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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Möbelstück nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
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Es sind verschiedenartige Möbelstücke bekannt, welche eine Tischplatte aufweisen, die in eine herausgeklappte, herausgeschwenkte, herausgezogene usw. Gebrauchslage gebracht werden kann, in der sie außerhalb des Möbelstückes liegt und damit mehr oder weniger frei zugänglich ist. Bei Nichtgebrauch kann dann die Tischplatte ins Innere des Möbelstückes versenkt werden. In den meisten Fällen führt dabei die Tischplatte bei der Überführung von der Ruhestellung im Inneren des Möbelstückes in die Gebrauchslage außerhalb desselben eine Verdrehung oder Verschwenkung aus oder, im Fall von herausziehbaren Tischplatten, tritt durch eine schlitzartige Öffnung hindurch. In all diesen Fällen muß die Tischplatte jedenfalls leer sein, damit sie von der Ruhestellung in die Gebrauchslage oder umgekehrt verbracht werden kann. Ein Beispiel eines solchen Möbelstückes ist in der DE-PS 25 39 370 dargestellt und beschrieben.
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Aus dem DE-GM 17 86 533 ist ein Büromaschinentisch mit Versenkmechanik der gattungsgemäßen Art bekannt. Diese Konstruktion weist in erster Linie den Nachteil auf, daß die Parallelführung der Tischplatte, die das Gerät, z. B. eine Büromaschine, aufzunehmen hat, nicht immer gewährleistet ist. Insbesondere während der ersten Phase des Herausschwenkens, wenn also die beiden Hebelarme parallel oder nahezu parallel zur Tischplatte verlaufen, ist diese Konstruktion kinematisch äußerst instabil und damit gegen Kippen anfällig. Diese Druckschrift lehrt keine Maßnahmen, um dies zu vermeiden.
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In der DE-PS 3 56 990 ist ein Schreibmaschinenpult mit einer die Schreibmaschine tragenden Platte offenbart, die durch Vorziehen parallel zu sich selbst hochgeführt wird. In der Anfangsphase des Herausziehens, nachdem die rechtsseitige Kante der Platte das ihr zugeordnete Auflager verlassen hat, herrschen wiederum äußerst instabile Verhältnisse, da die Platte lediglich im Bereich ihres linksseitigen Endes abgestützt und damit gegen Kippen und Verkanten ausgesprochen anfällig ist. Ferner ist die in dieser Druckschrift offenbarte Konstruktion nachteilig aufwendig und kompliziert, damit teuer und störanfällig.
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Aus der DE-PS 1 73 749 ist schließlich ein Schreibmaschinenpult bekannt, dessen herausbewegbare Platte zur Aufnahme einer Schreibmaschine durch einen Wagen gebildet ist, dessen beidseitig vorstehende Rollenpaare in Kulissenführungen eingreifen. Es ist zu vermuten, daß bei dieser Konstruktion, insbesondere bei vergleichsweise großer oder unsymmetrischer Belastung, schwerwiegende Verkantungsprobleme auftreten dürften. Eine sichere, zwangsläufige Führung der Platte unter Last zwecks Aufrechterhaltung einer stets horizontalen Lage scheint kaum möglich zu sein.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Möbelstück der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten Art zu schaffen, welches mit einer herausklappbaren Tischplatte versehen ist, die unter allen Umständen in einer horizontalen Lage verbleibt, so daß auch lose bzw. schwere auf die Platte aufgelegte Gegenstände stets darauf verbleiben können, auch während des Hereinschwenkens der Platte in das Innere des Möbelstückes, um somit in dessen Innenraum untergebracht zu werden, wobei die Schwenkmechanik mittels einer preisgünstigen, zuverlässigen Parallelogramm-Gestänge -anordnung realisierbar sein und somit keine hohen Kosten verursachen soll.
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Diese Erfindungsaufgabe wird mit einem Möbelstück gelöst, welches die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 aufweist.
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Ein solches Möbelstück eignet sich insbesondere zur Unterbringung von flächenhaft vergleichsweise großen Geräten, z. B. der Unterhaltungselektronik wie Videorecorder, Video-Computerspiele, Heimcomputer und dgl., bei denen es wünschenswert erscheinen mag, diese Geräte bei Nichtgebrauch unsichtbar unterzubringen, die aber bei Bedarf trotzdem mit einem Handgriff in die vorgesehene Gebrauchslage versetzt werden sollen.
