DE34578C - Entfernungsmesser - Google Patents
EntfernungsmesserInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
- G01C3/10—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
PAUL SELLE in BERLIN. Entfernungsmesser.
Der vorliegende Entfernungsmesser besteht aus zwei mit Fadenkreuzen versehenen Visirfernrohren,
deren Längsachsen in einer für die * hier angeführte Berechnung auf 2 m angenommenen
Entfernung von einander in ihrer Anfangslage parallel gerichtet, und welche nur aufwärts und abwärts, nicht seitwärts beweglich
sind, Fig. 2 α und 2b. Von diesen Fernrohren ist das zur linken Hand befindliche fest
mit seiner Grundplatte verbunden oder behält doch seine Anfangsstellung auf derselben unverändert
bei. Das zur rechten Hand befindliche Fernrohr, Fig. 2B, ist, abweichend von den bisherigen Constructionen, auf einem Kreisbogen
befestigt, welcher ein Stück der Peripherie eines Kreises bildet, dessen Radius nach der hier
zu Grunde gelegten Berechnung 50 m beträgt. Dieser Kreisbogen, aus Stahl oder anderem
Material mit einem Querschnitt von vielleicht 3 cm im Quadrat, bewegt sich in einer in die
Grundplatte eingeschnittenen Bahn, welche die gleiche Krümmung wie der Kreisbogen hat.
In der Mitte der Grundplatte, die 4 bis 5 cm stark ist, ist eine senkrecht stehende Walze von
einem Durchmesser von 2 cm so eingestellt, dafs ihr Mantel die äufsere senkrechte Fläche
des Kreisbogens berührt, derart, dafs mit der Bewegung des Kreisbogens eine Drehung der
Walze um ihre Längsachse erfolgt, Fig. 3 und 4. Zur Erlangung einer sicheren Bewegung
ist die senkrechte Aufsenfläche des Kreisbogens und die Walze mit ihren senkrecht
stehenden Zähnen oder Canneluren event, mit Leder oder Gummi bekleidet.
Jn der Fig. 1 . stellt A das linke feste, B das
rechte drehbare Visirinstrument dar. In der Anfangslage sind die Achsen beider Fernrohre
parallel gerichtet, so dafs A P//B Z. Zur Ermittelung der Entfernung des Punktes P wird
der Kreisbogen des rechten Visirinstruments nach rechts geführt, bis die Achse des Fernrohrs
auf den Punkt P gerichtet ist. Hierbei bewegt sich das Fernrohr und der Kreisbogen
von B nach Z^. Um die Entfernung
des näher liegenden Punktes P1 zu ermitteln, wird der Kreisbogen wieder nach rechts geführt,
um das Stück B1 B2 etc. Bei allen diesen
Bewegungen dreht sich der Kreisbogen mit dem Fernrohr um seinen ideellen, aufserhalb
des Entfernungsmessers liegenden Mittelpunkt M, also um den Mittelpunkt M eines Kreises vom
Radius von 50 m. Diese Drehung des Fernrohrs erfolgt nun aber durch Seitwärtsschiebung
des Kreisbogens nach der rechten Seite hin. Hierdurch wird zugleich die Bewegung des
Kreisbogens auf die Walze übertragen. Die Walze ragt mit einer vielleicht Y2 cm. starken
Verlängerung ihrer Achse über die obere Fläche der Grundplatte hervor, Fig. 4. Setzt man
auf diese Verlängerung eine Nadel auf, welche bei einer Gröfse der Grundfläche von vielleicht
20 cm im Quadrat 9 bis 10 cm lang sein könnte, so zeigt die Nadel auf Kreisen, welche
in der oberen Fläche der Grundplatte um die Walzenachse als Mittelpunkt gezogen sind, mit
Deutlichkeit auch sehr geringe Bewegungen der Walze und des Kreisbogens an.
Bei einem Durchmesser der Walze von 2 cm stellt sich der Winkel, um welchen sich
die Walze dreht, als 5000 mal gröfser dar als
derjenige Winkel, welcher an dem Mittelpunkt M des Kreises von 50 m, Fig. 1, entsteht, so dafs
beispielsweise, wenn
a) der Winkel bei M= ο°i.' ist, der Winkel
der Walze =83,33°,
b) der Winkel bei M= o° 1,02657' ist? der
Winkel der Walze = 85,547°, - c) der Winkel bei M = o° 1,0481' ist, der
Winkel der Walze = 87,34° beträgt, Winkel, welche den Entfernungen von 6925,38 m, bezw.
