DE3344667C2 - - Google Patents
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- DE3344667C2 DE3344667C2 DE3344667A DE3344667A DE3344667C2 DE 3344667 C2 DE3344667 C2 DE 3344667C2 DE 3344667 A DE3344667 A DE 3344667A DE 3344667 A DE3344667 A DE 3344667A DE 3344667 C2 DE3344667 C2 DE 3344667C2
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Einstellung der
Strickdichte gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Anwendungszweck der Erfindung ist das Einstellen der Maschendichte
beim Stricken, insbesondere der Strickdichte von Maschenreihen
bei der Herstellung von flacher Strickware.
Wenn die Kulierschloßteile eines Strickschlosses einer Flachstrickmaschine
auf der rechten und linken Seite in gleicher
Höhe liegen, ist die Strickdichte der Maschen, die während
einer linksgerichteten Schlittenbewegung hergestellt werden,
nicht gleich der Strickdichte der Maschen, die während der
rechtsgerichteten Schlittenbewegung hergestellt werden. Liegt
die Fadenliefereinrichtung, beispielsweise eine Fadenspule
der Strickmaschine an einer Seite des Strickmaschinenrahmens,
wird der Faden bei der Bewegung des Schlittens zur entgegengesetzten
Seite des Maschinenrahmens hin von der Spule abgezogen,
wobei eine Zugspannung auf den Faden ausgeübt wird.
Wenn sich der Schlitten nach der Umkehr wieder der Fadenspule
nähert, ist der Faden bereits abgezogen, so daß das Stricken
mit dem abgezogenen Faden erfolgt, wobei keinerlei Zugspannung
auf den Faden ausgeübt wird. Sind Fadenspulen an beiden
Seiten des Maschinenrahmen angeordnet und werden die Fäden
von den Spulen an beiden Seiten abgezogen, dann sind die Zugspannungen,
die auf die Fäden ausgeübt werden, bei rechtsgerichteten
und linksgerichteten Schlittenbewegungen unterschiedlich.
Hierbei entstehen ebenfalls Unterschiede der Maschendichte
zwischen rechtsgerichteten und linksgerichteten
Schlittenbewegungen. Diese Unterschiede wirken sich an der
Strickmaschine kaum merklich aus, wenn sie nur einige Prozent
betragen. Sind diese Unterschiede jedoch größer, wird das
Aussehen der Strickware beeinträchtigt.
Bei einer Erhöhung der Strickgeschwindigkeit der Strickmaschine
verringert sich die Maschendichte oder Strickdichte.
Wenn daher die Strickgeschwindigkeit während des Strickens
geändert wird, ändert sich in entsprechender Weise auch die
Maschendichte, so daß Unregelmäßigkeiten bei der Maschenbildung
in den Maschenreihen der Strickware auftreten.
Sind die Längen der zur Bildung gleicher Maschenreihen
benötigten Fäden unterschiedlich, kann die Länge des für
eine herzustellende Maschenware benötigten Fadens nicht im
voraus bestimmt werden und es ist außerdem schwierig, eine
Maschenware mit Mustern zu stricken, ohne daß ein Überschuß
an farbigen Fäden bereitgelegt wird.
In der DE-OS 26 22 883 ist eine Flachstrickmaschine mit einstellbarer
Maschendichte beschrieben, bei der eine Steuervorrichtung
für zwei Kulierteile eine der Schloßplatte zugeordnete
und im wesentlichen parallel zur Fahrtrichtung des
Schlittens der Strickmaschine verschiebbare Stange aufweist,
die mit einem Rand in Berührungskontakt mit zwei Bolzen
steht, von denen jeweils einer an einem der beiden Kulierteile
befestigt ist. Der Rand der Stange ist mit einem
Nockenprofil zum Einstellen der Stellung des einen Kulierteiles
und zum gleichzeitigen Außerbetriebstellen des
anderen Kulierteiles und umgekehrt versehen, wobei eine Antriebseinrichtung
für die Parallelverschiebung der Stange aus
einem Schrittmotor besteht, der ein Ritzel in Drehung versetzt,
das in einen auf einem Ende der Stange vorgesehenen
Zahnstangenabschnitt eingreift. Bei der Programmierung der
Maschine ist es möglich, für jedes Kulierteil eine gewisse
Anzahl von Stellungen zu programmieren, die praktisch kontinuierlich
regelbar sind. Zum Einstellen der Stellungen sind
entsprechende Drucktasten auf einer Programmierschalttafel
der Maschine vorgesehen. Während des Strickens sind jedoch
Abweichungen von der voreingestellten Strickdichte aufgrund
der eingangs genannten Faktoren möglich.
