DE3340577C2 - Maschine zum Schleifen oder Polieren einer Innenoberfläche eines hohlzylindrischen Werkstücks - Google Patents
Maschine zum Schleifen oder Polieren einer Innenoberfläche eines hohlzylindrischen WerkstücksInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Schleifen oder
Polieren einer Innenoberfläche eines hohlzylindrischen
Werkstücks, insbesondere von Spiegeln für
Röntgenstrahlteleskope, mit einer Halterungseinrichtung für
das Werkstück, einer ersten Antriebseinrichtung zum Drehen
des Werkstücks um seine Zylinderachse, einem in das
Werkstück hineinragenden, ein Schleif- oder Polierwerkzeug
aufweisenden Arm, einer zweiten Antriebseinrichtung zum
Bewegen des Arms in einer Richtung parallel zu der
Zylinderachse und einer Einrichtung zum Erzeugen einer
Schleif- oder Polierbewegung des Werkzeugs die der vom Arm
ausgeführten Bewegung parallel zu der Zylinderachse
überlagert ist.
Das Zylinderschleifen oder -polieren erforderte bisher
Einrichtungen zum Drehen des zylindrischen Werkstücks
um seine Längsachse. Während das Werkstück gedreht wird,
wird als Schleif- oder Polierwerkzeug ein Klotz, der überlicherweise an einem Arm
angebracht ist, so angeordnet, daß er in Berührung mit der
Innenoberfläche des zylindrischen Werkstücks steht.
Eine Schleif- bzw. Polieremulsion an der Oberfläche be
wirkt, daß diese entweder geschliffen oder poliert wird,
wenn das Werkstück gedreht wird.
Die oben beschriebene Poliereinrichtung wird so betätigt,
daß der Klotz gegen einen Abschnitt der Innenoberfläche
des zylindrischen Werkstücks angedrückt wird. Wenn das
Werkstück um seine Längsachse gedreht wird, dann wird
nur jener Abschnitt der Oberfläche, der mit dem Klotz
in Berührung steht, poliert oder geschliffen, und zwar
in Abhängigkeit von der Emulsion, die zu diesem Zeit
punkt verwendet wird. Nach einer bestimmten Zeit wird der Klotz
umgesetzt, so daß er einen anderen Bereich der zylindri
schen Oberfläche berührt. Das Betreiben der Zylinder
poliereinrichtung auf diese Weise erzeugt allerdings
Riefen auf der Werkstückoberfläche, die
dadurch verursacht wurden, daß die polierten oder ge
schliffenen Flächen beim Umsetzen der Stellung des
Klotzes von einer auf die nächste sich entweder über
decken oder gar nicht überlappen. Um das Problem der
Riefen zu überwinden, die durch den Betrieb der Polier
einrichtung in der oben beschriebenen Weise erzeugt wur
den, kann der Klotz ständig in einer Richtung parallel
zur zylindrischen Werkstückachse hin- und herbewegt wer
den. Dieser Versuch führt, obwohl er in weitem Umfang
das Problem der Erzeugung von Riefen an der zylindrischen
Oberfläche ausräumt, jedoch nicht ohne weiteres von
selbst zu genauem Schleifen und Polieren der Oberfläche.
Eine Vorrichtung zum Schleifen zylindrischer Werkstücke,
welche die eingangs erwähnten Merkmale aufweist, ist aus der
US-PS 2, 354,347 bekannt. Bei dieser Vorrichtung ist einer
Vor- und Rückwärtsbewegung des Armes mit einem an
seinem freien Ende befestigten Schleifwerkzeug, durch die
das Schleifwerkzeug über die Länge der Innenwand eines
zylindrischen Werkstücks axial führbar ist, eine
schleifwirksame Hin- und Herbewegung des Schleifwerkzeuges
bei kürzerem Hub in axialer Richtung überlagert. Die
vergleichsweise langsamere Verschiebung des Armes mit dem
Schleifwerkzeug längs der Achse des sich drehenden
zylindrischen Werkstücks ist zur Anpassung an
unterschiedliche Werkstücke einstellbar.
Aus der DE 30 04 386 A1 ist es ferner bekannt, die Oberfläche von
zu verarbeitenden optischen Werkstücken, wie Spiegeln von
Teleskopen, hinsichtlich ihrer Oberflächengestalt vor der
Bearbeitung zu vermessen und die Bearbeitung dann
entsprechend den ermittelten Meßwerten mit Hilfe einer
elektronischen Recheneinrichtung zu steuern, wobei
Bearbeitungsparameter, wie die Vorschubgeschwindigkeit oder
der Schleifdruck des Schleifwerkzeugs, entsprechend variiert
werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Maschine entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zu schaffen, mit der das zu bearbeitende
Werkstück automatisch bereichsweise entsprechend vor der
Werkstückbearbeitung für die betreffenden Bereiche
ermittelter Abtragungsausmaße bearbeitet werden kann.
