DE3439373C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06H—MARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
- D06H1/00—Marking textile materials; Marking in combination with metering or inspecting
- D06H1/02—Marking by printing or analogous processes
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41H—APPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- A41H3/00—Patterns for cutting-out; Methods of drafting or marking-out such patterns, e.g. on the cloth
- A41H3/08—Patterns on the cloth, e.g. printed
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- Textile Engineering (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Markieren von Naht-
oder Schnittlinien auf zur Weiterverarbeitung bestimmten texti
len Stoffen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein solches Verfahren ist aus der DE-OS 33 05 907 bekannt. Bei
dem bekannten Verfahren wird die Stoffbahn zunächst an einer
als Schablone dienenden Folie angelegt, welche mit Durchbrüchen
versehen ist. Durch diese Durchbrüche wird anschließend ein
Farbnebel gesogen. Die Stoffbahn kann daher mit diesem Verfah
ren nur unterhalb der Schablone mit einem bestimmten Muster
versehen werden. Der gekennzeichnete Teil der Stoffbahn wird
nach dem Markieren abgetrennt und unmittelbar der Weiterverar
beitung zu einem bestimmten Gegenstand zugeführt. Bei dem be
kannten Verfahren liegt der, von einem Stoffballen kommende
Stoff hinterher in Form von einzelnen Stoffplatten vor, die mit
dem notwendigen Muster gekennzeichnet sind. Für jedes herzu
stellende Produkt muß daher auch eine eigene Folie vorhanden
sein.
Bekannt ist es auch (DE-OS 27 19 157), auf einem zuschnittfer
tigen Textilstoff Umrißlinien eines oder mehrerer Schnittmuster
aufzudrucken, die einschließlich von Arbeitsanweisungen in ei
ner platzsparenden Weise aufgebracht sind. Mit einer solchen
Methode kann für eine bestimmte Kleiderform und Größe ein
Schnittmuster, beispielsweise von Rücken- und Vorderteil oder
Ärmeln, nebeneinander auf dem Stoff festgelegt werden. Auch in
diesem Fall muß aber, wenn eine andere Kleiderform oder Größe
benötigt wird, auch ein anderes Schnittmuster auf dem Stoff
vorgesehen werden.
Auch bei der Herstellung sogenannter Flachbetten oder Kammer
betten tritt ein ähnliches Problem auf, das Markieren. Bei den
aus einem Oberstoff und einem Unterstoff gebildeten Betten müs
sen die Nahtstellen sowohl am Unterstoff als auch am Oberstoff
markiert werden. Dazu werden bisher Schablonen verwendet, die
jedoch nur - ähnlich wie auch bei den vorher erwähnten Verfah
ren - für einen bestimmten Typ eines Flachbettes geeignet sind.
Für die Herstellung verschiedener Typen von Betten muß daher
ebenfalls eine Vielzahl von Schablonen vorgesehen und verfü
gungsbereit aufbewahrt werden. Dies ist aufwendig.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß Markierungs
arbeiten bei der Verarbeitung eines Stoffballens zu bestimmten
Produktgruppen, beispielsweise zu Flachbetten verschiedener
Typen, nicht mehr notwendig sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden die kennzeichnenden Merkmale
des Patentanspruches 1 vorgesehen. Durch dieses Verfahren wird
erreicht, daß eine Vielzahl von Markierungen mit unterschiedli
chem Informationsgehalt auf einer einzigen Stoffbahn aufge
bracht sind, so daß entsprechende Markierungen bei der Weiter
verarbeitung entsprechend dem gewünschten Produkt ausgewählt
werden können. Die nicht benötigten Markierungen auf dem texti
len Stoff stören das Erscheinungsbild des fertigen Gegenstandes
nicht, weil die Markierungen an den fertigen Gegenständen un
sichtbar sind. Sie werden ausschließlich bei der Weiterverar
beitung durch eine entsprechende Bestrahlung sichtbar gemacht.