In der DE-OS 27 36 416 ist eine Vorrichtung für die
Steuerung von Strickmaschinen beschrieben, bei der die von
einer Strickmaschine während eines vorbestimmten Bewegungsablaufs
gestrickte Maschenlänge oder eine Funktion der
Maschenlänge, bei der es sich vorzugsweise um die Länge des
verwendeten Fadens handelt, gemessen und mit einer vorgegebenen
Maschenlänge oder einer entsprechenden Funktion davon
verglichen wird, wonach die Spannung oder die Länge des
der Strickmaschine während eines nachfolgenden Bewegungsablaufs
zugeführten Fadens mittels Rollen eingestellt wird.
Die DE-OS 26 31 858 beschreibt eine Vorrichtung zur Regelung
der Dichte von auf Rundstrickmaschinen gebildeten Gestricken
durch Änderung der axialen Lage des Nadelzylinders gegenüber
der Abschlagebene von Kulierplatinen, bei der ein Digital-
Servosystem verwendet wird, das ein Rechenwerk aufweist, das
mit einem Eingang für Informationen aus einem Digital-Lagegeber
des Nadelzylinders, einem Eingang für Informationen aus
einem elektronischen Speicher zur Aufzeichnung von Daten aus
einem Steuerrechner und einem Ausgang für eine resultierende
Information an einen elektronischen Umsetzer versehen ist,
der über einen Drehzahlregler einen Servomotor steuert, der
mit Hilfe einer kinetischen Kette mit dem Nadelzylinder gekoppelt
ist. Es werden bei dieser Vorrichtung somit die Lage
und die Bewegung des Nadelzylinders gemäß vorgegebener Daten
gesteuert, ohne daß der Einfluß von Änderungen der Spannung
des zugeführten Fadens auf die tatsächlich erzielte Maschendichte
berücksichtigt wird.
Die DE-OS 30 50 591 beschreibt eine elektronisch gesteuerte
Flachstrickmaschine mit über Schrittmotoren einstellbarer
Maschendichte, mit je einem Kulierschloßteil für jede Schlittenlaufrichtung
in einem Strickschloß, wobei beide Kulierschloßteile
über ein mechanisches Getriebe zwangsweise miteinander
gekoppelt von dem Schrittmotor betätigbar sind. Von
einem vom Schrittmotor verstellbaren Nocken ist eine Hubplatine
verschiebbar, durch die über einen an der Grundplatte
oder Schloßplatte der Strickmaschine gelagerten Schwenkhebel
das jeweilige Kulierschloßteil gegen die Kraft einer Feder
verstellbar ist.
Aufgabe der Erfindung gegenüber diesem Stand der Technik ist
es, eine gattungsgemäße Vorrichtung in der Weise auszugestalten,
daß in Abhängigkeit von der Abweichung einer bei
einer Schlittenbewegung zugeführten Fadenlänge von einer Bezugslänge
die Dichte der in der nachfolgenden Maschenreihe zu
strickenden Maschen zur Erzielung einer konstanten, der
Bezugslänge entsprechenden Länge des zugeführten Fadens
direkt eingestellt wird.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ergibt sich bei
einer Vorrichtung der gattungsgemäßen Art aus dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden Unregelmäßigkeiten
der Strickdichte oder Maschendichte der Maschenreihen
vermieden und eine konstante Länge des zum Stricken jeder
Maschenreihe verwendeten Fadens erzielt.
