DE23013C - Neuerungen an Entfernungsmessern - Google Patents

Neuerungen an Entfernungsmessern

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DE23013C
DE23013C DENDAT23013D DE23013DA DE23013C DE 23013 C DE23013 C DE 23013C DE NDAT23013 D DENDAT23013 D DE NDAT23013D DE 23013D A DE23013D A DE 23013DA DE 23013 C DE23013 C DE 23013C
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J. PH. NOLAN in Ballinderrv, England
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/10Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
    • G01C3/18Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with one observation point at each end of the base

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Description

KLASSE 42: Instrumente.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden Neuerungen an Entfernungsmessern, mit deren Hülfe ein rasches und bequemes Messen von Distanzen für die Zwecke des Militairs, Seemannes, Ingenieurs U.A. ermöglicht wird.
Die Neuerungen selbst bestehen in Vorrichtungen zum Fixiren der Mefsinstrumente an eine passende Basis, welche ein Stab sein kann, oder ein Rohr, Rahmenwerk oder andere zweckdienliche Unterlage; ferner in zwei Halbinstrumenten besonderer Construction, sowie endlich in der Anbringung eines Hülfshalters zur Herstellung einer kleinen Basis für die Zwecke der Adjustirung der Instrumente, ·. welche Hülfsbasis permanent oder ablösbar an der Hauptbasis befestigt ist, oder in gegebenen speciellen Fällen mit dem einen der beiden Halbinstrumente in derselben Hülse, Schlitz oder anderen Vorkehrung an der Basis sitzt, oder endlich eine selbstständige Befestigung an dieser findet.'
Die eben charakterisirten Neuerungen sind auf beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar veranschaulicht:
Fig. ι die Basis für das Mefsinstrument in Gestalt eines Stabes oder Rohres mit drei Aufnehmern oder Schuhen in verkleinertem Mafsstabe;
Fig. 2 die Endansicht eines Schuhes in vergröfsertem Mafsstabe;
Fig. 3 eine Ansicht der beiden Halbinstrumente, auf einer kleinen Basis gedacht, für die Zwecke der Prüfung und Berichtigung;
Fig. 4 und 5 ein Grundrifs bezw. Aufrifs des Stechers; .... '.·. . ·. ...
Fig. 6 und 7 ein Grundrifs bczw. Aufrifs des Ablesers;
Fig. 8 und 8 a ein Detail der in Verbindung mit dem Visirer gebrauchten Haltevorrichtung im Schnitt;'
Fig. 9 eine besondere Scala für den Visirer des Ablesers in stark vergröfsertem Mafsstabe;
Fig. 10 bis 13 Modificationen der beiden Mefs'Halbinstrumente;
Fig. 14 und 15 Ansicht eines besonderen Schuhes für das eine der Halbinstrumente und eines Halters für das andere bei ihrer Anwendung an Handfeuerwaffen.
Mit Ausnahme der Fig. 9 und 3 sind alle Ansichten der Instrumente in gröfserem Mafsstabe gezeichnet als die übrigen Figuren.
Wenn, wie in Fig. !dargestellt, die Basis des Instrumentes ein Stab oder ein Rohr ist, so ist dieselbe mit drei Aufnehmern oder Schuhen ABC ausgerüstet zur Aufnahme der . Zungen oder Füfse JV' JV" der beiden Halbinstrumente. Die Construction dieser Schuhe bietet an sich nichts Neues, und können dieselben durch andere zum Erfassen und Festhalten der Instrumente an der Basis geeignete Vorkehrungen ersetzt werden. Die Neuheit besteht in der 1 Thatsache, dafs, wenn zwei der Schuhe A und C weit von einander entfernt sind, d. h. sich je an dem einen Ende der optischen Basis befinden, zwei, A und B1 dicht bei einander stehen. Es könnten auch vier solcher Schuhe angebracht werden, zwei weit von einander entfernt und zwei dicht bei einander befindlich; oder es sind nur zwei Schuhe vorhanden, von denen der eine verschiebbar ist j so dafs, er dem anderen genähert werden kann; oder es sind zwei feste und ein verschiebbarer Schuh vorgesehen oder endlich wird eine besondere kleine Basis mit
zwei dergleichen Schuhen geschaffen; Die drei an erster Stelle angenommenen und durch Zeichnung veranschaulichten Schuhe bleiben jedoch die beste Einrichtung, um die verlangte , nur fur Prüfungszwecke dienende kleine Basis zu liefern. Diese kleine Basis sollte ein genauer und bestimmter Bruchtheil (z. B. Yj5) der gröfseren sein, obwohl dies nicht absolut nothwendig ist.