Die diese Aufgabe lösende Maschine nach der Erfindung ist
gekennzeichnet durch eine mit der ersten und zweiten
Antriebseinrichtung verbundene Steuereinrichtung, welche
umfaßt: eine erste Meßeinrichtung zum Messen der
Drehposition des durch die erste Antriebseinrichtung
gedrehten Werkstücks relativ zu der Halterungseinrichtung,
eine zweite Meßeinrichtung zum Messen der Längsposition des
durch die zweite Antriebseinrichtung bewegten Arms in
Achsrichtung des Werkstücks, eine Speichereinrichtung zum
Speichern von Sollwerten für die Drehgeschwindigkeit des
Werkstücks und die durch die zweite Antriebseinrichtung dem
Arm in Richtung der Längsachse zu vermittelnden
Geschwindigkeit, die in Abhängigkeit von gewünschten
Abtragswerten an der Werkstückoberfläche jeweils einer Dreh-
und Längsposition zugeordnet sind, und eine Einrichtung zum
Einstellen der Drehgeschwindigkeit des Werkstücks und der
Geschwindigkeit des Arms in Richtung der Längsachse an den
gemessenen Dreh- und Längspositionen entsprechend den
gespeicherten Sollwerten.
Entsprechend der erfindungsgemäßen Lösung kann die
Verweilzeit des zusätzlich zu den gesteuerten Bewegungen
eine oszillierende Schleif- oder Polierbewegung
ausführenden Werkzeugs in den verschiedenen Bereichen der
abzutragenden Zylinderinnenfläche und damit das Ausmaß der
Abtragung entsprechend vorbestimmten gewünschten Werten
automatisch gesteuert werden.
Die vorliegende Polier-/Schleifmaschine für Zylinder
teilt dem Werkzeug drei Bewegungen mit, von welchen
zwei in erster Linie verwendet werden, um das Werkzeug zu
positionieren, während die dritte Bewegung hauptsächlich
für die Oberflächenabtragung maßgebend ist. Ein allgemein
rechteckförmiger Klotz als Schleif- oder Polierwerkzeug mit einer Länge von nicht mehr
als einem Viertel der Werkstücklänge wird in Berührung
mit der gerade polierten bzw. geschliffenen Oberfläche
gebracht. Der Klotz wird um einen Mittelpunkt in einem
entweder kreisförmigen oder elliptischen Weg mit einer
verhältnismäßig hohen Geschwindigkeit von bis zu 165
Umläufen pro Minute gedreht. Diese Bewegung des Klotzes
steuert das Maß der Oberflächenabtragung.
Die Lage des Drehmittelpunktes des Klotzes wird auf
zweierlei Weise bezüglich der zylindrischen Oberfläche
bewegt, die gerade poliert oder geschliffen wird. Als
erstes wird der Klotz-Drehungsmittelpunkt schrittweise
bzw. allmählich in einer Richtung parallel zur Längs
achse des Zylinders hin- und herbewegt. Gleichzeitig
wird das zylindrische Werkstück um seine Längsachse ge
dreht. Dementsprechend beschreibt der Klotz-Drehmittel
punkt die Bahn einer Wendel
an der zylindrischen Innenoberfläche des Werkstücks.
Die Geschwindigkeit, die für die Hin- und Herbewegung
bestimmt ist, sowie jene Geschwindigkeit, mit welcher
der Zylinder um seine Längsachse gedreht wird, werden
durch einen Geschwindigkeits-Steuercomputer gemäß einer
vorbestimmten Gruppe von Parametern gesteuert.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele
im Zusammenhang mit den Zeichnungen
beschrieben und in welchen
Fig. 1 ein typisches Werkstück und die Bewegung des
Werkzeugs relativ zum Werkstück darstellt,
Fig. 2 eine Zylinder-Poliermaschine des durch die
vorliegende Erfindung gekennzeichneten Typs
darstellt,
Fig. 3 eine bevorzugte Vorgehensweise zum Abstützen und
Drehen des zylindrischen Werkstücks sowie eine
Einrichtung zum Feststellen der Drehlage des
Werkstücks darstellt,
Fig. 4 eine Ansicht des Mechanismus zum Bewegen des
Werkzeugs entweder in einer elliptischen oder einer
kreisförmigen Bahn darstellt,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Einrichtung in Fig. 4 ist,
Fig. 6 die Vorgehensweise darstellt, wie das
Werkzeug gegen die gerade zu schleifende oder zu polierende
Oberfläche angedrückt wird, und
Fig. 7 die elektrischen Steuereinrichtungen
für die erfindungsgemäße Schleif-/Poliermaschine
darstellt.
Es wird zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen; ein zylin
drisches Werkstück 10 ist dargestellt, dessen Dreh- bzw. Zylinderachse
12 in einer horizontalen Ebene angeordnet ist. Das Werk
stück 10 ist typischerweise aus einem optischen Glas
oder einem anderen geeigneten Material hergestellt, wel
ches es gestattet, daß die Innenfläche des zylindrischen
Werkstücks 10 entweder geschliffen oder poliert wird,
um die gewünschte Form jener Oberfläche zu erzielen,
auf welche später eine reflektierende Schicht aufge
bracht werden soll. Wenn die gewünschte Form und die
reflektierende Schicht hergestellt wurden, dann kann
das Werkstück 10 beispielsweise in Röntgenstrahlteles
kopen oder in anderen optischen Anordnungen verwendet
werden. In solchen Verwendungsfällen wird die Innen
oberfläche des Werkstücks 10 in jedem ebenen Schnitt,
der durch das Werkstück 10 in einer Richtung senkrecht zur
Drehachse 12 vorgenommen wird, die Form eines Kreises
aufweisen. Allerdings wird der Durchmesser eines jeden
kreisförmigen Schnittes in Abhängigkeit von der Längs
position des Schnittes selbst variieren. Dementsprechend
kann die Form der Innenoberfläche des Werkstücks 10
in einer Richtung parallel zur Drehachse 12 tatsächlich
die einer Parabel oder irgendeiner anderen, gewünschten
Form sein, sei sie nun gekrümmt oder eine gerade Linie.
Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ist das Werk
stück 10 typischerweise so angebracht, daß seine
Drehachse 12 horizontal angeordnet ist und das Werk
stück 10 veranlaßt wird, sich um seine Drehachse 12
zu drehen. Diese Drehbewegung des Werkstücks 10 ist eine
der drei Bewegungen des Werkstücks 10 relativ zu einem als Schleif- oder Polierwerkzeug 14
verwendeten Klotz, der gegen die Innenoberfläche des Werkstücks
10 angedrückt wird. Der Klotz 14 ist aus einem herkömmli
chen Material hergestellt, welches während des Schlei
fens oder Polierens mit der Form der Innenoberfläche
des Werkstücks 10 übereinstimmt, wenn er relativ zum
Werkstück 10 bewegt wird. Beim Schleifen kann ein Keramik
klotz 14 verwendet werden, während während des Polierens
am häufigsten ein Pechklotz verwendet wird.
Der Klotz 14 ist an einem beweglichen Arm 16 angebracht.
Der bewegliche Arm 16 ist so aufgebaut, daß er sich
langsam hin- und herbewegt, wobei er den Klotz 14 ver
anlaßt, sich in einer Richtung vorwärts und rückwärts
zu bewegen, die allgemein durch den Doppelpfeil 18 be
zeichnet ist. Dies ermöglicht es dem Klotz 14, in Be
rührung mit der genannten Innenoberfläche des Werkstücks
10 zu gelangen, wenn der Klotz 14 dieses von einem Ende des
zylindrischen Werkstücks 10 zum anderen durchquert,
während das Werkstück 10 seinerseits um seine Drehachse
12 gedreht wird. Dementsprechend beschreibt der Berüh
rungspunkt zwischen der Mitte des Klotzes 14 und der
Innenfläche des Werkstücks 10 eine wendelförmige Kurve
an der Innenoberfläche des Werkstücks 10. Zusätzlich
zu den bereits beschriebenen beiden Bewegungsformen des
Klotzes 14 relativ zum Werkstück 10 wird der Klotz 14
auch noch um die vertikale Achse gedreht, die durch die
gestrichelte Linie 20 bezeichnet ist und durch die Mitte des
Klotzträgers 24 hindurchläuft,
der am äußersten Ende des Armes 16 angeordnet ist. Die
Bewegung des Klotzes 14 relativ zum Arm 20 ist durch
den Pfeil 22 dargestellt. Der Mechanismus zum Veranlassen
des Klotzes 14, sich um die Achse 12 zu drehen, ist ein
stellbar, so daß der vom Pfeil 22 bezeichnete Weg kreis
förmig oder elliptisch sein kann.
Fig. 2 ist die Darstellung einer Schleif-/Polierein
richtung für zylindrische Werkstücke gemäß der vorlie
genden Erfindung. Das Werkstück 30 ist so angebracht,
daß seine Längsachse horizontal angeordnet ist, und
die Außenoberfläche des Werkstücks 30 läuft auf Rollen
32, die zur Drehung an einer horizontal angeordneten
Achse 34 angebracht sind. Ein ähnliches Rollenpaar und
eine ähnliche Achse sind gemäß der Darstellung in Fig. 2
hinter dem Werkstück 30 angeordnet und somit verdeckt.
Ein Paar Antriebsbänder als Antriebseinrichtung 36 läuft über die Rollen 32 hinweg,
die an der Achse 34 angebracht sind, sowie ein ähnliches
Paar Rollen, die an der verdeckten Achse angebracht sind.
Die verdeckte Achse wird von einem ebenfalls nicht sicht
baren Motor angetrieben und veranlaßt die Antriebsbänder
36, das Werkstück 30 zu drehen. Die Drehgeschwindigkeit
des Werkstücks 30 wird von einem Systemleitrechner 38 be
stimmt, der mit dem (nicht gezeigten) Antriebsmotor ge
koppelt ist, der die verdeckte Achse dreht. Die Drehzahl
wird in Übereinstimmung mit einer Tabelle eingestellt,
die im Speicher des Rechners 38 enthalten ist, der die
gewünschte Drehzahl als eine Funktion von der Lage des Schleif- oder
Polierwerkzeugs bzw. Klotzes 40 relativ zum Werkstück 30 ausweist.
Der Klotz 40 ist am äußersten Ende eines Armes 42 angebracht,
der in das Werkstück 30 hineinragt. Der Arm 42 ist an
seinem gegenüberliegenden Ende an einem ersten
Zwischenträger 44 angebracht, der
beweglich an einen zweiten Zwischenträger 48
angebracht ist. Ein Motor 46 als Einrichtung für den Antrieb des Klotzes 40 mit
einstellbarer Drehzahl ist an einem Träger 52
befestigt und mit dem ersten Zwischenträger 44 sowie dem
zweiten Zwischenträger 48 gekoppelt. Wenn der Motor 46
arbeitet, dann bewegt sich der erste Träger 44 in der
Richtung des Pfeiles 50 vorwärts und rückwärts, wie
dies auch für den Arm 42 der Fall ist. Der bewegliche
Träger 48 ist beweglich am Träger 52 derart angebracht,
daß er sich in einer Richtung parallel zum Arm 42 durch
den Motor 46 vorwärts und rückwärts bewegen kann.
