DE336199C - Antrieb von Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf durch regelbare Nebenschlussmotoren - Google Patents

Antrieb von Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf durch regelbare Nebenschlussmotoren

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DE336199C
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DE1916336199D
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P29/00Arrangements for regulating or controlling electric motors, appropriate for both AC and DC motors
    • H02P29/40Regulating or controlling the amount of current drawn or delivered by the motor for controlling the mechanical load

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Antrieb von Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf durch regelbare Nebenschlußmotoren. Viele Arbeits- und Transportmaschinen haben einen stark schwankenden Kraftbedarf. Um bei deren Betrieb die vorhandene Antriebskraft bei jeder Belastung möglichst viel auszunutzen, und um Zeit zu sparen, wird bei geringer Last eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen gesucht und umgekehrt. Die beste Ausnutzung liegt gewöhnlich vor, wenn Drehmoment und Drehzahl des Motors umgekehrt proportional sind, die Leistung also ungefähr gleichbleibt. Bei ventilierten Motoren können auch bei höherer Drehzahl verhältnismäßig stärkere Belastungen- bewältigt werden; ihre beste Ausnutzung erfolgt also nicht bei gleichbleibender Leistung, sondern bei einer mit der Drehzahl etwas ansteigenden Leistung.
  • Selbsttätige Motorregelungen, die den Gesichtspunkt der möglichst großen Ausnutzung der vorhandenen Antriebskraft Rechnung tragen, sind in einigermaßen befriedigender Verwirklichung nicht vorhanden. Hauptstrommotoren, die zu solchen Zwecken hauptsächlich verwendet werden, zeigen das in Fig. r der Zeichnung dargestellte Verhalten. Die Schaulinie I stellt die Drehzahl eines Hauptstrominotors von beispielsweise So P. S. in Abhängigkeit von seinem Drehmoment dar. Sie wird mit wachsendem Drehmoment immer flacher, weil sich das Feld d_ er Sättigung nähert.' Wird das Drehmoment von 45 m/kg auf 15 m/kg geändert, also auf einDrittel herabgemindert, so steigt die Drehzahl nicht auf das Dreifache, sondern von 65o auf 92o Umdrehungen, das ist tim etwa 41,5 Prozent. Besser ist bereits das Verhalten eines gewöhnlichen, im Verhältnis r : 3 regelbaren Nebenschlußmotors, dessen Drehzahl in Abhängigkeit vom Drehmoment die Schaulinie II widergibt; die Drehzahl steigt dort bei Verminderung des Moments auf ein Drittel um ungefähr Zoo Prozent.
  • Bei geringen Drehmomenten ist das Verhalten des Hauptstrommotors allerdings besser, wie der linke Teil der Schaulinie I zeigt. Doch läßt sich dieser Bereich in der Praxis selten verwenden, weil der Motor dabei zu wenig ausgenutzt ist und die Gefahr des Durchgehens besteht. Die letztere kann man wohl durch Anwendung von Verbundwicklungen vermeiden; es wird hierbei aber gleichzeitig die ganze Schaulinie verflacht und damit verschlechtert. Zu der ungenügenden Regelung gehört auch, daß die Leistung nicht gleichbleibt, sondern sich beim gewählten Beispiel von 42 P. S. bei 45 m/kg auf etwa r9 P: S. bei 15 mIkg ermäßigt.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung zur selbsttätigen Regelung von Nebenschlußmotoren auf gleichbleibende oder in vorausbestimmbarer Weise veränderliche Leistung. Dies ermöglicht, solche Motoren mit Vorteil zum Antrieb von Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf zu verwenden. Die Erfindung besteht darin, daß die Erregung des Motors mittelbar vom Ankerstrom nach- einem etwa der Magnetisierungskurve entsprechenden Gesetz beeinflußt wird. Hierbei wird ein Nebenschlußregler für das Nebenschlußfeld verwendet, der vom Motor- Strom entgegen einer möglichst konstanten Gegenkraft (Gewicht, Feder, konstant erregter Magnetspule) so bewegt wird, daß die Drehzahl des Motors auf gleichbleibende oder in einem bestimmten Verhältnis zu ändernde Stromstärke bzw. Leistung geregelt wird.
