DE3426596C2 - - Google Patents
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- Attitude Control For Articles On Conveyors (AREA)
- Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Stetigförderer mit zwei umlau
fenden, zueinander fluchtenden und aneinander anliegend
angeordneten, durch Antriebs- und Umlenkanordnungen unter
einander gespannten und mit gleicher Vorschubrichtung bewegten
Bändern, von denen eines mit einem schräg zur Vorschubrichtung
ausgerichteten Bandende versehen ist.
Solche Stetigförderer werden in der Süßwarenindustrie vielfach
eingesetzt, beispielsweise um eine Maschine, mit der die
Produkte zubereitet werden, mit einer weiteren Maschine zur
Verpackung der Produkte zu verbinden. Diese
Fördervorrichtungen müssen bekanntlich nicht nur den Transport
der Produkte ausführen, sondern sie müssen auch sicherstellen,
daß die Produkte in einem bestimmten, auf die
Verpackungsmaschine abgestimmten Takt vorwärts bewegt werden.
Dies geschieht dadurch, daß bei den einzelnen Förderbändern in
bekannter Art und Weise kleine Geschwindigkeitsunterschiede
vorgesehen werden.
Derartige Vorrichtungen werden auch dann eingesetzt, wenn die
Süßwaren über weite Strecken gefördert werden müssen, die von
nur einem Band nicht überbrückt werden können.
In diesem Fall umfaßt die Vorrichtung zwei oder ggf. mehrere
Bänder zur Überbrückung der gesamten Förderstrecke.
Obwohl diese Vorrichtungen im wesentlichen zufriedenstellend
arbeiten und ihren Zweck generell erfüllen, weisen sie bekann
termaßen einen Nachteil auf, der dann zutage tritt, wenn schma
le und länglich ausgeformte Süßwaren gefördert werden müssen,
die, wie dies in der Regel geschieht, quer zur Förderrichtung
des Bandes aufgelegt werden.
In diesem Fall kommt es beim Übergang von einem Band zum ande
ren häufig zu Stockungen, so daß die Süßwaren nach vorne um
kippen und umgekehrt auf das nächste Band gelangen.
Um diesen Nachteil zu mildern, wurde empfohlen, den Durchmesser
der Tragrollen des Bandes zu verringern und/oder die Bänder an
den Rändern mit dünnwandigen Stützkanten zu versehen. Von den
Anwendern in der Praxis werden diese Kanten in der Regel als
Schürzen bezeichnet; dieser Ausdruck wird auch in der folgenden
Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet.
Allerdings ist die Reduzierung des Durchmessers der Tragrollen
schwierig zu vereinbaren mit der Steifigkeit der Rollen und mit
der Möglichkeit, sie drehbar durch geeignete Lager zu stützen.
Analog dazu darf die Wandstärke der Schürzen nicht zu dünn
ausgeführt werden, da das Band sonst einer zu großen Durch
hängebelastung ausgesetzt wird. Daraus folgt, daß die Milderung
des einen Nachteils oftmals noch größere Nachteile mit sich
bringt.
Um diese Nachteile gründlich auszuräumen, wurde auch vorge
schlagen, jedes Band in Längsrichtung in drei nebeneinander
liegende Streifen zu unterteilen und den mittleren Streifen
eines Bandes in die beiden seitlichen Streifen des zweiten
Bandes hinein zu verlängern, in dem es sich in axialer Richtung
bewegt. Auf diese Weise wird das Fördergut ständig von unten
gestützt, und zwar auch dann, wenn der Übergang von einem auf
das nachfolgende Band vollzogen wird.
Obwohl die genannten Nachteile dadurch vermeidbar sind, ist
eine solche Anordnung konstruktiv aufwendig und in der Praxis
nahezu gar nicht realisierbar.
Aus der älteren, aber nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung
gemäß DE-OS 33 19 220 ist eine Zuführvorrichtung für Förder-
und Sortiergeräte bekannt, bei welcher die Merkmale des Ober
begriffes des Patentanspruches 1 vorgesehen sind. Bei der dort
beschriebenen Zuführvorrichtung wird ein Bandende dann schräg
gestellt, wenn die gesamte Vorrichtung unter einem Winkel zum
Hauptförderband gestellt werden soll, d. h. also nur dann, wenn
eine Umlenkung in der Vorschubrichtung gewünscht wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Fördervor
richtung des genannten Typs so auszugestalten, daß quer zur Förder
richtung des Bandes aufgelegte schmale und länglich ausgeformte Teile
ohne Stockungen beim Übergang von einem Band zum anderen transportiert
werden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1
gelöst.
