DE3401550C2 - Windabweiser für Fahrzeuge - Google Patents
Windabweiser für FahrzeugeInfo
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Abstract
Windabweiser für Fahrzeuge mit Schiebe- oder Schiebehebedach, mit einem Windabweiserblatt, das über mindestens ein Scharnier mit einem Trägerteil einer Schiebedach-Funktionseinheit verbunden und um eine Achse des Scharniers verschwenkbar ist. Das Scharnier weist einen an dem Trägerteil lösbar angebrachten Lagerbock auf. Das Trägerteil ist mit Führungen versehen, in die Führungsteile des Lagerbocks einschiebbar sind. Es ist mindestens eine Raste zur mindestens vorläufigen Fixierung des in die Führungen eingeschobenen Lagerbocks mit Bezug auf das Trägerteil vorgesehen (Fig. 4).
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Windabweiser für Fahrzeuge mit Schiebe- oder Schiebehebedach, mit einem Windabweiserblatt, das über mindestens ein Scharnier mit einem Trägerteil einer Schiebedach-Einbaueinheit verbunden und um eine Achse des Scharniers verschwenkbar ist, wobei das Scharnier einen an dem Trägerteil lösbar angebrachten Lagerbock aufweist.
- Bei einem bekannten Windabweiser dieser Art (DE-OS 29 14 855) ist der Lagerbock mit dem Trägerteil über Befestigungsschrauben verbunden, die zugleich der Anbringung der Schiebedach-Einbaueinheit im Fahrzeug dienen. Durch den Einsatz der Schiebedach-Einbaueinheit werden Montage- und Justierarbeiten während des Einbaus in das Fahrzeug klein gehalten, weil die Einbaueinheit bereits vormontiert und auf ihre einwandfreie Funktion geprüft werden kann. Es ist erwünscht, in diese dem Einbau in das Fahrzeug vorausgehende Funktionsprüfung auch den Windabweiser einzubeziehen. Daher wird bei der bekannten Anordnung der Lagerbock mit dem Trägerteil verschraubt. Diese Verschraubung muß aber während des Einbaus der Einbaueinheit in das Fahrzeug wieder gelöst werden. Dies ist umständlich. Außerdem geht dabei die Vorjustierung des Windabweisers verloren.
- Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Windabweiser der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich zusammen mit der Schiebedach-Einbaueinheit besonders bequem und genau vormontieren läßt, der einen vereinfachten Einbau in das Fahrzeug gestattet und bei dem die Vorjustierung während des Einbaus in das Fahrzeug erhalten bleibt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Trägerteil mit Führungen versehen ist, in die Führungsteile des Lagerbocks einschiebbar sind, und daß mindestens eine Raste zur mindestens vorläufigen Fixierung des in die Führungen eingeschobenen Lagerbocks mit Bezug auf das Trägerteil vorgesehen ist. Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstands sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
- Durch das Zusammenwirken der Führungen und Führungsteile von Trägerteil bzw. Lagerbock wird bei der Vormontage auf einfache und genaue Weise eine gegenseitige Ausrichtung von Lagerbock und Trägerteil erzwungen. Durch die Raste werden Lagerbock und Trägerteil in dieser Relativlage nicht nur bei der Vormontage der Einbaueinheit und deren Funktionsprüfung, sondern auch beim Transport und während des Einbaus in das Fahrzeug gehalten. Beim Einbau müssen infolgedessen nicht zunächst Befestigungsschrauben oder andere Befestigungselemente abgenommen werden. In der Regel bedarf es auch keiner nachträglichen Justierung.
- Der Lagerbock ist mit seinen Führungsteilen in die Führungen des Trägerteils zweckmäßig von vorne einschiebbar. Um eine exakte räumliche gegenseitige Ausrichtung von Lagerbock und Trägerteil, d. h. eine Ausrichtung in allen drei Bewegungsrichtungen, zu gewährleisten, weisen in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Führungsteile des Lagerbocks in der Einschiebrichtung verlaufende seitliche Führungsflächen, mindestens einen quer zur Einschiebrichtung verlaufenden, die Einschiebbewegung begrenzenden Anschlag, mindestens eine auf dem Trägerteil aufsitzende Bodenfläche und mindestens eine sich im eingeschobenen Zustand unter eine Gegenfläche des Trägerteils legende obere Führungsfläche auf.
- Im Interesse einer besonders sicheren Halterung sind mit Gegenflächen des Trägerteils zusammenwirkende obere Führungsflächen vorteilhaft zu beiden Seiten des Lagerbocks ausgebildet. Die Vormontage wird weiter erleichtert, wenn der Lagerbock mit Schrägflächen zum selbsttätigen Zentrieren mit Bezug auf die Führungen des Trägerteils beim Einschieben versehen ist. Die Raste kann einfach von einer federnd auslenkbaren Zunge am Trägerteil und einer damit bei eingeschobenem Lagerbock zusammenwirkenden Rastöffnung des Lagerbockes gebildet sein.
