DE3322155C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
Transfer von zu Strumpfhosen und dergleichen zu verar
beitenden Textilienschläuchen von einer Aufgabestation
zu einer Nähmaschine und dazugehörigen Behandlungssta
tionen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Es ist aus US-PS 39 16 808 bekannt, Strumpfhosen oder
lange Unterhosen mit einer Spezialnähmaschine herzu
stellen, die langgestreckte Arme aufweist, an denen
Bügel entlanggleiten, auf die Textilienschläuche (oder
Strumpfhosenbeine) aufgeschoben sind. Die Bügel werden
gegeneinander gepreßt, damit sie den Stoff zwischen
sich festklemmen, und dann wird der Stoff in Längs
richtung aufgeschnitten und zur gegenseitigen Verbin
dung der beiden Schlauchteile zur Herstellung des
Strumpfhosenkörpers zusammengenäht. Nach Auseinander
spreizen der beiden Bügel wird die Strumpfhose von der
Nähmaschine abgezogen.
In dieser Weise hergestellte Strumpfhosen oder Unter
hosen bedürfen manchmal weiterer Bearbeitung. Beispiels
weise muß häufig der mittlere Teil oder Schrittbereich
der Hosen durch einen innen aufgesetzten und angenähten
Verstärkungszwickel aus Textilmaterial verstärkt wer
den.
Hierzu wird eine z. B. in DE 28 43 169 A1 beschriebene auto
matische Maschine verwendet, die Verstärkungszwickel an
den Strumpfhosen anbringt und festnäht. Zu diesem Zweck
müssen die Strumpfhosen gewendet und auf einen Stützkör
per gelegt werden.
Ferner ist die Maschine nach dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1 gemäß US-PS 41 96 681 bekannt, die eine
Wende- und Zuführvorrichtung zu einer Nähmaschine zum
Verschließen der Spitzen von Textilienschläuchen auf
weist. Bei dieser Vorrichtung ist der drehbare Träger
als Scheibe ausgebildet, von deren einer Seite ein
Kranz kreiszylindrischer Stutzen absteht, auf die je
weils der Öffnungsrand eines Textilienschlauches auf
gezogen wird. Bei Drehung der Scheibe gelangt der
Stutzen zu der Mündung eines Saugrohres, das den Tex
tilienschlauch einsaugt, wobei sein Öffnungsrand von
einer verschiebbaren Hakenvorrichtung erfaßt wird, die
den Textilienschlauch außen über das Saugrohr zieht.
Dabei wird der Textilienschlauch gewendet. Ein Kranz
von Saugrohren ist auf einem Drehteller befestigt und
jedes mit einem Textilienschlauch bestückte Saugrohr
bewegt sich zu einer Nähmaschine, die durch Zunähen der
Spitze des Textilienschlauches aus diesem einen Strumpf
macht. Diese Vorrichtung ist nur zum Wenden von Texti
lienschläuchen und zu ihrer Weiterleitung an eine ein
zige Behandlungsstation geeignet. Für weitere Behand
lungen muß der Textilienschlauch von Hand von dem Saug
rohr abgenommen und irgendwie weitergegeben werden.
Dieses Vorgehen ist umständlich und zeitraubend, weil
jede Strumpfhose nach dem Zusammennähen von der sie
bildenden Maschine abgenommen und dann manuell mit dem
Träger der Wende- und Zuführvorrichtung verbunden wer
den muß, die sie zu der Zwickelbefestigungsmaschine
bringt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrich
tung, die in der Lage ist, Textilienschläuche sinnreich
so zu handhaben, daß in schrittweisem automatischem
Vorgang aus zwei Textilienschläuchen ein Hosenkörper
gebildet und dieser so bereitgehalten wird, daß eine
Übertragungsvorrichtung ihn erfassen und an eine Weiter
bearbeitungsstation übergeben kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnen
den Teiles des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Vorrichtung zeichnet sich durch sehr einfachen und
preiswürdigen Aufbau aus und ergänzt die Maschinen zum
Zusammensetzen von Strumpfhosen und zur Anbringung von
Verstärkungszwickeln ohne Konstruktionsänderungen, in
dem sie deren Bauteile, wie beispielsweise die langge
streckten Arme der Nähmaschine nach US-PS 39 16 808,
auf denen gegeneinanderpreßbare Bügel gleiten, die Tex
tilienschläuche tragen, mit einbezieht.
