DE347653C - UEbertragungsvorrichtung - Google Patents

UEbertragungsvorrichtung

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DE347653C
DE347653C DE1920347653D DE347653DD DE347653C DE 347653 C DE347653 C DE 347653C DE 1920347653 D DE1920347653 D DE 1920347653D DE 347653D D DE347653D D DE 347653DD DE 347653 C DE347653 C DE 347653C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B7/00Systems in which the movement produced is definitely related to the output of a volumetric pump; Telemotors
    • F15B7/005With rotary or crank input
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B7/00Systems in which the movement produced is definitely related to the output of a volumetric pump; Telemotors
    • F15B7/008Systems in which the movement produced is definitely related to the output of a volumetric pump; Telemotors with rotary output

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

DEUTSOHES REICH
AUSGEGEBEN AIW 23. JANUAR 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 347653 KLASSE 47h GRUPPE 22
Franz Drexler in Berlin-Friedenau.
Übertragungsvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1920 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Überträgungsvorrichtungen aus zwei oder mehreren miteinander, z.B. mittels eines oder mehrerer Rohre .verbundenen Kapseln oder Kapselgruppen mit nachgiebigen Wänden, die mit Hilfe des eingeschlossenen Mittels einseitig ausgeübte Kräfte oder Bewegungen weiterleiten. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Teile dieser an sich bekannten Vorrichtungen derart bemessen werden, daß eine dämpfende,
drosselnde, verzögernde, erleichternde, periodisch oder zu bestimmten Zeiten verschiebende oder in ähnlicher Weise das Arbeiten beeinflussende Wirkung erzielt wird. Zum gleichen Zweck können in den oder die Übertragungswege besondere Organe, z. B. Kapillaren, eingeschaltet werden.
Auf den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. ίο Abb. ι zeigt eine besondere Ausführungsform der einfachsten Vereinigung zweier Membrankapseln im Schnitt.
Abb. 2 zeigt das allgemeine Schema einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Anordnung wobei die Abmessungen so gewählt zu denken sind, daß die gewünschte dämpfende usw. Wirkung erreicht wird.
Abb. 3 gibt eine entweder nachhinkende oder
integrierende Anzeige- oder Übertragungsvor-
ao richtung für die Drehung eines Körpers.
Bei Abb. 1 wird die auf den Bügel α oder die geführten Zapfen f und g wirkende Kraft, z. B. das Gewicht eines Körpers, auf einen Arm e, der auch eine starre Befestigung des Körpers an einer Wand darstellen kann, derart übertragen, daß die Füllung der Kapseln δ und c, beispielsweise mit einer Flüssigkeit, die durch das Verbindungsrohr d hindurchfließen kann, jede Änderung der gegenseitigen Lage des Bügels α gegen den Träger e einmal dämpft und sodann infolge der elastischen Ausbildung der Wände der Kapseln δ und c nach Aufhören des auf das System ausgeübten Mehrdruckes in seine Anfangslage zurückführt. Diese Anordnung stellt also gleichzeitig einen gedämpften und gefederten Halter dar, wenn e, wie in Abb. 1 dargestellt, an einer Wand starr befestigt ist, oder wenn umgekehrt α bzw. f oder g fest und & beweglich ist. Sind dagegen alle Teile a, f, g und e beweglich, so stellt die Anordnung eine achsrechte Kraftübertragung dar. Die> Wirkungsweise der Übertragungsvorrichtung in der beispielsweisen Ausführung der Abb. 1 ist folgende: Beim Abwärtsbewegen des Teiles α drückt die Stange f auf die obere Wand der Kapsel b und preßt die Füllung aus der Kapsel δ durch das Rohr ä in die Membran c, die gleichzeitig mittels des Bügels α durch die Stange g abwärts gezogen und erweitert wird. Durch die Verzögerung der Füllung, z. B. einer zähen Flüssigkeit, in dem beispielsweise engen· Rohre d wird die Bewegung des Teiles α gegen den Träger e gedämpft.
