DE338736C - Verfahren zur Darstellung von Verbindungen der Gallensaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Verbindungen der Gallensaeuren

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DE338736C
DE338736C DE1916338736D DE338736DD DE338736C DE 338736 C DE338736 C DE 338736C DE 1916338736 D DE1916338736 D DE 1916338736D DE 338736D D DE338736D D DE 338736DD DE 338736 C DE338736 C DE 338736C
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apocholic
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bile acids
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Honeywell Riedel de Haen AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Verbindungen der Gallenspuren. Es ist bekannt, daß Desoxycholsäure mit organischen Verbindungen zu gut charakterisierten Verbindungen zusammentritt: Die übrigen in der Galle vorkommenden Gallensäuren besitzen dagegen diese Eigenschaft nicht.
  • Es wurde nun gefunden, daß die durch Abspaltung von Wasser aus der Cholsäure entstehende ungesättigte Säure (Apocholsäure) in ähnlicher Weise wie Desoxycholsäure befä4igt ist, mit aliphatschen, aromatischen und alicyklischen Kohlenwasserstofen sowie deren Derivaten neue Verbindungen zu bilden, die im allgemeinen gut kristallisiert und leicht zu isolieren sind. Zur Darstellung der Additionsverbindungen kann man statt von freier Apocholsäure auch von der Essigsäureverbindung ausgehen, wobei der Essigsäurerest durch die neuen Komponente ausgetauscht wird. Von verdünnten Alkalien .und Basen werden sie zu Salzen gelöst. Die neuen aus Cholsäure darstellbaren Verbindungen sind erheblich billiger als die aus der kostbaren Desoxycholsäure hergestellten. Sie sollen zu therapeutischen Zwecken Verwendung finden. Beispiel I. log der aus Cholsäuremethylester durch Wasserabspaltung erhältlichen ungesättigten Säure Werden mit der gleichen Menge 96prozentiger Essigsäure erwärmt. Beim Erkalten und Stehenlassen kristallisiert die neue Verbindung in Gestalt schön ausgebildeter Nadeln, die einen unscharfen, zwischen 135 und 155,1 liegenden Schmelzpunkt zeigen. Sie enthält auf i Mol. Gallensäure i Mol. Essigsäure, die beim Behandeln mit überschüssigem Alkali oder Ammoniak vollkommen abgespalten wird. Beispiel II. Löst man 26g Apocholsäure in wenig heißem absolutem Alkohol und fügt io g Naphthalin hinzu, so kristallisieren beim Erkalten feine Nadeln vom Smp. 173 bis 17q.° aus. Sie stellen die Additionsverbindung von Naphthalin an Apocholsäure vor, und zwar entfallen nach dem Ergebnis der Analyse auf i Mol. Naphthalin 2 Mol. Apocholsäure. Die Additionsverbindung ist vollkommen geruchlos und luftbeständig. Durch Zusatz von Soda und etwas Natriumapocholat erhält man eine klare wäßrige Lösung. -Beispiel III. Eine alkoholische Lösung der aus Cholsäure durch Wasserabspaltung entstehenden umgesättigten Säure wird mit überschüssigem Kampfer erhitzt. Beim Erkalten und Stehenlassen kristallisiert das i Mol. Kampfer auf i Mol. Apocholsäure enthaltende Additionsprodukt in Gestalt gut; ausgebildeter Kristalle aus. Es ist in verdünnten Alkalien und Basen: leicht löslich. Beispiel, IV. Suspendiert man i,1 g frisch gefälltes Strychnin sowie 1,3 g Apocholsäure in ioo ccm Wasser und gibt sie zu 9o ccm i 5prozentiger Natronlauge, so geht beim Erwärmen alles in Lösung. Im dieser Lösung ist das Strychnin in Form eines Additionsproduktes an die Apocholsäure enthalten, was daraus hervorgeht, daß durch weiteren Zusatz von Natronlauge kein Strychnin ausgefällt i_s:p i.=e 1 V.
  • Löst man Apocholsäure oder ihre Eisessigverbindung in heißem Essigäther, so kristallisiert beim Erkalten das Additionsprodukt aus Apocholsäure und Essigäther in feinen Nadeln aus. Ein Teil des Essigäthers wird beim Liegen an der Luft wieder abgegeben, während der Rest selbst nach dem Trocknen im Vakuum bei I2o bis 13o° an Apocholsäure gebunden bleibt.
  • Beispiel VI., Man löst 2 g freie Apocholsäure in 2o ccm Benzaldehyd unter Erwärmen auf etwa ioö° auf und versetzt die klare Lösung mit Benzin. Die Benzaldehyd-Apocholsäüre fällt als fein kristallinischer Niederschlag (Nädelchen) aus. Sie ist vollständig geruchlos. Stnp. I56°.
  • Beispiel VII.
  • Die Äthylalkoholverbindung der Apocholsäure erhält man durch Zusatz von Wasser zu einer konzentrierten Lösung der Eisessigverbindung in Alkohol. Die Alkoholverbindung kristallisiert beim Erkalten in feinen Nädelchen aus, die an der Luft ihren Alkohol verlieren und verwittern.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH. Verfahren zur Darstellung von Verbindungen der Gallensäuren, dadurch gekennzeichnet, das man die durch Abspaltung von Wasser aus Cholsäure bzw. Cholsäureestexn erhältliche ungesättigte Säure (Apocholsäure) mit Kohlenwasserstoffen oder deren Derivaten, wie Alkoholen, Basen, Aldehyden, Ketonen, Säuren und Estern, in bekannter Weise vereinigt.
DE1916338736D 1916-07-19 1916-07-19 Verfahren zur Darstellung von Verbindungen der Gallensaeuren Expired DE338736C (de)

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