Zum Einstellen der Maschendichte wird die zum Stricken einer
Bezugsmaschenreihe den Stricknadeln eines Bezugsbereiches gelieferte
Fadenlänge als Bezugsfadenlänge verwendet. Diese Bezugsfadenlänge
wird mit der zum Stricken jeder nachfolgenden
Maschenreihe verwendeten Fadenlänge verglichen. In Abhängigkeit
vom Vergleichsergebnis wird eine Einrichtung zum Einstellen
der Strickdichte in der Weise betätigt, daß das Kulierschloßteil
abgesenkt wird, wenn die verwendete Fadenlänge
kürzer war als die Bezugslänge, wobei die Maschendichte verringert
wird, und daß das Kulierschloßteil angehoben wird,
wenn die verwendete Fadenlänge länger war als die Bezugslänge,
so daß die Maschendichte vergrößert wird. Infolge des
fortgesetzten Vergleiches werden die verwendete Fadenlänge
und die Bezugslänge gleich. Auf diese Weise wird während des
Strickens die zum Stricken einer Maschenreihe zu verwendende
Fadenlänge ständig an die Bezugslänge angeglichen. Hierbei
ergibt sich ein Strickstück mit gleichmäßigen Maschenreihen.
Anhand der Figuren wird die Erfindung an einer Ausführungsform
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht ein Strickschloß;
Fig. 2 einen Querschnitt durch den mittleren Teil des
Strickschlosses; und
Fig. 3 eine Blockdarstellung einer Flachstrickmaschine und
der zugehörigen Steuerung.
Ein in den Fig. 1 und 2 dargestelltes Strickschloß 1 ist in
einer erforderlichen Anzahl von Sätzen am Schlitten einer
Flachstrickmaschine angeordnet. Der Aufbau und der Betrieb
der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann an diesem einen
Strickschloß 1 erläutert werden.
Die Bezugszeichen 2, 3 und 4 bezeichnen ein Austriebsteil,
einen Schloßkanal bzw. ein Begrenzungsteil. An der linken und
an der rechten Seite ist jeweils ein Kulierschloßteil 5 bzw.
6 angeordnet. Die Kulierschloßteile 5 und 6 sind parallel zu
Flanken 7 des Austriebsteils 2 an Gleitgliedern 10 bzw. 11
befestigt. Die Gleitglieder 10 und 11 sind schräg angeordnet
und können in Führungsnuten 9 einer Grundplatte 8 des Schlittens
hin und her gleiten. Die Kulierschloßteile 5 und 6 werden
von Federn 12, die zwischen den Gleitgliedern 10 und 11
und der Grundplatte 8 gespannt sind, nach unten gezogen. Ein
Anschlag 13 für die Gleitglieder 10 und 11 kann auf der
Grundplatte 8 von rechts nach links und umgekehrt bewegt werden.
Die Führung des Anschlags 13 erfolgt mittels nicht näher
dargestellten Führungsmitteln an der Grundplatte 8 und einer
Führungsnut 15 in einer Hubplatine 14. Wenn sich der Anschlag
13 nach links und das Kulierschloßteil 5 nach unten bewegt,
schlägt das untere Ende des Gleitgliedes 10 des Kulierschloßteils
5 am Anschlag 13 an. Auf diese Weise wird die nach
unten gerichtete Bewegung des Kulierschloßteils 5 angehalten.