6800 m, bezw. 6700 m entsprechen.
Im Einzelnen sind die Resultate folgende: Für die Entfernung von
6800 m ergiebt sich ein Winkel von 85,547°, 6750 m - - 86,442°,
6700 m -. - - - - 87,34°, 6650 m - - - - - 88,2497°, 6600 m - - - - - 89,163°
u. s. w.
3000 m ergiebt sich ein Winkel von 198,08°,
2975 m - ■ - - - - 199,858°, 2950 m - - - - - 201,625°,
2900 m - - - - 205,2°
u. s. w.
500 m ergiebt sich ein Winkel von 1273,784°,
. 490.m ' . - - - - - 1302,8°
u. s. w.
,4'IOm ergiebt sich ein Winkel von 1591,7486°,
400 m - - 1637,4825°.
Hiernach würde der Apparat bei genügender Schärfe der Fernrohre und bei hinreichender
Länge der Anzeigenadel auf Entfernungen bis -zu einer Meile und wohl noch weiter Unterschiede
von 50 m und weniger anzeigen, bei näheren Entfernungen, und zwar noch über .500 m hinaus, bis auf den einzelnen Meter
genau messen,, in der Entfernung von 410 bis 400 m sogar derartig, dafs der einzelne Meter
durch eine Bewegung der Nadel um 4,57° angezeigt würde.
Für die Winkel über 3600, welch letzterer
auf die Entfernung von 1650,38 m fällt, werden auf der Oberfläche der Grundplatte innerhalb
des ersten Kreises weitere Kreise gezogen, und zwar müfsten, um die Entfernung von 400 m
zu bestimmen, ungefähr 4Y2 Kreis eingezeichnet
werden. Um sodann zu wissen, welchem Kreise die zutreffenden Zahlen zu entnehmen
sind, wird auf der oberen Fläche des Kreisbogens und zugleich auf der Platte ein Normalstrich
N, Fig. 2a, angebracht, welcher diejenige Lage bezeichnet, bei welcher die Achse des
rechten Fernrohrs in einer der Achse des linken Fernrohrs parallelen Ebene liegt. Aufser
dem Normalstrich N werden auf dem Kreisbogen Striche eingezeichnet, welche mit dem
Punkte der ersten, zweiten u. s. w. Umdrehung zusammenfallen, so dafs man vom ersten
Kreise abliest, so lange der erste dieser Striche •links von dem Normalstrich auf der Platte
liegt, vom zweiten, so lange der zweite links davon liegt u. s. w.
Die Anbringung der Entfernungszahlen auf den Kreisen könnte bei völlig genauer Construction
auf Grund blofser Berechnungen von vornherein geschehen. Mit Rücksicht auf Constructionsungenauigkeiten werden dieselben
aber durch das Einstellen des Apparates auf bekannte Entfernungen sicherer bestimmt.
Constructionseinzelheiten.
I. Für den Kreisbogen.
I. Für den Kreisbogen.
a) Derselbe erhebt sich bei einem Durchmesser von 100 m und einem Radius von
50 m in einem Kreisabschnitt von 1 m Grundlinie 2,22 mm über dieselbe. Da es jedoch
nicht auf das Festhalten der Gröfse von 50 m für den Radius ankommt, wird vielleicht eine
Krümmung von 2 mm anzuwenden sein, die einem Radius von 62,498 m entspricht und
eine noch gröfsere Genauigkeit des Apparates zur Folge haben würde.
b) Die Länge des Kreisbogens beträgt bei der Annahme des Radius von 50 m falls der
Apparat nur auf Entfernungen von 400 m, und darüber Anwendung finden soll, ungefähr
28,5 cm. Um die Bewegung der Nadel nicht zu hindern, müssen bei der Gröfse der Grundplatte
von 20 cm im Quadrat die Träger des Fernrohrs nach jeder Seite ca. 5 cm hinausgerückt
werden, so dafs sich für den Kreisbogen oder doch wenigstens für seine obere Fläche eine Länge von ungefähr 40 cm ergiebt.