Beim Betrieb ist die Geschwindigkeit des Motors 46 vorher
auf einen bestimmten Wert eingestellt. Durch Einstellen
der Länge des Hebelgetriebes zwischen dem Motor 46 und
dem ersten Zwischenträger 44 sowie zwischen dem Motor 46
und dem Träger 52 kann der Arm 42 derart in Bewegung
versetzt werden, daß die Mitte des Klotzes 40, der am
Arm 42 angebracht ist, an der Werkstückoberfläche eine
kreisförmige oder elliptische Bahn zurücklegt. Der
Rechner 38 weist Meßfühler (nicht gezeigt) auf, die die
Lage des Armes 42 relativ zum Werkstück 30 messen. Wie
bereits erwähnt, ist die Drehzahl des Werkstücks 30
vom Rechner 38 gesteuert. Zusätzlich spricht der Rechner
38 auf die Meßfühler (nicht gezeigt) an, um die Geschwin
digkeit der Bewegung des Armes 42 in der Richtung des
Pfeiles 54 zu steuern. Diese Bewegung wird von einem
zweiten Motor 64 geliefert, der am Grundträger 52 ange
bracht ist. Der Motor 64 ist über eine Leitspindel oder
dergleichen mit dem zweiten Zwischenträger 48 gekoppelt,
um den Träger 48 zu veranlassen, sich in der Richtung
des Doppelpfeiles 54 zu bewegen.
Die bevorzugte Vorgehensweise der Anbringung und Drehung
eines zylindrischen Werkstücks 100 in Übereinstimmung mit
der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt.
Bei dieser Anordnung ist ein zylindrisches Werkstück 100 in einer
Halterungseinrichtung bzw. einem Werkstückhalter 102 angebracht, der zwei Ring
teile 104 und 106 umfaßt, die das Werkstück 100 umgeben.
Mehrere Werkstückspannbacken 108 sind einstellbar
am Ringteil 106 derart angebracht, daß der Spannbacken-
Eingriffsabschnitt 110 in Berührung mit der Außenober
fläche des Werkstücks 100 steht. Die Spannbacken 108
werden in ihrer Lage derart eingestellt, daß die Dreh
achse des Werkstücks 100 sich gemeinsam zur Drehachse
des Ringteiles 106 erstreckt.
Eine Anzahl von Werkstück-Spannbacken 112 ist ein
stellbar am Ringteil 104 auf dieselbe Weise angebracht,
wie die Spannbacken 108 am Ring 106 angebracht sind.
Die Lage der Spannbacken 112 ist derart eingestellt,
daß die Drehachse des Werkstücks 100 mit der Drehachse
des Ringteils 104 zusammenfällt.
Die Ringteile 104 und 106 werden parallel zueinander
durch eine Anzahl von Verbindungsstäben gehalten, wobei
die Stäbe 120 und 122 gezeigt sind. Diese Stäbe 120
und 122 dienen dazu, die parallele Zuordnung zwischen
den Ebenen aufrechtzuerhalten, die von den Ringteilen
104 und 106 gebildet sind.
Die Ringteile 104 und 106 sind so angeordnet, daß sie
auf Rollen 124, 126, 128 sowie einer vierten, nicht
gezeigten Rolle ruhen, die allerdings auf derselben
Welle 130 wie die Rolle 128 angebracht ist. Die Rollen
124 und 126 sind an einer Welle 132 angebracht, welche
mit einem Motor 134 als Antriebseinrichtung mit variabler Drehzahl gekoppelt ist.
Der Motor 134 ist mit einem Rechner 136 gekoppelt, der
Informationen über die Leitung 137 an den Motor 134 mit
veränderlicher Drehzahl abgibt, um die Drehzahl dieses
Motors 134 zu steuern. Die Rollen 124, 126 weisen je
einen Flansch 138, 140 auf, der sich
von jener Oberfläche der Rolle aus, auf welcher das Ring
teil 104 bzw. 106 ruht, nach außen erstreckt. Der Flansch
138 ist gemäß der Darstellung in Fig. 3 links vom Ring
teil 106 angeordnet, während der Flansch 140 der Rolle 126
rechts vom Ringteil 104 angeordnet ist. Dementsprechend
beginnen dann, wenn die Welle 132 vom Motor 134 gedreht
wird, die beiden Ringteile 104 und 106, die auf den
Rollen 124 und 126 ruhen, mit der Drehung. Die Flansche 138
und 140 hindern die Ringteile 104 und 106 daran, von den
Rollen 124 und 126 abzurutschen.
Wie bereits erklärt, ändert sich die Drehzahl, die vom
Motor 134 eingestellt wird, als Funktion der Lage des
Klotzes 40 relativ zum Werkstück 100. Dementsprechend muß
eine Maßnahme vorgesehen sein, um die Drehlage des
Werkstückss 100 zu messen. Wie in Fig. 3 dargestellt ist,
kann eine Anzahl von Lagemarkierungen 150 am Ring 104
vorgesehen sein. Die Lagemarkierungen 150 wurden aus
Gründen der Bequemlichkeit nur längs eines Abschnitts
des Rings 104 gezeigt; es wird allerdings darauf hinge
wiesen, daß sich diese Markierungen 150 ganz rund um den
Ring 104 erstrecken. Die Markierungen am Ring 104 können
durch einen optischen Meßfühler 152 festgestellt werden,
der mit dem Rechner 136 gekoppelt ist. Der Rechner 136
kann dann die Informationen aus dem optischen Meßfühler
152 benutzen, um die genaue Drehlage des Werkstücks 100
bezüglich irgendeinem festen Bezugspunkt zu bestimmen,
der nicht auf der rotierenden Anordnung angeordnet ist,
die die Ringteile 104 und 106 umfaßt. Wenn die Lage des
Werkstücks 100 relativ zu einem festen Punkt im Raum
bekannt ist, dann kann der Rechner 136 diese Lageinfor
mation als einen Eingang zu seiner Tabelle benutzen,
die vor dem Betrieb des Systems die Drehzahl bestimmt,
mit welcher das Werkstück 100 gedreht werden muß. Der
zweite Eingang zur Tabelle ist, wie bereits vorher er
wähnt, die Lage des Klotz-Tragearmes relativ zum Werk
stück 100.