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Bei einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Anordnung ist vorgesehen, daß das Führungsglied an der Tischplatte während deren Ruhestellung innerhalb des Möbelstückes sowie während eines daran anschließenden Teils der Verschwenkbewegung der Parallelogramm-Gestängeanordnung mit der Führung zusammenwirkt. Dadurch ist sichergestellt, daß das Führungsglied zumindest während desjenigen Bereichs der Verschwenkbewegung der Parallelogramm-Gestängeanordnung mit der Führung zusammenwirkt, während dem die Hebel des Parallelogramm-Gestänges in etwa parallel zur Tischplatte verlaufen, da dies ein kinematisch instabiler und damit unerwünschter Zustand ist, der zum Kippen der Platte aus der horizontalen Lage führen kann.
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Bei einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, daß zumindest je ein Hebel der Parallelogramm-Gestängeanordnung mit dem korrespondierenden Hebel auf der anderen Seite drehfest gekoppelt ist. Damit eine zusätzliche Stabilität der Verschwenkmechanik und somit eine zusätzliche Sicherheit gegen Kippen bzw. Verkanten gegeben.
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Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Möbelstückes, unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen, näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt
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Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Möbelstückes in ge -schlossenem Zustand,
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Fig. 2 eine Seitenansicht des Möbelstückes in geöffnetem Zustand,
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Fig. 3 eine Ansicht des Möbelstückes in geöffnetem Zustand von oben,
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Fig. 4 einen globalen Vertikalschnitt durch das Möbelstück in geöffnetem Zustand,
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Fig. 5 eine perspektivische Ansicht des Möbelstückes in geöffnetem Zustand mit eingeklappter Platte,
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Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des Möbelstückes in geöffnetem Zustand mit ausgeklappter Platte und darauf liegendem Gerät, und
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Fig. 7 einen detaillierten Vertikalschnitt durch das Möbelstück.
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Aus den Fig. 1-3 geht der generelle Aufbau des gesamthaft mit 1 bezeichneten Möbelstückes hervor. Dieses besitzt im wesentlichen kubische Gestalt, mit Seitenwänden 2, 3, 4 und 5, einem Boden 6 sowie einem oben liegenden Deckel, der durch zwei Deckelteile 7 a und 7 b gebildet ist. Die letzteren, wie weiter unten noch näher erläutert wird, sind verschiebbar auf dem Möbelstück 1 gelagert und können in Richtung der Pfeile P 1 und P 2 auseinandergezogen werden, um den Innenraum des Möbelstückes 1 freizugeben.
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Zweckmäßigerweise kann das Möbelstück 1 mit Rollen 8 versehen sein, die an der unteren Seite des Bodens 6 in bekannter Weise schwenkbar befestigt sind. Im Inneren des Möbelstückes 1 ist eine Platte 9 untergebracht, die an einem Tragrahmen 10 befestigt ist. Wie im folgenden noch erklärt werden wird, kann die Platte 9 mitsamt dem Tragrahmen 10 von einer im Inneren des Möbelstückes 1 befindlichen Ruhestellung in eine außerhalb des Möbelstückes 1 liegende Gebrauchslage verschwenkt werden. In Fig. 2 ist die Platte 9 in der Gebrauchslage mit ausgezogenen Linien dargestellt, während die Ruhestellung mit gestrichelten Linien angedeutet ist. Aus Fig. 3 ist zudem ersichtlich, ebenfalls strichliniert angedeutet, daß sich im Hohlraum, im Innern des Möbelstückes 1 unterhalb der sich in Ruhestellung befindlichen Platte 9, eine Steckdosenleiste 11 befindet, welche durch nicht näher dargestellte Mittel mit einem Netzanschluß verbunden und zur Aufnahme von Steckern vorgesehen ist, mit welchen ein auf der Platte 9 aufzuliegendes elektrisches Gerät anzuschließen bestimmt ist.
