DE330745C - Vorrichtung zur Behandlung von Erzen und anderen Materialien unter Druck - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung von Erzen und anderen Materialien unter Druck

Info

Publication number
DE330745C
DE330745C DE1920330745D DE330745DD DE330745C DE 330745 C DE330745 C DE 330745C DE 1920330745 D DE1920330745 D DE 1920330745D DE 330745D D DE330745D D DE 330745DD DE 330745 C DE330745 C DE 330745C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction chamber
container
pressure
chamber
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920330745D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HENRY B HOVLAND
Original Assignee
HENRY B HOVLAND
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HENRY B HOVLAND filed Critical HENRY B HOVLAND
Application granted granted Critical
Publication of DE330745C publication Critical patent/DE330745C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
    • F27B3/04Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces of multiple-hearth type; of multiple-chamber type; Combinations of hearth-type furnaces
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/02Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces with two or more shafts or chambers, e.g. multi-storey
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B9/00Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity
    • F27B9/14Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity characterised by the path of the charge during treatment; characterised by the means by which the charge is moved during treatment
    • F27B9/20Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity characterised by the path of the charge during treatment; characterised by the means by which the charge is moved during treatment the charge moving in a substantially straight path
    • F27B9/24Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity characterised by the path of the charge during treatment; characterised by the means by which the charge is moved during treatment the charge moving in a substantially straight path being carried by a conveyor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Behandlung von Erzen und anderen Materialien unter Druck. Die Erfindung betrifft die Vorrichtungen zum Sulfatisieren von Erzen und ähnlichen Materialien und hat .den Zweck, eine Vorrichtung zu schaffen, .welche zum trockenen Sulfatisieren unter höherem als atmosphärischem D -ucke besonders geeignet ist.
  • Zur Erre'chung die.,-es Zweckes wird der Erfindung gemäß ein Behälter in Anwendung gebracht, welcher -als Reaktionskammer zur Aufnahme des zu behandelnden Mate-ials dient. Der Bel-älter ist von einem äußeren Mantel oder Gehäuse umschlossen, welches dem Überdruck zu widerstehen vermag und besitzt Einrichtungen zur Aufnahme und Entleerung des zu behandelnden Materials sowie auch- Einrichtungen zum Einleiten gasförmiger Reagenzien, wie scl wellige Säure und Dzuckluft, wobei im Behälter auch eine Durchrrengvorrichtung vorhanden ist, um seinen Inhalt während tler Behandlung mit den Reagenzien durchmengen zu können. Wenn der Behälter gasdicht hergestellt ist, so wird der Mantel-. raum zwischen dem Behälter und dem äußeren Gehäuse vorzugsweise mit Gas unter Überdruck gefüllt, so daß der im Innern des Behälters herrschende Druck zum mindesten ausgeglichen wird, ist aber der Behälter nicht gasdicht hergestellt, so wird natürlich das in den Behälter eingeführte, unter Überdruck stehende Mittel, wie schweflige Säure und Preßluft, auch die Spannung im äußeren Gehäuse erhöhen, und es wird daher der Druck auf die Außenfläche der Behälterwände ebenso groß sein als der Druck auf ihre Innenfläche. Wenn der zum Hervorrufen der chemischen Reaktion erforderliche Druck in der Vorrichtung e: reicht ist, kann man ein Entlastungsventil teilweise öffnen, um einen Teil des gasförmigen Behälterinhalts austreten zu lassen und dadurch &e Einführung frischer Reagenzien zu ermöglichen. In manchen Fällen ist es wünscl.enswe -t, die Vorrichtung noch mit ande:em Zubehör zu versehen, welches im nachstehenden beschrieben ist.
  • In den Zeichnungen ist Fig. i ein lotrechter Schnitt eines für Laboratoriumszwecke gebauten Bel alters samt den zugehörigen Teilen. Fig. 2 ist eine Seitenansicht der durch Fig. x dargestellten Vorrichtung, welche mittels Drehzapfen auf einem Gestell ruht, und Fig. 3 zeigt in lotrechtem Schnitt eine nach den gleichen P.inzipien wie die Vorrichtungen Fig. i und 2 gebaute Vorrichtung für gewerbliche Verwendung.
  • Aus Fig. z und 2 ist ersichtlich, daß in der für Laboratorium: zwecke gebauten Vorrichtung e:n Behälter x angebracht -st, dessen Innenzaum eine Reaktionskammer bildet, welche durch ein Rohr 2 zu beschi< ken und zu entleeren ist, wobei dieses Rohr einen abnehmbaren Verschluß in der Form einer Muffe 3 .mit verglaster Schauöffnung 4 am geschlossenen Ende besitzt. Mit dem Innern der Muffe 3 steht ein aufrechtes Rohr 5 in Verbindung, von Welchem die mit Absperrventilen 8 und g versehenen Zweigleitungen 6 und 7 abgehen.