Wird das Kulierschloßteil 6 bei nach rechts verschobenem Anschlag
13 nach unten bewegt, schlägt das untere Ende des
Gleitgliedes 11 des Kulierschloßteils 6 gegen den Anschlag 13
an. Auf diese Weise wird die nach unten gerichtete Bewegung
des Kulierschloßteils 6 angehalten. Die Hubplatine 14 ist mit
Hilfe nicht näher dargestellter Befestigungsmittel verschiebbar
an der Grundplatte 8 gelagert. Die Hubplatine 14 besitzt
Abgriffe 20 und 21 in Form von Stiften oder Rollen. Schwenkhebel
24 und 25 befinden sich rechts und links der Hubplatine
14 und sind an Drehbolzen 22 und 23, die an der Grundplatte 8
befestigt sind, drehbar gelagert. Die Schwenkhebel 24 und 25
liegen mit ihren oberen Enden gegen Abgriffe 26 und 27 an,
die als Rollen oder als Abgriffstifte ausgebildet sein
können. Die Abgriffe 26 und 27 befinden sich an den Gleitgliedern
10 und 11. Die unteren Enden der Schwenkhebel 24 und
25 können an den Abgriff 21 heranbewegt oder von diesem wegbewegt
werden. Die Gleitglieder 10 und 11 werden von den Federn
12 nach unten gezogen. Der Schwenkhebel 24 wird dabei
von dem Abgriff 26 entgegen dem Uhrzeigersinn gedrückt, und
der Schwenkhebel 25 wird von dem Abgriff 27 im Uhrzeigersinn
gedrückt. Wenn beispielsweise das untere Ende des Gleitgliedes
10 mit dem Anschlag 13 in Berührung kommt, wird die nach
unten gerichtete Bewegung des Gleitgliedes 10 angehalten. Dagegen
kann sich das Gleitglied 11 nach unten bewegen, so daß
der Schwenkarm 25 im Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Das
untere Ende des Schwenkhebels 25 kommt dabei in Anlage an den
Abgriff 21. Das untere Ende des Schwenkhebels 24 wird vom
Abgriff 21 gelöst.
an der Grundplatte 8 ist mit Hilfe eines Trägerteils 31 ein
Schrittmotor 30 gelagert. Dieser besitzt eine Motorwelle 32,
auf der ein Nocken 33 sitzt. Der Nocken 33 ist mit einer
Nockenfläche 34 versehen, gegen welche der Abgriff 20 anliegt.
Der Berührungsdruck, mit welchem der Abgriff 20 an der Nockenfläche
34 anliegt, wird von der elastischen Kraft der jeweiligen
Feder 12 erzeugt.
Wenn der Nocken 33 vom Motor 30 in Umdrehung versetzt wird,
wird der in den Nocken 33 eingreifende Abgriff 20 nach oben
und nach unten bewegt, wobei auch die Hubplatine 14 nach oben
und nach unten mitbewegt wird. Dabei verschwenkt der Abgriff
21 die Schwenkhebel 24 und 25 in Abhängigkeit von der Stellung
des Abgriffes 20. Dabei werden die Gleitglieder 10 und
11 hin und her verschoben, wobei bei der Bewegung nach unten
die Federkräfte der Federn 12 zur Wirkung kommen und die über
die Abgriffe 26 und 27 übertragene Bewegung nach oben gegen
die Federkräfte erfolgt.
Eine in der Fig. 3 gezeigte Flachstrickmaschine 40 besitzt
einen Schlitten 42, der nach links und nach rechts hin und
her bewegt wird. Der Schlitten 42 bewegt sich entlang der
oberen Fläche eine Nadelbettes 41, das flach oder abgewinkelt
ausgebildet ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
besitzt der Schlitten 42 zwei der vorstehend beschriebenen
Strickschlösser 1, sowie einen Nadelteilungssensor
43. Parallel zum Nadelbett 41 sind Nadelteilungsanzeigemittel
44 angeordnet, die während des Schlittenhubes
vom Nadelteilungssensor 43 erfaßt werden. Die Nadelteilungsanzeigemittel
44 weisen Markierungen 45 und 46 auf, die zur
Bestimmung einer Bezugsstrecke für Messungen der Fadenlänge
dienen, wie nachstehend noch erläutert werden soll. Fadenzuführeinrichtungen
47 und 48, die einen bekannten Aufbau
besitzen, sind am Schlitten 42 befestigt und bewegen sich
zusammen mit dem Schlitten 42. Ferner sind als Impulscodierer
ausgebildete Fadenlängemeßeinrichtungen 49 und 50 für Fäden
51 und 52 vorgesehen. Ablaufspulen 53 und 54 dienen als
Fadenliefereinrichtungen. Die Fadenliefereinrichtungen
und die Fadenlängemeßeinrichtungen 49 und 50 sind an der
linken bzw. der rechten Seite des Maschinenrahmens angeordnet.