Der Fachmann wird ohne weiteres erkennen, daß die Posi
tionsmarkierungen 150 und der Meßfühler 152 verschieden
artige Formen annehmen können, während sie immer noch
die insgesamt gewünschte Funktion erfüllen, die Lage des
Werkstücks 100 bezüglich einem festen Punkt im Raum
festzustellen. Es ist auch ersichtlich, daß die Positions
markierungen 150 an der Außenoberfläche des Werkstücks
100 angeordnet sein könnten, und ein Meßfühler nahe
diesen Markierungen angeordnet sein könnte, um die Lage
des Werkstücks 100 zu messen. Diese letztgenannte Aus
führung hat den Vorteil, daß die Positionsmarkierungen
am Werkstück 100 selbst vorliegen, so daß, falls erforder
lich, das Werkstück 100 aus den Ringteilen 104 und 106 ent
nommen werden kann, um Messungen an der Innenoberfläche
vorzunehmen. An Hand dieser Messungen wird die Abweichung
zwischen der gewünschten Kontur und der tatsächlichen
Kontur errechnet und nachfolgend bei der Bestimmung der
Verweilzeit des Klotzes 40 über speziellen Zonen des Werk
stücks 100 während des nachfolgenden Schleif- oder Polier
vorganges verwendet.
Es wird nun auf Fig. 4 Bezug genommen; der bevorzugte
Mechanismus zum Bewegen des Klotzes 40 in einer kreis
förmigen oder elliptischen Bahn ist dargestellt. Der
Fachmann erkennt, daß die Einrichtung, um den Klotz 40
längs einer kreisförmigen oder elliptischen Bahn in Be
wegung zu setzen, am Ende des Armes 204 in Nachbarschaft
zum Klotz 40 angeordnet sein kann, oder daß, wie es der
Fall beim bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorlie
genden Erfindung ist, der Arm 204 selbst in einer kreis
förmigen oder elliptischen Bewegungsbahn bewegt werden
kann, wobei er den Klotz 40 veranlaßt, einer ähnlichen Bahn
zu folgen. Die Vorrichtung der Fig. 4 umfaßt einen Träger
200 wie ein Maschinenbett oder dergleichen, worauf die
gesamte Einrichtung angeordnet ist. Mit dem Träger 200
ist ein Teil mit einem Führungs
bett 202 gekoppelt, das im Querschnitt gezeigt ist und
sich senkrecht zur Zeichnungsebene der Fig. 4 erstreckt.
Das Führungsbett 202 liefert einen festen Bezug, gegen
über welchem ein Arm 204 in einer Ebene im wesentlichen
parallel zum Träger 200 bewegt wird. Der Arm 204 ist
seinerseits an zwei vertikal ausgerichteten Trägern 206
und 208 angebracht, die mit ihrem unteren Ende an einem
ersten Zwischenträger 210 befestigt sind. Der Träger 210
ist verschieblich an mindestens einer Schiene 212 ange
bracht, wobei die Bewegung des Trägers 210 in der Zeich
nungsebene der Fig. 4 in jenen Richtungen gestattet ist,
die durch den Doppelpfeil 214 bezeichnet sind.
Die Schienen 212 sind an einem zweiten Zwischenträger
216 angebracht, der seinerseits an einem verschieblichen
Teil 218 angebracht ist, das auf einer Führungsbahn 220
abläuft, die im Querschnitt gezeigt ist, wobei es dem
verschieblichen Teil 218 gestattet ist, in der Bahn 220
in einer Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene der
Fig. 4 verschoben zu werden. Dementsprechend kann der
Arm 204 relativ zur Bahn 220 in einer Richtung bewegt
werden, die durch den Doppelpfeil 214 bezeichnet ist,
sowie in der Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene der
Fig. 4. Indem man veranlaßt, daß die Bewegung in diesen
beiden Richtungen eine oszillierende Bewegung ist, kann
die Bewegungsbahn, die der Arm 204 zurücklegt, kreis
förmig, elliptisch oder in manchen Fällen auch geradlinig
sein und zwar entweder in
Richtung des Doppelpfeils 214 oder senkrecht zur Zeich
nungsebene der Fig. 4.
Die Bahn 220 ist an einem beweglichen Schlitten 222
befestigt, welcher in einer Richtung senkrecht zur
Zeichnungsebene 4 längs der Führungsbahn 202 beweglich
ist. Der Schlitten 222 wird längs der Füh
rungsbahn 202 durch eine
rotierende Leitspindel 224 bewegt, die durch ein
Leitspindel-Laufmutterteil 226 hindurchgeschraubt ist,
welches an der Unterseite des beweglichen Trage
sockels 222 befestigt ist. Wenn die Welle 224 gedreht
wird, dann wird der Schlitten 222 in einer Richtung
senkrecht zur Zeichnungsebene der Fig. 4 mit einer Ge
schwindigkeit bewegt, die eine Funktion von der Drehzahl
der Leitspindel 224 sowie von der Anzahl der Gänge pro Längen
einheit der Leitspindel 224 ist.