  • Der Behälter i ist von einem äußeren Gehäuse io umgeben, welches imstande ist, verhältnismäßig hohen inneren Drücken zu widerstehen. Zu diesem Z@vecke besteht das Gehäuse aus einer starken zylindrischen Wand ii, welche an einem Ende an eine Abschlußplatte, 12 geschweißt ist und am anderen Ende eine . Verschlußplatte 13 besitzt, die mittels beide Platten 12. und 13 durchziehender Bolzen 15 auf dem Rande 14 der zylindrischen Wand ii festgehalten wird. Der Behälter z besitzt auch eine zylindrische Wand, welche an einem Ende an eine Abschlußplatte 23 geschweißt ist und am anderen Ende du; ch eine Platte 24 verschlossen sein kann, welche auf dem Rande 16 der zylindrischen Wand aufsitzt. Soll der Behälter i gasdicht gemacht werden, so kann das diente Aufsitzen der Platte 24 auf dem Rande der zylindrischen Wand durch eine Röhre 17 bewirkt werden, welche am Ende konisch ist und der ein übereinstimmend geformter Sitz 18 auf der Platte 24 entspricht. Die Röhre 17 tritt durch die Verschlußplatte 13 des äußeren Gel äuses-nach außen, wobei ihr Wideilager durch Zugbolzen ig gebildet wird, welche in einen feststehenden Teil der Vorrichtung geschraubt sind, z. B. in den Teil 2o, und mit einer Scheibe 2i zusammenwirken, welche sich seitlich verstellt, wenn die Schraubenbolzen angezogen werden. Die Scheibe 21 liegt an einer Muffe aa an, welche mit der Röhre 17 fest verbunden ist, so daß beim Anziehen der Bolzen ig die Scheibe 21 in der Längsrichtung auf die Röhre 17 drückt und dadurch die Platte 24 auf ihrem Sitz festhält. Eine zweite Röhre 25 ist an die Verschlußplatte 23 des Behälters befestigt und tritt durch die Verschlußplatte 12 des äußeren Gehäuses nach außen durch. Durch die Röhre 25 kann ein Pyrometer 26 eingesetzt werden, um die Temperatur in der Reaktionskammer zu messen.
  • Im Behälter i ist 'ein drehbares Rührschaufelsystem 27 angebracht, welchem, wie bei 28 ersichtlich, das Innenende des rohrförmigen Pyrometers 26 als Drehzapfen dient. Das andere Ende des Rührschaufelsystems ist bei 29 an das Ende eines Rohres 3o befestigt, welches durch die Röhre 17 hindurchreicht und eine Schnurscheibe 31 trät t. Der Kanal des Rohres 3o wird durch ein Ventil 32 geschlossen oder geöffnet. Das Rohf 30 paßt lose in die Röhre 17, so daß zwischen der Innenfläche der Röhre 17 und der Außenfläche des Rohres 3o ein Spielraum besteht. Dieser Spielraum wird zum Zuführen der gasförmigen Reagenzien verwertet, welche in die Röhre 17 durch das aufrechte Rohr 33 eingelassen werden, von welchem ein Rohr 34 mit Verschlußventil 36 abzweigt, und welches ein Cber- und Unterdruckmanometer 35 trägt.
  • Zur Abkühlung des Reaktionsbehälters, wenn er zu heiß wird, ist er von einer Rohrschlange 37 umgeben, deren Enden 38 du--ch die Auslaßbüchse 39 nach oben he.-ausreichen. Ist die Temperatur des Behälters nicht genügend hoch, so kann er durch eine ElektrizitätsleitungssPule 4o erhitzt werden, welche die Windungen der Kühlschlange 37 umgibt, und deren Polenden 41 auch durch d=e Auslaßbüchse 39 nach oben hinausreichen. Wird in der Raktionskammer eine gewisse Menge Dampf gewünscht, so kann er durch eine Rohrleitung 42 einströmen gelassen werden, welche mehrmals um das Ende des Behälters i gewunden ist und durch die Öffnung 43 mit dem Innenraume desselben in Verbindung steht. Was; er, welches man durch das Rohr 42 einführt, wird durch Herumströmen um den Behälter in Dampf verwandelt, welcher dann durch die Öffnung 43 in den Behälter i tritt. Eine Rohrleitung 44, -welche durch die Ausl:ißbüchse 39 nach oben austritt .und mit dem Raume zwischen dem Behälter i und dem äußeren Gehäuse ii in Ve@Undung steht, dient zum Einlassen eines unter Druck stehenden Gases, z. B. Stickstoff, wenn ein- gasdichter Behälter gewünscht wurde und in das äußere Gehäuse ii ein Gas unter Druck eingeleitet werden soll, um dem Drucke im Behälter das Gleichgewicht zu halten. Die Enden aller Rohrleitungen und auch die Enden des Drahtes der Spule 40 sollen den Deckel 45 der Auslaßbüchse 39 gasdicht durchziehen.