- Des weiteren sind der Lagerbock und das Trägerteil vorzugsweise jeweils mit mindestens einer Durchgangsöffnung versehen, die bei eingeschobenem Lagerbock miteinander fluchten und zur Aufnahme eines Befestigungselements, beispielsweise einer Befestigungsschraube, bei der Montage der Einbaueinheit im Fahrzeug bestimmt sind.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1 die Draufsicht auf den linken Teil des Windabweisers mit den angrenzenden, der Verstellbewegung des Windabweiserblattes dienenden Funktionsteilen der Schiebedach-Einbaueinheit,
- Fig. 2 den Querschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1,
- Fig. 3 die Ansicht des Windabweisers und der angrenzenden Teile der Schiebedach- Einbaueinheit von unten, und
- Fig. 4 in größerer Darstellung eine perspektivische, auseinandergezogene Ansicht eines Lagerbocks und einer damit zusammenwirkenden Aufnahme des Trägerteils.
- Ein Windabweiserblatt 10 ist bei der veranschaulichten Ausführungsform über zwei insgesamt mit 11 bezeichnete Scharniere, von denen in Fig. 1 nur das linke dargestellt ist, mit einem Trägerteil 12 in Form einer zu einer Schiebedach- Einbaueinheit 13 gehörenden Kunststoffabdeckung verbunden. Die Einbaueinheit 13 kann in der aus der DE-OS 29 14 855 erläuterten Weise aufgebaut sein und bedarf daher keiner näheren Erläuterung. Zu der Einbaueinheit 13 gehören neben dem Trägerteil 12 unter anderem seitliche Führungsschienen 14 und Schiebedachantriebsglieder, beispielsweise in Form von drucksteifen Gewindekabeln 15 (Fig. 3), die im Bereich der Vorderkante der für das Schiebedach vorgesehenen Dachöffnung in Rohren 16 geführt sind, die an der Unterseite des Trägerteils 12 angeklipst sind und mit einem bei 17 angedeuteten Antriebsritzel zusammenwirken. Mit den seitlichen Führungsschienen 14 sind Halter 18 fest verbunden, auf die Schwenklager (nicht näher dargestellt) für Ausstellhebel 19 aufgesteckt sind. Die Ausstellhebel 19 sind um eine Achse 20 schwenkbar und stehen an ihrem von der Achse 20 abliegenden Ende mit einer Abkröpfung 21 einer Achse 22 in Eingriff, die mit dem Windabweiserblatt 10 fest verbunden, z. B. verschweißt, ist.
- Das von der Abkröpfung 21 abliegende Ende der Achse 22 ist in zwei Lagern 23 eines Lagerbocks 24 drehbar gelagert. Zwischen den Lagern 23 sitzt auf der Achse 22 eine Schenkelfeder 25, deren einer Schenkel 26 in einer Ausnehmung 27 des Lagerbocks 24 abgestützt ist und deren anderer Schenkel 28 sich unter Vorspannung gegen die Unterseite des Windabweiserblatts 10 anlegt. Die Feder 25 sucht das Windabweiserblatt 10 in die in Fig. 2 gestrichelt angedeutete Ausstellage zu bringen. Wenn der Schiebedeckel 29 in seine Schließstellung gebracht wird, legt sich ein zusammen mit dem Deckel 29 verschiebbares Funktionsteil (nicht dargestellt) gegen den Ausstellhebel 19. Der Hebel 19 wird um die Achse 20 nach unten verschwenkt und drückt die Abkröpfung 21 der Achse 22 entgegen der Kraft der Feder 25 nach unten, wodurch das Windabweiserblatt 10 in die in Fig. 2 mit ausgezogenen Linien veranschaulichte Lage übergeht.
- Der Lagerbock 24 weist zwei jeweils abgestufte seitliche Führungsflächen 32 auf, die in einer mit Pfeil 33 angedeuteten Einschiebrichtung verlaufen. Das von den Lagern 23 abliegende Ende des Lagerbocks 24 bildet eine quer zur Einschiebrichtung stehende Anschlagkante 34. Die Bodenfläche des Lagerbocks ist mit 35 bezeichnet. Gegen die Oberseite 36 des Lagerbocks 24 nach unten abgestufte obere Führungsflächen 37 und 38 befinden sich beidseits des Lagerbocks 24 angrenzend an die seitlichen Führungsflächen 32. Zu beiden Seiten angrenzend an die Anschlagkante 34 sind Schrägflächen 39 ausgebildet.
- Das Trägerteil 12 weist eine Lagerbockaufnahme 40 mit zu den Führungsteilen des Lagerbocks 24 komplementären Führungen auf, die von mit den seitlichen Führungsflächen 32 zusammenwirkenden Seitenführungen 41, einer Anschlagfläche 42, gegen die sich die Anschlagkante 34 anlegt, einer Auflagefläche 43 und mit den oberen Führungsflächen 37 und 38 zusammenwirkenden Gegenflächen 44 gebildet werden. Im mittleren Bereich der Auflagefläche 43 befindet sich ein U-förmiger Ausschnitt 45, der eine federnd auslenkbare und im entspannten Zustand mit ihrem freien Ende 46 über die Auflagefläche 43 nach oben vorstehende Zunge 47 entstehen läßt. In dem Lagerbock 24 ist eine Rastöffnung 48 ausgebildet.