Vorzugsweise umfaßt jedes der Umlenkglieder eine diagonal zur
Vorschubrichtung angeordnete Schürze sowie Teile zum Ausrichten
der Bänder.
Die Teile zum Ausrichten der Bänder bestehen vorzugsweise aus
einer weiteren, parallel zur erstgenannten Schürze angeordneten
Schürze und aus zumindest einer Rolle für das Band zwischen der
einen und der anderen Schürze.
Es folgt die Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbei
spiels anhand der Zeichnung.
Es zeigt
Fig. 1 die perspektivische Darstellung der erfindungsgemä
ßen Vorrichtung und
Fig. 2 die Draufsicht der Vorrichtung aus Fig. 1.
In den Figuren ist mit 1 ein Stetigförderer bezeichnet, der
insbesondere für die Beförderung von schmalen und länglich
geformten, insgesamt mit 2 bezeichneten Süßwaren geeignet ist.
Der Stetigförderer 1 umfaßt zwei kontinuierliche, miteinander
fluchtende und anstoßende Bänder 3 und 4, die in der gleichen,
mit X-X bezeichneten Vorschubrichtung in Pfeilrichtung A und B
verlaufen.
Das Band 3 wird in einem nicht gezeichneten, tragenden Gestell
des Stetigförderers 1 zwischen einem Antrieb 5 und einer Umlen
kung 6 gespannt, die jeweils an dessen Enden 3 a und 3 b angeord
net sind.
Das Band 4 wird in dem tragenden Gestell zwischen dem
Antrieb 7 und der Umlenkung 8 gespannt, die jeweils an den
Enden 4 a und 4 b angebracht sind.
Die Bänder 3 und 4 weisen jeweils aktive Trums 3 c und 4 c auf,
die horizontal angeordnet sind und auf denen die Süßwaren
ordnungsgemäß und quer zur Richtung X-X aufgelegt sind.
Die Umlenkungen 6 und 8 sind in Höhe der aneinander anstoßenden
Enden 3 b und 4 b der Bänder 3 und 4 angeordnet, während die An
triebe 5 und 7 an den entgegengesetzten Enden 3 a und 4 a der Bän
der angebracht sind, die gleichzeitig die Enden des Stetigför
derers 1 in seiner Gesamtheit bilden.
Die Antriebe 4 und 5 sind im wesentlichen gleich und umfassen
angetriebene Rollen 9 und 10, die drehbar in dem tragenden Ge
stell abgestützt sind.
Mit 11 und 12 sind in dem tragenden Gestell abgestützte Frei
laufrollen bezeichnet, und zwar parallel zu den Rollen 9 und 10
und unterhalb derselben.
Bei dem Stetigförderer sind die Bänder 3 und 4, und zwar hier
die aktiven Trums 3 c und 4 c so angeordnet, daß die Enden 3 b
und 4 b im Bereich der Umlenkungen 6 und 8 liegen, und zwar dia
gonal zur Vorschubrichtung X-X.
Im gezeigten Beispiel bilden sie einen Winkel a mit der Richtung
X-X, der 80° entspricht, Mit β ist in der Fig. 2 der Komplementär
winkel zum Winkel α (90° - α) bezeichnet.
Zu diesem Zweck umfassen die Umlenkungen 6 und 8 jeweils eine
Schürze 13 bzw. 14, die parallel und einander gegenüberliegend
diagonal zur Richtung X-X im Winkel α angeordnet sind und um die
herum die Bänder 3 und 4 umgeschlagen sind, sowie die Teile 15 bzw.
16 zum Ausrichten der Bänder 3 und 4.
Die Schürzen 13 und 14 sind durch die abgerundeten Kanten
der beiden dünnwandigen Platten 17 und 18 gebildet, die sich
horizontal unterhalb der aktiven Ober-Trums 3 c und 4 c erstrecken
und starr in dem genannten tragenden Gestell abgestützt sind.
Die Teile 16 und 16 zum Ausrichten der Bänder 3 und 4 umfassen
jeweils weitere Schürzen 19 und 20, die sich parallel zu den
Schürzen 13 und 14 unterhalb derselben erstrecken.
Mit 21 und 22 sind zwei drehbar im tragenden Gestell gelagerte
Freilaufrollen bezeichnet, die parallel zueinanderliegen und als Tragrollen
für das Band 3 zwischen den Schürzen 13 und 19 dienen. Die Rollen
21 und 22 sind mit ihren Achsen um 2 β zur Senkrechten in der
Linie X-X ausgerichtet.
Analog dazu sind mit 23 und 24 zwei drehbar im tragenden Gestell ge
lagerte Freilaufrollen bezeichnet, die parallel zueinander als Trag
rollen für das Band 4 zwischen den Schürzen 14 und 20 dienen.