Diese Ausbildung gestattet, auch ohne Benutzung der dämpfenden Wirkung, besonders bequem, gleichzeitig die Wirkung von Temperaturänderungen oder Beschleunigungen auszuschalten. Wenn z. B. die Temperatur des ganzen Gerätes zunimmt, so wird die Ausdehnung der Füllflüssigkeit lediglich das Verbindungsrohr d und den Bügel α auf Druck oder Zug beanspruchen, jedoch keine merklichen Formänderungen nach außen übertragen. Für die Temperaturunabhängigkeit ist eine vollkommen symmetrische Ausbildung natürlich nicht notwendig, es genügt jede Anordnung, bei der die Einflüsse von Temperaturänderungen auf die Membranen bzw. Füllflüssigkeit sich aufheben. Das gleiche, was von der Temperatur gesagt worden ist, gilt auch für Einflüsse der Beschleunigung. Bei der vollkommen symmetrischen Anordnung, etwa nach Abb. 1, werden diese unmittelbar ausgeschaltet, aber auch bei jeder Anordnung derart, daß sich Massenkräfte auf Flüssigkeit bzw. Membranen aufheben.
Es ist nicht notwendig, daß die Flüssigkeitsfüllung im ganzen zusammenhängt, sie kann sich vielmehr auch in verschiedenen voneinander getrennten Räumen befinden; eine solche Anordnung stellt Abb. 2 dar. Hier sind die beiden Kapseln h und * nicht gleichachsig, sondern beispielsweise mit parallelen Achsen angeordnet. Der bewegte Teil q ist zwischen zwei weiteren Kapseln η und 0 angeordnet, deren Achsen sich in einer beliebigen anderen Richtung befinden können. Durch diese Kapsem η und 0 ist das Verbindungsrohr m der Kapseln h und i gewissermaßen unterbrochen, oder anders aufgefaßt : Es sind zwei Kapselgruppen miteinander nicht durch Rohrleitungen, sondern lediglich durch eine Stange j>, die den bewegten Teil q, z. B. einen Zeiger, führt, -in sich aber durch je eine Rohrleitung m, m, die beliebig lang und biegsam ausgebildet sein kann, verbunden. Die Wirkungsweise der beispielsweisen Anordnung nach Abb. 2 ist folgende:
Wenn der Hebel k durch äußere Kräfte im Sinne des Pfeiles α bewegt wird, so wird die Kapsel h zusammengepreßt, die Kapsel i ausgedehnt, infolgedessen strömt das füllende Mittel aus der Kapsel h in die Kapsel η und gleichzeitig aus der Kapsel 0 in die Kapsel i. Hierdurch wird die Kapsel η ausgedehnt, die Kapsel 0 zusammengedrückt, die Stange f verschoben und der bewegliche Teil, z. B. ein Zeiger q, in Richtung des Pfeiles A' verschoben. Bewegt sich der angetriebene Teil k im Sinne des Pfeiles B, so macht die Füllung den umgekehrten Weg, und der angetriebene Teil schlägt in Richtung des Pfeiles B' aus. Die langen Rohrleitungen m üben hierbei eine dämpfende, drosselnde oder verzögernde Wirkung aus.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit der Erfindung zeigt Abb. 3. r ist ein Gegenstand, dessen Drehung übertragen oder angezeigt, gedämpft und beispielsweise zurückgeführt werden soll. Er wirkt mit einer Stange s auf die Membran t einer Kapsel 0, die, nebst dem biegsamen Verbindungsrohr υ und der Kapsel x, z. B. mit Flüssigkeit gefüllt ist. Die Verbindungsleitung ν kann eine besondere Drosselung w, beispiels-
weise eine Einschnürung oder Kapillare enthalten. Die Ausbiegung der elastischen Membran y, die, auf ein bewegtes Glied übertragen, z. B. mit dem Zeiger ζ auf der Teilung A", B" S angezeigt wird, wird dementsprechend mehr oder weniger nachhinken. Die Anordnung kann auch, z. B. mit Rücksicht auf den Temperaturausgleich, symmetrisch ausgeführt werden.
Die Wirkungsweise der beispielsweisen An-Ordnung nach Abb. 3 ist also zunächst folgende:
Wird durch eine Drehung des Körpers r die
Stange s nach rechts bewegt, so drückt sie die elastische Wand der Kapsel 11 zusammen, preßt die Flüssigkeit durch die Rohrleitung ν in die
x5 Kapsel x, drückt deren elastische Wand y heraus und dreht den Zeiger nach B" hin.
Verschiebt sich die Stange nach links, so bewegt sich die Flüssigkeit im umgekehrten Sinne, und der Zeiger schlägt nach A" hin aus.
ao Die Anordnung nach Abb. 3 oder deren Verallgemeinerung im Sinne der Erfindung gestattet aber noch eine andere Verwendung, wenn man die Membran y im wesentlichen nicht elastisch, sondern dehnbar ausbildet, z. B. als Harmonikaas balg. Alsdann gibt der Zeiger ζ nicht den Druck bei nahezu konstantem Rauminhalt, sondern den Rauminhalt bei nahezu konstantem Druck an. Die Flüssigkeitsmenge, die durch die Drosselung w, z. B. Kapillare, hindurchtritt, wird alsdann dem Druckunterschied der Kapsel u gegenüber der Kapsel χ mit annähernd konstantem Druck entsprechen, das Volumen der Flüssigkeit in der Kapsel χ wird also zeitlich zunehmen und gewissermaßen das Zeitintegral des Ausschlages von r am Zeiger ζ abzulesen gestatten. Eine derartige Einrichtung läßt sich auch verwirklichen, wenn die Membran t, die gewissermaßen einen biegsamen Kolben im Zylinder u darstellt, etwa durch einen festen Kolben mit achsrechter Beweglichkeit ersetzt wird.

