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Immerwährender Kalender. Die Erfindung betrifft einen immerwährenden
Kalender mit Blättern oder Blattstreifen, die auf einer Seite die Bezeichnungen
der Wochentage, auf der anderen Seite die Tageszahlen tragen. Gemäß der Erfindung
ist die Anordnung derart getroffen, daß bei der Änderung der Tageszahl. zur gleichen
Zeit und mit demselben Handgriff auch der Namen des Wochentages sichtbar gemacht
wird. Dies wird dadurch ermöglicht, daß auf der Rückseite der die Tageszahlen tragenden
Blätter oder Blattstreifen die Bezeichnungen der Wochentage in stetiger Folge angebracht
sind und daß eine Einrichtung vorgesehen ist, welche gleichzeitig mit der Änderung
der Tugeszahidenbeireffenden Namen des Wochentages auf dem vorhergehenden oder nachfolgenden
Blatt oder Streifenteil sichtbar werden läßt.
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Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise
veranschaulicht. Abb. i bis q. zeigen die eine Ausführungsform in verschiedener
Einstellung, Abb. 5 ist eine Einzelheit, Abb. 6 ist ein Längsschnitt durch die zweite
Ausführungsform.
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Abb- 7 und 8 zeigen dieselbe in Vorderansicht bei verschiedener Einstellung.
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Bei der in Abb. i bis 5 dargestellten Ausführungsform ides Erfindungsgedankens
finden so viele Kalenderblätter a Verwendung, wie Monatstage möglich sind, also
höchstens 3i. Dieselben werden in ihrem oberen Teile mit -zwei'Löch'ern versehen
und -auf Bügeln b aufgereiht, die uuf .der Kalendertafel c befestigt sind. Diese
Anordnung ermöglicht das Niederschlagen der nach oben gestellten Blätter in der
aus der Zeichnung leicht erkennbaren Weise.
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Erfindungsgemäß werden auf der Rückseite jedes Blattes sämtliche Bezeichnungen
der Wochentage in stetiger Folge angebracht, also von Montag bis einschließlich
Sonntag. Dabei tritt aber insofern ein Wechsel in der Anordnung ein, als jedes folgende
Blatt mit der nächstfolgenden Tagesbezeichnung beginnt, so daß also an jeweils der
gleichen Stelle der einander folgenden Blätter die jeweils nachfolgende Tagesbezeichnung
steht. Diese Anordnungsart ergibt sich aus Abb. i und 3. In Abb. i beginnt das hochgeschlagene,
z. B. zum g. September gehörende Blatt der Tagesbezeichnungen mit der Bezeichnung
Mittwoch, während das nächstfolgende, zum io. September gehörende Blatt (Abb. q.)
mit der Bezeichnung Donnerstag beginnt. Es findet sich also z. B. an der dritten
Stelle bei der ersten Darstellung ein Freitag, bei der zweiten Darstellung in erforderlicher
Weise aber ein Samstag, und z. B. an letzter Stelle ein Dienstag oder ein Mittwoch.
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Um die jeweils richtige Tagesbezeichnung hierbei kenntlich zumachen,
kommen Scheiben d zur Verwendung, die je einen einzigen Ausschnitt f haben, der
so groß ist, daß unter ihm jeweils nur eine Tagesbezeichnung in Erscheinung treten
kann. Es sind also so viele Scheiben d erforderlich, wie Wochentage vorhanden sind,
d. h. im ganzen 7. Diese Scheiben und ihre Ausschnitte sind der Einfachheit halber
sämtlich in Abb. 5, teilweise in punktierten Linien, zur Darstellung gebracht.
Richtet
man die Scheiben so ein, daß sie mit dem unteren Teil nach oben gekehrt Verwendung
finden können, so sind, wie leicht erkennbar, nur vier Scheiben d. erforderlich.
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Beim Beginne eines Monats bringt man diejenige Scheibe d zur Anwendung,
die jene Tagesbezeichnung frei läßt, welche dem ersten Tage des Monats zukommt,
z. B., wie in Abb. 2 dargestellt ist, eine solche Scheibe, die die Bezeichnung Dienstag
für den g. September in Erscheinung treten läßt. Dabei ist die Scheibe für den ganzen
Monat ausreichend. Man hat für die Änderung nur jeweils die Scheibe abzunehmen oder
in die Höhe zu klappen usw., und das zunächst darunter liegende Blatt nach unten
zu klappen, um die richtige Einstellung für den nächsten Tag zu haben. Aus den oben
angegebenen Gründen tritt nämlich gleichzeitig mit der nächstfolgenden Zahl auch
die nächstfolgende Tagesbezeichnung unter dem Ausschnitte in Erscheinung; beim dargestellten
Beispiele (vgl. Abb. q. und 5) mit der Zahl io die Tagesbezeichnung Mittwoch.
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Die Monatsbezeichnungen Januar bis Dezember werden auf je einem Blatt
g vorgesehen und diese in Haltern lt untergebracht. Jeweils beim Beginne eines Monats
ist die Monatsbezeichnung zu wechseln.
