DE34393C - Apparat zur Herstellung von Ammoniumcarbonat mittelst Carbonaten - Google Patents
Apparat zur Herstellung von Ammoniumcarbonat mittelst CarbonatenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
- C01C1/00—Ammonia; Compounds thereof
- C01C1/26—Carbonates or bicarbonates of ammonium
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Inorganic Chemistry (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Leitet, man durch eine rothglühende Schicht
eines Carbonates Ammoniakdämpfe, so verbindet sich die frei werdende Kohlensäure mit
dem Ammoniak zu Ammoniumcarbonat.
Vermischt man das Ammoniak hierbei mit Wasserdampf und Luft oder prefst man mittelst
eines Compressors Wasser, dem Ammoniak suspendirt ist, ' oder das in Gasfabriken gewonnene
Ammoniakwasser in Staubform durch glühende Carbonate, so erzielt man nicht nur eine relativ schnellere Zersetzung des Carbonates,
sondern man bezweckt dann auch durch überschüssigen Wasserdampf eine .Condensation
des Ammoniumcarbonates, aus dem man durch Einleiten von überschüssiger Kohlensäure aus
dem Betriebe das Bicarbonat ausscheidet.
Zur Ausführung dieses Verfahrens dient der folgende Apparat.
Der Kernschacht α, aus feuerfestem und
luftdichtem Material, hat hier eine cylindrische Form; ich kann aber auch demselben eine
Form geben, welche der eines Hochofens entspricht. Der Schacht α ist auf dem Fundament
b, Fig. ι, montirt und bildet mit demselben einen luftdichten Verschlufs.
Im Fundament ist ein Rost c angebracht, welcher durch eine Harke d von aufsen bedient
wird. Das Gewölbe e, welches den Zugang und daher die Bedienung des unteren Theiles
des Ofens ermöglicht, steht in Verbindung mit dem Kanal f, der durch Schieber h regulirt
werden kann, und somit auch in Verbindung mit dem. Schornstein g. Der Schieber i gestattet
einen luftdichten Abschlufs des unteren Theiles des Kernschachtes a, zu demselben
Zwecke, sowie zur Entfernung-des verarbeiteten
Materials dient die Thür k. Der Verschlufs am oberen Theile des Kernschachtes α wird
hergestellt durch die Haube /, welche mit ihrer Trichterform etwas in den Kernschacht a
hineinragt. An dieser Haube / sind angebracht der Schieber m, die Mortonthür η und der
Stutzen 0 mit Flantsch.
Seitlich an der unteren Hälfte des Kernschachtes α ist die Vorfeuerung ρ angebracht,
von welcher die Feuergase spiralenförmig im Kanal q den Kernschacht α umkreisen und
dann in den Schornstein g entweder durch den Kanal r oder Kanal s entweichen; ihr Austritt
ist zu reguliren durch die Schieber t und u. Gleichzeitig umgiebt .den Kernschacht α ein
Rohrsystem ν mit Düsen w. "Letztere sind
stufenweise in beliebiger Höhe am Kernschacht a angebracht und ragen bis in das Innere desselben.
Diese Düsen können beliebig abgestellt werden, d. h. der Querschnitt ihrer Oeffnungen
wird regulirt durch Handrädchen χ mit Spindel und Ventil; alle drei Gegenstände sind fest
mit einander verbunden und die Spindeln der Handrädchen χ sind in den Kopf der Düsen w
geschraubt.
Am unteren Theile des Ofens, bei jr, Fig. 2,
wird das Rohrsystem ν seinen Anfang nehmen, und bei %, Fig. 1, wird die letzte Düse zu
finden sein.
Soll der Ofen in Betrieb gesetzt werden, so füllt man den Kernschacht α desselben mit
Carbonaten und beginnt mit der Heizung bei jp und fährt fort, bis man Dunkelrothglut erreicht
hat. Die Abfuhr der Verbrennungsgase regulire ich hierbei durch die Schieber t und ti. Hierauf
beginnt die Einfuhr des schon erwähnten Gasgemisches in das Rohrsystem ν bei y.
