i, q. und fünf ineinander fernrohrartig verschiebbare
Rohre hindurchgehen. Jedes dieser Rohre endigt auf dem zugehörigen Zahnrad. Die
Treibspindel i,, 4 geht durch den ganzen Rahmen i und ist mit um i8o° versetzten,
durchlaufenden Nuten ve.se: en. Diese Treibspindel ist mit einem Schneckenrad 15
(Abb. q.) versehen, urd in dieses greift eine Schnecke 16 ein. Die Treibspindel
14. geht durch die in den einzelnen Schlössern gelagerten Zahnräder 12 hindurch.
Um die Drehbewegung dieser Treibspindel auf jedes der fünf Zahnräder besonders übertragen
zu können, sind besondere Kupplungen vorgesehen. Diese Kupplung wird vom Ringe 18
gebildet, der mit einem Hals und zwei kurzen Keilen, welche in die Nuten der Treibspindel
14 eingreifen, versehen ist. In den Hals des Ringes 18 greift die Gabel des Hebels
ig, der um einen im Gehäuse befindlichen Zapfen drehbar ist, ein. Der Hebel ig ist
am unteren Ende als Doppelnase -2o ausgebildet, deren eines Ende die Kupplung im
ausgerückten Zustande dadurch hält, daß er von einer Verzahnung 21, die auf einer
an dem Unterteil des Schlosses befestigten Feder gebildet wird, zurückgehalten wird.
Das zweite Ende drückt in ausgeschalteter Lage auf den Keil 22, der das Zahnrad
12 gegen freie Drehung sichert. Dieser Keil wird in der eingeschalteten Lage der
Kupplung mittels der Feder 23 außer Eingriff gebracht. Soll nun die Treibspindel
14 mit irgendeinem Zahnrad 12 eines beliebigen Schlosses verbunden werden, genügt
es, mit dem zugehörigen Hebel ig die Keile an der Kupplung 18 in die zugehörigen
Ausnehmungen des Zahnrades 12 zu senken. Dies geschieht dadurch, daß man den Federhebel
mit dem Zahne 21 niederdrückt, welcher so außer Eingriff mit dem zugehörigen Auslauf
des Hebels 2o kommt. Dadurch kommt der Keil 22 mittels der Feder 23 außer Eingriff
mit dem Zahnrad, während die Keile an der Kupplung in die Nuten des Zahnrades eintreten.
Dreht man nun die Spiüdel 1q.; so überträgt sich ihre Drehbewegung mittels der Keile
der Kupplung 18 auf das Zahnrad 12, welches weiter die Bewegung auf ein anderes
Zahnrad überträgt, das die Bewegung dem zugehörigen Rohre übermittelt. Es ist selbstverständlich,
daß sich die Kupplung 18 infolge ihrer Verbindung mit der Gabel des Hebels ig mitdreht.
Dadurch dreht sich auch das Rad 2q., welches wieder das Rad 25 mitnimmt, auf dessen
Achse sich von der Trommel 26 das Maß aufwickelt. Bei einer Rückwärtsbewegung wickelt
sich das Maß mittels einer Feder wieder auf die Trommel 26 auf. Die Maßlänge kann
durch Fenster, die. in den einzelnen Schlössern angebracht sind, abgelesen werden.
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Die senkrechte Einstellung der Schlösser dient zur Änderung der Puppenkörperlänge.
Das
Maß dieser Bewegung wird an Federstreifen 27 abgelesen, die mit einem Ende je an
einer am ersten Schloß angebrachten Federtrommel befestigt sind, während die anderen
Enden j e an einem Arm der beweglichen Schlösser angreifen (Abb. 5). Bei
der Rückwärtsbewegung winden sich diese Federstreifen von selbst auf.