Eine Nähmaschine wird von der Transfervorrichtung mit
Textilienschläuchen automatisch beschickt, dann nimmt
sie die genähten Strumpfhosen ab und bringt sie mit
korrekt offen und gespannt gehaltener Taillenöffnung zu
einer Station, in der eine Übertragungsvorrichtung in
die Taillenöffnung eindringt, die Strumpfhose abzieht
und sie in gewendetem Zustand auf eine Maschine zur
Anbringung von Verstärkungszwickeln überträgt.
Zur Erleichterung des Verständnisses des Aufbaus und
der Merkmale der Vorrichtung wird sie anhand eines in
der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht der Vorrichtung
in Verbindung mit einer Nähmaschine zur Strumpfhosen
herstellung und einer Vorrichtung zur Abnahme und Über
tragung der vorbereiteten Strumpfhose auf eine andere
Maschine,
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die erfin
dungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht der längs der Linie
III-III in Fig. 2 teilgeschnittenen Vorrichtung,
Fig. 4 eine vergrößerte schaubildliche Teilansicht
der zu der Erfindung gehörenden bewegbaren Bügel,
Fig. 5 eine einer Nähmaschine gegenüberliegende Ein
zelheit der Vorrichtung und
Fig. 6 bis 9 schematische Ansichten verschiedener
Positionen, die die zu der erfindungsgemäßen Vorrich
tung gehörenden beweglichen Bügel während ihres Betrie
bes einnehmen können.
Die Vorrichtung weist einen festste
henden Träger 1 auf, an dem eine langgestreckte Welle 2
gelagert ist, die intermittierend um jeweils 90°-Win
kelschritte von einem Getriebemotor 3 gedreht wird, der
mit einer Vorrichtung 4 gekoppelt ist, die für die
zeitweilige Unterbrechung der Wellendrehbewegung sorgt.
Mit der Welle 2 ist ein Metallkäfig verbunden, der meh
rere (in diesem Falle acht) longitudinale parallele
Stangen 5 aufweist, von denen der Einfachheit halber in
Fig. 3 zwei weggelassen wurden. Auf jedem Paar benach
barter Stangen 5 ist ein Schlitten 6 verschiebbar ange
ordnet, der mit Hilfe von zwei koaxialen Zapfen 7 einen
Rahmen 8 trägt, wobei auf den einen Zapfen 7 ein Zahnrad
9 aufgekeilt ist, das mit einer zahnstangenartigen Flä
che der Stange 10 eines hydraulischen oder pneumati
schen Kolbens zusammengreift, der der Einfachheit hal
ber nicht gezeigt ist. Die Verschiebung der Kolbenstan
ge 10 bewirkt daher die Drehung des Rahmens 8 in der
einen oder der entgegengesetzten Richtung.
Auf dem Rahmen 8 sind vier drehbare Spindeln 11, 12, 13
und 14 angeordnet, zwischen denen über zwischengesetzte
gelenkige Verbindungsglieder 15 die Enden der Stangen
und Böden von zwei hydraulischen oder pneumatischen
Zylindern 16 bzw. 17 des Doppelkolben- und Doppelstan
gentyps wirksam sind. Die Betätigung der Zylinder 16
und 17 veranlaßt die gegenseitige Annäherung bzw. Ent
fernung von zwei länglichen Bügeln 18 und zwei anderen
kleineren Bügeln 19, von denen der Einfachheit halber
in Fig. 4 nur ein Bügelpaar 18 und 19 gezeichnet ist.
Die Bügel 18 und 19 hängen über ein Parallelogramm
system an den vorher erwähnten drehbaren Spindeln. Die
Trägerparallelogramme für die Bügel 18 sind mit den
Spindeln 11 bzw. 13 drehbar verbunden, während die Trä
gerparallelogramme für die Bügel 19 an die Spindeln 12
bzw. 14 drehbar angeschlossen sind.
Seitlich des von den Stangen 5 gebildeten Rahmens 8 er
streckt sich eine Stange 20, auf der ein hydraulischer
oder pneumatischer Zylinder 21 angeordnet ist, der eine
Ringnut 22 aufweist, in die während der Drehbewegung
der Welle 2 eine zu jedem Schlitten 6 gehörende Profil
platte 23 eingreift und verschoben wird.
Dies erfolgt, wenn der Zylinder 21, wie in Fig. 1, 2
und 5 gezeigt, vollständig nach rechts versetzt ist.