c) Zur Erleichterung der Verschiebbarkeit des Kreisbogens werden in der Grundfläche
des Einschnittes, in dem sich der Kreisbogen bewegt, mehrere kleine Walzen angebracht,
Fig. 4. Zur Sicherung der Bewegung des Kreisbogens greifen auf dessen innerer senkrechten
Fläche in einen daselbst angebrachten Einstrich Haltefedern ein, deren Kopf event,
mit einer kleinen, senkrecht stehenden Walze versehen ist. Die senkrechte Aufsenfläche des
Kreisbogens, welche den Mantel der Walze berührt, lehnt sich mit dem oberen, von der
angebrachten Zahnreihe frei bleibenden Streifen gegen den überspringenden Theil der Oberfläche
der Grundplatte oder gegen einen entsprechenden Ansatz auf der Grundfläche des
Einschnittes, Fig. 4.
d) Um den über die Grundfläche des Einschnittes seitwärts hinüberstehenden Theilen des
Kreisbogens eine Unterlage zu gewähren, werden zwei mit gabelförmigen Haltern versehene
Bahnen von der Seite in die Grundplatte eingeschoben. Auf denselben sind zur Sicherung
der Bewegung des Kreisbogens Halteschienen angebracht, Fig. 2B.
II. Die Oberfläche und der mittlere Theil der 4 bis 5 cm starken rechten Grundplatte
besteht aus Eisen oder Stahl. Die-Tiefe, des
Einschnittes für den Kreisbogen beträgt ungefähr 3Y2 cm, so dafs die Oberfläche des
Kreisbogens vielleicht 3 mm tiefer liegt, als die Oberfläche der Grundplatte. Dies ist erforderlich,
um am Eintritt und Austritt des Einschnittes an denjenigen Stellen, wo die Kreislinien
an den Einschnitt treten, Lager für quer über den Einschnitt zu legende Platten, auf
welchen die fehlenden Stücke der eingezeichneten Kreise ergänzt sind, anzubringen.
III. Das linke Fernrohr bleibt stets in seiner Stellung, doch ist sein Gestell in ein schwalbenschwanzartiges
Lager eingeschoben, damit es für den Transport aus der Grundplatte
herausgezogen werden kann, Fig. 2a.
' IV. Die beiden Grundplatten sind durch einen Stab verbunden, der jedoch' für den Transport von den Platten trennbar ist, und der das Ansetzen anderer Stäbe in der Art ermöglicht, dafs die Entfernung der beiden Grundplatten von 2 bis auf 4 m gebracht werden kann, wenn mit demselben Apparat eine gröfsere Genauigkeit erzielt werden soll. Da nun bei der Entfernung von 4 m sich andere Winkelmafse für die Distanzen ergeben, so werden diese auf einer der Oberfläche der rechten Grundplatte entsprechenden besonderen Stahlplatte aufgezeichnet, welche sodann auf die Grundplatte gelegt wird, am einfachsten wohl vermittelst Aufschiebens auf Stifte, welche an den Ecken der Grundplatte angebracht sind, Fig. 2e.
' IV. Die beiden Grundplatten sind durch einen Stab verbunden, der jedoch' für den Transport von den Platten trennbar ist, und der das Ansetzen anderer Stäbe in der Art ermöglicht, dafs die Entfernung der beiden Grundplatten von 2 bis auf 4 m gebracht werden kann, wenn mit demselben Apparat eine gröfsere Genauigkeit erzielt werden soll. Da nun bei der Entfernung von 4 m sich andere Winkelmafse für die Distanzen ergeben, so werden diese auf einer der Oberfläche der rechten Grundplatte entsprechenden besonderen Stahlplatte aufgezeichnet, welche sodann auf die Grundplatte gelegt wird, am einfachsten wohl vermittelst Aufschiebens auf Stifte, welche an den Ecken der Grundplatte angebracht sind, Fig. 2e.
V. Die Unterstützung der beiden mit einander verbundenen Grundplatten geschieht durch
zwei Stative, die ebenfalls durch einen trennbaren und das Ansetzen weiterer Stäbe ermöglichenden
Stab verbunden sind. Um die Grundplatten der Fernrohre zur leichtern Einrichtung
des linken Fernrohrs auf das Object bequemer drehbar zu machen, werden die
beiderseitigen Verbindungsstäbe vielleicht nach der in Fig. 2 bezeichneten Art in einem Punkte,
in der Regel in der Mitte, durch einen Stift zusammengehalten.
Für den Abstand der Fernrohre von nur ι m wird voraussichtlich ein Stativ genügen.