- Wenn der Lagerbock 24 in die Aufnahme 40 eingeschoben wird, sorgen zunächst die Schrägflächen 39 für eine selbsttätige Zentrierung des Lagerbocks 24 mit Bezug auf die Aufnahme 40. Die Bodenfläche 35 des Lagerbocks drückt die Zunge 47 nach unten. Die Abmessungen sind so gewählt, daß dann, wenn die Anschlagkante 34 die Anschlagfläche 42 erreicht, die von der Achse 22 abliegende Kante 49 der Rastöffnung 48 das Ende 46 der Zunge 47 überlaufen hat. Die Zunge 47 federt daher zurück, und sie legt sich mit ihrem Ende 46 gegen die Kante 49 an. Der Lagerbock 24 wird auf diese Weise in der eingeschobenen Lage sicher festgehalten. Zugleich werden die oberen Führungsflächen 37 und 38 von der Zunge 47 nach oben an die Gegenflächen 44 federnd angepreßt. In diesem vormontierten Zustand läßt sich der Windabweiser zusammen mit den übrigen Bestandteilen der Schiebedach- Einbaueinheit 13 auf Funktion prüfen und in nicht näher veranschaulichter Weise beispielsweise hinsichtlich Ausstellhöhe und/oder Ausstellkraft justieren, ohne daß es dazu zusätzlicher Befestigungsmittel zwischen dem Trägerteil 12 und den Lagerböcken 24 bedarf.
- Beim Einbau der Schiebedach-Einbaueinheit 13 in das Fahrzeug wird das Trägerteil 12 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise auf einen die Dachöffnung umgebenden und mit der festen Dachhaut verbundenen Dachrahmen 50 aufgesetzt. Durch miteinander fluchtende Durchgangsöffnungen 51 und 52 im Lagerbock 24 bzw. im Trägerteil 12 wird eine Schraube 53 gesteckt, die in eine durch eine Ausnehmung des Dachrahmens 50 hindurchreichende Hutmutter 54 eingeschraubt wird.
- In einem etwaigen späteren Reparaturfall kann durch Lösen der den beiden Lagerböcken 24 zugeordneten Schrauben 53 und Nachuntendrücken der federnden Zungen 47 der Windabweiser ohne weiteres wieder ausgerastet und abgezogen werden.
Claims (7)
1. Windabweiser für Fahrzeuge mit Schiebe- oder Schiebehebedach, mit einem Windabweiserblatt, das über mindestens ein Scharnier mit einem Trägerteil einer Schiebedach- Einbaueinheit verbunden und um eine Achse des Scharniers verschwenkbar ist, wobei das Scharnier einen an dem Trägerteil lösbar angebrachten Lagerbock aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil (12) mit Führungen (41) bzw. Flächen (42, 43 und 44) versehen ist, in die Führungsteile des Lagerbocks (24) einschiebbar sind, und daß mindestens eine Rastzunge (47) und Rastöffnung (48) zur mindestens vorläufigen Fixierung des in die Führungen eingeschobenen Lagerbocks mit Bezug auf das Trägerteil vorgesehen ist.
2. Windabweiser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbock (24) mit seinen Führungsteilen in die Führungen des Trägerteils (12) von vorne einschiebbar ist.
3. Windabweiser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsteile des Lagerbocks (24) als seitliche Führungsflächen (32) ausgebildet sind und daß der Lagerbock mindestens ein quer zur Einschiebrichtung verlaufenden, die Einschiebbewegung begrenzenden Anschlag (34), mindestens eine auf dem Trägerteil (12) aufsitzende Bodenfläche (35) und eine Oberseite (36) aufweist, gegenüber der mindestens eine sich im eingeschobenen Zustand unter eine Gegenfläche (44) des Trägerteils (12) legende obere Führungsfläche ( 37 bzw. 38) abgestuft gebildet ist.
4. Windabweiser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Gegenfläche (44) des Trägerteils (12) zusammenwirkende obere Führungsfläche (37 bzw. 38) zu beiden Seiten des Lagerbocks (24) ausgebildet ist.
5. Windabweiser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbock (24) mit Schrägflächen (39) zum selbsttätigen Zentrieren mit Bezug auf die Führungen des Trägerteils (12) beim Einschieben versehen ist.
6. Windabweiser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Raste von einer federnd auslenkbaren Zunge (47) am Trägerteil (12) und einer damit bei eingeschobenem Lagerbock (24) zusammenwirkenden Rastöffnung (48) des Lagerbocks gebildet ist.
7. Windabweiser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbock (24) und das Trägerteil (12) jeweils mit mindestens einer Durchgangsöffnung (51 bzw. 52) versehen sind, die bei eingeschobenem Lagerbock miteinander fluchten und zur Aufnahme eines Befestigungselements (Schraube 53) bei der Montage der Einbaueinheit (13) im Fahrzeug bestimmt sind.
Priority Applications (5)
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