Von den angezeigten beiden Halbinstriimenten dient das eine zum Einstechen des Objectes, dessen Entfernung zu bestimmen ist; das zweite Halbinstrument dagegen dient zum Ablesen der gefundenen Distanz. . .
Ersteres sei mit Stecher, letzteres mit Ableser benannt. -
Der Stecher besteht aus einem Teleskop £>', am besten einem aufrechten Refractor.', An dasselbe ist unter optisch rechten Winkeln starr ein zweites Teleskop E' befestigt, am besten ein umkehrendes. Ich nenne D' den Visirer und E' den Einrichter (obgleich Teleskope wie das letztere öfters auch Collimationsteleskope genannt werden) Fig. 2.
Die Befestigung der genannten beiden Teleskope an einander kann durch ein Metallstück QQ, Fig. 4 und 5, geschehen, in welches zwei cylindrische Löcher unter rechtem Winkel zu einander gebohrt werden und durch welche die' Röhren der Teleskope hindurchgesteckt werden.
Der Visirer .des Stechers enthält in seinem Brennpunkt ein Fadenkreuz oder einen zugespitzten Stift oder einen dünnen, horizontal placirten Metallfaden, dessen Ende genau oder annähernd im Centrum des Feldes liegt. Fernerhin sollte eine Vorkehrung getroffen sein, um dem genannten Fadenkreuz oder Metallfaden eine feine horizontale Adjustirung zu Theil werden lassen zu können, welche durch einen Stift und ein Getriebe, ähnlich wie beim Aufziehmechanismus von Uhren, stattfindet und durch mittelst ablösbaren Schlüssels in Bewegung gesetzten Schützer O vor Unfällen bewahrt wird; oder man bedient sich zum gleichem Zwecke zweier Regulirschrauben oder anderer bekannter Mittel. ■ ■ ■ . .
Der Einrichter sollte umkehrend sein und in seinem Brennpunkt ebenfalls etwas Feines, jedoch Unterscheidbares besitzen, wie z. B. ein diagonal, also in Gestalt eines χ gestelltes Fadenkreuz oder eine dünne Metallplatte, welche, die eine Hälfte des Feldes bedeckend, mit einer in ihrem Mittelpunkt befindlichen feinen Kerbe in dem Brennpunkt placirt ist.
Es ist besonders vorteilhaft, sowohl den Einrichter des Stechers als auch den des Ablesers nahe dem Objectivglase seines bezw. Visirers zu befestigen, so dafs die Achsen beider Visirer einander sehr nahe gebracht werden können, wenn das Instrument einer Prüfung unterzogen werden soll. -
Ueber die Vorderseite des Einrichters ist als Schutz und Schattengeber ein Deckel K' aus dünnem Metall gesteckt. Ferner kann derselbe mit einem Gewicht W versehen sein, um das Ocularglas des Einrichters zu balanciren, so dafs das ganze System um die Achse des' Visirers im Gleichgewicht steht. .
Der Visirer D' ist auf einem Theil seiner Länge von einem Rohr F' F' umgeben, oder von zwei kurzen Rohren, in welchem er für gelegentliches Adjustiren ein wenig gedreht werden kann.
Das Rohr F' F' ist durch Löthung oder sonstwie an einem Metallblock ji/befestigt, Fig. 5, der von bedeutenden Dimensionen sein kann; dieselben variiren jedoch im allgemeinen nach den Verhältnissen des Gebrauches der Instrumente.