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In der den Rahmen z umgebenden Umhüllung sind ebenfalls Schaufenster
angebracht, welche die Maße auf den Federstreifen ablesen lassen. Mit dem unteren
Schloß 28 ist das längste und zugleich dünnste Rohr 29 durch das Zahnrad 13a drehbar
verbunden. Dieses Rohr 29 geht durch das Rohr 30, welche > mit dem Schloß 31 durch
das Zahnrad r3 b
drehbar verbunden ist. Beide Rohre gehen durch das
Rohr 32, welches durch das Zahnrad i3c mit dem Schloß 33 verbunden ist. Wird nun
ein mit einem Rohr verbundenes Zahnrad gedreht, so dreht sich auch das zugehörige
Rohr und überträgt so die Bewegung weiter auf die mechanischen Einrichtungen des
Puppenkörpers. Mittels der Rohre können die Schlösser 28, 31, 33 außer der Drehbewegung
noch eine senkrechte Längsbewegung ausführen, während die zwei oberen festen Schlösser
34, 35 bloß eine Drehbewegung der zugehörigen Rohre 36 und 37 zulassen. Das Rohr
37, in welchem. fernrohrartig die anderen Rohre angeordnet sind, geht durch das
den Ständer für die Körper . bildende Rohr 38. Dieser Ständer ist am oberen Ende
mit einem Hals versehen, in welchem ein Zahnrad liegt, das mit den Enden des Rohres
37 verbunden ist.
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Der Hals des Ständers 38 hat eine Ausnehmung, welche den Eingriff
mit dem Zahnbade 39 der Gelenkverbindung 40 gestattet. Am Ende des Rohres 36, das
zur Einstellung der mechanischen Einri-.htung der Gürtelzone dient, ist eine sechsteilige
Rosette aufgeEetzt, die den Tragteil der Vorrichtung für die Bewegung der Gürtelglieder
bildet. An der rückwärtigen Seite der Rosette ist das Gelenkauge 40, an welchem
schwenkbar die Achse 41 mittels eines Zapfens 42 befestigt ist. Diese Achse geht
durch eine Hohlwelle 43, die am oberen Ende das erwähnte Zahnrad 39, am unteren
Ende das Zahnrad 44. trägt. Diese Hohlwelle ist an der Achse 4r mittels der Muttern
45 befestigt und liegt lose in den Muffenstücken 46 derisechsarmigen Rosette 47;
welche die Hüftenteile der''Puppe trägt. Die Nabe der sechsarmigen Rosette sitzt
auf dem lzrummen Arm 48, der an dem festen Rohr 38 sitzt und mit einer Ausnehmung
für die Achse 41 versehen ist. Das Feststellen erfolgt mittels der Mutter .1 .9.
Mit dieser Einrichtung ist die Stellvorrichtung des Unterteiles des Puppenkörpers
sowie dessen ganze Tragvorrichtung gelenkig an dem Zapfen 42 befestigt und kann
nach Belieben vor- oder rückwärts gestellt und in der gewählten Lage gesichert werden.
An der sechsarmigen Rosette 47 sind zwei verzahnte Teile 50, 5z (Abb. ra) beweglich
angebracht und werden von dem Zahnrad 44 des Rohres 43 bewegt. Durch Drehung des
Zahnrades 44, welches in die verzahnten Teile 5o, 5z eingreift, ist es möglich,
alle sechs Teile, die die Hüftenzone des Puppenkörpers bilden, zusammen- oder auseinanderzuziehen.
Außerdem läßt sich der ganze Teil nach vorn und rückwärts ausschwenken und mittels
der Mutter .+9 feststellen. Die beiden Teile, welche den rückwärtigen Teil des Puppenkörpers
bilden, und jene zwei, die den vorderen Teil bilden, sind mit Armen 52, die Ausnehmungen
5 3 haben, versehen; diese Arme sind beweglich mit den Armen 47 der Rosette mittels
Schrauben so verbunden, daß die Ausnehmungen Führungen bilden und die Arme 52 mit
den vorderen und .rückwärtigen Teilen des Puppenkörpers sich gegen die Mitte bewegen
können. Diese Bewegung geschieht durch die Arme 54, welche mit Ausschnitten 57 versehen
sind. Diese Arme greifgn mit dem Bolzen 56, -die in die Arme 52 eingeschraubt sind,
ein. Bewegen sich nun die verzahnten Teile von- oder gegeneinander, so bewegen sich
auch die Arme. Die an den Enden der Arme eingeschraubten Schrauben bewegen sich
dann in den Ausschnitten 57 der Ansätze der verzahnten Teile 5o und 51.
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Die Teile 58, welche die Hüften des Puppenkörpers bilden, sind an
Armen 59, welche mit einer Mutführung für die Teile 6o versehen sind, befestigt.
