DE346162C - Vorrichtung zum optischen Ausgleich der Filmbewegung fuer Kinematographen - Google Patents

Vorrichtung zum optischen Ausgleich der Filmbewegung fuer Kinematographen

Info

Publication number
DE346162C
DE346162C DE1919346162D DE346162DD DE346162C DE 346162 C DE346162 C DE 346162C DE 1919346162 D DE1919346162 D DE 1919346162D DE 346162D D DE346162D D DE 346162DD DE 346162 C DE346162 C DE 346162C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
prisms
prism
film
axes
parallel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919346162D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Zeiss SMT GmbH
Original Assignee
Carl Zeiss SMT GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carl Zeiss SMT GmbH filed Critical Carl Zeiss SMT GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE346162C publication Critical patent/DE346162C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B41/00Special techniques not covered by groups G03B31/00 - G03B39/00; Apparatus therefor
    • G03B41/02Special techniques not covered by groups G03B31/00 - G03B39/00; Apparatus therefor using non-intermittently running film
    • G03B41/04Special techniques not covered by groups G03B31/00 - G03B39/00; Apparatus therefor using non-intermittently running film with optical compensator
    • G03B41/08Special techniques not covered by groups G03B31/00 - G03B39/00; Apparatus therefor using non-intermittently running film with optical compensator with rotating transmitting member