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Bei der in Abb. 6 bis 8 dargestellten Ausführungsform sind die Tageszahlen
auf einem einzigen Bande in stetiger Folge untergebracht. Es finden sich also auf
diesem Bande die Zahlen i bis 31. Auf der Rückseite des Bandes sind die Tagesbezeichnungen
in stetiger Folge angebracht, und zwar immer so, da,ß auf dem jeder Zahl zugehörigen
Raume der Rückseite jeweils sechs Wochentage, also z. B. Montag bis Samstag, untergebracht
sind. Für die nächste Zahl beginnt dann die Tagesbezeichnungsreihe mit Sonntag und
endet mit Freitag. Bei der Verschiebung des Bandes zum Zwecke der Änderung der Tageszahl
tritt auf diese Weise gleichzeitig eine Änderung-der Tagesbezeichnung um jeweils
einen Tag ein, wie z. B. aus Abb. 7 und 8 (Dienstag, den g. September bzw. Mittwoch,
den io. September) erkennbar ist.
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Das Band k ist mit seinen Enden auf je eine Rolle .x oder n
aufgewickelt, und zwar auf der Rolle ia im umgekehrten Sinne wie auf der Rolle ;n.
Um seine Verstellung herbeizuführen, hat man lediglich an dem der Rolle zt zugehörenden
Handgriffe o entsprechend zu drehen, worauf das Band im Sinne des Pfeiles x der
Abb. 6 verschoben wird. Ist das Band am Monatsende vollständig oder nahezu vollständig
auf die' Rolle n aufgewickelt, so muß für den neuen Monat das Band auf die Rolle
m durch Drehen an deren Handgriff p vollständig zurückgewickelt werden, worauf während
dieses ganzen Monats jeweils nur eine einzige Handhabung an dem Griffe o zur Verstellung
nötig ist. Dabei erscheinen die Tageszahlen jeweils in dem Ausschnitte q der Kalendertafel
r, während die Tagesbezeichnungen in jeweils richtiger Folge unter dem Ausschnittes
in der Kalendertafel sichtbar werden.
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Um den durch die Verschiedenheit der Anzahl der Tage der Monate am
Monatsende bedingten Wechsel in der Tagesbezeichnung eintreten lassen zu können,
ist folgende Einrichtung getroffen: Es wird zwischen der Rolle m, von der das Band
kommt und der Rolle n, auf die das Band in solchem Sinne aufgewickelt wird, daß
die Rückseite des Papierbandes obenauf zu liegen kommt, eine Schleife t gebildet.
Diese wird dadurch geschaffen, daß man das Band am Ende des Ausschnittes q über
einen Stab oder .eine kleine Rolle u laufen läßt und das Band dann wieder nach unten
führt, um es über einen zweiten Stab oder eine Rolle v gehen zu lassen und dann
nach oben der Rolle 7t zuzuführen. Der- Stab oder die Rolle v sind umsteckbar, zu
welchem- Zwecke in den entsprechend vergrößerten Lagerschilden w der Rolle m eine
Reihe von Löchern y vorgesehen sind: Die Anzahl der Löcher entspricht der Anzahl
der Wochentage, also 7, während die Entfernung .der Lochmitten dem halben Abstande
der Mittellinien der Tagesbezeichnungen auf dem Bande entspricht. Es ist ersichtlich,
daß man durch, z. B. Tieferstecken des Stabes v in das nächstfolgende Loch und entsprechendes
Vergrößern der Schleife t die nächstfolgende Tagesbezeichnung in dem Ausschnitte
-s in Erscheinung treten lassen kann. Man kann also durch entsprechendes Versetzen
des Stabes v jede beliebige Tagesbezeichnung in dem Ausschnitt s erscheinen lassen
und dadurch den notwendigen Wechsel der Tagesbezeichnung bei Beginn jeden Monats
bewerkstelligen. .Ist auf diese Weise die erste Einstellung beim Monatsbeginn gemacht,
so daß also der Tageszahl die richtige Tagesbezeichnung entspricht, so ist die Einstellung=
für den ganzen Monat gemacht und man hat, wie schon gesagt, für jeden nächsten Tag
nur eine einzige Hand-, habung am Griffe d der Rolle n vorzunehmen, d. h.
diese soweit zudrehen, - daß die nächste Zahl im Felde q erscheint, wodurch gleichzeitig
die richtige Tagesbezeichnung im Felde s eingestellt wird.
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Auch bei, dieser Ausführungsform können, wie bei der erstgeschilderten;
die Monatsbezeichnungen auf besonderen Blättern g in -Haltern h der Kalendertafel
y untergebracht sein und müssen dann -.bei jedem Monats--.
beginn
entsprechend umgesteckt werden. Durch die Erfindung ist also ein in einfachster
Weise zu bedienender immerwährender Kalender geschaffen. .