DE22786C - Neuerungen an geschlossenen Wärmemotoren - Google Patents
Neuerungen an geschlossenen WärmemotorenInfo
- Publication number
- DE22786C DE22786C DENDAT22786D DE22786DA DE22786C DE 22786 C DE22786 C DE 22786C DE NDAT22786 D DENDAT22786 D DE NDAT22786D DE 22786D A DE22786D A DE 22786DA DE 22786 C DE22786 C DE 22786C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- injector
- steam
- container
- engine
- boiler
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 9
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 2
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N Ammonia Chemical compound N QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 7
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 5
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 5
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- 229910021529 ammonia Inorganic materials 0.000 description 3
- CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N Acetone Chemical compound CC(C)=O CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- HEDRZPFGACZZDS-UHFFFAOYSA-N Chloroform Chemical compound ClC(Cl)Cl HEDRZPFGACZZDS-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- RTZKZFJDLAIYFH-UHFFFAOYSA-N Diethyl ether Chemical compound CCOCC RTZKZFJDLAIYFH-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000001172 regenerating effect Effects 0.000 description 2
- NLXLAEXVIDQMFP-UHFFFAOYSA-N Ammonium chloride Substances [NH4+].[Cl-] NLXLAEXVIDQMFP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- VHUUQVKOLVNVRT-UHFFFAOYSA-N Ammonium hydroxide Chemical compound [NH4+].[OH-] VHUUQVKOLVNVRT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N Sulfurous acid Chemical compound OS(O)=O LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000011114 ammonium hydroxide Nutrition 0.000 description 1
- QGJOPFRUJISHPQ-NJFSPNSNSA-N carbon disulfide-14c Chemical compound S=[14C]=S QGJOPFRUJISHPQ-NJFSPNSNSA-N 0.000 description 1
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- NEHMKBQYUWJMIP-UHFFFAOYSA-N chloromethane Chemical compound ClC NEHMKBQYUWJMIP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 238000011038 discontinuous diafiltration by volume reduction Methods 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K19/00—Regenerating or otherwise treating steam exhausted from steam engine plant
- F01K19/02—Regenerating by compression
- F01K19/08—Regenerating by compression compression done by injection apparatus, jet blower, or the like
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der vorliegende Wärmemotor arbeitet nach dem Gesetze des geschlossenen Kreisprocesses,
d. h. er setzt Wärme (auf mechanischem Wege) so vollkommen in Arbeit um, dafs nur
nebensächliche, durch die praktische Unvollkommenheit jeder Maschine bedingte Verluste
übrig bleiben. Gelöst wird dieses Problem durch einen Injector, welcher die zum Betriebe
des Motors gebrauchte elastische Flüssigkeit nicht in condensirtem, sondern in elastisch
flüssigem (gasförmigem) Zustand in den Kessel zurücktreibt und also die aus der bisherigen
Maschine unausgenutzt entweichende Wärme für die continuirliche Unterhaltung des Beharrungszustandes
wieder nutzbar macht. Theoretisch beruht also die Erfindung auf einer Verallgemeinerung
des dem Gif far d'sehen Injector zu Grunde liegenden mechanischen Princips,
d. h. auf der Anwendung dieses Injectors zum Ansaugen und Treiben von Dämpfen und
permanenten Gasen. Bei dem gewöhnlichen Giffard'sehen Injector strömt mehr oder weniger
stark gespannter Dampf (gewöhnlich Wasserdampf) über ein Gefäfs, in welchem sich eine
tropfbare Flüssigkeit (gewöhnlich Wasser) befindet, deren Temperatur so bemessen ist, dafs
sich der einströmende Dampf bei der Berührung mit der Flüssigkeit condensirt. Infolge dieser
Condensation vermindert sich das Volumen des Dampfes, während die demselben innewohnende
lebendige Kraft unvermindert bleibt, und hierdurch sind die ursprünglichen dampfförmigen,
nunmehr tropfbar flüssigen Theilchen im Stande, nicht nur selbst in ein Gefäfs (Kessel), in welchem
sich Dampf von höherer Spannung befindet, einzudringen, sondern aufserdem auch
andere mitgerissene flüssige Theile in denselben zu befördern.
Die bisherigen Constructionen des Gi ff ar d'-schen Injectors wandten dieses Princip lediglich
zum Ansaugen einer tropfbaren Flüssigkeit bezw. zum Speisen eines Kessels mit derselben an,
dagegen läfst es sich theoretisch übersehen, dafs auch eine elastische (gasförmige) Flüssigkeit
unter gewissen Voraussetzungen dem gegebenen Impulse folgen und in einen unter Druck stehenden Behälter getrieben werden
mufs, wenn die Grundbedingung der Volumenverminderung des saugenden Fluidums erfüllt
ist. Dies ist aber der Fall, wenn der Betriebsdampf des Injectors physikalisch so beschaffen
ist, dafs er sich bei der Berührung mit dem zum Betriebe der Maschinen dienenden Dampfe
condensirt, und ein zu dem Zweck construirter Apparat funetionirt unter der Bedingung, dafs
für den Injector und für den Motor zwei Sorten Dämpfe von verschiedenen Condensationstemperaturen
angewendet werden, derart, dafs sich der Dampf des Injectors bei der Berührung mit
dem Dampf des Motors condensirt. Es erhellt, dafs unter solchen Umständen der aus der
Maschine kommende Abdampf, ohne condensirt zu werden, wieder in den Kessel hineingetrieben
werden kann, und hierauf beruht die nachstehend beschriebene Construction.