  • Bei der Einrichtung nach der Erfindung wird die Belastung der Arbeitsmaschine auf jedem Punkt ihrer Bewegung selbsttätig festgestellt, und die Regelwiderstände des Nebenschlußfeldes werden in Abhängigkeit von der jeweiligen tatsächlichen Belastung eingestellt. Der Motor wird derart stets geschützt sein, und sein Lauf wird sich den jeweils vorliegenden Arbeitsverhältnissen anpassen können, ohne daß es hierzu eines Eingriffs von außen bedarf. Die Einrichtung nach der Erfindung kann daher nicht nur zum Antrieb von Arbeitsmaschinen mit Hubwechsel, sondern auch von rotierenden Werkzeugmaschinen mit Vorteil verwendet werden. Der Regler nach der Erfindung beeinflußt ferner den Motor derart, daß dieser bei jeder der von ihm geforderten Leistungen die günstigste Geschwindigkeit annimmt und umgekehrt.
  • Das Schaltungsschema der Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit HandregelanIasser und dem selbsttätigen Regler nach der Erfindung, der durch einen Hilfsmotor angetrieben wird. Der Strom fließt von -f- über die Anlaßkurbel i, Anlaßwiderstände 2, Hilfspol-und gegebenenfalls Compoundwicklung 4., Anker 5 des Arbeitsmotors, Abzweigwiderstand 6 und Schützkontakte 7, g, 10, Il zu -r. Das Feld 17 des Motors ist über einen Umschalter IS einerseits mit -, anderseits über Regelwiderstände IS des selbsttätigen Reglers und 1z des Handanlassers und Kurbel i mit + verbunden. Von den Widerständen 12 führen Verbindungen zu den Kontakten 14, auf denen die Kurbel 16 des selbsttätigen Reglers schleift, welche ebenfalls mit verbunden ist.
  • Die Kurbel 16 wird vom Anker 24. eines Hilfsmotors -bewegt, der mit seiner Hauptstromwicklung 25 im - Abzweig zum Widerstand 6 geschaltet ist: Eine zweite Wicklung 26 des Hilfsmotors liegt parallel zum Arbeitsmotor 5. Sie erhält Strom von + über Kurbel 16, Schiene ig und ist beim Kontakt g mit - verbunden. Die Wicklungen 25 und 26 des Hilfsmotors wirken einander entgegen. Sie sind so bemessen, das bei nicht vollbelastetem Motor die Nebenschlußwicklung überwiegt und der Anker 24 sich im Schema entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt. Mit ihm ist die Kurbel 16 starr verbunden. Überwiegt aber die Wicklung 25, so wird der Anker 24 im Uhrzeigersinn bewegt. Die Schaltung des Hilfsmotors entspricht hierbei dem Patent 2858ig. Die Wirkungsweise des Hilfsmotors der beschriebenen Art kann auch unter Anwendung der Schaltung nach Patent 275123 erreicht werden, unter Anwendung einer besonderen Hilfsdynamo mit vom Hauptmotor beeinflußter Gegencompoundwicklung.