Diese Einrichtungen können jedoch auch an nur einer
Seite des Maschinenrahmens vorgesehen sein. Die als Impulscodierer
ausgebildeten Fadenlängemeßeinrichtungen 49 und 50
messen die Fadenlängen und erzeugen einen oder eine bestimmte
Anzahl vom Impulsen bei jeder Umdrehung. Die Signale der
Fadenlängemeßeinrichtungen 49 und 50 werden an eine Steuereinrichtung
61 geliefert. Der Ausgang des Nadelteilungssensors 43
am Schlitten 42 wird in eine Steuereinrichtung 62 eingegeben.
Eine Hauptsteuereinrichtung 60 emfängt die Signale der
Steuereinrichtungen 61 und 62 und erzeugt ein Ausgangssignal
für eine Steuereinrichtung 63 für die Maschendichte.
Die Steuereinrichtung 61 erhält Signale, die von den Fadenlängemeßeinrichtungen
49 und 50 geliefert werden und die eine
bestimmte, den Fadenlängen proportionale Anzahl an Impulsen
aufweisen. Diese Signale, insbesondere die Impulsanzahl, wird
verglichen mit einem Bezugssignal für eine bestimmte Fadenlänge,
welches eine bestimmte Anzahl an Impulsen aufweist.
Das Signal für die Steuereinrichtung 63 wird in Abhängigkeit
vom Vergleichsergebnis erzeugt und von der Hauptsteuereinrichtung
60 ausgegeben. Die Steuereinrichtung 62, die die
Signale des Nadelteilungssensors 43 empfängt, erfaßt eine
Bezugsstrecke für die Messung der Fadenlänge durch Abtastung
der Markierungen 45 und 46 der Nadelteilungsanzeigemittel 44.
Nachstehend wird die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung
beschrieben. Zunächst werden die mechanischen
Vorgänge bei der Auf- und Abbewegung des Kulierschloßteils 6
zur Einstellung einer bestimmten Strickdichte oder Maschendichte erläutert.
Der Schrittmotor 30 zum Betätigen
des Kulierschloßteils 6 wird in geeigneter Weise, wie nachstehend
noch erläutert werden soll, anhand der Meßwerte für
die zum Stricken der Bezugsstrecke verwendeten Fadenlängen
gesteuert. In Abhängigkeit von den vorstehend erwähnten
Meßwerten erfolgt eine bestimmte Drehung des Nockens 33 über
einen bestimmten Winkelbereich.
In der Fig. 1 ist der Zustand des Strickschlosses 1 dargestellt,
in welchem der Schlitten 42 von links nach rechts
bewegt wird. Am Ende des nach rechts gerichteten Hubes des
Schlittens 42 wirkt ein Nocken 17 auf einen Abgriff 16,
der als Rolle oder als Abgriffstift ausgebildet sein kann
und der an der Hubplatine 14 befestigt ist, in der Weise
ein, daß der Abgriff 16 nach unten, wie in der Fig. 1 gesehen,
gedrückt wird. Hierdurch wird auch die Hubplatine
14 nach unten bewegt. Die Schwenkhebel 24 und 25 werden vom
Abgriff 21 an der Hubplatine 14 verschwenkt, so daß mit Hilfe
der Abgriffe 26 und 27 die Gleitglieder 10 und 11 gegen die
Kräfte der Federn 12 nach oben bewegt werden. Hierbei greifen
die Enden der Schwenkhebel 24 und 25 an den Abgriffen 26 und
27 an.
Der Anschlag 13 wird nach links bewegt, wie in der Fig. 1
gesehen. Hierzu dient ein nicht näher dargestellter Mechanismus.