Die Teile 6o haben Ausschnitte 6=. Diese Vorrichtung ermöglicht die Verstellung
der Teile für einen abnormalen Körper, wobei die Feststellung dieser Teile in einer
gewissen Lage mittels Schrauben erfolgt. Die Teile 6o sind an den zugehörigen Rosettenarmen
mit Schrauben 62, die zugleich die Führung bilden, befestigt. An den inneren Enden
der Teile 6o befinden sich Bolzen, welche in den Ausschnitt 67 des Segmentes 64,
der sich in Einem seitlichen Arm desselben befindet, eingreifen. Das Segment 64
ist seinerseits mit einer Nut 65 versehen. Diese Segmente 64 «-erden mittels ihres
Ausschnittas an einem Ende durch in die ausgebogenen Arme des verzahnten Teiles
5o eingelassene Schrauben 66 gehalten. Die Schrauben 66 halten zugleich den Bügel
68 und zwei Schrauben an den anderen Enden der Segmente 64 den Bügel 69. Diese beiden
B:'gc1 bilden eine Versteifu,lg urd gleichzeiti` c: ne Geradführung. Eine Verstellung
der eben erwähnten Teile erfolgt durch Drehung der
Treibspindel
1q. bei eingeschaltetem Zahnrad des Schlosses 35. Weiter ist ein Ausschwenken des
ganzen Unterteiles der Puppe durch Stellen der Spindel .lx in eine bestimmte Lage
und deren Feststellung mittels der Mutter q9 möglich. Ein unabhängiges Verstellen
der Hüftenteile ist durch Verstellen der Teile 59
möglich.
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Die Verstellung der Gürtelteile wird vom Schlosse 34 aus bewirkt.
Am Ende des Rohres 36 sitzt lose, aber nicht drehbar eine Rosette 116, die einerseits
das Auge für die obenerwähnte Spindel 41: und anderseits die Teile trägt, welche
zur Bewegung der Gürtelteile dienen. Am Ende des Rohres 36 über der Nabe der Rosette
ist das Zahnrad 7o (Abb. 13, 1q.) fest aufgesetzt. Dreht sich nun das Rohr 36, so
dreht sich auch dieses Rad 7o, und es greifen gleichzeitig sechs Arme 117 ein, die
mit einer breiten Ausnehmung 118, welche auf einer Seite verzahnt ist, versehen
sind. Jeder dieser- Arme 11.7 trägt an seiner Außenseite einen Ansatz irg, die zusammen
den Gürtelteil der Puppe bilden. Durch Drehen des Rohres 36 erfolgt ein Verstellen
dieser Arme. Das Röhrchen 7i stellt sozusagen das Rückgrat der Puppe dar und ist
an die Rosette ii6 festgeschraubt.
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Durch das Rohr 36 geht 'das,"Rohr 32-hindurch, welches mittels geeigneter'Übertragung
die Büstenteile 74 (Abb. 17, i8), die zwei Schulterteile 72 und zwei seitliche Teile
73 .bewegt. Das Rohr 32 wird vom Zahnrad des Schlosses 32z gedreht und kann außerdem
in senkrechter Richtung verstellt werden, «-as durch Verstellen des Schlosses im
Rahmen r am Schlitten 2 erfolgt. Das Rohr 32 trägt nahe seinem Ende drei Zahnräder.
Eines davon, und zwar 75 ist fest auf das Rohr 32 aufgekeilt, die zwei anderen 76,
77 sitzen lose und lassen sich mittels Kupplungen 78, 79 mit ihm verbinden.
Das Zahnrad 75 bewegt die beiden Büstenteile 7.1, die Zahnräder 78, 79
bewegen
Schulterteile 7a und die seitlichen Teile 7,3. Die sechsarmige Rosette sitzt
mit ihrer Nabe lose auf dem Rohr 32. Die auf den Rosettenarmen befestigten'@Arme
tragen die Körperteile dr Puppe, und es erfolgt die Führung an den Armen durch Schrauben
8o. Die längsten Arme8i sind gekrümmt, tragen die Büstenteilc 7 A und haben am einen
Ende eine brei'e Ausnchmung, die auf einer Seite eine Verzahnung hat, in welche
das Zahnrad 75 eingreift. Am anderen Ende haben sie eine engere Nut, in welche die
1-Ialt- urd Führungsschracben 8o eingreifen. Durch Drehen des Ro'ires
32 mittels des Zahnrades 75 im Schloss-,# 33 wer,len diese Arme 8i bewegt.
Sie sind nach innen gekrümmt, damit die Büstenteile bei ihrer Verstellung nach außen
nicht zu sehr von der Symmetrieebene des Puppenkörpers entfernt werden.