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausgleich der Filmbewegung mittels gleichförmig rotierender optischer Teile für einen zur Aufnahme oder zur Projektion bestimmten Kinematographen mit gleichförmig bewegtem Film. Vorrichtungen dieser Art sind bereits mehrfach beschrieben worden. Sie lösen aber die Aufgabe, von dem bewegten Film ein ruhendes Bild zu erzeugen, nur un-
u> vollkommen. Entweder ist nur die Mittellinie des Bildes ruhend, während die oberen und unteren Teile des Bildes eine Bewegung senkrecht zur Bildebene ausführen, oder es tritt ein Schwanken des ganzen Bildes in der Tiefenrichtung oder in der Seitenrichtung auf. •Nach der Erfindung werden diese Nachteile vermieden, wenn die optische Ausgleichvorrichtung mit zwei um einander parallele Achsen drehbar angeordneten Prismenkränzen ausgestattet wird, die beide eine gleiche Anzahl rhombischer Prismen in solcher Anordnung enthalten, daß die Ein- und AustrittsfläGhen der Prismen auf jenen Achsen senkrecht stehen, und daß die Prismen jedes Kranzes mit
25. radialen Begrenzungsebenen aneinanderstoßen, und wenn dabei sämtliche Prismen so ausgebildet werden, daß sie den in sie parallel zu jenen Achsen eintretenden Strahlen die gleiche Parallelversetzung erteilen.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform wird erhalten, wenn zwei einander gleiche Prismenkränze so angeordnet werden, daß ihre Drehachsen zu verschiedenen Seiten der optischen Achse des kinematographischen Apparates liegen. Der Antrieb der beiden Kränze muß dabei so gewählt werden, daß die Kränze eine gegenläufige Drehung erfahren, und daß ihre Winkelgeschwindigkeiten übereinstimmen. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in Abb. ι und 2 der Zeichnung in einer Aufrißansieht und in einem Grundrißschnitt dargestellt. Die zwei gleichen Prismenkränze sind mit α und b, ihre zu verschiedenen Seiten der optischen Achse X-X des kinematographischen Apparates liegenden, zu dieser Achse parallelen und mit dieser Achse in ein und derselben Ebene liegenden Drehachsen mit M-M und N-N bezeichnet. Jeder Prismenkranz enthält 14 rhombische Prismen a1 bzw. δ1, deren Ein- und Austrittsflächen auf den Drehachsen M-M und N-N senkrecht stehen, und die mit radialen Begrenzungsebenen aneinanderstoßen. Mit c ist das Objektiv, mit d der Film und mit e das Filmfenster bezeichnet.
Abb. 3 zeigt die Versetzung eines von einem ruhenden Objektpunkt kommenden, senkrecht zu den Eintrittsflächen der rhombischen Prismen des Kranzes a in diesen Kranz eintretenden Strahles A in einem zu dem Strahl senkrechten Schnitt bei verschiedenen gegenseitigen Stellungen der Kränze α und b. Nehmen die mittleren Hauptschnitte der beiden gemeinsam an der Versetzung beteiligten Prismen a\ und b\ die in Abb. 1 gezeichnete Lage (ihre Mittellage) ein, in der sie in der durch die Drehachsen M-M und N-N bestimmten Ebene liegen, so wird der Strahl A durch das Prisma a\ nach S1 und von dort durch das Prisma b\ nach B2 versetzt. Ist η der gegenseitige Abstand der Spiegelflächen eines rhombischen Prismas und β der Winkel, den diese Flächen mit der Dreh-
achse des Prismenkranzes einschließen, so gilt dabei die Gleichung:
COS β ' ο
es fällt also B2 mit A zusammen. Ferner ist AB1 parallel der die Drehachsen M-M und N-N senkrecht schneidenden Geraden. Ist dagegen jeder der Hauptschnitte der Prismen aJ und b'o ίο gegen seine Mittellage um den gleichen Winkel φ in der in Abb. ι angegebenen Pfeilrichtung verdreht, so wird der Strahl A durch das Prisma a\ nach B3 und von dort durch das Prisma 5J nach B4 versetzt. Dabei ist A B3
= B3B*
cos β
und ferner sowohl A B3 als
auch B3 B* gegen A B1 um den Winkel φ geneigt. Es läßt sich leicht nachweisen, daß A B4 senkrecht zu A B1 gerichtet ist und den
Wert
cos β
sin cp hat. Der von einem ruhenden
Objektpunkt kommende Strahl A erfährt also bei der Drehung der Prismenkränze in entgegengesetzten Richtungen, gleiche Winkelgeschwindigkeiten vorausgesetzt, eine Versetzung, die geradlinig und senkrecht zu der durch die Drehachsen der Prismenkränze bestimmten Ebene ist, und die dem Sinus des Drehwinkels der Prismenkränze proportional ist. Läßt man den Film sich mit dieser ungleichförmigen Geschwindigkeit bewegen, so erzeugen die Prismenkränze, wie erforderlich, von dem bewegten Film ein ruhendes Bild. Ebenso könnte bei gleichförmiger Geschwindigkeit des Films ein ruhendes Bild erzeugt werden, wenn entweder den Prismenkränzen die entsprechende ungleichförmige Bewegung erteilt werden würde, oder wenn das Objektiv des kinematographischen Apparates periodisch auf- und abwärts bewegt werden würde, oder auch, wenn zwischen dem Film und dem Objektiv eine planparallele Glasplatte eingeschaltet würde, die periodisch eine Kippung erfährt. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wird man im allgemeinen sowohl die Geschwindigkeit der Prismenkränze als auch die des Films gleichförmig wählen, und zwar so, daß die Geschwindigkeit des Films gleich der Umfangsgeschwindigkeit ist, die der dem Film benachbarte Prismenkranz in demjenigen Abstand von seiner Drehachse hat, in dem die optische Achse X-X des kinematographischen Apparates liegt. Dabei wird allerdings kein vollkommen ruhendes Bild erzeugt. Die Bewegungen des Bildes sind jedoch fast unmerklich, da die einzelnen rhombischen Prismen nur während der Durcheilung verhältnismäßig kleiner Drehwinkel wirksam sind. Eine zweite zweckmäßige j Ausführungsform ergibt sich, wenn der Abstand der Drehachsen der beiden Kränze gleich Null angenommen wird, und wenn die beiden I Kränze so ausgebildet und konzentrisch zueinander so miteinander fest verbunden werden, daß die radialen Begrenzungsebenen der Prismen beider Kränze zusammenfallen. Dabei muß : ein feststehendes Hilfsprisma vorgesehen sein, ι das den Übertritt der wirksamen Strahlen : von einem Kranz zum andern vermittelt. j Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in j Abb. 4 und 5 der Zeichnung in einer Aufrißj ansicht und in einem Grundrißschnitt dar-I gestellt. Die zwei Kränze, deren jeder 22 rhombische Prismen f1 bzw. g1 enthält, sind mit einer Glasplatte h so verkittet, daß die ι Strahleneintrittsnächen der Prismen des einen j Kranzes mit den Strahlenaustrittsflächen der I Prismen des anderen Kranzes zusammenfallen. Die Glasplatte h ist mit einer Nabe i verschraubt, die um eine zu der Kittfläche der . Glasplatte senkrechte Achse S-S drehbar gelagert ist. Zur Vermittlung des Übertritts der Strahlen von dem einen Kranz zum andern dient ein fest angeordnetes einfaches Spiegelprisma k, dessen Hypotenusenfläche auf der Drehachse S-S senkrecht steht, und dessen mittlerer Hauptschnitt diese Drehachse enthält. Wie im ersten Ausführungsbeispiel ist das Objektiv mit c, der Film mit d und das Filmfenster mit e bezeichnet. Die durch die Objektivachse und die Mitte des Filmfensters bestimmte Ebene fällt mit jenem Hauptschnitt zusammen. Dabei steht die Verschiebungsrichtung des Films auf jenem Hauptschnitt senkrecht.
Abb. 6 zeigt die Versetzung eines von einem ruhenden Objektpunkt kommenden, senkrecht zu den Eintrittsflächen der rhombischen Prismen in den Kranz der inneren Prismen g1 eintretenden Strahls C in einem zu dem Strahl senkrechten Schnitt bei verschiedenen Stellungen des Kranzkörpers. Nehmen die mittleren Hauptschnitte der beiden gemeinsam an der Versetzung beteiligten rhombischen Prismen fl und gj die in Abb. 4 gezeichnete Lage (ihre Mittellage) ein, in der sie mit dem mittleren Hauptschnitt des Prismas k zusammenfallen, so wird der Strahl C durch das Prisma gl nach D1, von dort durch das Prisma k nach D2 und von dort durch das Prisma fl nach D3 versetzt. Dabei haben D1 und D2 gleichen Abstand von der Schnittkante Y-Y der Spiegelflächen des Prismas k, und es besteht die Gleichung:
CD1 = D2D3 =
cos ß'
wobei η und β die beim ersten Ausführungsbeispiel angegebene Bedeutung haben. Sind dagegen die zusammenfallenden Hauptschnitte der Prismen fl und gl gegen ihre Mittellage um den Winkel φ in der in Abb. 4 angegebenen Pfeilrichtung verdreht, so wird der Strahl C
durch das Prisma g] nach D4, von dort durch das Prisma k nach D5 und von dort durch das Prisma f\ nach D6 versetzt. Dabei haben D4 und D5 gleichen Abstand von der Schnittkante Y-Y. Ferner ist sowohl C D4 als auch D5 D6 gegen C D3 um den Winkel φ geneigt, und es besteht die Gleichung:
= D^D* =
den Wert
2 η
cos β
ruhenden Objektpunkt kommende Strahl C erfährt also bei der Drehung der Prismenkränze eine Versetzung, die geradlinig und senkrecht zu dem Hauptschnitt des Prismas k ist. Betreffs der erforderlichen Geschwindigkeit des Films gilt das an Hand von Abb. 3 Gesagte.
Bei ProjektionsMnematographen mit optischem Ausgleich vor und hinter dem Film kann vorteilhaft auch die vor dem Film anCOS Ρ" i
Es läßt sich leicht nachweisen, daß D3 D6 senkrecht zu C D3 gerichtet ist und
sin φ hat. Der von einem geordnete Ausgleichvorrichtung, die dazu dient, die zur Beleuchtung des Films bestimmten Lichtstrahlen so zu versetzen, daß sie gegenüber dem Film keine Verschiebung erfahren, gemäß der Erfindung ausgebildet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Ausgleich der Filmbewegung mittels gleichförmig rotierender optischer Teile für einen Kinematographen mit' gleichförmig bewegtem Film, gekennzeichnet durch zwei um einander parallele Achsen drehbar angeordnete Prismenkränze, die beide eine gleiche Anzahl rhombischer , Prismen in solcher Anordnung enthalten, daß die Ein- und Austrittsflächen der Prismen auf jenen Ach en senkrecht stehen, und daß die Prismen jedes Kranzes mit radialen Begrenzungsebenen aneinanderstoßen, wobei sämtliche Prismen so ausgebildet sind, daß sie den in sie parallel zu jenen Achsen eintretenden Strahlen die gleiche Parallelversetzung erteilen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1919346162D 1919-05-24 1919-05-24 Vorrichtung zum optischen Ausgleich der Filmbewegung fuer Kinematographen Expired DE346162C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE346162T 1919-05-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE346162C true DE346162C (de) 1921-12-24