Das linke Ende des Anschlags 13 befindet sich dann
unterhalb des Gleitgliedes 10. Wenn der Nocken 17 in die
Mitte bewegt wird, wie dies in der Fig. 1 dargestellt ist,
bewegt sich die Hubplatine 14 nach oben. Diese Bewegung
erfolgt dadurch, daß die Kräfte der Federn 12 über die
Abgriffe 26 und 27, die Schwenkhebel 24 und 25 und den Abgriff
21 auf die Hubplatine 14 einwirken. Diese nach oben
gerichtete Hubbewegung wird durch das Anschlagen des an der
Hubplatine 14 vorgesehenen Abgriffes 20 gegen die Nockenfläche
34 des Nockens 33 begrenzt. Dabei werden die Gleitglieder
10 und 11 abgesenkt. Da jedoch der Anschlag 13 durch
den nicht näher dargestellten Mechanismus nach links, wie in
der Fig. 1 gesehen, verschoben wird, befindet sich das linke
Ende 18 des Anschlags 13 unter dem Gleitglied 10, so daß
dieses beim Absenken gegen den Anschlag 13 anliegt und die
weitere nach unten gerichtete Bewegung des Gleitgliedes 10
angehalten wird. Das am Gleitglied 10 befestigte Kulierschloßteil
5 wird dabei ebenfalls in seiner nach unten
gerichteten Bewegung angehalten. Ferner wird das Gleitglied
11 von der Kraft der Feder 12 nach unten gezogen. Da die
Hubplatine 14 mit dem Abgriff 20, der gegen die Nockenfläche
34 des Nockens 33 anliegt, in einer bestimmten Höheneinstellung
gehalten wird, kann das Gleitglied 11 nur so weit
abgesenkt werden, bis der Schwenkhebel 25 gegen den Abgriff
21 anliegt. Hierdurch wird eine bestimmte Höheneinstellung
für das Kulierschloßteil 6 am Gleitglied 11 erzielt.
Wie vorstehend erläutert worden ist, werden die unteren
Stellungen der Kulierschloßteile 5 und 6 von der Lage der
Hubplatine 14 bestimmt. Die Anschlagstellung der Hubplatine
14 wird der von der Anschlagstellung des Abgriffes 20 an der
Nockenfläche 34 bestimmt. Die der Dichte der zu strickenden
Maschen entsprechende Stellung des Kulierschloßteils 6 wird
demgemäß von der Anschlagstellung der Nockenfläche 34 des
Nockens 33 und des Abgriffes 20 der Hubplatine 14 bestimmt.
Der Nocken 33 wird vom Schrittmotor 30 in eine bestimmte
Winkelstellung gebracht. Diese Winkelstellung wird bestimmt
von dem Steuersignal, insbesondere der Anzahl der Impulse,
die an den Schrittmotor 30 geliefert werden.
Die Länge eines Fadens, die zum Stricken einer Bezugsmaschenreihe
in der zwischen bestimmten Nadeln liegenden Bezugsstrecke
verwendet worden ist, wird beim Stricken der nachfolgenden
Maschenreihe als Bezugsgröße verwendet. Wenn die
Länge des zwischen den vorbestimmten Nadeln dieser Maschenreihe
gestrickten Fadens größer ist als bei der Bezugsmaschenreihe,
wird bei der nachfolgenden Maschenreihe das
Kulierschloßteil 5 oder 6 so bewegt, daß die Strickdichte
oder Maschendichte vergrößert wird. Die Strickdichte oder
Maschendichte wird verringert, wenn die Länge des entlang der
Bezugsstrecke gestrickten Fadens kürzer ist als die Bezugslänge.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung wird der
Faden 51 von der Anlaufspule 53 abgezogen und über die Fadenzuführeinrichtung
47 dem Nadelbett 41 zugeführt. Der Faden 51
wird dabei über den als Fadenlängemeßeinrichtung 49 dienenden
Impulscodierer geführt. Das Meßsignal, das der Fadenlänge
proportional ist, wird in die Steuereinrichtung 61 eingebracht.
In dieser wird die gemessene Fadenlänge mit der
Bezugsfadenlänge verglichen, und es wird festgestellt, ob die
gemessene Fadenlänge länger oder kürzer ist als die Bezugsfadenlänge.
Bei der Hin- und Herbewegung des Schlittens 42 werden die
Fäden 51 und 52 abwechselnd von links und von rechts über die
Fadenzuführeinrichtungen 47 bzw. 48 geliefert. Da die Längen
der Fäden, die beim nach rechts gerichteten Schlittenhub und
beim nach links gerichteten Schlittenhub zwischen bestimmten
Stäbchen des Gestricks verwendet werden, unterschiedlich sind,
ist es erforderlich, daß die Höhenlage des Kulierschloßteils
beim rechtsgerichteten Schlittenhub sich gegenüber der
Höhenlage des Kulierschloßteils beim linksgerichteten
Schlittenhub unterscheidet. Hierbei muß jeweils die Länge des
Fadens berücksichtigt werden, der zum Stricken einer Maschenreihe
in der gleichen Richtung verwendet worden ist. Demgemäß
ist die Bezugslänge bei der Bewegung des Schlittens nach
rechts und nach links unterschiedlich.