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Das lose auf das Rohr 32 aufgesetzte Zahnrad 77 greift in Arme 82
ein, die ähnlich den Armen 81: sind und die Schulterteile 72 tragen. Sollen diese
Arme 82 bewegt werden, so schaltet man mit dem Hebel 83 die Kupplung 78 in das Zahnrad
77 ein. Dieser Hebel 83 ist an der Stelle, wo er die Kupplung faßt, gegabelt und
um den am Arme 85 befindlichen Zapfen 84 schwenkbar. Der Arm 85 ist drehbar an den
Ring 86 angeordnet,' der auf dem Rohr 32 befestigt ist. Das andere Ende des Hebels
83 hat einen Längsausschnitt, durch welchen das Rohr 7x hindurchgeht, so daß eine
Drehung des Hebels verhindert ist. Es können daher die Schulterteile von dem Rohr
32 nur dann bewegt werden, wenn die Kupplung 78 in das Zahnrad 77 eingreift. Die
'Seitenteile 73 sind an den Armen 87 befestigt. In die - einseitig verzahnte größere
Ausnehmung der Arme 87 greift das Zahnrad 76, das lose auf dem Rohre 32, und zwar
über den Zahnrädern 75 und 77 sitzt. Damit beim Drehen des Rohres 32 sich das Zahnrad
76 mitdrehen kann, muß die Kupplung 79 eingeschaltet werden. Das Einschalten
geschieht mittels des Hebels 88, der an den in die Kupplung eingreifenden Teile
gegabelt ist und um den Zapfen 89, der an dem Arme go sich befindet, schwingt.
Der Arm go ist drehbar an den Ring gi, der auf dem Rohr 32 befestigt ist. Das andere
Ende des' Hebels besitzt wieder einen Längsausschnitt, durch welchen das Rohr 71
hindurchgeht, so daß eine Drehung des Hebels verhindert wird.` Außer der seitlichen
Bewegung können diese vorerwähnten Teile als Ganzes auch durch Verstellen des Schlosses
33 eine senkrechte Bewegung ausführen.
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Das Rohr 3o endigt unten am Zahnrade des Schlosses 31 und trägt am
anderen Ende drehbar die äRosette 92 (Abb. ig bis 2i), die die Einrichtung zur Bewegung
der Schultern und Armansätze trägt. Zum Verstellen der letzteren dienen zwei flache
Arme g3, die mit einer breiten Aüsnehmung, die einseitig verzahnt ist, versehen
sind. In diese Verzahnungen greift das Zahnrad 9q. ein, das am Ende des Rohres 3o
über der Nabe der Rosette aufgekeilt ist. Das andere Ende des Armes 93 besitzt
einen Ausschnitt, in welchen eine in den Rosettenarm eingelassene Schraube eingreift.
Durch Drehen des Zahnrades 94 körnen die Arme 93 verstellt werde. An den
äußeren Enden der Arme 93 sind Lager angeordnet, durch welche je eine Achse
95, die am einen Ende mit einem Vierkant versehen ist, hindurchgeht. Ein
Teil der Achse ist mit einem Gewinde versehen, während das andere
Ende
eine Nut besitzt. An einem auf der Rosette befestigten Rohre befindet sich ein Auge,
durch welches ein mit einem flachen Keil versehenes Röhrchen hindurchgeht. In dieses
Röhrchen greifen die inneren Enden der Achsen 95 mit der Nut ein. Bewegt
man nun die Arme 93 gegen die Mitte zu, so schieben sich die Enden der Achsen
95 in das Röhrchen ein. Durch das Röhrchen, den Keil mit der Nut und der
Achsen 95 werden beide Seiten für die Befestigung der Armansätze miteinander
gekuppelt, so daß bei Drehung auf einer Seite die andere Seite mitgedreht wird.