Die Rollen 23 und 24 sind parallel zu den Rollen 21 und 22 ange
ordnet.
Die Schürzen 19 und 20 sind durch die abgerundeten Kanten der
beiden dünnwandigen Platten 25 und 26 gebildet, die sich horizon
tal unterhalb der Platten 17 und 18 erstrecken und starr in dem
genannten tragenden Gestell abgestützt sind.
Mit 27 und 28 sind zwei parallel zueinander jenseits der Rollen 21,
22 und der Rollen 24, 25 gegenüber den Enden 3 b und 4 b angeordnete
senkrechte Wände bezeichnet.
Die Wand 27 stellt eine starre Verbindung zwischen der Platte 17
und der Platte 25 her, während die Wand 28 die Platte 18 starr mit
der Platte 26 verbindet.
Das Band 3 ist um die Schürze 13 umgeschlagen und um die Rollen
21 und 22 gelegt, sowie dann erneut um die Schürze 19 um
geschlagen.
Analog dazu ist das Band 4 um die Schürze 14 umgeschlagen,
um sodann um die Rollen 23 und 24 gelegt und schließlich
erneut um die Schürze 20 umgeschlagen zu werden.
Während des Betriebes des Stetigförderers 1 und als Folge gleicher
oder geringfügig unterschiedlicher Vorschubgeschwindigkeiten
der Bänder 3 und 4 werden die Süßwaren 2 auf dem Gurt 3 in Pfeil
richtung A gefördert. Am Ende 3 b des Bandes 3 angelangt, verläßt
die Süßware 2 das Band dank seiner diagonalen Ausrichtung mit gra
duell abgestuften Vorrückbewegungen und wechselt ebenfalls graduell
vorrückend auf das Band 4 über; in der Mitte des Übergangs wird die
Süßware 2 dabei mit dem einen Ende noch durch das Band 3 abgestützt,
während das andere Ende bereits durch das Band 4 abgestützt wird.
Sobald die Süßware 2 ganz auf dem Band 4 aufliegt, setzt es
seinen Weg in Pfeilrichtung B fort.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der Nachteil von Förder
gutstockungen beim Bandwechsel verhindert; dies gilt auch für be
sonders schmal ausgebildete Stücke. Die diagonale Ausrichtung der
aneinanderstoßenden Bandenden bewirkt nämlich, daß jedes Süßwaren
stück beim Übergang von einem Band auf das andere mit der einen
Hälfte auf dem einen Band und mit der anderen Hälfte auf dem anderen
Band getragen ist.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht da
rin, daß die Platten, deren abgerundete Kanten die Schürzen bilden,
ziemlich dickwandig ausgebildet sein können, ohne daß dies zu Förder
gutstockungen führen würde. Hieraus ergibt sich eine geringere Be
anspruchung des Bandes, sobald es um die Schürze umgeschlagen wird.
In bestimmten Fällen könnten die Schürzen auch durch ent
sprechende, drehbar im Freilauf gelagerte und axial im tragenden Ge
stell des Stetigförderers geführte Rollen ersetzt werden.
Claims (3)
1. Stetigförderer mit zwei umlaufenden, zueinander
fluchtenden und aneinander anliegend angeordneten, durch An
triebs- und Umlenkanordnungen untereinander gespannten und mit
gleicher Vorschubrichtung bewegten Bändern, von denen eines mit
einem schräg zur Vorschubrichtung ausgerichteten Bandende
versehen ist, insbesondere für die Förderung von schmalen und
länglich geformten, quer zur Vorschubrichtung aufgelegten
Süßwaren, dadurch gekennzeichnet, daß das schräg zur Vorschub
richtung (X-X) ausgerichtete Ende des Bandes (3) einem unter
einem komplementären Winkel zur Vorschubrichtung angeordneten
Bandende (4 b) des angrenzenden Bandes (4) gegenüberliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine jede der Umlenkanordnungen (6, 8) eine Schürze (13, 14)
umfaßt, die diagonal zur Vorschubrichtung (X-X) ausgerichtet
ist, sowie Teile (15, 16) zum Ausrichten der Bänder (3, 4).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Teile (15, 16) zum Ausrichten der Bänder (3, 4) jeweils eine
weitere Schürze (19, 20) umfassen, die parallel zur ersten
Schürze (13, 14) angeordnet ist, sowie zumindest eine Rolle
(21, 22) für das zugeordnete Band (3, 4) zwischen der ersten
Schürze (13, 14) und der zweiten Schürze (19, 20).
Applications Claiming Priority (1)
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