Bei der Bewegung des Schlittens 42 erfaßt der am Schlitten
42 vorgesehene Nadelteilungssensor 43 die Nadelteilungsanzeigemittel
44, die neben dem Nadelbett 41 vorgesehen sind,
anhand der Markierungen 45 und 46. Die Signale des Nadelteilungssensors
43 werden in die Steuereinrichtung 62 eingegeben
und zeigen auch an, ob sich der Schlitten in dem Bezugsbereich
befindet.
Nachfolgend wird die Fadenlieferung an der linken Seite des
Maschinenrahmens der Flachstrickmaschine und die Ermittlung
der zum Stricken verwendeten Fadenlänge mit Hilfe des Impulscodierers
erläutert. Die zum Stricken innerhalb der Bezugsstrecke
tatsächlich verwendete Fadenlänge wird mit X, die
Anzahl der dieser Fadenlänge entsprechenden Impulse mit X P ,
die Anzahl der von einem Impulscodierer gemessenen Impulse
mit P, die Anzahl der bei einer Umdrehung des Impulscodierers
erzeugten Impulse mit Z, der Durchmesser des Impulscodierers
mit D, die Anzahl der Nadeln innerhalb der Bezugsstrecke mit N
und die Feinheit der Flachstrickmaschine (Anzahl der Nadeln/
25,4 mm) mit E bezeichnet.
Bei einer Bewegung des Schlittens 42 von links nach rechts
ergibt sich die tatsächliche zum Stricken entlang der Bezugslänge
verwendete Fadenlänge X aus der Differenz zwischen der
abgezogenen oder gelieferten Fadenlänge und der Länge der
Bezugsstrecke, d. h.
X (in mm)=P π D/Z - 25,4 N/E (1)
Bei einer Bewegung des Schlittens 42 von rechts nach links
ergibt sich die Fadenlänge X aus der Summe der abgezogenen
oder gelieferten Fadenlänge und der Länge der Bezugsstrecke,
d. h..
X (in mm)=P π D/Z + 25,4 N/E (2)
Die Anzahl X p der Impulse, die der Fadenlänge X entspricht,
ergibt sich bei der Schlittenbewegung von links nach rechts
zu
X p =P - 25,4 NZ/E π D (3)
Die Anzahl X p der Impulse, die der Fadenlänge X entspricht,
ergibt sich bei der Schlittenbewegung von rechts nach links
zu
X p =P + 25,4 NZ/E π D (4)
Wenn beispielsweise P (von links nach rechts)=1000, P (von
rechts nach links)=420, Z=100, N=100, D=40 mm und
E=7, dann ergibt sich für die Schlittenbewegung von
links nach rechts und von rechts nach links aus den Gleichungen
(1) bzw. (2) : X=894 bzw. 891 mm.
Die zum Stricken in den Richtungen von links nach rechts und
von rechts nach links verwendeten Fäden haben unterschiedliche
Längen. Bei einer Fadenlänge von 894 mm beträgt die
Länge einer Masche, die von einer Nadel hergestellt wird,
8,94 mm, weil die Anzahl der Nadeln 100 beträgt. Wenn sich
der Schrittmotor 30 bei der Steuerung der Maschendichte um
ein Schritt dreht, führen die Kulierschloßteile 5 und 6 eine
vertikale Hubbewegung um etwa 0,1 mm aus. Die Länge einer
Maschenschleife wird dann um 0,2 mm verkürzt oder verlängert.
Wenn die Bezugslänge mit 894 mm festgelegt ist, wird bei der
Steuerung der Maschendichte der Schrittmotor 30 um einen
Schritt im Sinne einer Erhöhung der Fadenlänge, d. h. einer
Erhöhung der Schleifenlänge weitergedreht, wenn der tatsächlich
zum Stricken verwendete Faden 894 mm lang war, und im
Sinne einer Fadenverkürzung, d. h. einer Verkürzung der Schleifenlänge
weiterbewegt, wenn die tatsächlich zum Stricken verwendete
Fadenlänge 904 mm betrug.
