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Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas, Wasser o. dgl. Bei dem Ausführungsbeispiel
des Zusatzpatentes 341128 wird das Getriebe zur Ladung des Spannwerkes durch die
Klinke 21 nur gegen Rücklauf gesperrt, so daß diese Klinke nur die vorzeitige Entladung
des Spannwerkes verhindert, aber ein Hinausschießen des gesperrten Rades 4 und der
mit ihm gekuppelten Getriebeteile über die Stellungen, die sie nach. den einzelnen
Schaltschritten einnehmen sollen, zuläßt. Dies kann zu einer Benachteiligung des
liefernden Werkes führen; denn zu den Getriebeteilen, die in der angegebenen
Weise
ihre richtigen Endlagen nach den einzelnen Schaltschritten überschreiten können,
gehört auch das von der Münztrommel aus bewegte Sonnenrad 5 und somit die Welle
7 des Guthabenwerkes mit der Sperrscheibe B. Wenn sich aber die Welle 7 bei Einlegung
einer Münze um mehr als den vorgeschriebenen Winkel dreht, so wird für diese Münze
von dem Selbstverkäufer eine zu große Menge des Verkaufsmittels herausgegeben. Auch
kann es vorkommen, wenn sich die Vergrößerung der Schaltschritte durch Massenwirkung
wiederholt, daß die Scheibe i2 schon an den Anschlag i9 kommt, ehe alle Münzen für
die Grundgebühr eingelegt sind. In diesem Falle erhält das liefernde Werk nicht
die ganze Grundgebühr bezahlt.
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Um diesen Unzuträglichkeiten vorzubeugen, wird erfindungsgemäß bei
dem durch das Zusatzpatent 341128 geschützten Selbstverkäufer zur Verhinderung der
voizeitigen Entladung des Spannwerkes icin an sich bekanntes ruhendes Zahngesperre
mit einer Einrichtung benutzt, welche die nach beiden Richtungen sperrende Klinke
bei Beginn jedes Schaltschrittes zwangläufig ausrückt, bei Beendigung des -Schaltschrittes
zwangläufig wieder einrückt oder für die Wiedereinrückung durch ein Spannwerk freigibt.
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Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der neuen
Einrichtung. Die einzelnen Teile sind soweit als möglich ebenso bezeichnet wie die
entsprechenden Teile im Patent 341128. Die Münztrommel i wird bei Einzahlung einer
Münze um i8o ° im Uhrzeigersinn gedreht, das Rad 2 führt dabei eine Volldrehung
entgegen dem Uhrzeigersinn aus. Durch den Triebstock 3 am Rade 2 wird dabei das
Zahnrad q, das mit dem Sonnenrad 5 des Differentialgetriebes fest verbunden ist,
im Uhrzeigersinn um einen Schritt, und zwar im gezeichneten Beispiel um eine Zahnteilung,
weitergedreht. Die Klinke besteht aus einem Stift 21 an dem Hebel 23, der um die
Achse 22 schwenkbar ist. Die Klinke greift nicht in das Rad q. ein, sondern in ein
Rad q.', das mit dem Rad q. dauernd in Eingriff steht. Es steckt lose auf der Achse
13 und ist mit ihr durch die Reibungskupplung io gekuppelt. Die Feder 18 ist als
Spiralfeder gezeichnet; ihr inneres Ende greift an einem Bund 13' der Achse 13 an,
ihr äußeres Ende an einem Stift 18' des Gestells. Der Hebel 23 ist über den Drehpunkt
22 hinaus verlängert und in zwei gebogene Arme 35 und 36 gegabelt. Der erste ragt
in die Bahn des Triebstockes 3 hinein, der zweite, gekröpfte, in die Bahn eines
kürzeren Stiftes 3' an dem Rade 2.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Solange die Münztrommel
sich in ihrer gezeichneten Ruhelage befindet, in der sie durch eine nicht gezeichnete
Rastenvorrichtung gesichert ist, hat auch das Rad z die gezeichnete Stellung. Der
Triebstock 3 ist außer Eingriff mit dem Rade q., die Arme 35 und 36 sind frei, der
Hebel 23 wird durch die Feder 27 nach links gezogen, der Stift 21 legt sich in eine
Zahnlücke des Rades q.'. Wird nun die Münztrommel nach Einlegung einer Münze im
Uhrzeigersinn gedreht, 'so stößt der Triebstock 3 beim Eintritt in eine Zahnlücke
des Rades q. zugleich gegen den Arm 35 des Hebels 23, lenkt den Arm 35 nach links,
den Hebel 23 unter Spannung der Feder 27 nach rechts ab und hebt den Stift 21 aus
der Zahnlücke des Rades q.' heraus. An der inneren Flanke des Armes 35 bei seiner
Bewegung entlanggleitend, hält der Triebstock 3 den Hebel 23 in dieser Lage bis
kurz vor seinem Wiederaustritt aus der Zahnlücke des Rades q.. In diesem Augenblick
faßt der Stift 3' den Arm 36 und lenkt ihn, durch die Feder 27 unterstützt, nach
rechts ab, wobei der Stift 2i mit einer Bewegung nach links wieder in eine Zahnlücke
des Rades q.' einfällt.
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Das Rad 2 mit den Stiften 3, 3' und die Arme 35 und 36 bilden zusammen
eine Art von Kurbelschleife zur zwangläufigen Steuerung der aus dem Hebel 23 und
dem Stift 21 bestehenden Klinke. Die Feder 27, die in diese Steuerung abwechselnd
hemmend und fördernd eingreift, hat nur den Zweck, den Eingriff des Stiftes 2i zu
sichern, wenn sich die Münztrommel in ihrer gezeichneten Ruhestellung befindet.
Der Arm 36 und der Stift 3' können fortgelassen werden, wenn die Feder z7 das Wiedereinrücken
des Stiftes 21 nach vollendetem Schaltschritt allein besorgen soll.