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Die Platte 9, zusammen mit dem Tragrahmen 10, ist von einer im Inneren des Möbelstückes 1 befindlichen Ruhestellung in eine außerhalb des Möbelstückes 1 befindliche Gebrauchslage verschwenkbar. Aus der Fig. 4 geht dies als Übersichtsdarstellung im Schnitt hervor. Voraussetzung dazu ist natürlich, daß die Deckelteile 7 a und 7 b in Richtung der Pfeile P 1 und P 2 herausgezogen sind. Die Verbindung zwischen Möbelstück 1 und Platte 9 bzw. Tragrahmen 10 erfolgt über eine Parallelogramm-Gestängeanordnung 12, 13, deren Aufbau im folgenden noch näher erläutert werden wird. Wesentlich ist jedoch, daß sich die Platte 9 stets in horizontaler Lage befindet, sei es in ihrer Ruhestellung innerhalb des Möbelstückes 1, wie in Fig. 4 gestrichelt angedeutet, sei es in ihrer herausgeklappten Gebrauchslage, wie es in Fig. 4 mit ausgezogenen Linien dargestellt ist. Jedenfalls kann damit erreicht werden, daß ein auf die Platte 9 abgelegtes Gerät 14 ohne Befestigung an der Platte 9 auf dieser belassen und somit von der Ruhestellung in die Gebrauchslage und umgekehrt verbracht werden kann. Selbstverständlich können die Deckelteile 7 a und 7 b in der Ruhestellung der Platte 9 entgegen der Richtung der Pfeile P 1 und P 2 zusammengeschoben werden, um das Möbelstück 1 zu verschließen.
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Die Fig. 5 zeigt das Möbelstück 1 geöffnet, mit den Deckelteilen 7 a und 7 b in ausgezogenem Zustand, während dem die (aus der Fig. 5 nicht ersichtliche) Platte 9, welche das Gerät 14 trägt, im Inneren des Möbelstückes 1 versenkt ist; es leuchtet ein, daß zur unsichtbaren, sicheren Aufbewahrung des Gerätes 14 lediglich die beiden Deckelteile 7 a und 7 b zusammengeschoben werden müssen. Andererseits zeigt die Fig. 6 die herausgeklappte Gebrauchslage der Platte 9 mit darauf liegendem Gerät 14, wobei logischerweise die Deckelteile 7 a und 7 b auseinandergezogen sind. Aus der Darstellung gemäß Fig. 6 ist unschwer zu entnehmen, daß sich das Gerät 14 damit in bequemer Gebrauchslage befindet, indem die Platte 9 über die Oberfläche des Möbelstückes 1 sowie über dessen dem Benutzer zugewandte Seitenwand 3 übersteht. Zur Erleichterung der Handhabung können seitlich an der Oberfläche der Platte 9 angebrachte Handgriffe 15 vorgesehen sein, mittels derer die Platte 9 erfaßt und von der in Fig. 6 dargestellten Gebrauchslage in die in Fig. 5 dargestellte Ruhestellung und umgekehrt verschwenkt werden kann.
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In der Fig. 7 ist ein detaillierter Vertikalschnitt durch das Möbelstück 1 dargestellt, aus welchem insbesondere die Ausbildung der Parallelogramm-Gestängeanordnung 12, 13 ersichtlich ist. Es versteht sich dabei von selbst, daß in der Darstellung gemäß Fig. 7 nur jeweils eine Seite zu sehen ist; eine entsprechende Parallelogramm-Gestängeanordnung ist auf der anderen Seite der Platte 9 vorhanden.
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Die Parallelogramm-Gestängeanordnung besteht je aus einem ersten Hebel 12 a und je einem zweiten Hebel 13 a. Der Hebel 12 a ist einerends von einem Schwenklager 16 aufgenommen, welches in nicht näher dargestellter, geeigneter Weise an einer seitlichen Wand des Möbelstückes 1 befestigt ist. Andernends ist der Hebel 12 a mit einem Schwenklager 17 verbunden, welches am Tragrahmen 10 für die Platte 9 angebracht ist. In entsprechender Weise ist der Hebel 13 a einerends mit einem dem Schwenklager 16 entsprechenden, am Möbelstück 1 verankerten Schwenklager 18 und andernends mit einem dem Schwenklager 17 entsprechenden, am Tragrahmen 10 verankerten Schwenklager 19 verbunden. Um eine größere Stabilität zu gewährleisten und ein eventuelles Kippen der Platte 9 während deren Verschwenkung zu verhindern, sind die beiden Schwenklager 16 z. B. mittels einer Stange 29 drehfest miteinander gekoppelt, so daß die beiden Hebel 12 a stets um den gleichen Betrag verschwenkt werden.
