DE33533C - Neuerung an Entlastungsventilen für Datnpfcylinder - Google Patents
Neuerung an Entlastungsventilen für DatnpfcylinderInfo
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- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B25/00—Regulating, controlling or safety means
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F01B2250/00—Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
- F01B2250/004—Devices for draining or idling of steam cylinders or for uncoupling piston and connecting rod
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Die Neuerung an der im Haupt - Patente No. 32067 beschriebenen Anordnung für Entlastungsventile
betrifft Folgendes:
1. Die Einrichtung, dafs zwei Entlastungsventile mit einer gemeinsamen Entlastungskammer combinirt sind, in welche von jedem
Ende des Cylinders ein Verbindungsrohr einmündet. Die Röhren, sowie die Durchlässe
zwischen der Kammer und dem Cylinder werden von den Ventilen geschlossen und liegen
unterhalb ihrer Einmündung in den Cylinder, so dafs sie beständig eine gewisse Menge Wasser
enthalten. Jedes Ventil regelt die Communication einer der beiden Röhren mit deren gemeinschaftlicher
Entlastungskammer. Die Entlastung des Cylinders wird auf diese Weise an jedem Ende desselben durch ein eigenes Ventil
bewirkt. Die beiden Ventile und die gemeinsame Entlastungskammer bilden eine einfache,
gefälligere und zugleich wohlfeilere Construction, als die Anbringung zweier getrennten
Ventile mit je einer besonderen Entlastungskammer.
2. Um sowohl die Herstellung möglichst billig zu machen, als auch dem Doppelventil
ein verbessertes Aussehen zu ertheilen, ist die gemeinsame Entlastungskammer aus einem Stück
hergestellt und sind die Hülsen .zur Aufnahme der die Ventile auf ihre Sitze drückenden Federn
oder andere Elemente als getrennt hergestellte Stücke in die Kammer eingeschraubt.
3. Der Sitz für jedes der beiden Ventile wird aus weicherem Metall als das der Ventilscheibe
hergestellt und. in die Kammer eingesetzt, so dafs man ihn zuvor mit Leichtigkeit
abschleifen und nach der Abnutzung ohne Mühe auswechseln kann.
4. Um die Ventilfedern möglichst vor dem Zutritt des Wassers zu schützen, wirken dieselben
nicht direct auf die Ventilscheiben, sondern auf je eine am oberen Ende der Ventilspindel
befestigte besondere Scheibe, und sind sowohl diese Scheiben als auch die Federn
von gröfserem Durchmesser als die Ventilspindel. Ferner ist die Ventilkammer unten zu
einer Hülse verengt, in welcher die Ventilspindel die nöthige Führung findet.
Einige weitere Neuerungen sind weiter unten mitgetheilt.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 im Aufrifs das neue Entlastungsdoppelventil in Verbindung
mit einem liegenden Cylinder T; Fig. 2 zeigt das Doppelventil allein; Fig. 3 veranschaulicht
eine Modification.
A bezeichnet die in einem Stück gegossene Entlastungskammer; die beiden gleich construirten
Ventile sind an den beiden Enden derselben angeordnet. Die den Ventilsitz bildende
Hülse B ist in den unteren Theil der Kammer A eingeschraubt und steht durch einen
kurzen Stutzen und ein T-Stück D mit dem nach dem Cylinder T führenden Rohr C in
Verbindung. In das untere Ende von D ist : ein Probirhahn E eingeschraubt. Die Ventilscheibe
H besitzt oben einen Stiel F und unten einen zum Durchlafs des Wassers mit
einer Bohrung versehenen Stiel 'G-. Letzterer führt sich in der Hülse B. Der obere Stiel F
ist cylindrisch gestaltet und pafst gut, jedoch . nicht ganz dicht in die Verengung / am :
unteren Ende der Kammer K. Die letztere ist in ein in dem oberen Theil der Entlastungskammer A vorgesehenes Loch eingeschraubt.
L ist die in K eingeschlossene Ventilfeder; dieselbe ist eine Schraubenfeder und zwischen
die "Scheibe M auf dem Ventilstiel F und den in das obere Ende der Kammer K eingeschraubten
Pfropfen JV eingespannt. Durch eine centrale, mit Stopfbüchse versehene Bohrung in letzterem ist ein Stab JV geschoben
und mit seinem unteren Ende in die Scheibe M eingeschraubt.