In einem eisernen Kasten mit gutem Verschlufs wird Wasser mit Ammoniak, gemischt
oder das bei der Gasfabrikätion entstandene Ammoniakwasser gesammelt. Mittelst eines
Compressors wird nun diese Flüssigkeit aufgesaugt, durch diesen Apparat mit Luft gemischt
und in Staubform bei y in das Rohrsystem ν eingeprefst. Bedingung ist es nun
nicht, dafs das Ammoniak in dieser Weise in den Betrieb gebracht wird; es kann ja auch
in einer Salmiakblase durch Erhitzen von Chlorammonium · mit Kalk hergestellt werden
und dann mit den entweichenden Wasserdämpfen in den Ofen gelangen. In diesem
schon erwähnten Rohrsystem ν erhält das Gasgemisch eine Vorwärmung und gelangt durch
die Düsen w in den Kernschacht a, also in
directe Berührung mit den glühenden Carbonaten. Die Zufuhr des Gasgemisches wird,
wie vorher schon erwähnt, regulirt durch die Handrädchen x; dieselbe kann in beliebiger
Höhe des Ofens vorgenommen werden.
Die ganze Schicht des glühenden Carbonates von unten nach oben passirend, wird sämmtliches
Ammoniak veranlafst, sich mit der entweichenden Kohlensäure zu verbinden. Der
beigegebene überschüssige Wasserdampf führt nun das gebildete Ammoniumcarbonat mit sich
durch die Stutzen ο in der Richtung des Pfeiles und wird dann in einem geeigneten Kühlsystem
verdichtet.
Die trichterförmige, am oberen Theile des Kernschachtes angebrachte Haube I dient als
Gassammler und ermöglicht ferner, dafs ein Verlust von Ammoniumcarbonat absolut ausgeschlossen
bleibt. Letzteres erreiche ich durch äen Verschlufs von Schieber m und Mortonthür
n. Ist Schieber, m geschlossen, so wird
der obere cylindrische Theil der Haube λ mit Stücken von Carbonaten bis oben hin gefüllt;
hierauf schliefst man die Mortonthür η und entfernt ■ den Schieber m durch Herausziehen,
wodurch die Füllung in den Schacht gelangt. Alsdann giebt man dem Schieber m seine ursprüngliche
Lage, öffnet die Mortonthür η und verfährt wie vorher. In ähnlicher Weise vollzieht
sich das Entfernen des entstandenen Oxyds am unteren Theile des Ofens in dem cylindrischen Fundament b. Sollen die Oxyde
aus dem Ofen entfernt werden, so wird zuvor Thür k geschlossen und Schieber i herausgezogen
, worauf die Oxyde durch den Rost c durch die Harke d herabgezogen werden1.
Hierauf bringt man den Schieber i in seine ursprüngliche Lage und kann dann ungehindert
Thür k öffnen und die unterhalb des Schiebers i lagernden Oxyde entfernen. Um
eine Belästigung durch die glühenden Massen zu vermeiden, verbindet man den gewölbten
Raum e durch den Kanal f mit dem Schornstein g; Schieber h gestattet dann eine Ventilation
im Arbeitsraum, d. h. im Gewölbe e:
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die dargestellte Construction eines zur Gewinnung von Kohlensäure aus Carbonaten behufs Herstellung von Ammoniumcarbonat dienenden continuirlichen Schachtofens mit Vorfeuerung, dessen besondere Eigenthümlichkeiten gebildet werden durch die Anwendung eines doppelten Verschlusses am Füllungs- und Entleerungsort vermittelst der mit Trichter und Stutzen ο versehenen Haube I, Schieber m, Mortonthür n, Fundament b mit Thür k, Schieber i, Rost c, Harke d und des dargestellten Rohrsystems ν . mit Düsen w und Absperrvorrichtung durch die Handrädchen x.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34393C true DE34393C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34393D Expired - Lifetime DE34393C (de) | Apparat zur Herstellung von Ammoniumcarbonat mittelst Carbonaten |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE34393C (de) |
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