Zur Ausführung dieser Steuerung werden die Signale der
Steuereinrichtung 61 und der Steuereinrichtung 62 von der
Hauptsteuereinrichtung 60 analysiert. Diese Hauptsteuereinrichtung
60 gibt ein entsprechendes Steuersignal an die
Steuereinrichtung 63 weiter, so daß der Schrittmotor 30 in
entsprechender Richtung gedreht wird.
Der vorstehend erläuterte Funktionsablauf läßt sich wie folgt
zusammenfassen:
- (1) Eine Anweisung zum Meßbeginn wird in die Steuereinrichtung 62 für den Nadelteilungssensor 43 eingegeben. Wenn sich der Schlitten 42 von links nach rechts bewegt, beginnt die Zählung der Impulse zur Fadenlängenmessung dann, wenn der Nadelteilungssensor 43 die Markierung 45 der Nadelteilungsanzeigemittel 44 erfaßt. Die Zählung geht fortlaufend weiter bis der Sensor 43 die Markierung 46 erreicht. Der Schlitten 42 hat dann die Bezugsstrecke zurückgelegt. Die Anzahl der Impulse wird in die Steuereinrichtung 61 eingegeben.
- (2) Die gemessene Fadenlänge wird in Beziehung gesetzt zur Bezugslänge die in der Steuereinrichtung 61 gespeichert ist.
- (3) Wenn die entlang der Bezugsstrecke gemessene Länge des zum Stricken verwendeten Fadens nicht mit der Bezugslänge übereinstimmt, wird die Steuereinrichtung 63 zum Ändern der Maschendichte entsprechend angesteuert. Diese Ansteuerung erfolgt von der Hauptsteuereinrichtung 60 in Abhängigkeit vom Vergleichsergebnis zwischen Bezugslänge und gemessener Fadenlänge.
- (4) Die entsprechend angesteuerte Steuereinrichtung 63 betätigt den Schrittmotor 30, der die Kulierschloßteile 5 und 6 in die entsprechende Höheneinstellung bringt, so daß die gewünschte Strickdicke oder Maschendichte erzielt wird.
Danach werden die vorstehend angegebenen Funktionsabläufe
(1) und (2) wiederholt. Die vorstehend angegebenen Funktionsabläufe
(3) und (4) werden ebenfalls wiederholt, falls die
gemessene Fadenlänge wieder nicht mit der Bezugslänge übereinstimmt.
Wenn nach der dritten Wiederholung der Funktionsabläufe
(1) und (2) die gemessene Fadenlänge mit der Bezugslänge
übereinstimmt, wird der Strickvorgang bei dem dann bestehenden
Zustand fortgesetzt.
Claims (1)
- Vorrichtung zur Einstellung der Strickdichte einer Strickware in einem Strickschloß eines Schlittens einer Strickmaschine durch kontinuierliche während des Strickvorgangs durch einen Schrittmotor erzielte Höheneinstellung jeweils eines von zwei an einer Grundplatte gelagerten Kulierschloßteilen, die abwechselnd in Abhängigkeit von der Schlittenhubrichtung in Betriebsstellung gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Schrittmotor (30) von einem Ausgangssignal eines Vergleichers (60-63) angesteuert ist, an welchen eine Fadenlängenmeßeinrichtung (49, 50) angeschlossen ist und welcher die während des Strickvorgangs entlang einer in Schlittenhubrichtung sich erstreckende abgetasteten Bezugsstrecke (45-46) gemessene Fadenlänge mit einer bestimten Fadenbezugslänge zur Bildung des Ausgangssignals bis zur Übereinstimmung vergleicht, und
- - durch einen vom Schrittmotor (30) verstellbaren Nocken (33) eine Hubplatine (14) verschiebbar ist, durch die über einen an der Grundplatte (8) gelagerten Schwenkhebel (24 bzw. 25) das jeweilige Kulierschloßteil (5 bzw. 6) gegen die Kraft einer Feder (12) verstellbar ist.
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