R ist das unten in die Entlastungskammer A ' eingeschraubte Auslafsrohr; dasselbe kann beliebig
verlängert werden, um das Wasser nach einem passenden Orte abzuführen.
In der Modification Fig. 3 ist von der Stange P Abstand genommen und die im ·
Pfropfen JV befindliche Bohrung durch eine Schraube S verschlossen.
Das Ventil und seine beiden Stiele werden zweckmäfsig aus härterem Metall als die den
Ventilsitz bildende Hülse B hergestellt, z. B. das Ventil aus Phosphorbronze und der Sitz
aus Messing. Die Hülse B ist so lang, dafs sie nach dem Einschrauben in die Kammer
hineinragt, um eine gröfsere Abnutzung.zu .gestatten.
Der Apparat wird, -mit den Ventilen nach aufwärts gerichtet, an einem passendenOrt aufgestellt,
aber immer so, dafs nach der Verbindung mit dem Dampfcylinder die Ventilscheiben
H unter dem -Niveau des Cylinderbodens liegen; es genügen schon einige Centimeter
Unterschied in der Höhenlage.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Sobald die Hähne E geschlossen werden,
füllen sich die Röhren C, Stutzen D und Hülsen B mit Wasser. Darauf wird aller
Ueberschufs desselben in die Kammer A getrieben, indem sich jedes Ventil je nach Bedürfnifs
gegen den Widerstand der Feder L hebt. Das Wasser läuft aus der .Kammer K
durch das Rohr R ab. Der Druck der Feder wird vermittelst des Pfropfens JV so regulirt,
dafs er gröfser ist als der normale Dampfdruck, aber schwach genug, um beim Auftreten
von Ueberdruck nadhzugeben. Er wird vortheilhaft so bemessen, dafs sich das Ventil am
Ende jedes Hubes leicht hebt, aber sofort wieder schliefst, wenn der Kolben sich vom Cylinderdeckel
entfernt. Man kann sich hierüber dadurch Gewifsheit verschaffen, dafs man die Bewegungen der Stangen P, Fig. 2, beobachtet;
bei der Anordnung Fig. 3 setzt man zu dem Ende einen genügend langen geraden Draht durch die Bohrung im Pfropfen JV auf
die Scheibe M auf und beobachtet dessen Bewegungen.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:Als .Neuerung an der unter No. 32067 geschützten Entlastungsventil - Anordnung für Dampfcylinder:ι. -Die Anordnung, ygemäfs welcher jedes Ende des Cylinders mit einem Rohr C und Entlastungsventil H verbunden ist und beide Ventile in einer gemeinsamen Entlastungskammer A mit Abflufsrohr R arbeiten und mit Probirhähnen E versehen sind, Fig. 1 und 2.
- 2. Die Bildung der Ventilsitze aus je einer in die Kammer A hineinreichenden, . aus ■weicherem Metall als das Ventil bestehenden und rriit dem nach dem Cylinder führenden Rohr C ;frei communicirenden Hülse B, in welcher das Ventil gleichzeitig durch einen unteren Stiel G Führung findet, Fig.'2.
- 3. 'Die Anordnung der Ventilfeder L in einer von der Kammer A abgeschlossenen Hülse K, in welcher diese Feder zwischen einer auf dem oberen Ventilstiel sitzenden Scheibe M und dem Pfropfen JV eingespannt ist, Fig. 2.
- 4. Die auf der Scheibe M aufsitzende und durch den Pfropfen -JV hervortretende Stange P . zum Anzeigen der Ventilbewe-.gungen, Fig..2.
- 5. In Verbindung mit 'jedem nach dem Cylinder führenden Rohr G »und zugehörigem Ventil H der unterhalb .des letzteren angeordnete Hahn :-E, .Fig. 2.' Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33533C true DE33533C (de) |
Family
ID=309494
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33533D Expired - Lifetime DE33533C (de) | Neuerung an Entlastungsventilen für Datnpfcylinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33533C (de) |
-
0
- DE DENDAT33533D patent/DE33533C/de not_active Expired - Lifetime
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