Seitlich neben dem Zylinder 21 befindet sich ein Zahn
riemen 33, der von der gleichen Motor- oder Antriebs
einheit 24 angetrieben wird, die eine Nähmaschine 25
betreibt, welche neben der beschriebenen Vorrichtung
angeordnet ist. Diese an sich bekannte Nähmaschine 25
weist zwei langgestreckte säulenartige Arme 26 auf,
zwischen denen Schneidorgane und eine Näheinrichtung
für den Stoff angebracht sind.
Auf dem Zylinder 21 ist eine Greiferanordnung 27 mit
nicht gezeigten beweglichen Elementen vorgesehen, die
elektrisch, pneumatisch oder in anderer Weise betätig
bar und auf dem Riemen 33 zu seiner Verbindung mit dem
Zylinder 21 festklemmbar sind oder diesem fernbleiben.
Bei der in den Zeichnungen veranschaulichten Ausfüh
rungsform sind vier der vorstehend beschriebenen ein
zelnen Schlitten 6 vorgesehen und die Welle 2 wird
schrittweise um 90° bewegt, wodurch jeder Schlitten in
vier aufeinanderfolgende Stationen A-D um die Welle 2
bewegt wird.
Zunächst wird Station A betrachtet, in der die in einer
solchen Station angeordneten Bügel 18 und 19 des Rahmens 8
horizontal und nach außen gerichtet verlaufen (Fig. 1
und 2). In dieser Station haben die beiden Bügel 18
einen geringen gegenseitigen Abstand und auch die Bügel
19 sind voneinander entfernt (Fig. 6). Für eine vor der
Vorrichtung sitzende Bedienungsperson ist es nun ein
fach, auf jedes Bügelpaar 18, 19 ein Schlauchteil 30 in
Form des Beines und Fußes eines Damenstrumpfes aufzu
ziehen. Nach Beendigung dieses manuellen Vorganges wer
den die beiden Bügel 18 gegeneinander gepreßt, wobei
sie die beiden Schlauchteile 30 zwischen sich einklem
men (Fig. 7). Nun wird der Rahmen 8 auf seinen Zapfen um
90° gedreht, während die Welle 2 sich ebenfalls um 90°
dreht, so daß die Bügel in die Position der Station B
in Fig. 1 bewegt werden, während die Bügel 19 die
Schlauchteile zu ihrer Öffnung weit auseinanderziehen
(Fig. 8).
Sodann wird die Welle 2 um weitere 90° gedreht, damit
die Bügel die Station C erreichen.
Beim Erreichen der Station C befindet sich der Rahmen 8
vor den Armen 26 der Schneid- und Nähmaschine 25 für
das Schlauchteil und während der Drehung der Welle 2
von Station B zu Station C wird die Profilplatte 23 in
die Ringnut 22 des Kolbens 21 eingeführt. Nun wird der
Kolben 21 betätigt und der Schlitten 6 wird rasch nach
links verfahren (Fig. 1, 2, 4 und 5), wodurch ein Ein
dringen der beiden Arme 26 in den Hohlraum der offenge
haltenen Schlauchteile 30 bewirkt wird.
Sobald der Schlitten 6 das linke Ende des Hubes er
reicht hat, wird die Greiferanordnung zur Verbindung
mit dem Riemen 33 betätigt, der den Kolben 21 und den
Schlitten 6 synchron und zeitlich abgestimmt mit den
Bewegungen der Maschine 25 langsam nach rechts bewegt.
Während dieser Verstellung zerschneidet die Maschine 25
die beiden Textilienschläuche in der Zone zwischen den
beiden Bügeln 18 und näht sie in ihrer aufgeschnittenen
Zone zusammen, so daß die beiden Textilienschläuche die
Form einer Strumpfhose erhalten, die der Deutlichkeit
halber in den Fig. 1, 2 und 9 durch die Bezugsziffer 40
gekennzeichnet ist.
Sobald der Schlitten 6 sich zum rechten Ende der Stan
gen 5 zurückbewegt hat, werden auch die Bügel 18 aus
einandergespreizt, um die Bügel 19 zu erreichen (Fig.
8), so daß die beiden Bügelpaare 18 und 19 den Öff
nungs- oder Taillenteil der so gebildeten Strumpfhose
weit geöffnet und gespannt halten.