Der Deckel des Lagers, durch welches die Achse 95 hindurchgeht, ist mit einem Ständer
96 versehen, auf welchen die die Schulter bildenden Bleche aufgeschraubt sind. Auf
den Gewindeteil der Achse 95 ist eine Mutter 97 aufgesetzt. Diese Mutter
greift in eine Führung der Armansätze. Durch Drehen der Achse 95 wird die
Mutter bewegt und verschiebt das zugehörige Schulterblech, das an die Mutter aasgelenkt
ist, wodurch man die Schulterstärke verändern kann. An dem mit dem engen Ausschnitte
versehenen Ende des Armes 93 ist der Teil 98 befestigt. Dieser Teil
98 ist mit einer schiefen Ebene und einem in ihr befindlichen Ausschnitte
99 versehen. Durch diesen Ausschnitt geht das Röhrchen 77 und verhindert
ein Drehen des Halsteiles. Das Röhrchen 71 ist mit zwei Bolzen versehen,
welche auf die schiefe Ebene des Teiles 98 wirken. Beim Zusammenziehen der Armansätze
hebt oder senkt die schiefe Fläche die Teile 98 mit Hilfe dieser Bolzen, ebenso
den Teil ioo der Halsrosette und dadurch den ganzen Halsmechanismus. Die Schulterblatteile
sind auf den Armen ioi befestigt. Das eine Ende dieser Arme besitzt i wieder eine
einseitig verzahnte Ausnehmung, , in welche ein nicht bezeichnetes Zahnrad auf dem
Rohr 30 eingreift. Dieses Zahnrad ist lose aufgesetzt und wird durch die
Kupplung 1o2 mit dem Rohr 30 gekuppelt. Die Kupplung ist mit einer Ringnut
versehen, in welche die Gabel des Hebels 103, der um den Zapfen 104 schwenkbar ist,
eingreift. Dieser Zapfen r ist an dem Arm 105 befestigt, welcher von der Muffe =o6,
die um den Hals der das Rohr 3o abschließenden Mutter 107 liegt, ausgeht. Unter
dieser Mutter liegt eine Feder, die .die Kupplung io2 unausgesetzt in Eingriff mit
j dem Zahnrad hält. Der Gabelhebel ist mit einer Nase io8 versehen, welche in die
verzahnte Unterlage iog beim Lösen der Kupplung einfällt. Diese Einrichtung dient
dazu, eine Rückwärtsbewegung des Zahnrades beim Lösen der Kupplung zu verhindern.
Der an- ` dere Teil des Hebels 103 besitzt eine Längsöffnung, durch welche das Röhrchen
71 hindurchgeht, so daß ein Drehen verhindert wird. Durch Drehen des Zahnrades im
Schlosse 31 läßt sich das Rohr 3o und mit ihm das festaufgekeilte Zahnrad g+ drehen,
wodurch ein Zu- oder Voneinandergehen der Armansätze ermöglicht wird.
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Beim Einrücken der Kupplung rot bewegen sich auch die Teile ioi, welche
die Schulterblätter tragen. Eine Vcrändcrung der Armansätze erfolgt durch Drehung
der Achsen 95 mittels eines auf dem Vierkant iio aufgesetzten Schlüssels, wobei
sich auch entsprechend die Schultern einstellen. Durch Verschieben des Schlosses
31 im Rahmen i erfolgt eine Höhenverstellung des Armteiles.
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Die Teile, die den Hals bilden, sind an Armen iii (Abb. 15, 16) befestigt.
Jeder Arm ist mit einem Schlitz versehen, durch welchen eine an der Rosette befestigte
Schraube hindurchgeht, und «-eiter mit einer breiten, einseitig verzahnten Ausnehmung.
In diese Verzahnung greift das Zahnrad ii2, das auf den Zapfen 113 aufgekeilt ist;
der Zapfen ist in der Nabe der sechsarmigen Rosette, die die ganze Vorrichtung trägt,
gelagert. Die Rosette ist mit ihrer Nabe lose auf das Ende des Rohres 29 aufgesetzt.
Unter der labe der Rosette sitzt das mit dem Rohre 2g verkeilte Zahnrad 114, welches
in das Zahnrad 115, das auf den Zapfen 113 aufgekeilt ist, eingreift. Die Rosette
wird ebenfalls vom Röhrchen 71 gehalten. Durch das Drehen des Rohres 29 bei eingeschaltetem
Zahnrade des Schlosses 28 dreht sich das Zahnrad 114, welches in das Zahnrad 115
eingreift, dieses dreht den Zapfen 113, welcher dann das Zahnrad iia dreht, welches
die Halsteile verstellt. Die Höhenverstellung aller dieser Teile geschieht durch
die Verstellung des Schlosses 28 im Rahmen r durch Drehung des zugehörigen Zahnrades
9, welches in die Verzahnung 2 eingreift.
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Wie aus Vorstehendem ersichtlich, läßt sich ein jeder Teil des Puppenkörpers
verstellen, so daß jede Form des normalen menschlichen Körpers erreicht werden kann.