Der Block Mist so mit seinem Fufs oder seiner Zunge N' N' verbunden, dafs er gewünschten Falles eine in Bezug auf diese borizontale Bewegung ausführen kann. Dies geschieht mit Hülfe einer Angelschraube L und einer Klemmschraube T, welche beiden Schrauben in geeigneter Weise in das besagte Zungenstück versenkt sind. Das hierzu erforderliche Spiel wird zugelassen und bewirkt durch eine Aussparung der Schraubenbohrung T in der Zunge JV'; der Stecher kann damit gelegentlich auf dieser seiner Zunge ein wenig nach rechts oder links hin verschoben und in der erhaltenen Position durch Anziehen einer oder beider genannten Schrauben fixirt werden.
Ein fest an F' befestigter Metallstreifen x, Fig. 5, kann durch die Schraube^ an Q festgeklemmt werden. Der Schraube^ ist so viel Spiel gelassen, dafs der Visirer um ungefähr 5 ° in F' gedreht, aber durch Anziehen von y fest an F' angeklemmt -werden kann.
Auf das Ocular des Einrichters ist ein rechtwinkliges Prisma R gesetzt, welches nach Belieben aufgesetzt und wieder entfernt werden kann. Im ersteren Fall bietet es dem Fadenkreuz des Einrichters des Stechers den Himmel als dunklen Hintergrund; im letzteren Fall ist freier Blick durch den Einrichter gegeben.
Der Ableser D", Fig. 6 und 7, besteht ebenfalls aus zwei Teleskopen, am besten umkehrenden, mit Vorrichtungen zum Adjustiren, sowie zur Befestigung an der Basis. Der Visirer des Ablesers liegt in einem röhrenartigen Rahmenwerk F" mit kleinem Spiel für Rotation und sehr zartem Spiel für Horizontalverstellung. Dieses doppelte Spiel oder vielmehr die entsprechenden Adjustirungen werden erhalten dadurch, dafs der Visirer 2?" vorn von einem Ring / gehalten wird und hinten durch eine umgebogene Feder J, einen kleinen abgerundeten Stab Fund eine Schraube H, Fig. 8 und 8a/ Die Feder/ prefst das Rohr des Visirers sowohl von oben wie von den Seiten her*' Der
Ring / spielt in den Schrauben G G. Durch Drehen des Rohres von Hand innerhalb des Ringes / und zwischen der Feder J, der Schraube H und dem abgerundeten Stab V kann der Visirer in Rotation versetzt werden. Zur Begrenzung oder Controllling dieser Bewegung sind Hemmungen ZZ vorgesehen. Nach rechts und links hin kann der Visirer fein und frei bewegt werden mittelst der Schraube H; diese Adjustirung wird häufig zu benutzen sein.
Das röhrenförmige Rahmenwerk Fy F" ist mittelst Schrauben an der breiten, rechtwinklig umgebogenen Feder S. befestigt. Diese kann zusammengeprefst und wieder losgelassen werden durch Anziehen bezw. Lösen der Schraube U, welche auf ein Widerlager wirkt, gebildet von einem durch einen in genannter Feder befindlichen Schlitz oder Loch aufragenden Theil der Zunge JV". Das eine Ende der Feder S ist fest an die besagte Zunge angeschlossen. Die Schraube U schraubt sich in ein Loch des oben beschriebenen Widerlagers, welches auch aus einem besonderen an JV" befestigten Stücke bestehen kann, ein. Durch Drehen der ■Schraube Ü kann also die Achse des TeIeskopes JD" nach Belieben gehoben und gesenkt und damit in dieselbe optische Ebene mit der Achse von JD' gebracht werden.
Die Zunge JV" dient zur Befestigung des Ablesers in dem für seine Aufnahme bestimmten Schuh der Basis, zu welchem Zweck sie noch eine seitliche Feder besitzt.
Wie schon bemerkt, ist der Einrichter E" mit einem geradestehenden Fadenkreuz ausgerüstet. Seine Befestigung an dem Visirer D" erfolgt in gleicher Weise, wie für E' in Bezug auf./?' beschrieben wurde. Auch hier ist ein Deckel K", ähnlich dem K' des Stechers, vorhanden und mit Gegengewicht IV" versehen. Jedoch sollte K" entweder viel gröfser oder aber viel kleiner sein als K', damit beim Prüfen ein Deckel in den anderen passe und die Achsen von JD' und D" möglichst nahe an einander gebracht werden können.