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In der Ruhestellung der Platte 9, die in Fig. 7 mit ausgezogenen Linien dargestellt ist, liegt die Platte 9 auf Anschlagorganen 20 auf, die in nicht näher dargestellter Weise innerhalb des Innenraums des Möbelstückes 1, sowohl im Abstand zum Deckel wie auch zum Boden 6, in der Weise angeordnet sind, daß die Platte 9 ungefähr auf halber Höhe des Innenraums des Möbelstückes 1 in horizontaler Lage abgestützt ist. Die Hebel 12 a und 13 a befinden sich dabei in einer ersten Endlage, die in Fig. 7 mit ausgezogenen Linien gezeichnet ist, in welcher sie lediglich geringe Führungsaufgaben zu übernehmen haben, da die Ruhelage der Platte 9 durch die Anschlagorgane 20 definiert ist. Die Platte 9 wird also unter Wirkung der Schwerkraft, d. h. durch ihr eigenes Gewicht sowie durch das Gewicht von gegebenenfals auf ihr abgelegten Geräten in einer stabilen, horizontalen Ruhestellung gehalten.
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Die herausgeschwenkte Lage der Platte 9 ist in der Fig. 7 mit gestrichelten Linien dargestellt. Aus der Zeichnung ist deutlich zu sehen, daß dabei die Hebel 12 a und 13 a um mehr als 90 Grad, im vorliegenden Beispiel um ca. 150 Grad verschwenkt worden sind. Dies bedeutet, daß sich die Schwenklager 17&min; sowie 18&min; in einer solchen vertikalen Lage über den Schwenklagern 16 und 18 befinden, daß durch Auflage des Tragrahmens 10, welcher die Platte 9 trägt, auf der oberen Stirnseite des geöffneten Möbelstückes 1 eine stabile Gleichgewichtslage gewährleistet ist. Durch die konstruktive Ausbildung des Tragrahmens 10 wird des weiteren sichergestellt, daß sich die Platte 9 in ausgeschwenktem Zustand ebenfalls in einer horizontalen Lage befindet. Um zu verhindern, daß die ausgeschwenkte Platte 9 versehentlich zurückgestoßen wird und damit unbeabsichtigt in die Ruhestellung zurückfällt, sind im Bereich der ausgeschwenkten Stellung zumindest des einen Hebels 12 a Arretierorgane 28 vorgesehen, die den Hebel 12 a in der ausgeschwenkten Lage zu halten bestrebt sind. Vor dem Zurückverschwenken der Platte 9 in das Innere des Möbelstückes 1 müssen diese Arretierorgane 28 entriegelt werden.
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Während des Herausschwenkens der Platte 9, d. h. während des Verschwenkens der Hebel 12 a und 13 a um die Schwenklager 16 und 18, wird der Zustand eintreten, daß sich die genannten Hebel 12 a, 13 a parallel zur Ebene der Platte 9 erstrecken. Dies ist ein an sich unerwünschter, kinematisch unstabiler Zustand, bei dem die Gefahr besteht, daß die Platte 9 aus ihrer zu gewährleistenden, horizontalen Lage herausschwenkt, sei es durch ungleichmäßige Lastverteilung auf der Platte 9, sei es durch Angriff der Betätigungskraft außerhalb des Schwerpunktes derselben. Um diesem Nachteil zu begegnen, wird vorgesehen, daß die Platte 9, im allgemeinsten Sinn gesagt, während dieses "kritischen" Verschwenkungsbereiches, nicht allein durch die Hebel 12 a und 13 a, sondern zusätzlich durch Führungsorgane geführt ist, um sicherzustellen, daß die Platte 9 jederzeit ihre erwünschte, horizontale Lage beibehält.
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Zu diesem Zwecke besitzt die Platte 9 seitlich von derselben abstehende Führungszapfen 21, auf denen gegebenenfalls eine drehbar angebrachte Führungsrolle 22 angeordnet ist. Eine solche Anordnung wird zweckmäßigerweise zumindest auf einer Seite der Platte 9, vorzugsweise aber auf beiden, im Bereich der Seitenwände 2 und 4 des Möbelstückes 1 liegenden Seitenflächen vorgesehen. Der Führungszapfen 21 bzw. die Führungsrolle 22 greift dabei in eine Führung 23 ein, die als den Führungszapfen 21 bzw. die Führungsrolle 22 umgreifende, gebogene Kulissenführungsbahn ausgebildet ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei gebogene, im Abstand voneinander angeordnete Führungsschienen 24 und 25 vorgesehen, deren Zwischenraum die genannte Führungsbahn bildet. Die Führungsschienen 24 und 25 können dabei an den Seitenwänden 2 und 4 bzw. an nicht näher dargestellten, parallel dazu verlaufenden Hilfswänden angebracht sein. Eine andere, ebenfalls nicht dargestellte Ausführungsmöglichkeit besteht darin, an einem gegebenenfalls über die Seitenwände 2 und 4 bzw. den erwähnten Hilfswänden angebrachten, vorstehenden Teil eine Nut auszubilden, welche die Führungsbahn bildet.
