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Maschine zum Herstellen künstlicher Blüten. Die Erfindung betrifft
eine Maschine zur Herstellung künstlicher Blüten, welche aus vorgestanzten Blütensternen,
die auf einem Stieldraht aufgereiht sind, bestehen.
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Diese Art Blüten wurden bisher teils in Handarbeit, teils in Einzelmaschinenarbeit
hergestellt. Das Wesen der Erfindung beruht nun darauf, daß die Blüten in einem
einzigen Durchgange fertiggestellt werden. Es ist erkenntlich, daß hierin ein bedeutender
Fortschritt liegt, und daß durch den laufenden Gang viel Zeit erspart wird und mit
der Ablösung der Handarbeit durch die Maschine sich eine erhebliche Lohnersparnis
ergibt.
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Auf der Zeichnung ist die neue Maschine dargestellt, und zwar ist
Fig. i eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht (Einzelheit), während die Fig.
3 bis .7 den Verlauf bei der Anfertigung einer Blüte zeigen.
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30 ist das Fundament der Maschine. Auf ihm erhebt sich eine
Säule 31, auf welcher ein wagerechter Arm 32 gelagert ist. Einerseits in das Fundament
und anderseits in den Arm sind zwei senkrechte Achsen 3 und q. eingesetzt. Auf diesen
Achsen sind die Arbeitsorgane teils fest, teils verschiebbar angeordnet. Die Anordnung
ist so getroffen, daß die Gesamtheit der Arbeitsstellen einen Stufenbau bildet,
durch welchen der Weg des Werkstückes geradlinig senkrecht hindur-chführt.
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Die oberste Arbeitsstelle ist diejenige, wo der erste für die Herstellung
der Blüte bestimmte Stapel vorgefaltet und angestielt wird. Die zweite Arbeitsstelle
dient der Formgebung. Die dritte dient dem Vervollständigen der Blüte durch Hinzufügen
der noch nötigen weiteren Blütensterne. Die vierte Arbeitsstelle- umfaßt die Bildung
des Kelches, die Endformung und das Abwerfen.
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Die Einrichtungen in der ersten Arbeitsstelle sind folgende: Auf der
Stange 3 sitzt fest ein Konsol a, in welches eine Hülse 2 eingesetzt ist, die einen
Kanal c aufweist. Auf dem Konsol lagert ein Teller i, der einen rechteckigen Ausschnitt
besitzt. Über diesem Konsol sitzt ein Schlitten b auf der Stange 3 als Träger eines
Stößels 5. Der Stößel besteht aus einem Vierkantschaft und ist am Unterende ähnlich
einem Meißel oder Falzmesser- ausgestaltet. Der Schlitten wird auf und nieder geführt
mittels eines Gestänges 7, $. Der Antrieb des Gestänges wie auch der in der Beschreibung
noch folgende wird in üblicher Weise von einer Zentralstelle aus durch Kurven- oder
1`ockenscheiben vermittelt.
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Unterhalb des Konsols a sitzt auf der Stange 4. ein Schlittenrahmen
e und in diesem lagern zwei Rollen 6, welche in den zu beiden Seiten offenen Kanal
c hineinstehen. An diesen Rahmen faßt ein (in der Zeichnung nicht sichtbares) Gestänge
an, welches den Rahmen auf und ab führt. An der Säule 31 ist ein Lager f
befestigt und dieses hält eine Achse 13- Weiter befindet sich im Lager ein Kanal
g. Auf der Achse 13 sitzt ein Schlitten 12. An seiner Unterkante steht ein Röhrchen
A vor, welches mit einer Stechspitze versehen ist und sich an einen Kanal i im Schlitten
anschließt. Der Schlitten 12 wird durch ein Gestänge 1q, 15 schleuderartig auf der
Achse 13 'hin und her
geführt. ii ist eine an der Säule
31 gelagerte Spule= für den Stieldraht io ; von dieser Spule aus ist der
Draht durch den Kanal b durchgesteckt. Hiermit wird der Draht gestreckt.
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Zu dieser Arbeitsstelle gehört weiter eine an sich bekannte und deshalb
nicht erst beschriebene Abschneidevorrichtung 18 für den Stieldraht.