Der Visirer D" des Ablesers besitzt in seinem Brennpunkt eine Scala, Fig. 9, in horizontaler, auf das Object gerichteter Lage. Diese Scala ist durch Gravur oder sonstwie auf Glas oder einem anderen für vorliegende Zwecke geeigneten Material aufgebracht. Sie besteht aus einer Linie, die Unendlichkeitslinie genannt, und Theilstrichen, welche in Entfernungen umgekehrt proportional zu gewissen ausgewählten Distanzen liegen, z. B., 100 m, 200 m, 300 m . .., und direct proportional zu der Länge der Basis und der Brennweite des Visirers des Ablesers, welcher die Scala enthält.
An Stelle dieser oder ähnlicher Scalen können auch andere mikrometrische Mittel Verwendung finden; der Gebrauch ersterer ist jedoch vorzu·· ziehen.
Modifikationen der Einrichtung und Construction des beschriebenen Instrumentes können zum Zweck leichterer Handhabung und Tragbarkeit des Apparates wohl getroffen werden, · jedoch sind dieselben vom optischen Standpunkte aus von nur geringer Bedeutung und in den meisten Fällen mit Verlust an Licht und anderen Complicationen verknüpft.
In den,Fig. 10 bis 13 ist eine derartige Modification veranschaulicht. . . .
Dieselbe besteht in der Ausrüstung der beiden Einrichter E' und E" mit Prismen P' F". Letztere werden am besten, wie auch in der Zeichnung dargestellt, gegenüber den Objectivgläsern placirt. Bei dieser Lage der Prismen laufen die Rohre der beiden Einrichter längs denen der Visirer D' D" hin und sind durch Q bezw. Q' an diesen befestigt. Die Sehachse der Einrichter wird auch hier rechtwinklig zu den Visirern liegen, da die Prismen die durch die Objectivgläser einfallenden Lichtstrahlen brechen. (Die Prismen bilden also nur einen wesentlichen Theil der Einrichter.) Auch das Fadenkreuz des Einrichters des Stechers kann durch den Einrichter des Ablesers gesehen werden.
Die Schutzvorrichtungen K' K" sind bei dieser Modification in die gezeichnete Stellung verlegt, da Gegengewichte vollständig überflüssig geworden sind.
Die im Vorstehenden beschriebene Erfindung ist besonders zum Gebrauch an Feuerwaffen geeignet. Hierzu wird ein besonderer Schuh C, Fig. 14, an dem Schaft X befestigt, und zwar an der rechten Seite des Zielenden, d.'h. von demselben ab* Der richtige Anbringungspunkt für den Schuh wird gefunden, indem man den Ableser an der Mündung des Gewehres placirt, dann den Stecher in den Schuh setzt und nun observirt. Ist der Schuh in der richtigen Lage, so werden beide Halbinstrumente oder vielmehr die Achsen von D' und JD" parallel zu einander stehen. . ·
Der besagte Schuh C kann auch durch andere Mittel ersetzt werden, wie man z. B. den Stecher mittelst einer Klampe an dem Gewehrschaft befestigen könnte, doch ist letztere Befestigung lästig und unbequem.
Für den Ableser können noch folgende Modification eintreten. Anstatt die Feder S, Fig. 7, wie beschrieben, an der Zunge zu befestigen, führe ich sie in eine Bajonnethülse und lasse die Schraube U in den.oberen Theil der Hülse, welche hier als Widerlager dient, eindringen. Der Bajonnetschlufs kann irgend welcher gebräuchlichen Art sein, nur wird verlangt, dafs er sauber und genau passe.
Sollte das Gewehr nicht ganz die erforderliche Länge besitzen, so fügt man zwischen* das Holz des Schaftes und der Kolbenkappe ein schwaches, falsches Stück Holz ein. '■:
Ein kleiner Schuh B, Fig. ι S, sollte noch
vorgesehen werden, welcher das Gewehr mittelst seines entweder geschnittenen oder durch Biegen
«erhaltenen Ringes und mit Hülfe von Schrauben nahe an der Mündung umfafst, um eine kleine Basis für Prüfungszwecke zu bilden. Auch kann zu gleichem Zweck ein kleiner Schuh an der
. Bajonnethülse angebracht werden, welche zur Aufnahme des Ablesers dient, wie Fig. 12 zeigt.
