DE338296C - Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen

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    • C08H1/02Protein-aldehyde condensates
    • C08H1/04Casein-aldehyde condensates
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    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
    • B29C43/003Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor characterised by the choice of material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von-Kunstmassen. Es ist nach den Verfahren der Erfinder bekannt, aus Hefebrei nach Behandlung mit Formaldehyd durch Trockenpressung in der Hitze plastische Massen von hartgummiähnlichem Charakter zu erzeugen (Patente275875 und 2895g7). Es ist auch gelungen, aus einer bereits durch Vertrocknung veränderten Hefe durch Formaldehydbehandlung, Trocknung und Heißverpressung des trockenen Pulvers ähnliche Massen hervorzubringen (Patent 302930). Bei diesen Verfahren können andere Eiweißstoffe beigemischt und so gleichzeitig derselben Reaktion unterworfen werden.
  • Es ist andererseits auf verschiedene Weise möglich, durch Wechselwirkung von Kasein mit Formaldehyd plastische Massen zu erzeugen. Ganz allgemein wird dabei die Verformung zuerst vorgenommen und die Formaldehydeinwirkung - hier zutreffend »Härtung« genannt - angeschlossen. Es sind zwar auch Verfahren vorgeschlagen worden, die Formaldehydeinwirkung in einem früheren Stadium stattfinden zu lassen, doch haben sich auf diese Weise brauchbare Massen nicht ergeben. Bei allen jenen Verfahren erfolgt die Verformung durch Plastischmachen des Kaseins mit Hilfe eines Wasserzusatzes.
  • Die Erfinder haben die Trockenverpressung von vorher mit Formaldehyd behandelten eiweißhaltigen Stoffen als Sondergebiet erforscht und ausgebildet und nach und nach die Mehrzahl aller überhaupt in Frage kommenden Rohmaterialien in den Kreis der Versuche gezogen. Bei den Versuchen mit Kasein hat es sich gezeigt, daß das den Erfindern geschützte Verfahren auch hier durchaus anwendbar ist. In diesem besonderen Falle erwies es sich nun als den technischen Effekt noch außerordentlich begünstigend: nach der Einwirkung des Formaldehyds aus der Reaktionsmasse durch eine weitgetriebene Trocknung auch den ungebunden gebliebenen Anteil an Formaldehyd zu entfernen, bevor die trockene Heißverpressung erfolgt. Man begnügt sich dann nicht damit, den technisch üblichen Trocknungsgrad der Masse zu erreichen, was an sich schon die Besonderheit des grundlegenden Verfahrens der Erfinder ausmacht, sondern treibt den Trocknungsprozeß so weit, daß alles freie Formaldehyd entweicht.
  • Dadurch erreicht man den Vorteil, daß die heißverpreßten Gegenstände ohne Abkühlung der Presse entnommen werden können, während bei Gegenwart von größeren Wasserresten und besonders bei Vorhandensein ungebundenen Formaldehyds die geformten Erzeugnisse in der Presse abkühlen müssen, um nicht Aufblähungen, Rißbildungen u. a. durch Entweichen von Dämpfen zu erleiden.
  • Bei allen sonst üblichen Prozessen zur Herstellung plastischer Massen aus Kasein mit Formaldehyd bedarf es der Nachhärtung mit diesem Aldehyd, und zwar nimmt dieser Härtungsprozeß Wochen bis Monate in Anspruch. Das Verfahren der Erfinder, welches die Vorbehandlung mit Formaldehyd vorsieht, ist daher an sich schon technisch außerordentlich bedeutsam, weil es den Arbeitsprozeß beschleunigt und verkürzt. Diese Beschleunigung wird auf einen noch höheren Grad gebracht, wenn die verpreßten Fertigerzeugnisse auch noch ohne Abkühlung der Presse entnommen werden können. Ein weiterer technischer Vorteil liW£ darin, daß der Verbrauch an Formalde . =1i erheblich eingeschränkt wird, indem der ü rigebunden gebliebene Überschuß durch den Trocknungsprozeß restlos entfernt wird und dabei natürlich aufgefangen werden kann.
  • Für manche Zwecke, wo besonders hohe Anforderungen an die Beschaffenheit der Fertigerzeugnisse gestellt werden, z. B. für elektrische Isolierobjekte, ist es von ausschlaggebender Wichtigkeit, das trockene Kasein vor der Einwirkung des Formaldehyds einer weitgehenden Vormahlung zu unterwerfen. Die Vormahlung muB zu einem staubfreien, fast unfühlbaren Pulver geschehen; hierbei ergeben sich augenscheinlich Veränderungen. Es handelt sich anscheinend um den Eintritt eines besonders kolloidalen Zustandes bei dem zu hoher Feinheit in der Vermahlung fortgeschrittenen Kaseinpulver. Nach Erreichung dieses Zustandes wirkt dann Formaldehyd auf das Kaseinpulver besonders tiefgreifend ein. Ausführungsbeispiele. i. Handelskasein wird mit verdünntem, ioprozentigem Formaldehyd getränkt und unter Erwärmen auf 5o bis 8o° im verschlossenen Gefäß i Stunde lang- zur Reaktion gebracht. Dann läßt man das Reaktionsgemisch trocknen und verpreßt es in dieser Beschaffenheit in Formen bei über 9o° C und bei Drucken über ioo kg/qcm.
  • 2. Handelskasein wird grob vermahlen und mit verdünntem, io- bis 2oprozentigem Formaldehyd befeuchtet. Man läßt das Gemenge bei gewöhnlicher Temperätur mindestens 2.4 Stunden stehen und unterwirft dann das Reaktionsgemisch einem sorgfältigen Trocknungsprozeß, der so weit getrieben wird, daß freie Aldehydreste nicht mehr nachweisbar sind. Dann wird das Pulver bei Temperaturen über cgo° C und bei Drucken über i oo kg(qcfn verformt.
  • 3. Handelskasein wird trocken so weit vermahlen, daß das Endergebnis durch ein Sieb mit mindestens 2 ooo Maschen auf i qcm hindurchgeht. Man durchfeuchtet dieses Pulver mit ioprozentigem Formaldehyd und läßt letzteres auf das Kaseinpulver mindestens 24 Stunden einwirken. Dann wird das Reaktionsgemisch bis zum Entweichen des freien Formaldehyds getrocknet, die getrocknete Masse zerkleinert und bei Temperaturen über 9o° C und bei Drucken über ioo kg/qcm verformt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsppüc$E: -i. Verfahren zur Herstellung plastischer Massen von horn- oder hartgummiähnlichem Charakter aus Kasein, dadurch gekennzeichnet, daß das Kasein einer V orbehandlung mit Formaldehyd unterzogen, das Reaktionsgemisch getrocknet und durch Heißverpressung unmittelbar zum Fertigerzeugnis verformt wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die der Verpressung vorangehende Trocknung über den technisch üblichen Grad hinaus so weit geführt wird, bis die ungebundenen Formaldehydreste entfernt sind.
  3. 3. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Einwirkung des Formaldehyds. das Kasein zu einem Pulver vermahlen,..jvird, welches ein Sieb mit mindestens 2.aoo Maschen auf i qcm passiert.
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