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.11s zweite Arbeitsstelle ist anzusehen ein festsitzendes Konsol k
(auf Stange 3), welches eine Hülse 23 trägt, die nach dem Stieldraht hin längs aufgeschlitzt
ist. Unter dem Konsol steht eine auf dem Schlitten 1, der auf Achse 4. lagert, sitzende
Förderzange 24; diese wird als bekannt nicht näher beschrieben und auch ihr Antriebsgestänge,
welches Sie auf und nieder führt, nicht erst dargestellt.
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Die dritte Stelle umfaßt einen Teller 25, dessen Träger fest auf der
Achse .I sitzt und der gleich dem Teller i ist. Unter ihm, aber auf der Achse 3,
sitzt wieder ein Schlitten m mit Förderzange 26; für diese Teile gilt dasselbe
wie für die Teile i und 24.
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Die vierte Stelle besteht aus einem Schlitten ia auf Stange 3, dessen
Antrieb auf und nieder durch ein Gestänge o erfolgt. Der Schlitten trägt eine Hülse
27. Unterhalb steht ein Schlitten p als Träger einer Förderzange. 28;
für
diese Teile gilt wieder dasselbe, wie bei i und 25 gesagt.
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Die Maschine arbeitet wie folgt: Der erste Blätterstapel wird auf
den Teller i gelegt (Fig. 3) ; dann geht der Stößel 5 nieder, drückt die Blätter
durch die Telleröffnung und weiter durch die Hülse 2 in den Raum zwischen den Rollen
6 hinein, letzteres so weit, daß der Bund des Stapels in flachgepreßter Form unten
zwischen den Rollen vorragt, mit der Breitseite gegen den Schlitten 12 gekehrt.
Der Schlitten 12 ist inzwischen gegen die Säule 31 gegangen, wobei das Röhrchen
1a in dem Kanal r.' steckt, und faßt den Draht (durch eine nicht erst beschriebene
Vorrichtung) klemmend an. Jetzt kehrt der Schlitten zurück und sticht das Röhrchen
lt durch den Bund. Darauf geht der Schlitten wieder zurück bei gelöster Klemmung,
dadurch zieht er sich vom Draht ab, und dieser bleibt nun allein liegen (Fig. 4).
Jetzt wird der Stiel in der erforderlichen Länge durch die Vorrichtung
18 abgeschnitten. Hierauf gehen die Rollen 6 ein kurzes Stück nieder und
knicken, erst die eine und dann die andere, rechts und links vom Bund den Draht
io äbwärts. Dabei schlägt der Stiel durch den Schlitz der Hülse 23 in diese hinein
und steht unten ein Stück hinaus (Fig. 5). Das Stielende wird von der lange 2.1
erfaßt, und durch Niedergehen der "Lange wird nunmehr die Blüte aus den Rollen 6
lierau: durch die Hiilse :23 gezogen; in der Hülse e#rhiilt sie die: Rund- oder
Buschformung.
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In der dritten Stelle liegen auf dein Teller 25 die noch erforderlichen
Blütensteruc. Während die Zange 24 die Blüte durch die Hülse 23 zieht, sticht sie
gleichzeitig das Stielende durch den Stapel auf dem Teller 25 hindurch und führt
das Ende in den Bereich der Zange 26. Diese zieht Stiel und Blüte weiter
abwärts; dabei werden die Blätter an'die Blüte herangeschobeii, und zwar unter Mitdurchstechen
des kürzeren Drahtendes (Fig.6). Das Stielende gelangt durch die Hülse 27 in den
Bereich der Zange 28, und diese faßt es. Darauf geht die Hülse 27 hoch und schiebt
sich so weit über die Blume, daß der Bund unten ein Stück heraussteht. Hierauf wird
ein Blechstreifen 29 um den Bund gelegt und dadurch der Kelch gebildet (Fig. 7).
Die Vorrichtung dazu wird hier nicht beschrieben, da sie anderweitig beansprucht
ist. Nach der Herstellung des Kelches geht die Zange 28 nieder. zieht die Blüte
durch die Hülse 27 durch und wirft sie verkaufsfertig ab.
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Es bleibt vorbehalten, die Maschine auch mit mehr als zwei Tellern
auszuführen, also den Gang noch mehr abzustufen; ebenso bleibt die Ausführung als
Doppelmaschine vorbehalten.