DE346882C - Verfahren zur Herstellung einer auch zum Staerken von Feinwaesche geeigneten Staerkeaus Kartoffelstaerke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer auch zum Staerken von Feinwaesche geeigneten Staerkeaus Kartoffelstaerke

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DE346882C
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starch
starching
potato starch
delicacies
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/03Polysaccharides or derivatives thereof
    • D06M15/11Starch or derivatives thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Grain Derivatives (AREA)

Description

  • .daß ihre Verwendung bisher unmöglich war. Die in die Erscheinung tretenden Felder beim Rohstärken waren folgende: a) Die meisten Stärkekörner der Kartoffelstärke sind zu groß, um in die zu stärkenden Gewebe eindringen zu können. Die Folge davon waT, daß die"Wäsche nicht steif genug wurde.
  • b) .Die gestärkten Wäschestücke klebten unter dem Plätteisen, ließen sich nicht plätten, es entstanden graue und gelb:lichbraun.e Ränder durch Anbrennen.
  • c) Die an sich in verkleistertem Zustand gelblichgraue, durchsichtige Kartoffelstärke gab auch unter Vermeidung der Übelstände unter a und b niemals eine so weiße Wäsche, wie dies bei der Reisstärke der Fall ist. Bei Verwendung der Kartoffelstärke als Kochstärke treten dieselben Fehler auf, nur daß an Stelle des ungenügenden Eindringerns der Stärkekörnchen in .das Gewebe die viel schwerere Eindringungsmöglichkeit der zähverkleisterten Stärke tritt und außerdem die praktische Unmöglichkeit, den auf :dem Gewebe aufliegenden Kleister genügend zu entfernen.
  • Die unter Position a erläuterten Nachteile der Kartoffelstärke sind dadurch beseitigt, daß wir bereits seit vier Jahren zum Wäschestärken die brauchbaren kleinen Stärkekörnchen aus der Kartoffelstärke aussondern und unter dem Namen >Snehella Feinstärke« auf den Markt bringen. Es war aber durch keinerlei Einstärkeverfahren gelungen, die unter b und c angeführten Mängel abzustellen. Die Aufgabe lautete also: I. Herabsetzung der Klebkraft der verkleisterten Stärke.
  • II. Herbeiführung einer nicht zähen Verkleisterung, ähnlich der der Reisstärke.
  • III. Die Stärke darf im gekochten Zustand nicht gelbgrau aussehen und auch nicht durchsichtig sein, da diese beiden Eigenschaften verursachen, daß die mit Kartoffelstärke gestärkte Wäsche stets grauer aussieht als die mit Reisstärke behandelte.
  • Diese :drei Erfordernisse können durch innige Beimengung irgendeines weißen, ganz fein dispersen, möglichst indifferenten und unlöslichen Körpers erfüllt werden. Die Teilchen der Beimischung, welche in ihrer Größe nur einen ganz kleinen Bruchteil der Größe eines Stärkekornes darstellen dürfen, werden vom Stärkekorn infolge des Gesetzes der Anziehung der Körper angezogen und kleiden das Stärkekorn ein, so daß dasselbe dann unter dem Mikroskop mit einem gezackten Rand erscheint. Durch die so erfolgte Einkleidung des Stärkekornes wird bei dem Aufkochen der Stärke verhütet, daß die einzelnen aufgequollenen Stärkekörnchen sich zu einer einheitlichen, zähen Masse zusammenfügen, so daß der Stärkeansatz nunmehr einen geschmeidigen und nicht mehr kleistrigen Charakter hat. Die Stärke läßt sich nunmehr leicht in die Wäsche einstärken und die aufliegende Stärke ohne Schwierigkeit entfernen. Gleichzeitig wird durch die Umkleidung die nach außen wirkende Klebkraft derart vermieden, daß die mit solcher Stärke eingestärkte Wäsche unter keinen Umständen mehr am Plätteisen klebt, so daß -die Wäsche sich leicht plätten läßt und keine braunen Ränder mehr entstehen.
  • Die durch die Umkleidung eines jeden Stärkekörnchens weiß gefärbte Stärke wird bei der Verkleisterung undurchsichtig und bedeutend weißer als Reisstärke, ja, selbst weißer als .die nur wegen ihrer Weiße in manchen Industrien so beliebte Weizenstärke. Somit sind sämtliche drei aufgeführte Fehler .der Kartoffelstärke beseitigt.
  • Mit einem Erfolg, der der Größe der Partikelchen und ihrer Weiße entspricht, sind bisher Kreide, Gips, Speckstein, Chinaclay, Quarzmehl und Magnesa von uns verwandt. Eine Wäschestärke, die der Reisstärke in den unter Position I bis III angestrebten Effekten aber noch überlegen ist, erzielten wir z. B. durch innigste Mischung von zoo kg >ySnehella Feinstärke« mit 5 kg feinstem, frisch gefälltem Bariumsulfat.

Claims (1)

  1. PATENT-A NSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer auch zum Stärken von Feinwäsche geeigneten Stärke aus Kartoffelstärke, da-durch gekennzeichnet, daß man der Kartoffelstärke einen weißen, möglichst fein dispersen, unlöslichen Körper hinzusetzt, der geeignet ist, die Stärkekörner durch Umkleidung zu isolieren und weiß zu färben.
DE1921346882D 1921-01-22 1921-01-22 Verfahren zur Herstellung einer auch zum Staerken von Feinwaesche geeigneten Staerkeaus Kartoffelstaerke Expired DE346882C (de)

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