Diese Constructionseinzelheiten sollen jedoch nicht mafsgebend sein , sondern nur eine Art
der Construction veranschaulichen. Die angegebenen Gröfsen insbesondere werden je nach
der Bedeutung, die man der Transportfähigkeit des einzelnen Apparates beimifst, zu ändern
sein. Die Stärke des Kreisbogens wird durch die Schwere des Fernrohrs beeinflufst, seine
Länge wird für Ermittelungen näherer Entfernungen als 400 m zu vergröfsern sein. Ebenso
soll die dargestellte Bewegungsart des Kreisbogens und seine Sicherung nicht ausschliefslich
mafsgebend sein. Endlich kann der Durchmesser der Walze sowie die Krümmung des
Kreisbogens geringer oder gröfser hergestellt werden.
Vorzüge dieses Entfernungsmessers liegen:
1. in seiner Leistungsfähigkeit,
2. in seiner bequemen Transportfähigkeit.
Hinsichtlich letzterer wird bemerkt, dafs die
Hinsichtlich letzterer wird bemerkt, dafs die
Füfse des Stativs ebenfalls von ihren Platten trennbar herzustellen sind, so dafs, da auch
die Verbindungsstäbe zu trennen und die Fernrohre aus den Grundplatten zu nehmen
sind, der zusammengelegte Apparat nur wenig Raum erfordert.
3. Bei Aufstellung des Apparates kommt es auf eine horizontale Stellung der Platten oder
parallele Lage der Achsen der Fernrohre selbst nicht an. Das einzige Erfordernifs ist, dafs die
beiden Grundplatten in derselben Ebene oder doch in parallelen Ebenen liegen, ein Erfordernifs,
welches durch die Verbindungsstäbe gesichert wird. Die Achsen der Fernrohre liegen
bei der Einstellung des rechten Fernrohrs auf den Normalstrich in parallelen Ebenen, einer
horizontalen oder parallelen Einrichtung bedarf es nicht.
4. Für Höhenmessungen, welche im Anschlufs
an die ermittelten Entfernungen vorgenommen werden sollen, läfst sich das rechte
Fernrohr mit der rechten Grundplatte in folgender Weise anwenden:
Man trennt die Grundplatte von dem Verbindungsstab , kippt sie auf die schmale linke
Seitenfläche auf und rückt sie an den linken Rand des Stativs. Letzteres erhält an der
Stelle, wo sodann der Einschnitt der Grundplatte für den Kreisbogen auf der Stativplatte
zu liegen kommt, einen entsprechenden Einschnitt. Nunmehr steht der Einschnitt der
Grundplatte und mit ihm der darin liegende Kreisbogen senkrecht, das Fernrohr nach links
heraus. Giebt man nun dem Fernrohr eine genau horizontale Lage als Anfangslage, so
geschieht das Einrichten desselben auf den Punkt, dessen Höhe über oder unter dem
Horizont des Beobachters bestimmt werden soll, ebenfalls vermittelst einer Bewegung des
Kreisbogens, welche wieder auf die jetzt horizontal liegende Walze übertragen wird. Mit
Rücksicht darauf jedoch, dafs die Bewegung eines Kreisbogens, der zu einem Radius von
50 m und selbst nur 25 m gehört, bei mäfsigen Entfernungen eine sehr bedeutende ist, würde
ein Kreisbogen mit einem Radius von iom zweckentsprechend sein. Aufserdem wäre es
zur gröfseren Sicherheit bei der Messung erforderlich, dafs das Fernrohr bei dem Aufwärts
- oder Abwärtsbewegen des Kreisbogens sich nicht seitwärts aus der dem Kreisbogen
parallelen senkrechten Ebene, in welcher sich die Achse des Fernrohrs in der Anfangslage
befinden mufs, herausdreht. Deswegen würde
das Fernrohr nicht senkrecht zu dem Kreisbogen beweglich, sondern ihm parallel beweglich anzubringen sein. Der Kreisbogen
selbst würde ferner infolge seiner senkrechten Stellung eines stärkeren Haltes bedürfen, was
in der Weise zu erreichen ist, dafs der Einstrich des Kreisbogens, in welchen die Haltefedern
eingreifen, unten tiefer als oben gearbeitet, und dafs derselbe auf der äufseren
Seite des Kreisbogens angebracht wird, während sodann die Zahnreihe auf die innere Seite des
Kreisbogens verlegt und dementsprechend auf dieser Seite auch die Walze angesetzt wird.