Die Leitspindel 224 wird einfach dadurch gedreht, daß man sie
unmittelbar mit einem Motor koppelt. Wie es der Fall
bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung ist, kann die Leitspindel 224 auch mit einem Motor
228 durch einen herkömmlichen Riementrieb (nicht gezeigt) als Antriebs
einrichtung gekoppelt sein. Beim Ausführungsbeispiel ist
der Motor 228 mit dem Systemrechner 136 gekoppelt, der
die Drehzahl des Motors 228 als eine Funktion von der
Lage des Schlittens 222 relativ zum Führungsbett 202 steuert.
Die Lageinformation wird dem Rechner 136 über einen
Lagefühler 230 zugänglich gemacht, der nahe dem beweg
lichen Schlitten 222 angeordnet ist und Positionsmar
kierungen 232 ablesen kann, die an den beweglichen Schlitten
222 angeordnet sind, wie in Fig. 5 gezeigt.
Die Lage des Schlittens 222 kann auch präzise relativ zum
Führungsbett 202 durch zahlreiche andere Lösungen be
stimmt werden. Beispielsweise kann ein Winkelkodierer,
der eine Vielzahl von Markierungen ähnlich jenen an
der Stelle 150 in Fig. 3 trägt, an der Leitspindel 224 ange
bracht sein. Dann könnte ein Meßfühler wie der Lagefühler
230 nahe dem Winkelkodierer angeordnet sein, um dessen
Markierungen abzulesen. Die Winkellage der Leitspindel 224 würde dann
an den Rechner 136 übermittelt.
Der Arm 204 wird von einem Motor 240 in Drehbewegung,
elliptische Bewegung oder geradlinige Wechselbewegung
versetzt, der an einem vertikal angeordneten Träger 242
befestigt ist, der mit seinem untersten Ende am
Schlitten 222 angebracht ist. Der Motor 240 weist
eine allgemein horizontal angeordnete Antriebswelle auf,
welche mit einem Kreuzgelenk 244 gekoppelt ist und hierbei
einer vertikal angeordneten Antriebswelle 246 eine Dreh
bewegung mitteilt. Ein geschlitztes Antriebsteil 248
ist am oberen Abschnitt der Welle 246 angebracht und
hieran mittels einer oder mehrerer Schrauben 250 be
festigt. Im Schlitz 252 läuft der Kopf einer
Schraube 254 mit einem vertikal
angeordneten Gewindeschaft 256. Ein Ende 258 eines Spann
schlosses, das allgemein mit 260 bezeichnet ist, er
streckt sich über den Schaft 256 und ist hieran mittels
einer Mutter 262 befestigt. Entsprechend der Ansicht
in Fig. 4 ist die Achse des Gewindeschaftes 256 gegen
über der Drehachse 264 für die Antriebswelle 246 ver
setzt. Das Ausmaß der Versetzung zwischen der Achse des
Schaftes 256 und der Drehachse 264 wird durch die Ein
stellung des Spannschlosses 260 bestimmt. Wenn die
gewünschte Versetzung zwischen dem Schaft 256 oder der
Achse 264 erst einmal durch Einstellen des Spannschlosses 260
hergestellt ist, dann wird die Mutter 262 nach unten
festgezogen. An dem Ende des Spannschlosses 260, das
von der Mutter 262 abgewandt ist, befindet sich eine
andere Anordnung aus Mutter und Schraube, die allgemein
mit 270 bezeichnet ist und das Spannschloß 260 an einem
Block 272 befestigt, der am ersten Zwischenträger 210
befestigt ist. Als Ergebnis dieser Anordnung wird,
wenn die Antriebswelle 246 um die Achse 264 gedreht
wird, die Drehbewegung durch die Koppelung der Welle
256 mit dem geschlitzten Antriebsteil 248 in eine Hin-
und Herbewegung des Spannschlosses 260 in einer Richtung
umgewandelt, die allgemein durch den Pfeil 274 bezeichnet
ist. Diese Wechselbewegung des Spannschlosses 260 veranlaßt
den ersten Zwischenträger 210 und alle hieran angebrachten
Teile, sich in einer Richtung vorwärts und rückwärts zu
bewegen, die durch den Doppelpfeil 214 bezeichnet ist.
Eine ähnliche Anordnung ist in Fig. 5 zur Hin- und Her
bewegung des Zwischenträgers 216 in einer Richtung dar
gestellt, die durch den Doppelpfeil 280 bezeichnet ist.
Dies wird dadurch bewirkt, daß ein geschlitztes Antriebs
teil 282 am unteren Abschnitt der Antriebswelle 246
mittels einer oder mehrerer Schrauben 284 befestigt ist.