Durch das neue Verfahren wird der Vorgang des Markierens von
Handarbeit unabhängig und es kann einerseits eine höhere Genau
igkeit beim Markieren und andererseits eine schnellere Arbeits
weise bei der Weiterverarbeitung vorgesehen werden.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprü
chen, wobei die Merkmale des Anspruches 5 den Vorteil aufwei
sen, daß mit einer sehr hohen Präzision gearbeitet werden kann
und daß es sich auch um einen Arbeitsschritt handelt, der beim
Herstellungsprozeß textiler Stoffe, insbesondere beim Anbringen
von Dekorationsmustern o. dgl., üblich ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbei
spieles dargestellt und wird im folgenden erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum
Markieren von Naht- oder Schnittlinien auf einer
Warenbahn aus einem textilen Stoff und
Fig. 2 eine Ansicht von oben auf die in der Vorrichtung
nach Fig. 1 markierte Warenbahn.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird ein textiler Stoff 1
als Warenbahn durch eine Vorrichtung 2 hindurchgeführt, in
welcher Markierungen zum Kennzeichnen von Naht- oder Schnittli
nien aufgetragen werden. Der textile Stoff 1 ist auf einem
Warenbaum 3 zu einem Ballen 4 aufgewickelt, von welchem er
mittels einer Abzugsvorrichtung 5 abgezogen und mittels einer
weiteren Transportvorrichtung 6 durch die Vorrichtung 2
hindurchgezogen wird. Anschließend wird der textile Stoff auf
einen weiteren Warenbaum 7 zu einem nunmehr die markierten
Naht- und Schnittlinien enthaltenden Warenballen 8 wieder
aufgewickelt.
Die nur schematisch dargestellte Vorrichtung 2 ist eine
Flach-Siebdruck-Maschine, in welcher die Markierungen der Naht-
und Schnittlinien auf die Warenbahn 1 aufgedruckt werden. Dabei
wird ein Farbstoff aufgedruckt, der in einer verdunstbaren
Lösung wenigstens eine Substanz enthält, die durch ultraviolet
tes Licht zu Fluoreszenz anregbar ist. Der Durchlauf der
Warenbahn 1 erfolgt intermittierend, d. h. es wird jeweils eine
Länge der Warenbahn 1 in die Vorrichtung 2 eingeführt, die eine
Markierung entsprechend dem später herzustellenden Gegenstand
enthält. Anschließend wird die Warenbahn für die nächste
Markierung um eine entsprechende Länge vorgetaktet.
In Abwandlung der Ausführungsform nach Fig. 1 wird die Vorrich
tung 2 so abgewandelt, daß sie mit einer Vielzahl von Sprüh-
oder Tropfdüsen ausgerüstet ist, durch die Markierungen ent
sprechend den gewünschten Naht- oder Schnittlinien o. dgl.
angebracht werden. Die einzelnen Düsen werden nach einem
eingegebenen Programm betätigt, so daß die Warenbahn 1 dann
kontinuierlich die Vorrichtung 2 durchlaufen kann.
In Fig. 2 ist eine Warenbahn 1 dargestellt, die mit Markierun
gen 9 und 10 für Schnittlinien und Markierungen 11 bis 14 für
Nahtstellen oder Nahtlinien versehen ist. Aus der Warenbahn 1
werden Flachbetten hergestellt. Die in geringem Abstand neben
einander liegenden und quer zur Längsrichtung der Warenbahn 1
verlaufenden Markierungen 9 und 10 bezeichnen eine Schnittli
nie, d. h. der Längenzuschnitt der einzelnen Teilstücke, die den
Oberstoff und den Unterstoff für ein Flachbett bilden, werden
durch die Markierungen 9 und 10 begrenzt. Die in Quer- und
Längsrichtung verlaufenden Markierungen 11 und 12, die als
durchgezogene Linien markiert sind, bilden einen ersten Satz
für Nahtlinien, unter deren Verwendung ein Flachbett mit zwölf
Kammern hergestellt werden kann. An diesen Nahtlinien werden
den Oberstoff und den Unterstoff verbindende Stege angenäht.