  • Das Anlassen des Arbeitsmotors 5 erfolgt, indem die Kurbel i aus der Nullage in die gezeichnete erste Stellung gebracht und von dort im Uhrzeigersinn weiterbewegt wird. In der gezeichneten Stellung der Kurbel i erhält der Motoranker von + über die Widerstände 2 und Wicklung q. Strom. Gleichzeitig erhält das Feld 17 von -f - über die Kurbel i, Schiene 29, Widerstände 15 Strom. Während des Anlassens überwiegt noch die Wicklung 26 die Wicklung 25 des Hilfsmotors, die Kurbel 16 befindet sich in ihrer tiefsten Stellung und hat noch keinen Einfluß auf die Motorregelung. Bei weiterem Anlassen werden die Widerstände 2 allmählich kurzgeschlossen und der Anker 5 an die volle Netzspannung gelegt. Bei Weiterbewegung der Kurbel i schaltet sie dem Feld 17 außer de 1 Widerständen 15 noch die Widerstände 12 vor, während sie über die Schiene 3 den Anker 5 an voller Spannung erhält. Das Anlassen ist beendigt, sobald die Kurbel i nach rechts in die äußerste Stellung auf den Kontakten der Widerstandsstufen 12 gebracht ist. Nunmehr tritt der selbsttätige Regler 16 in Funktion, der im übrigen auch während des Anlassens angesprochen haben kann, falls dieses zu rasch erfolgte und eine Überlastung der Maschine eintrat. Seine Wirkung besteht darin, daß er bei Überwiegen der vom Strom abhängigen Wicklung 25 -im Uhrzeigersinn aus seiner tiefsten Stellung bewegt wird.
  • Hierbei wird die ebenfalls mit + verbundene Kurbel 16 zuerst Stufen der durch die Kurbel i eingeschalteten Feldschwächungswiderstände i 2 und, bei weiter andauernder überlastung, der Widerstände IS abschalten. Hierdurch wird das Feld 17 verstärkt und der Motor auf geringere Drehzahlen gebracht. Hierdurch tritt eine Drehmomentsvergrößerung auf, infolge des verstärkten Feldes kann die Stromaufnahme herabgemindert werden oder zumindest der Motor eine-Drehzahl annehmen, bei der er einen stärkeren Strom verträgt.
  • Derart findet - eine selbsttätige Regelung auf konstante Leistung oder entsprechender Belastungsfähigkeit des Motors statt. Natürlich könnte auch eine Abhängigkeit von der Drehzahl geschaffen werden und die Regelung selbst nach beliebigem Gesetz gestaltet werden, indem z. B. die Gegenkraft gegen die Bewegung des Hilfsmotors 24 variabel, je nach der Stellung des Ankers, ausgeführt wird.
  • Zn Reihe mit dem Arbeitsmotor sind zwei Schütze 27, 28 geschaltet, welche die Kontakte 7, 9 bzw. io, i i überbrücken können. Beide Schütze werden eingeschaltet, sobald die .Anlasserkurbel i in die erste Stellung gebracht wird. Die Schutzspule 27 erhält dann Strom von + über Kurbel i, Schiene 3o, Leitung 32, 33. Die Kurbel 16 erhält dann die Speisung des Schützes 27 aufrecht, sobald durch. Einschalten der Kurbel i der Hilfsmotor ebenfalls Spannung erhält. Die Kurbel 16 speist dann das Schütz 27 über die Schiene 2,1.
  • Ist der Arbeitsmotor beispielsweise zum Antrieb einer Presse bestimmt, bei der beim Ende des Hubs bei stillstehendem Motor der größte Druck und damit das stärkste Drehmoment ausgeübt werden muß, so wird bei wachsender Stromaufnahme des Motors die Kurbel 16 nach völliger Abschaltung der Feldschwächungswiderstände schließlich von der Schiene 21 ablaufen und hierdurch das Schütz 27 aberregen. Dieses fällt ab und schaltet den Widerstand 8 in den Ankerstromkreis des Arbeitsmotors. Hierdurch ist eine unzulässige Belastung des Motors verhindert.
  • Das Schütz 27 wird jedoch überhaupt nur in solchen besonderen Fällen angewendet werden, wie der für eine Presse beschriebene, w o eine kurzzeitige Überlastung noch zugelassen werden soll. Das Schütz 28 dient zur Sicherung des Motors entweder gegen unzulässige Überlastungen bei geringster Drehzahl, oder, bei entsprechend gedämpfter Bewegung, zur Verhütung unzulässig langer Überlastungen bei eingeschaltetem Widerstand B. Das Schütz 28 wird ebenfalls durch die Kurbel i bei Beginn des Anlassens eingeschaltet und von dieser über die Schiene 31 gespeist. Hierauf erfolgt die Speisung über die Schiene 3q.. Ist die Kurbel 16 in die höchste Stellung gelangt, in der das Feld volle Stärke hat, und nimmt die Belastung des Arbeitsmotors unzulässige Größen an, so läuft die Kurbel 16 von der Schiene 34 ab, das Schütz 28 wird aberregt und schaltet den Arbeitsmotor vollkommen ab.