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Jedenfalls ist wesentlich, daß der Abstand der beiden Führungsschienen 24 und 25 bzw. der (nicht dargestellten) Führungsnut dem Durchmesser des Führungszapfens 21 bzw. dem Durchmesser der darauf gelagerten, drehbaren Führungsrolle 22 entspricht. Der Anfang der so gebildeten Führungsbahn befindet sich im Bereich der Ruhestellung der Platte 9, in der Weise, daß das Führungsglied bzw. die Führungsglieder, gebildet durch die Führungszapfen 21 bzw. Führungsrollen 22, unmittelbar nach erfolgter Verschwenkung der Hebel 12 a und 13 a in die Führungsbahn eintreten und somit die Platte 9 gegen eine Verschwenkung aus ihrer horizontalen Sollage abstützen. Sobald ein gewisser Verschwenkungswinkel der Hebel 12 a und 13 a erreicht bzw. überschritten ist, wird durch die Kinematik der Parallelogramm-Gestängeanordnung 12, 13 selbst erreicht, daß die Platte 9 selbsttätig, innerhalb kleiner, vernachlässigbarer Toleranzen, in der gewünschten, horizontalen Lage gehalten, bzw. geführt ist.
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Die Deckelteile 7 a und 7 b sind zweckmäßigerweise mittels Rollenführungen 26 abgestützt, die in bekannter Weise ausgebildet sein können und an dieser Stelle nicht weiter erörtert zu werden brauchen. Zweckmäßigerweise sind dabei Anschlagorgane 27 vorhanden, die den Auszug der Deckelteile 7 a und 7 b begrenzen.
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Dadurch, daß die Parallelogramm-Gestängeanordnung 12, 13 während des Herausschwenkens der Platte 9 von ihrer in der Fig. 7 ausgezogen gezeichneten Ruhestellung in die gestrichelt gezeichnete Gebrauchslage um mehr als 90 Grad verschwenkt wird, ist sichergestellt, daß diese Platte 9 in beiden Stellungen stabil auf den Anschlagorganen 20 bzw. auf der als Anschlagorgan dienenden, oberen Stirnfläche des Möbelstückes 1 durch Wirkung der Schwerkraft aufruht. Während der Verschwenkung von der Gebrauchslage in die Ruhestellung oder umgekehrt ist zum einen durch die Kinematik der Parallelogramm-Gestängeanordnung 12, 13, zum anderen durch die Führung 23, gewährleistet, daß die Platte 9 stets in einer wohl definierten horizontalen Lage verbleibt, auch wenn die Lastverteilung auf der Platte 9 und/oder der auf die Platte 9 wirkende Kräfte-Angriffspunkt exzentrisch ist.
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Der sogenannte "kritische" Verschwenkungsbereich schließt sich unmittelbar an die Ruhestellung der Platte 9 an. Deshalb ist es zweckmäßig, daß die Führungszapfen 21 bzw. Führungsrollen 22 unmittelbar während des ersten Teilstückes der Verschwenkbewegung der Platte 9 bzw. der Hebel 12 a, 13 a mit der Führung 23 zusammenwirken, mindestens über einen Verschwenkungswinkel von 30 Grad, vorzugsweise aber über einen solchen von ca. 60 Grad. Jedenfalls ist aber dadurch gewährleistet, daß die Platte 9 nicht aus ihrer horizontalen Lage abkippen kann; ohne Führung 23 bzw. Führungsglieder wäre diese Gefahr nicht auszuschließen, da in diesem ersten Abschnitt des Verschwenkungsbereiches der Hebel 12 a und 13 a Lagerspiele, Fertigungstoleranzen und dergleichen einen unverhältnismäßig ausgeprägten Einfluß auf die Lage der Platte 9 ausüben können.