DE33653C - Verfahren zur Kompression von Gasen mittelst Strahlgebläse - Google Patents

Verfahren zur Kompression von Gasen mittelst Strahlgebläse

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DE33653C
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DENDAT33653D
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W. SCHMIDT in Braunschweig
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K19/00Regenerating or otherwise treating steam exhausted from steam engine plant
    • F01K19/02Regenerating by compression
    • F01K19/08Regenerating by compression compression done by injection apparatus, jet blower, or the like

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die in Fig. 1 und 2 der Zeichnung dargestellte Saugstrahldampfmaschine verwendet hochgespannte Dämpfe, die auf dem Wege zur Maschine als Dampfstrahlgebläse auf Gase von niederer und nach und nach steigender Spannung wirken, dieselben ansaugen und comprimiren, worauf dann die Mischung beider im Cylinder der Dampfmaschine zur Wirkung gelangt. Die Neuheit dieses Verfahrens liegt besonders in der mehrfachen Einwirkung eines Gases hoher Spannung auf Gase niederer, aber steigender Spannung vermittelst Strahlgebläses. Aus jeder Ansaugung geht eine Mischung von mittlerer Spannung hervor, so dafs ein Herabziehen der hohen Spannung des Gebläsegases stattfindet.
Man verwendete zwar bisher auch schon Strahlgebläse zum Ansaugen von niedrig, gespannten Dämpfen, ja man ordnete dieselben auch mehrfach hinter einander an. Dies geschah aber in der Weise, dafs man auf das durch das erste Strahlgebläse erhaltene Gasgemisch (also von mittlerer Spannung) wieder ein neues Strahlgebläse mit hoher Spannung wirken liefs. Der nach Vorliegendem eingeschlagene Weg ist dagegen der, das aus der ersten Strahlgebläsewirkung resultirende Gasgemisch (welches eine mittlere Spannung besitzt und nicht mehr geeignet ist, Gase von so niederer Spannung, wie das eben angesaugte, noch anzusaugen) selbst durch Strahlgebläse auf neue Gase saugend wirken zu lassen (welche eine höhere Spannung als die vom ersten Strahlgebläse angesaugten Gase und natürlich eine geringere Spannung als das Gasgemisch haben), dadurch die mittlere Spannung des ersten Gasgemisches noch mehr herabzuziehen und so die dem ersten Gemisch innewohnende lebendige Kraft noch weiter zur Ansaugung neuer Gase auszunutzen. Die bisherigen Verfahren benutzen also das ersterzeugte Gasgemisch beim zweiten Strahlgebläse als anzusaugendes Gas, bei vorliegendem Verfahren dagegen wird dieses Gasgemisch wieder als saugendes Gas benutzt. Das in Bewegung befindliche Gasgemisch gelangt nicht erst zur Ruhe, sondern wird direct in seiner ausströmenden Bewegung zur weiteren Ansaugung ausgenutzt, bis seine lebendige Kraft erschöpft ist.
Als Vortheile des vorliegenden Verfahrens werden folgende bezeichnet: Man verbraucht im Dampfentwickler nur wenig Wasser bezw. Dampf, da man dem entwickelten Dampf eine grofse nutzbare Zahl von Wärmeeinheiten durch hohe Spannung mitgiebt, diese Spannung durch das Dampfstrahlgebläse und durch Mischen mit niedrig gespanntem Gas in für die Praxis brauchbare Spannungen herabzieht, das Gasvolumen vergröfsert, zugleich überhitzt und so ein grofses Gasvolumen erhält.
Dieses Verfahren ist in Fig. 1 in Anwendung auf eine Compound-Maschine veranschaulicht. Der Receiver ist getheilt, und da in dem kleinen Cylinder auf beiden Seiten mit verschiedenen Füllungen gearbeitet wird, so herrscht in den beiden Kammern verschiedener Druck, der zur stufenweisen Ausnutzung der lebendigen Kraft des Strahlgebläses benutzt wird.
Das Saugstrahlgebläse, g wirkt durch die lebendige Kraft des aus Rohr r austretenden Dampfes von hoher Spannung, saugt das Gas aus Rohr r1 an, wobei die lebendige Kraft des ausströmenden Dampfes eine Comprimirung
und theilweise Ueberhitzung des angesaugten Gases bewirkt, indem die im Dampfstrahlgebläse verloren gehende Arbeit sich in Wärme umsetzt.
A ist der kleine Cylinder, B der grofse Cylinder, CC1 der getheilte Receiver. In C herrscht höherer Dampfdruck als in C1. Der aus Rohr r strömende Dampf von hoher Spannung saugt im Dampfstrahlgebläse g den Dampf von niederer Spannung aus dem Receivertheil C1 an, im Dampfstrahlgebläse g1 den etwas höher gespannten Dampf aus dem höheren Theil C des Receivers ebenfalls, comprimirt und überhitzt denselben bezw. die Mischung und . drückt denselben in den Behälter D, aus dem er zum kleinen Cylinder gelangt. Ist der Dampf im kleinen Cylinder verbraucht, so gelangt er in den Receiver, aus welchem er theilweise in den beschriebenen Kreislauf zurückkehrt, theilweise in den grofsen Cylinder B gelangt.
Es kann auch der Auspuffdampf von B wieder durch Dampfstrahlgebläse verdichtet und im Kreislauf benutzt werden.
Die Anordnung der Saugstrahlgebläse und Receiver kann auch bei mehrcylindrigen Maschinen angewendet werden.
Fig. 2 zeigt, dafs man die einzelnen Dampfstrahlgebläse durch Wände trennen und die Saugleitungen durch Rückschlagventile abschliefsen kann. Es wirken dann nur so viel von den Gebläsen durch Ansaugung, als zur Erschöpfung der lebendigen Kraft erforderlich sind.
Durch dieses stufenweise Ansaugungsverfahren ist ein Mittel gegeben, höchste Kesselspannungen von ioo und mehr Atmosphären zu verwenden und diesen hohen Druck auf niedere Spannungen unter gleichzeitiger Volumenvermehrung des Dampfes zu reduciren.
Man kann diese stufenweise Ansaugung beliebig vervielfachen und man kann als erst anzusaugendes Gas auch die atmosphärische Luft benutzen. Dann hat man selbst bei einer Compound-Maschine mit einem Receiver zwei Ansaugungsstufen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Das Verfahren, durch Strahlgebläse die lebendige Kraft ausströmender Gase in der Weise nutzbar -zu machen, dafs der Druckstrahl zuerst ein Gas niederer Spannung ansaugt und dann der daraus resultirende Druckstrahl mittlerer Spannung wieder auf Gase von relativ höherer Spannung als der des zuerst angesaugten Gases saugend wirkt und so die Ausströmungsgeschwindigkeit des ursprünglichen Dampfstrahles, nach und nach sich verringernd, zur Compression von Gasen von steigenden Spannungen verwendet wird.
    •2. Die Anwendung dieses Verfahrens bei Compound-Maschinen, in denen der Druckstrahl saugend auf mehrere Receiver oder auf einen Receiver unter vorheriger Aufsaugung von atmosphärischer Luft wirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT33653D Verfahren zur Kompression von Gasen mittelst Strahlgebläse Expired - Lifetime DE33653C (de)

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