Ein Gewindebolzen ist im Schlitz
(nicht gezeigt) im Teil 284 angebracht und ragt mit
seinem Gewindeschaft 286 von hier aus nach unten. Das
Ende 288 eines Spannschlosses 290 erstreckt sich über
den Schaft 286 und ist hieran mittels einer Mutter
292 befestigt. Das Spannschloß 290 ist so eingestellt,
daß die Achse des Schaftes 286 gegenüber der Drehachse
264 der Antriebswelle 246 versetzt ist. Auf diese Weise
bzw. durch diesen Mechanismus wird die Drehbewegung der
Welle 246 in eine Hin- und Herbewegung des Spannschlosses
290 in einer solchen Richtung umgewandelt, wie sie durch
den Doppelpfeil 280 bezeichnet ist. Das äußerste linke
Ende des Spannschlosses 290 ist an einem Schaft 293
mittels einer Mutter 294 befestigt. Der Schaft 293 ist
am Zwischenträger 216 derart befestigt, daß die Dreh
bewegung des Teils 284 in eine Hin- und Herbewegung in
der Richtung des Doppelpfeiles 280 des Zwischenträgers
216 umgewandelt wird. Da die Hin- und Herbewegungen,
die vom Mechanismus erzeugt werden, der in den Fig. 4
und 5 dargestellt ist, zueinander senkrecht stehen,
wird der Arm 204 in einen kreisförmigen oder ellipti
schen Bewegungsweg in einer Ebene versetzt, die senk
recht zur Zeichnungsebene der Fig. 4 steht. Die genaue
Form der Ellipse oder des Kreises wird durch das Ausmaß
der Versetzung des Schaftes 256 und 286 gegenüber der
Drehachse 264 bestimmt. Falls diese Versetzung jeweils
gleich ist, ist die dem Arm 204 mitgeteilte Bewegung
eine Kreisbewegung. Falls einer der Schäfte 256 oder
286 versetzt ist, nicht jedoch der andere, dann folgt
hieraus eine lineare Hin- und Herbewegung.
Der Mechanismus der Fig. 4 und 5 ist am Schlitten 222
derart angeordnet, daß die Mitte der Bewegung für den
Zwischenträger 210 in der Richtung des Doppelpfeils 280
vorwärts und rückwärts bewegt werden kann. Der Schlitten
222 wird auf dem Führungsbett 202 vorwärts und rückwärts
bewegt.
Es wird nun auf Fig. 6 Bezug genommen. Das äußerste Ende
des Armes 204 ist einer Lage dargestellt, in welcher es
in das zylindrische Werkstück 100 hineinragt. Ein längli
cher Klotz 40 mit einer Länge von nicht mehr als einem
Viertel der Länge des Werkstücks 100 ist am untersten Ende
einer Trägerstange 300 angeordnet, die sich vertikal
vom Klotz 40 aus, durch den Arm 204 hindurch und vertikal
oberhalb des Armes 204 erstreckt. Ein Flansch 302
ist nahe dem obersten Ende der Trägerstange 300
vorgesehen. Ein oder mehrere Gewichte 304 in Form einer
dicken, runden Scheibe können über
die Trägerstange 300 aufgesetzt werden und werden vom
Flansch 302 getragen. Die Anzahl und das Gesamtgewicht
dieser Gewichte zusätzlich zur Trägerstange 300 hängt
vom gewünschten Druck zwischen dem Klotz 40 und
dem Werkstück 100 ab.
Die Trägerstange 300 ist durch eine Kugellagerhülse
oder dergleichen (nicht gezeigt) in ihrer Lage gehalten,
die im Arm 204 angebracht ist und eine sehr geringe Rei
bung in vertikaler Richtung zuläßt, so daß die Ge
wichte 304 und der Trägerschaft 300 den Klotz 40 gegen das
Werkstück 100 drücken können. Wenn der Arm 204 in einer
kreisförmigen, elliptischen oder Hubbewegung in einer
Ebene senkrecht zur Zeichnungsebene der Fig. 6 bewegt
wird, dann überträgt die Lagerhülse diese Bewegung
auf den Trägerschaft 300 und veranlaßt hierbei den
Klotz 40, sich längs eines Weges zu bewegen, der dieselbe
Form aufweist wie der Bewegungsweg des Armes 204 und
sich parallel hierzu erstreckt.
Es wird nun auf Fig. 7 Bezug genommen; dort ist die ge
samte elektrische Steuerung für das System dargestellt.
Ein Drehlagefühler 400 wird als Meßeinrichtung verwendet, um die Drehlage
des zylindrischen Werkstückes festzustellen. Der
Fühler 400 sendet die Signale dieser Drehlage
an den Systemrechner 402. Ein Armlagefühler 404 ist als weitere Meßeinrichtung
vorgesehen, um die Lage des Armes relativ zu den gegenüber
liegenden Enden des zylindrischen Werkstückes zu messen.
Dieser Fühler 404 kann auf ein kreisförmiges Kodie
rungsrad ansprechen, das an der Antriebsspindel ange
bracht ist, die verwendet wird, um die Plattform, auf
welcher der Arm ruht, zu bewegen und hierbei die Lage
des Armes zu messen, wenn er sich in das zylindrische
Werkstück hinein erstreckt. Der Meßfühler 404 kann
auch lineare Positionsmarkierungen an dem den Arm tra
genden Teil selbst feststellen, um die Lage des Armes
relativ zum Werkstück zu bestimmen.
Die Lageinformation vom Fühler 404 wird auch an den
Rechner 402 übertragen. Der Rechner 402 benützt die
Lageinformation aus den Fühlern 400 und 404, um die
Bewegungsgeschwindigkeit des Armes bezüglich der Ober
fläche des Werkstücks einzustellen, das gerade poliert
oder geschliffen wird. Die Lageinformation wird ver
wendet, um Zugang zu einer 2-dimensionalen Tabelle im
Rechnerspeicher zu erhalten, der vor dem Betreiben
der erfindungsgemäßen Polier- oder Schleifeinrichtung
belegt wurde. Die 2-dimensionale Tabelle bezeichnet
die Geschwindigkeit, die für den Motor 408, der das
Werkstück dreht, und den Motor 406, der den Arm bewegt,
als eine Funktion der Lage der Mitte der Klotzbewegung
relativ zum Werkstück erwünscht ist.