Die Weiterdrehung der Welle 2 um 90° bewirkt eine Tren
nung von Profilplatte 23 und Ringnut 22 und die weit
auseinandergespreizten Bügelpaare 18 und 19 tragen die
Strumpfhose mit ihrer korrekt offengehaltenen Öffnung
zu dem oberen Teil der Greifvorrichtung, d. h. zu der Station
D, in der eine bewegliche Vorrichtung 50 angeordnet
ist, die auf einem Rahmen 51 verschoben werden kann.
Bei Bewegung der Greifvorrichtung 50 in Fig. 1 nach rechts
dringt sie in die offengehaltene Strumpfhose ein, zieht
sie von den Bügeln 18 und 19 ab und überträgt sie durch
Umstülpung auf einen starren Halter einer Maschine 60
zum Aufsetzen und Annähen eines Verstärkungszwickels an
die Innenseite des Strumpfhosen-Schrittbereiches.
Auf die Greifvorrichtung 50 wird hier nicht näher
eingegangen, weil sie an
sich bekannt ist. Auch die Maschine 60 zur Befestigung des
Verstärkungszwickels ist an sich bekannt.
Der Hauptvorteil der erläuterten Vorrichtung besteht in
der automatischen Zuführung der beiden Schlauchteile 30
zur Nähmaschine und darin, daß bei Beendigung der Näh
vorgänge eine Strumpfhose vollständig geöffnet ist und
mit korrekt offengehaltenem Öffnungsteil zu einer Sta
tion gebracht wird, in der sie zur Übertragung auf eine
andere Maschine automatisch abgezogen wird.
Claims (2)
- Vorrichtung zum Transfer von zu Strumpfhosen und der gleichen zu verarbeitenden Textilienschläuchen von einer Aufgabestation zu einer Nähmaschine und dazu gehörenden Behandlungsstationen mit einem auf einer angetriebenen Welle angeordneten Träger, der Halteteile zum Aufstecken der Textilienschlauchöffnungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger (1) mindestens ein Rahmen (8) vorge sehen ist, der vier drehbare Spindeln (11, 12, 13, 14) zur Lagerung von vier zueinander parallelen langgestreckten Bügeln (18, 19) trägt, die ein erstes Bügelpaar und ein zweites Bügelpaar bilden, die waagerecht aus der Ebene des Rahmens (8) vorstehen und die von Antriebsvorrich tungen (16, 17) relativ zueinander in folgende Positio nen bewegbar sind:
- I. eine erste Position, in der die vier Bügel (18, 19) geringfügig voneinander beabstandet sind und jedes Bügelpaar einen Textilienschlauch (30) aufnimmt; (Fig. 6).
- II. eine zweite Position, in der der erste Bügel (18) des ersten Bügelpaares mit dem ersten Bügel (18) des zweiten Bügelpaares gegeneinandergedrückt ist; (Fig. 7).
- III. eine dritte Position, in der der zweite Bügel (19) jedes Bügelpaares von den in Position II befindli chen ersten Bügeln (18) der beiden Bügelpaare weg bewegt ist; (Fig. 8).
- IV. eine vierte Position, in der der erste Bügel (18) jedes Bügelpaares gegen die in Position III empfind lichen zweiten Bügel (19) der beiden Bügelpaare bewegt ist; (Fig. 9),
- daß der Träger (1) parallele Stangen (5) aufweist, auf denen wenigstens ein Schlitten (6) längsverschiebbar angeordnet ist, an dem der Rahmen (8) um eine zur Be wegungsrichtung des Schlittens (6) im wesentlichen senkrechte Achse (7) drehbar gelagert ist,
daß ein Motor (3) den Träger in Koordination mit den Positionen I-IV der Bügel (18, 19) intermittierend zwischen der Aufgabestation (A) und der Nähmaschine (C, 25) sowie der dazugehörenden Behandlungsstationen (B, D) dreht;
daß Antriebs- und Kupplungseinrichtungen (21, 22, 23) vorgesehen sind, die den Schlitten (6) in der der Position III der Bügel (18, 19) angepaßten Station bzw. Nähmaschine (C, 25) zunächst in eine Richtung und dann in die entgegengesetzte Richtung zur Durchführung des erforderlichen Nähvorgangs bewegen, und
daß eine Greifvorrichtung (50) vorhanden ist, die die fertig genähte Strumpfhose (40) oder dergl. von den Bügeln (18, 19) abzieht und an eine andere Maschine (60) übergibt.
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Legal Events
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