Family

ID=6255050

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919346162D Expired DE346162C (de) 1919-05-24 1919-05-24 Vorrichtung zum optischen Ausgleich der Filmbewegung fuer Kinematographen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE346162C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2843835C2 (de) Binokulares Beobachtungsgerät
DE346162C (de) Vorrichtung zum optischen Ausgleich der Filmbewegung fuer Kinematographen
AT87586B (de) Vorrichtung zum Ausgleich der Filmbewegung mittels gleichförmig rotierender optischer Teile für einen Kinematographen mit gleichförmig bewegtem Film.
DE2021864B2 (de) Stereomikroskop nach greenough
DE697006C (de) Projektionseinrichtung fuer Planetarien
DE483739C (de) Verfahren und Apparat zur Aufnahme und Wiedergabe lebender Bilder mit stetig bewegtem Film
DE668936C (de) Filmapparat mit optischem Ausgleich
DE517036C (de) Vorrichtung zum Befestigen verschiedener Objektive an photographischen, insbesonderekinematographischen Apparaten
AT88500B (de) Vorrichtung für Kinematographen mit gleichförmig laufendem Film und mit nur unvollkommenem optischen Ausgleich der Filmbewegung.
DE581179C (de) Vorrichtung zur Erzeugung von monochromatischem Licht
AT145947B (de) Einstellvorrichtung für die Teilobjektive von Projektionsapparaten.
DE362108C (de) Vorrichtung zur Ermittlung der Oberflaechenform oder deren Projektionen aus zwei an den Enden einer Standlinie mit beliebig gerichteten Achsen aufgenommenen Photographien
DE492025C (de) Vorrichtung zum optischen Ausgleich der Bildwanderung in Vorfuehrungskinematographen
DE720177C (de) Einrichtung fuer Spektralapparate
DE553855C (de) Bildhaltekammer fuer Bildmessgeraete
DE731218C (de) Bildwerfer
DE421371C (de) Vorrichtung zum optischen Ausgleich der Bildwanderung bei Kinematographen
DE526309C (de) Projektionsapparat mit optischem Ausgleich
DE495386C (de) Optisches System fuer Farbenphotographie mit herausnehmbarem Farbenfilter
DE348836C (de) Doppelfernrohr
DE420478C (de) Vorrichtung zur gleichzeitigen Herstellung der Teilbilder einer Mehrfarbenaufnahme durch Teilung der ein Objektiv durchsetzenden Strahlenbueschel mit Hilfe optischer Mittel
DE352472C (de) Vorrichtung zum Kopieren der aus einem Photostereogramm zu entnehmenden Oberflaeche eines raeumlichen Gebildes
DE350194C (de) Vorrichtung zum optischen Ausgleich der Filmbewegung fuer einen Kinematographen
DE400845C (de) Linsensystem zum optischen Ausgleich mit einem mit diesem stetig bewegten Filmbild
DE283494C (de)