Diese Construction liefse sich an der rechten Grundplatte unter Benutzung der vorhandenen
Walze in der Art anbringen, dafs die Bahn für den Kreisbogen von io m Radius in die
Grundfläche der Platte eingeschnitten wird, und zwar in derselben Entfernung von der Mitte
der Grundplatte nach hinten, wie der Einschnitt in der Oberfläche der Platte nach vorn
liegt, und so, dafs' der eingeschobene Kreisbogen von io m Radius mit seiner Innenseite
die Walze berührt. Für die Höhenmessung würde dann die Grundplatte nach Herausnahme
des zur Längenmessung bestimmten Kreisbogens von 50 m Radius auf die linke Schmalseite
gekippt und an den rechten Rand der Stativplatte gerückt werden, so dafs dann das
Fernrohr rechts heraussteht, während die Entfernungen auf der linken Seite abgelesen werden,
was noch den Vortheil hat, dafs die Befestigung des Fernrohrs an dem Kreisbogen ohne
Rücksicht auf die Anzeigenadel geschehen kann. Da bei dieser Construction jedoch ein zweiter
Kreisbogen nöthig wird, so erscheint es zweckmäfsiger, für Höhenmessungen neben dem
Apparat für die Längenmessung einen besonderen, eines senkrecht stehenden Kreisbogens,
aber nur eines Fernrohrs und eines Stativs in der beschriebenen Weise bedürfenden
Apparat mit sich zu führen. .
Anwendung des Entfernungsmessers.
In erster Linie zu topographischen Aufnahmen ins Auge gefafst und zu diesem Zweck in Verbindung mit dem Höhenmesser zu benutzen , wird der 'Entfernungsmesser jedoch von besonderer Bedeutung durch seine bequeme Anwendbarkeit im Gefecht, und hier insbesondere für die Artillerie. Der Apparat kann auf einfache Weise, unter Fortfall der Stative und Verbindungsstäbe, vielleicht nach der in Fig. 5 angedeuteten Art, mit der Laffete des Geschützes vermittelst Einlassung und Oesen trennbar verbunden werden in der Weise, dafs er nach Ermittelung der Entfernung des Gegners vor dem Schufs abgenommen werden kann. Der zu seinem Transport erforderliche schmale Kasten wird bei dem Geschütz selbst verbleiben können. Für das Infanteriegefecht wird ein Abstand der Fernrohre von 1 m genügen und das Stativ vielleicht durch Auflegen der Platten auf je ein Gewehr ersetzt werden können.
In erster Linie zu topographischen Aufnahmen ins Auge gefafst und zu diesem Zweck in Verbindung mit dem Höhenmesser zu benutzen , wird der 'Entfernungsmesser jedoch von besonderer Bedeutung durch seine bequeme Anwendbarkeit im Gefecht, und hier insbesondere für die Artillerie. Der Apparat kann auf einfache Weise, unter Fortfall der Stative und Verbindungsstäbe, vielleicht nach der in Fig. 5 angedeuteten Art, mit der Laffete des Geschützes vermittelst Einlassung und Oesen trennbar verbunden werden in der Weise, dafs er nach Ermittelung der Entfernung des Gegners vor dem Schufs abgenommen werden kann. Der zu seinem Transport erforderliche schmale Kasten wird bei dem Geschütz selbst verbleiben können. Für das Infanteriegefecht wird ein Abstand der Fernrohre von 1 m genügen und das Stativ vielleicht durch Auflegen der Platten auf je ein Gewehr ersetzt werden können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Entfernungsmesser, welcher die Entfernung mittelst eines festen und eines um eine feste Achse drehbaren Visirinstruments mifst und bei welchem ein verhältnifsmäfsig grofser Ausschlag des Zeigers dadurch erreicht ist, dafs das bewegliche Visirinstrument mittelst einer Kreisbogennuth um eine aufserhalb des Entfernungsmessers liegende ideelle Achse geführt wird, so dafs also die Verlängerung der optischen Achse des Visirmittels diese ideelle Achse schneidet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34578C true DE34578C (de) |
Family
ID=310482
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34578D Expired - Lifetime DE34578C (de) | Entfernungsmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34578C (de) |
-
0
- DE DENDAT34578D patent/DE34578C/de not_active Expired - Lifetime
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