  • Ersichtlich wird bei der dargestellten Anordnung die Drehzahl des Motors entsprechend seiner Belastungsfähigkeit oder einer konstanten Leistungsabgabe eingestellt. Die höchst erreichbare Drehzahl ist hierbei durch die Stellung der Kurbel i gegeben, dadurch, daß diese in die äußerste Lage nach rechts oder aber in eine beliebige Zwischenstellung gebracht wird. Wenn dann auch die Kurbel 1d eine Stellung einnimmt, in der sie mehr Widerstände vor das Feld 17 schaltet, als es durch die Kurbel i geschah, so kann eine Drehzahlerhöhung nicht eintreten, weil die von der Kurbel 16 zugeschalteten Wider-@@tände durch die am gleichen Pol liegende Kurbel i kurzgeschlossen sind.
  • Der selbsttätige Regler kann auch mit dem Regelanlasser vereinigt werden. Es kann dann der Hilfsmotor die Kurbel i unmittelbar bewegen und damit gleichzeitig das Anlassen besorgen. Die In- und Außerbetriebsetzung erfolgt dann zweckmäßig durch Druckknöpfe. Die Einstellung verschiedener maximaler Drehzahlen, wie sie bei der dargestellten Anordnung gemäß Fig. 2 durch die eweilige Lage der Kurbel i ermöglicht ist, muß bei Vereinigung der beiden Regler durch besondere Schalteinrichtungen erfolgen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Antrieb von Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf durch regelbare Nebenschlußmotoren, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Regelung des Nebenschlußfeldes, welche in Abhängigkeit von der Belastung des Motors seine Drehzahl auf konstante oder möglichst in jedem Zeitpunkt seiner Belastungsfähigkeit entsprechende Leistung einstellt.
  2. 2. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ' der selbsttätige Nebenschlußregler durch einen Hilfsmotor bewegt wird, der von einer Hilfsdynamo gespeist wird, welche in an sich bekannter Weise von dem Strom der Arbeitsmaschine oder einem Teil dieses Stromes erregt wird, wobei die Hilfsdynamo in an sich ebenfalls bekannter Weise eine zweite der vom Hauptstrom erregten entgegenwirkenden Feldwicklung besitzen und gegebenenfalls mit der Arbeitsmaschine gekuppelt sein kann.
  3. 3. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der selbsttätige Nebenschlußregler durch einen Hilfsmotor bewegt wird, dessen Anker und Hauptstromwicklung in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit vom Strom der Arbeitsmaschine gespeist werden, und gegebenenfalls eine der Hauptstromwicklung entgegenwirkende fremderregte Feldwicklung besitzt. q.. Antrieb nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nebenschlußregler bei betriebsmäßigen Stillständen unter voller Last zunächst das Nebenschlußfeld voll erregt und hierauf selbsttätig die Vorschaltung von Ankerwiderständen bewirkt.
DE1916336199D 1916-08-27 1916-08-27 Antrieb von Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf durch regelbare Nebenschlussmotoren Expired DE336199C (de)

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DE (1) DE336199C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1053550B (de) * 1955-10-29 1959-03-26 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer die insbesondere zum Zweck der Nutzbremsung als Nebenschluss-maschinen ausgebildeten Triebmotoren elektrischer Fahrzeuge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1053550B (de) * 1955-10-29 1959-03-26 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer die insbesondere zum Zweck der Nutzbremsung als Nebenschluss-maschinen ausgebildeten Triebmotoren elektrischer Fahrzeuge

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