-
Schwimmergesteuertes Zulaufventil für Wasserkästen, insbesondere Abortspülkästen
Die Erfindung betrifft ein schwimmergesteuertes Zulaufventil für Wasserkästen, insbesondere
Abortspülkästen, mit einem durch das Spiel des Schwimmers im Ventilgehäuse hin und
her bewegten Kolben mit einer Ventildichtung.
-
Zulaufventile dieser Art sind bekannt; bei einer als Hamburger Hahn
bekannten Gattung liegt das Ventilgehäuse mit Bezug auf seine Mittelachse waagerecht,
wobei das Wasser seitlichindas Ventilgehäuse eingeführt und senkrecht nach unten
in den Wasserkasten abgeführt wird. Gleichachsig mit dem Ventilgehäuse liegt ein
zylindrischer Teil des Ventilgehäuses, in welchem ein Ventilkolben gleitbar angeordnet
ist. In die Stirnseite des Ventilkolbens ist ein Gummipfropfen als Dichtung und
Abschluß des Wasserzulaufs eingelassen. Das andere Ende des Ventilkolbens hat eine
Aussparung für den Eingriff eines Daumens eines an dem Zylindergehäuse schwingbar
befestigten Winkelhebels. Inden anderen Schenkel des Winkelhebels ist die Stange
einesi Schwimmers bekannter Art mit Gewinde, eingeschraubt. Bei (dem Auf- und Abwärtsspiel,des
Schwimmers wird der Kolben in dem zylindrischen Ventifgehäuse hin und her bewegt
und der Wasserzulauf des Wasserkastens geregelt.
-
Dieser seit langen Jahren bekannte und gebräuchliche Hamburger Schwimmerhahn
ist erfahrungsgemäß nach außen hin nicht -dicht, weil das für die Hinundhe'rb,e#vegung
des Ventilkolbens im zylindrischen Ventilgehäuse notwendige Spiel die Veranlassung
zum Durchlassen von Wasser nach außen ist. Bei höherem Wasserdruck macht sich dieser
übelstan,d besonders unangenehm bemerkbar, weil beim Aufziehen. des Wasserkastens
das Zulaufventil spritzt, wodurch eine empfindliche Belästigung für den Toilettenbenutzer
eintritt, ganz abgesehen
- von den möglichen Beschädigungen
und Verunreinigungen seiner Kleider.
-
Bei einem dem Hamburger Schwimmerhahn ähnlichen Schwimmerveentil besteht
der imeylindrischen Ventilgehäuse durch das Schwimmerspiel hin und her bewegte,
Kolben aus Kunststoff, Kunstharz od. dgl., in welchen ein Ventilkörper eingeschraubt
ist, der zum Festklemmen einer Dichtungsmanschette dient.
-
Der Ventilkolben ist wegen der verwendeten Dichtungsmanschette verwickelt
in seinem Aufbau und teuer in seiner Herstellung.
-
Die Erfindung bezweckt, die beschriebenen Mängel der vorstehenden
bekannten Schwimmerventile zu beseitigen und sie so zu verbessern, daß die Schwimmerventile
#dieser Gattung auch bei höchstem Wasserdruck unbedingt zuverlässig dächt sind,
so daß beim Aufziehen des Wasserkastens kein Wasser nach außen spritzen kann und
kein Klopfen des Ventils stattfindet. Sie bezweckt ferner, den Aufbau der bekannten
Schwimmerventile, insbesondere der Ventilkolben, zu vereinfachen und die, Herstellung
zu verbilligen.
-
Zur Lölsung dieser Aufgabe wird ein Schwimmerventil iür Wasserkästen
mit einem durch das Spiel des Schwimmers im Ventilgehäuse hin -und her bewegten,
gegen die Wandung des zylindrischen Ventilgehäuses abgedichteten Kolbens mit einer
VentiIdichtung vorgeschlagen, das sich der Erfin-,dung gemäß dadurch kennzeichnet,
daß der Ventilkolben mit einer Ringnut versehen ist, in, welche ein Gummiring als
Dichtung eingelegt ist.