Wenn der Klotz, der vom Arm getragen ist, das Ende
seiner Bewegungsbahn erreicht, was in üblicher Weise
dann stattfindet, wenn sich mindestens ein Teil des
Klotzes über das Ende des zylindrischen Werkstücks hin
aus erstreckt, dann hält der Motor 406 an, während das
Werkstück mindestens noch eine Umdrehung durchführt,
und dann wird der Motor 406 in Rückwärtsrichtung be
trieben, wobei er den Arm veranlaßt, sich in einer Rich
tung zu bewegen, die zu jener, die gerade vorher statt
gefunden hat, entgegengesetzt ist. Die Geschwindigkeit
wird wieder durch die Tabelle im Rechner 402 gesteuert.
Der Motor, der die Geschwindigkeit der Kreisbewegung,
der elliptischen Bewegung oder der geradlinigen Bewegung
in Wechselrichtung des Armes steuert, wird in Über
einstimmung mit der vorliegenden Erfindung mit einer
festliegenden Geschwindigkeit während jeder Betriebsform
der Maschine zum Schleifen oder Polieren betrieben.
Nachdem das Werkstück über den erforderlichen Zeit
raum hinweg, der vom Rechner 402 angezeigt wird, bearbeitet
worden ist, wird das Werkstück aus der Polier-
bzw. Schleifmaschine entfernt und es werden hieran
Messungen vorgenommen, um die nachfolgenden Motor-Lauf
geschwindigkeiten für noch weitere Polier- oder Schleif
tätigkeiten zu bestimmen. Wenn diese eingestellt sind,
dann wird die Maschine wieder in Betrieb genommen, bis
es wiederum Zeit ist, das Werkstück auszumessen.
Claims (7)
1. Maschine zum Schleifen oder Polieren einer
Innenoberfläche eines hohlzylindrischen Werkstücks (10; 30;
100), insbesondere von Spiegeln für Röntgenstrahlteleskope,
mit einer Halterungseinrichtung (32, 34; 102) für das
Werkstück (10; 30; 100), einer ersten Antriebseinrichtung
(36; 134; 408) zum Drehen des Werkstücks (10; 30; 100) um
seine Zylinderachse (12), einem in das Werkstück
hineinragenden, ein Schleif- oder Polierwerkzeug (14; 40)
aufweisenden Arm (16; 42; 204), einer zweiten
Antriebseinrichtung (64; 228; 406) zum Bewegen des Arms (16;
42; 204) in einer Richtung parallel zu der Zylinderachse
(12) und einer Einrichtung (46; 240, 248, 282) zum Erzeugen
einer Schleif- oder Polierbewegung des Werkzeugs (14; 40),
die der vom Arm (16; 42; 204) ausgeführten Bewegung parallel
zu der Zylinderachse überlagert ist, gekennzeichnet durch
eine mit der ersten und zweiten Antriebseinrichtung (36;
134; 408 bzw. 64; 228; 406) verbundene Steuereinrichtung,
welche umfaßt: eine erste Meßeinrichtung (150, 152; 400) zum
Messen der Drehposition des durch die erste
Antriebseinrichtung (36; 134; 408) gedrehten Werkstücks (10;
30; 100) relativ zu der Halterungseinrichtung (32, 34; 102),
eine zweite Meßeinrichtung (230, 232; 404) zum Messen der
Längsposition des durch die zweite Antriebseinrichtung (64;
228; 406) bewegten Arms (16; 42; 204) in Achsrichtung des
Werkstücks (10; 30; 100), eine Speichereinrichtung (38; 136;
402) zum Speichern von Sollwerten für die
Drehgeschwindigkeit des Werkstücks (10; 30; 100) und die
durch die zweite Antriebseinrichtung (64; 228; 406) dem Arm
(16; 42; 204) in Richtung der Längsachse (12) zu
vermittelnden Geschwindigkeit, die in Abhängigkeit von
gewünschten Abtragswerten an der Werkstückoberfläche jeweils
einer Dreh- und Längsposition zugeordnet sind, und eine
Einrichtung (38; 136; 402) zum Einstellen der
Drehgeschwindigkeit des Werkstücks (10; 30; 100) und der
Geschwindigkeit des Arms (16; 42; 204) in Richtung der
Längsachse (12) an den gemessenen Dreh- und Längspositionen
entsprechend den gespeicherten Sollwerten.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Länge des Schleif- oder Polierwerkzeugs (14; 40) maximal 25%
der Länge des Werkstücks (10; 30; 100) beträgt.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Erzeugen der Schleif- oder
Polierbewegung des Werkzeugs (14; 40) diesem eine
rotatorische Bewegung verleiht.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
rotatorische Bewegung des Schleif- oder Polierwerkzeugs (14;
40) längs einer elliptischen Bahn verläuft.
5. Maschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die rotatorische Bewegung des Schleif- oder
Polierwerkzeugs (14; 40) mit einer konstanten
Winkelgeschwindigkeit erfolgt.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erzeugen der
Schleif- oder Polierbewegung des Schleif- oder
Polierwerkzeugs (14; 40) an dem Arm (16; 42; 204) angreift.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Arm (204) auf einem Kreuzschlitten
(210, 216) gehaltert ist, der seinerseits auf einem parallel
zur Zylinderachse (12) verschiebbaren Schlitten (222)
geführt ist.
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