Die Richtigkeit der vorstehenden Schlüsse wurde sowohl durch analytische Untersuchungen,
als auch durch ausgedehnte praktische Versuche, welche die Erfinder mit einer Dampfmaschine
anstellten, bestätigt.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung bedeutet nun A den Behälter zum Betriebe des
Motors, B den Kessel zum Betriebe des Injectors und C den Injector selbst. Durch das
Rohr D gelangt der Betriebsdampf in den Cylinder der Maschine, durch E der verbrauchte
Abdampf in den Injector bezw. wieder in den Behälter A.
Der Injector möge, weil er den Abdampf gleichsam belebt und wieder in den Kessel zurückführt,
»Regenerativ-Injector« genannt werden.
Die Anordnung der Construction unterliegt, je nach der Wahl der beiden Dampfarten, gewissen
Detailmodificationen, doch bleibt das Grundprincip in allen Fällen dasselbe.
Will man z. B. den Regenerativ-Injector anwenden, um in eine gewöhnliche Wasserdampfmaschine
den verbrauchten Abdampf zurückzuführen, so müfste der Injector mit einem
Dampf betrieben werden, welcher sich bei der Berührung mit Wasserdampf condensirt, also
z. B. mit Quecksilber- oder ähnlichen Dämpfen von hoher Condensationstemperatur.
Praktisch dürfte nun die Erfindung eben wegen der hohen Condensationstemperaturen
und der damit verbundenen Unzuträglichkeiten in dieser Richtung nur ausnahmsweise verwendet
werden, und es erscheint vielmehr rationeller, die Maschine mit kälteren Dampfen von niedriger
Condensationstemperatur zu betreiben und zum Betriebe des Injectors den Wasserdampf
oder Dampf von ähnlicher physikalischer Beschaffenheit zu benutzen. So könnten z. B.
zum Betriebe des Motors dienen: Aether, Alkohol , Aceton, Chloroform, Chlorkohlenstoff,
Schwefelkohlenstoff, Ammoniak, schweflige Säure etc., bei deren Berührung mit Wasserdampf
letzterer condensirt.
Im Grunde ist also die eigentliche Wärme- und Arbeitsquelle der Injectorkessel B, da der
Injector die Wärmemenge, welche in der Maschine in Arbeit umgesetzt wird, sowie diejenige,
welche durch Abkühlung etc. nach aufsen verloren geht, ersetzt und die in dem Behälter A
befindlichen Dämpfe theoretisch auf ihrer Spannung erhält, ohne dafs denselben weitere Wärme
zugeführt wird. Da demgemäfs für das Functioniren des Apparates nur die Spannung und
die niedrige Temperatur der Kesseldämpfe mafsgebend ist, welche die Injectordämpfe condensiren
lassen müssen, so folgt, dafs man an Stelle des Kesseldampfes ebensogut ein uncondensirbares
Gas nehmen kann, wenn man dasselbe auf mechanischem Wege in dem Behälter A bei niedriger Temperatur comprimirt.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist als ein solches Gas atmosphärische Luft vorausgesetzt.
Der Kessel A einer beliebig construirten Dampfmaschine wird auf mechanischem Wege
(durch Handpumpen) mit comprimirter Luft gefüllt, welche dieselbe Spannung erhält, wie
früher der Wasserdampf.
In dem Kessel B wird Wasserdampf erzeugt. Durch D gelangt die comprimirte Luft in den
Cylinder der Maschine, durch E die verbrauchte zurück in den Injector, wo sie den aus dem
Rohr F strömenden Wasserdampf condensirt und von diesem wieder zurück in den Kessel A
geprefst wird. Der mit einströmende condensirte Dampf sammelt sich am Boden des Kessels
und wird durch die Pumpe G in den Kessel B gepumpt.
Da der Injector infolge praktischer Ünvollkommenheiten mehr Dampf verbraucht, als demselben
theoretisch zur Herbeiführung des Beharrungszustandes in dem Procefs zugeführt werden müfste, so ist es nöthig, die geringe
überflüssige Wärme irgendwie durch Abkühlung zu entfernen, wie z. B. durch einen Kühlapparat
H, aus welchem das Rohr E permanent berieselt wird. Noch einfacher gestaltet sich die
Maschine, wenn man an Stelle der verbrauchten dem Kessel durch den Injector beständig frisctie
Luft zuführt und die erstere entweichen läfst. In diesem Fall fallen das Rohr E und der Kühlapparat
H fort, d. h. es treten an Stelle derselhen je eine einfache Oeffnung in dem Injector
und dem Motor, während die übrige Maschine unverändert bleibt.