-
Die Erfindung sieht ferner vor, daß in die Ringnut des Kolbens ein
aufgeschnittener Ring aus federndem Werkstoff beliebiger Art als Dichtung eingelegt
ist.
-
In :der- Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsformen beispielsweise,dargestellt.
-
Fig. i zeigt in einem Vertikalschnitt die eine Ausführungsforra des
Schwimmerventils und Fig. 2 vergrößert als Einzelheit den Ventilkolben einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung. Mit i ist das Ventilgehäuse bezeichnet, das drei
zylindrische Bohrungen, 2, 3, 4 hat. Das linke Ende des Ventilgehäuses ist
mit einem Gew-inde 5 versehen. Durch -eine auf dieses geschraubte überwurfmutter
6 ist ein Anschlußrohrstück 7 einer nicht weiter ergestellten
Wasserleitung mitdem Ventilgehäuse verbunden. Eine Gummidichtung 8 gewährleistet
eine gute Abdichtung zwischen dem Wasseranschluß und dem Ventilgehäuse. Ein vor
dem zylindrischen Raum 4 des Ventilgehäuses ausgehendes Rohrstück 9 mündet
in den bei io. schematisch angedeuteten Wasserkasten. Durch einen Sockel ii am Ventilgehäuse
ist dieses auf dem Wasserkasten io befestigt. Der Kolben 1:2 dieses Schwimmerventils
ist iniderzylindrischenBohrung4 -des Ventilgehäuses hin und her gleitar angeordnet.
An der Stirnseite des Ventilkolbens 1:2 ist eine Gummidichtung 13 eingesetzt, welche
sich gegen den- Ventilsitz 14 an der zylindrischen Bohrung 3
legt und so den
Abschluß des Wasserzuflusses bewirkt.
-
15 ist eine zylin#drische Bohrung in dem Ventilkolben i?-. Im vorderen
Teil ist der Kolben mit einer Ringnut 16 versehen, in welche eine Gummidichtung,
beispielsweise ein Gummir-ing 17, eingelegt ist. Durch dÄesen Gummiring 17
ist der Ventilkolben gegenüber dem Ventilzylinder zuverlässig abgedichtet, so daß
kein Wasser nach außen spritzen kann.
-
Das rechte Ende des Ventilgehäuses ist durch eine auf ein Gewinde
18 aufgeschraubte Kapsel ig verschlossen.
-
An zwei Lappen 2a des Ventilgehäuses ist ein zweiarmiger Hebel
2,3, dessen kürzerer Arm 2 1 in die Behrung 15 des Ventilkolbens ein,-reift,
bei 22 schwingbar gelagert. In den längeren Arm des Winkelhebels :23 ist die Schwimmerstange
2,4 eines nicht weiter dargestellten Schwimmers eingeschraubt.
-
Die Wirkungsweise,dieses Schwimmers ist leicht verständlich: durch
das Auf- und Abwärtsspiel des Schwimmers wird der Kolben 12 im Ventilgehäuse .hin
und her bewegt und damit das Ventil geöffnet und geschlossen.
-
Durch den in die Ringnut 16 eingelegten Dichtungsring 17 ist der Kolben
gegenüber seinem zylindrischen Gehäuse unbedingt abgedichtet.
-
Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
gegenüber -dem in Fig. i dargestellten und vorher beschriebenen lediglich dadurch,
#claß in die Ringnut 16 ein ausgeschnittener Ring:2,5 aus federndem Werkstoff beliebiger
Art, z. B. Stahl, Messing, Hartgurhmi od. dgl., eingelegt ist. Damit -ist für ein
Zulaufventil eine ähnliche Ahdichtung geschaffen, wie sie bei Kolbenmaschinen durch
Einlegen von federnden Kolbenringen bekannt ist.
-
Bei den dargestellten und beschriebenen Ausführ-ungsbeispielen der
Erfindung wird deren Auf- i gabe und Zweck erfüllt.- Abdichten des Ventilkolbens
gegenüber dem Ventilgehäuse.