Zusätzlich ist die Warenbahn mit den gepunkteten Markierungen
13 und 14 versehen, die einen anderen Satz von in Quer- und in
Längsrichtung verlaufenden Nahtlinien bilden, unter deren
Verwendung ein Flachbett mit einer abweichenden Kammerauf
teilung hergestellt werden kann. Selbstverständlich können noch
weitere Markierungen für andere mögliche Formen und Kammerauf
teilungen eines Flachbettes auf die Warenbahn aufgedruckt oder
aufgesprüht oder in anderer Weise aufgebracht werden. Diese
Markierungen können sich durch ihre Gestalt, beispielsweise
durchgezogene Linien, gepunktete Linien, strichpunktierte
Linien oder gestrichelte Linien o. dgl. unterscheiden. Es ist
aber auch möglich, die Markierungen mit unterschiedlichen
Farbstoffen durch Drucken o. dgl. aufzubringen, wobei diese
Farbstoffe jeweils unterschiedliche Substanzen enthalten, d. h.
Substanzen, die bei unterschiedlichen außerhalb des sichtbaren
Spektrums liegenden Lichtstrahlen zu Fluoreszenz anregbar sind.
Es ist dann möglich, unter Benutzung einer jeweils angepaßten
Lichtquelle nur den gewünschten Satz von Markierungen sichtbar
zu machen.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Erfindung anhand
eines Flachbettes erläutert worden. Selbstverständlich ist das
gleiche Prinzip zum Anbringen der Markierungen von Naht- und
Schnittlinien auch bei anders weiter zu verarbeitenden textilen
Stoffen mit Vorteil zu verwenden, beispielsweise in den Be
reichen der Haustextilien, der Heimtextilien, der Oberbeklei
dung und ähnlichen Bereichen.
Claims (5)
1. Verfahren zum Markieren von Naht- oder Schnittlinien
auf zur Weiterverarbeitung, insbesondere zur Herstellung von
Flachbetten bestimmten und von einem Stoffballen abgewickelten
textilen Stoffen, das mittels eines an dem textilen Stoff haf
tenden Farbstoffes erfolgt, der selbsttätig anhand einer
Mustervorlage auf den Stoff aufgetragen wird, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stoff als kontinuierlich zugeführte Warenbahn
mit den Markierungen der Naht- oder Schnittstellen einer Viel
zahl von verschiedenen Mustern übereinander durch Verwendung
eines bei Tageslicht unsichtbaren Farbstoffes auf der Rückseite
versehen wird, der aus einer Substanz besteht, die bei Bestrah
lung mit außerhalb des sichtbaren Spektrums liegenden Strahlen
zu Fluoreszenz anregbar ist, und daß die so markierte Warenbahn
anschließend wieder zu einem Stoffballen aufgewickelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Substanz verwendet wird, die durch ultraviolettes Licht zu
Fluoreszenz angeregt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß als Farbstoff eine verdunstbare, im wesentlichen nur
die zu Fluoreszenz anregbare Substanz oder Substanzen auf dem
Stoff abscheidende Lösung verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Farbstoff mit der oder den Substanzen
wasserlöslich ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Markierungen auf den Stoff aufgedruckt
werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843439373 DE3439373A1 (de) | 1984-10-27 | 1984-10-27 | Verfahren zum markieren von naht- oder schnittlinien o.dgl. auf textilen stoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843439373 DE3439373A1 (de) | 1984-10-27 | 1984-10-27 | Verfahren zum markieren von naht- oder schnittlinien o.dgl. auf textilen stoffen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3439373A1 DE3439373A1 (de) | 1986-05-07 |
| DE3439373C2 true DE3439373C2 (de) | 1987-06-19 |
Family
ID=6248895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843439373 Granted DE3439373A1 (de) | 1984-10-27 | 1984-10-27 | Verfahren zum markieren von naht- oder schnittlinien o.dgl. auf textilen stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3439373A1 (de) |
Cited By (2)
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-
1984
- 1984-10-27 DE DE19843439373 patent/DE3439373A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3439373A1 (de) | 1986-05-07 |
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