Druckverluste infolge mangelhafter Dichtung werden durch eine kleine, von der Kurbelwelle
aus zu betreibende Druckpumpe J wieder ersetzt.
In Eig. 2 ist als treibendes Agens der Maschine Ammoniakgas vorausgesetzt. Der Behälter
A' ist mit einem Kessel B' verbunden zu denken, welcher genau so wie B construirt ist.
A' wird mit einer Salmiaklösung gefüllt, welche letztere durch ein Dampfleitungsrohr
aus B' bis zu einer solchen Temperatur erhitzt wird, dafs sich Ammoniakgas entwickelt. Das
entgaste Wasser wird mittelst einer Pumpe G' fortgeschafft. Durch D' gelangt das comprimirte
Gas in den Cylinder der Maschine, durch E' das verbrauchte in den Injector, welcher es zurück
in den Behälter A' prefst.
Die kleinen Gasverluste werden durch Zuführung von Salmiakgeist durch das Rohr_/'
ergänzt.
An Stelle des Ammoniaks kann, wie schon wiederholt hervorgehoben, jedes andere Gas
von ähnlicher physikalischer Beschaffenheit verwendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zum Betriebe einer Kraftmaschine die Anwendung von gleichzeitig je zwei elastischen Flüssigkeiten (Gas oder Dampf), deren eine sich in comprimirtem Zustande in einem Behälter A befindet und den Motor treibt, während die andere, durch einen Injector C geblasen, sich an der niedrigeren Temperatur der ersteren condensirt und endweder die aus dem Motor kommende verbrauchte oder aber neu zugeführte elastische Flüssigkeit von gleicher Beschaffenheit in den Behälter A treibt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen. BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22786C true DE22786C (de) |
Family
ID=299389
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22786D Active DE22786C (de) | Neuerungen an geschlossenen Wärmemotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22786C (de) |
-
0
- DE DENDAT22786D patent/DE22786C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102013109459B4 (de) | Tankentlüftungsvorrichtung | |
| DE22786C (de) | Neuerungen an geschlossenen Wärmemotoren | |
| DE867122C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Heben der einem Waermetraeger entzogenen Waermemenge niedrigerer Temperatur auf eine hoehere Temperatur | |
| DE2754783A1 (de) | Einrichtung zum erzeugen von kaelte durch ausnutzung von abwaerme | |
| DE3414770C2 (de) | ||
| DE839773C (de) | Verfahren zur Trocknung mit Hochfrequenz | |
| DE1103365B (de) | Vorrichtung zum Pumpen von leicht verdampfbaren Fluessigkeiten, insbesondere fluessiger Kohlensaeure | |
| WO1991008825A1 (de) | Vorrichtung zur kontinuierlichen reinigung der abgase einer vakuumanlage | |
| DE102011122385A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entlüftung eines Abwärmenutzungskreislaufs in einem Fahrzeug | |
| DE321296C (de) | Dampfkondensator | |
| DE893932C (de) | Verfahren zur Destillation und Rektifikation alkoholischer Fluessigkeiten | |
| DE102012006142B4 (de) | Dampfkraftanlage für ein Kraftfahrzeug oder eine stationäre Einrichtung | |
| DE1027182B (de) | Verfahren zur Vakuum-Destillation | |
| DE2442741C3 (de) | Vorrichtung für die Rückgewinnung von Strömungsenergie zum Einsatz in die nach der umgekehrten Osmose arbeitenden Trennanlagen | |
| DE257314C (de) | ||
| DE199123C (de) | ||
| DE33653C (de) | Verfahren zur Kompression von Gasen mittelst Strahlgebläse | |
| DE21065C (de) | Verfahren zur vollständigen Trennung des Abdampfes von der Luft mittels nochmaliger Zuführung kalten Kondensationswassers | |
| DE146419C (de) | ||
| DE288333C (de) | ||
| DE1022349B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abpumpen von organischen Daempfen | |
| DE401290C (de) | Verdampfungsvorrichtung | |
| DE907853C (de) | Ventillose Pumpe, insbesondere fuer verfluessigte Gase, zur Foerderung der Fluessigkeit aus einem Raum niederen Druckes in einen Raum hoeheren Druckes | |
| AT82604B (de) | Vorrichtung zur Entfernung der Luft aus Dampfkondensatoren mit in Reihe hintereinander angeordneten Dampfstrahlpumpen. | |
| DE413832C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Konzentration verduennter fluechtiger Stoffe aus Wasser durch Verdampfung |