Man sollte sich durch Versuche die Gewifs-
heit verschaffen, dafs, wenn der Stecher in den Schuh eingeführt ist, auch die beiden Achsen der Visirer des Stechers und Ablesers parallel zu einander stehen, sobald die beiden Einrichter auf einander eingestellt sind. Ist dies nicht der Fall, so mufs die Lage des Schuhes so lange und so oft verändert werden, bis wenigstens ein roher Parallelismus erreicht ist. Vollständiger ■Parallelismus ist nur zur erhalten durch An-, Wendung der beschriebenen Adjustirvorrichtungen .■■■ des Ablesers.
Der Gebrauch des Instrumentes findet wie folgt statt:
Den Beginn der. Anwendung sollte immer eine Prüfung der Instrumente bilden. Hierzu wird der Ableser D" in den Schuh A, der Stecher D' in den Schuh B gesteckt. Nun wird in der Entfernung ein Punkt gewählt, dessen Abstand nicht unter 16 km sein sollte, wenn A circa 30 cm von B entfernt ist; ist aber A so nahe an C, dafs die Achsen der Visirer weniger als 5 cm von einander abstehen, so wird in den meisten Fällen ein Punkt von 3 km Entfernung genügen, für nicht besonders accurates Prüfen sogar eine Distanz von nur 15 km. Die Halbinstrumente werden nur mittelst ihrer Adjustirvorrichtungen so adjustirt, dafs beim Sehen durch den Einrichter des Ablesers die Fadenkreuze beider Einrichter scheinbar auf einander liegen, d. h. einen achtspitzigen Stern bilden. ; Es mag bemerkt werden, dafs ein kleiner Fehler in der Verticalverstellung bei guten Instrumenten •nicht von besonderen Folgen ist, wogegen die seitliche oder horizontale Adjustirung sehr genau genommen werden mufs. Diese horizontale Adjustirung ist in der ganzen vorliegenden Beschreibung nur in einem allgemeinen Sinne zu nehmen, da bei Instrumenten der hier in Be-■ tracht stehenden Art für gewöhnlich ein genaues Schrägstellen nicht vorkommt.
Hierauf werden beide Visirer mittelst der Schraube U in dieselbe Ebene gebracht, dann die Unendlichkeitslinie der Scala durch Bewegen der Basis mit den Instrumenten auf einen Punkt des Objectes und schliefslich wird das Fadenkreuz (oder sein Aequivalent) im Brennpunkt des Visirers ebenfalls auf jenen Punkt durch die seitliche Adjustirung des Fadenkreuzes von O aus eingestellt. Da durch die Benutzung einer Ad-. justiruhg die anderen Adjustirungen leicht gestört werden können, mufs sorgfältig beachtet werden, dafs sich nach Beschlufs der Operation die Fadenkreuze der Einrichter auch wirklich bedecken und zugleich das Fadenkreuz des Visirers des Stechers und die Unendlichkeitslinie der Scala des Ablesers genau in denselben Punkt des Objectes stehen.
Es ist wahrscheinlich, dafs beim Prüfen sowohl die horizontale Adjustirung des Stechers auf JV' als auch die Adjustirung durch Drehung in F' benutzt werden müssen; ist jedoch diese vorgängige Prüfung ausgeführt, so werden die Schrauben L Tnndy angezogen, und die Vorrichtungen des Ablesers allein genügen gemeinlich für jede weitere empfindlichere Adjustirung. Die Adjustirungen des Stechers werden nur bei Gelegenheit von Unfällen benutzt, oder um leichten, bei der Herstellung der Instrumente begangenen Fehlern zu begegnen.