Claims (9)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Übertragungsvorrichtung mit zwei oder mehreren, mittels eines oder mehrerer Rohre verbundenen Kapselmembranen oder Kapselmembrangruppen, die von bewegenden Teilen durch Druck oder Zug beeinflußt werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Wahl der Abmessungen, insbesondere der Rohrquerschnitte und der Füllungen, eine dämpfende, drosselnde, verzögernde oder in ähnlicher Weise das Arbeiten beeinflussende Wirkung erzielt wird.
  2. 2. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in das oder die Verbindungsrohre zweier oder mehrerer Kapselmembranen oder Kapselmembrangruppen drosselnde Glieder, z. B. eine Kapillare, eingeschaltet sind.
  3. 3. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegende oder der zu bewegende Teil an dem Rohr angreift, das die einander zugekehrten (inneren) Wände der Kapseln oder Kapselgruppen verbindet, während der jeweils andere Teil an der Verbindung der äußeren Wände angreift.
  4. 4. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegende Teil auf den anderen keine reine Bewegung, sondern außerdem oder lediglich ein Gewicht oder eine andere, auch veränderliche Kraft derart überträgt, daß der aridere Teil die erforderliche Gegenkraft zu liefern vermag.
  5. 5. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in das oder die Verbindungsrohre zwischen je zwei von einem bewegenden Gliede beeinflußten Kapselgruppen· weitere Kapselgruppen eingeschaltet sind, die auf ein zu bewegendes Glied einwirken.
  6. 6. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die temperatursymmetrische Ausbildung der Kapselgruppen, derart, daß die Größe der übertragenen Bewegungen oder Kräfte oder die Einstellung des beeinflußten Teiles von Temperaturänderungen unabhängig wird.
  7. 7. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die beschleunigungssymmetrische Ausbildung, derart, daß die Größe der übertragenen Bewegungen oder Kräfte oder die Einstellung des beeinflußten Teiles von Beschleunigungen unabhängig wird.
  8. 8. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die das anzeigende oder bewegte Glied tragende Membran oder Membranen im wesentlichen nicht elastisch, also als Druckmesser, sondern formveränderlich, also als Volumenmesser, ausgebildet sind.
  9. 9. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Vereinigung eines oder mehrerer Verbindungsrohre mit drosselnden Gliedern und einer oder mehrerer Kapseln mit Volumen messenden Membranen, derart, daß das bewegte Glied nicht den Ausschlag des bewegenden Gliedes, auch nicht mit Verzögerung, anzeigt, sondern das zeitliche Integral der Ausschläge des bewegenden Gliedes bildet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1920347653D 1920-06-23 1920-06-23 UEbertragungsvorrichtung Expired DE347653C (de)

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