: Um nun eine Distanz anzunehmen, wird der Stecher D' aus dem Schuh B genommen und in C eingesetzt, das Fadenkreuz des Visirers des Stechers durch Bewegen der Basis und damit des ganzen Systemes auf den betreffenden Objectspunkt eingestellt, desgleichen die Fadenkreuze beider Einrichter auf einander. Liegt jetzt das Fadenkreuz des Stechers noch auf dem Objectspunkt, so wird dieser auf der Scala des Ablesers zu sehen sein, eine eine gewisse Entfernung repräsentirende Linie berührend, oder . zwischen zweien solcher Linien. Wie beim Prüfen kommt auch hier die Adjustirung des Stechers aufser in der ersten Zeit oder nach Unfällen nur selten in Gebrauch; ebenso wird die Verticaladjustirung des Ablesers, bewirkt durch dessen Drehung in jF", nicht oft benutzt.
Während des- Prüfens und Distanznehmens kann die Auflegung der Basis auf jeder Unterlage oder Stütze stattfinden und das Einstechen durch Hand geschehen. Ausgearbeitete Stativs aller Art, mit oder ohne Getriebe, und Einrichtungen zum Festhalten der Basis können natürlich beim Gebrauch des vorliegenden Instrumentes Anwendung finden.
Es ist im Obigen überall angenommen worden, dafs sich der Stecher auf der rechten Seite der1 Basis und der Abieser sich auf deren linker Seite befindet; durch eine entsprechende Herstellung der Instrumente wird gewünschtenfalles auch die umgekehrte Anordnung möglich sein.
An Stelle der beschriebenen Prismen können auch Spiegel treten, obgleich ersteren der Vor-, zug zu geben ist.
In die Visirer können zwischen Objectiv- und Ocularglas biconcave Gläser eingefügt werden, wo sodann die Brennweite des Visirers des Ablesers beim Berechnen der Scala, wie jene der correspondirenden einfachen, d.h. eines einfachen Refractors von derselben Vergröfserung (mit demselben Ocularglas) als das TeIe-. skop besitzt, dessen Vergröfserung durch, die
Einschaltung der Concavlinse gesteigert ist, genommen wird. '
Die Visirer sollten auf eine Weite, am besten unendliche Entfernung eingestellt und diese Einstellung zu einer dauernden gemacht sein. Jedoch müssen vor diesem Fixiren die Einrichter sorgfältig darauf geprüft werden, ob auch das Fadenkreuz des zum Stecher gehörigen Einrichters deutlich durch den Einrichter des Ablcscrs gesehen werden kann, wenn sich die Objcctivgliiscr mit oder ohne Beiwirkung von Prismen gegenüberstehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Entfernungsmessern, welche sich durch die Combination zweier Halbinstrumente, jedes aus einem Teleskop und einem Collimationsfernrohr bestellend, charakterisiren:
    i. Die Anwendung der Basis A C1 welche verbunden ist mit, oder auf welcher hergestellt werden kann- die kleine Basis A B zu dem dargelegten Zweck der Prüfung durch Einstechen eines Objectes in bekannter Entfernung, Fig. i.
    2i Die Combination desCollimationsfernrohreSjE' mit dem Prisma R, Fig. 3 und 11.
    3. Die Combination der CoUimationsfernrohre E' E" mit den Prismen P1P", wodurch die Möglichkeit gegeben ist, die Collimationsfernrohre parallel zu den Teleskopen anordnen zu können, Fig. 10 bis 1,3.
    4. Zur Verticaladjustirung der beiden Halbinstrumente eines Distanzmessers die starre Befestigung eines derselben an dem oberen
    ... Schenkel einer gekrümmten Feder S, deren unterer Schenkel an der Fufsplatte des Halbinstrumentes fixirt ist, und welche Feder durch Anziehen oder Lösen der auf ein fest an derselben Fufsplatte sitzendes Widerlager wirkenden Schraube U das Halbinstrument hebt oder senkt, Fig. 7·
    5. Im Ableserteleskop eines Distanzmessers in dessen Brennpunkt die Anbringung einer Scala mit in der Achse des Teleskopes liegender Unendlichkeitslinie ■ und senkrecht zu dieser stehenden Theilung, Fig. 9.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
    IiERLIN. GEDRUCKT IN »ER KEICIISDRUCKEREt. VΛ '
    ;'■·■·.·ί'ί ■■■-'■ 'ι··---', ;;:\fc3 W:r£^:i.'
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