  • Um die Reaktion zu verstärken, kann eine einen elektrischen Lichtbogen erzeugende Kerze 46 in eine. Wand des Behälters i eingesetzt sein, wobei durch die Leiter 47 und 48 Strom zugeführt wird.
  • Wenn man will, kann man den Raum zwischen dem Behälter i und dem äußeren Gehäuse mit Wärmeisolierungsmaterial ausfüllen, wie z. B. mit Asbest, was bei q9 angedeutet ist, und welches auf Wunsch, wie aus Fig. i ersichtlich, in dünnen Platten angeordnet sein kann.
  • Die vorstehend beschriebene Vorrichtung wird vorzugsweise um eine Achse 5o auf einem geeigneten Gestell 51 kippbar angeordnet und mittels einer Stütze 52 unter gewöhnlichen Umständen in der Arbeitsstellung gehalten, welche in Fig. 2 als »Stellung?,« bezeichnet ist. Die Stütze 52 kann _ in die in.Fig. 2 mit punktierten Linien angegebene Lage herabfallen gelassen werden, um den Apparat in die mit jeschliffen -punktierten Linien um seine Drehzapfen in die mit »Stellung icc bezeichnete Lage hinabschwenken zu können. Diese Stellung entspricht dem Beschicken der Vorrichtung, denn das zu behandelnde Material kann leicht durch das Rohr 2 in die Reaktionskammer eingebracl=t werden. In der als »Stellung 3<c bezeichneten Lage kann das Material leicht durch das Rohr 2 in ein Auffanggefäß 53 entleert werden.
  • Bei Ausführung des Verfahrens wird das Erz oder sonstige zu behandelnde Material zerkleinert und wird, während die Vorrichtung in der »Stellung i#c (Fig. 2) ist, 'durch das Rohr 2 in trockenem Zustande eingebracht, nachdem man vorher die Muffe 3 entfernt hat, um sie nach dem E=nbringen des Materials wieer aufzusetzen. Die Vorrichtung wird dann in die »Stellung 2cc oder Arbeitsstellung gebracht und das Rührwerk 27 mittels de@-Schnurscheibe 31 langsam gedreht. Ist der Behälter x gasdicht hergestellt, so werden dann alle Ventile geschlossen, und durch das Rohr 44 wird Stickstoff in den Raum zwischen dem Behälter und dem äußeren Gehäuse. eingeb:asen, bis der Druck gleich oder etwas höher ist als der Verfahrensdruck in der Reaktionskammer. Dieser Druck liegt nahe an io kg per Quadratzentimeter und hat den Zweck, dem Drucke in der Reaktionskammer das Gleichgewicht zu halten. Es ist übrigens selbstverständlich, daß, wenn der Behälter nicht gasdicht hergestellt ist, die unter Druck in den Behälter. i eingeführten gasförmigen Stoffe nicht nur en Druck im Behä ter, sondern auch den Drück im Raume zwischen dem Behälter und dem äußeren Gehäuse erhöhen müssen. Der Druck wird also innerhalb und außerhalb des Behälters der gleiche sein, und das Zuführen eines unter Druck stehenden Mittels durch das Rohr 44 fällt weg. Die gas. förmigen Reagenzien, wie z. B. schweflige Säure und Luft unter einem Druck von etwa 7 kg per Quadratzentimeter, werden dann durch das Ventil 36 einströmen gelassen, bis die Spannung in der Reaktionskammer 7 kg per Quadratzentimeter erreicht. Die chemische Reaktion beginnt sofort, und wenn die dadurch erzeugte Wärme nicht hinreicht, kann man einen elektrischen Strom durch die Spule 40 treten lassen, um den erforderlichen Wärmerad zu erreichen. Anderseits kann man, wenn die Temperatur die gewünschte Höhe übersteigt, Kühlwasser, Luft oder ein sonstiges Gas durch das Schlangenrohr 37 strömen lassen. Nach dem Beginn der 'chemischen Reaktion und Erreichung des gewünschten Wärmegrades wird das Entlastungsventil g teilweise geöffnet, so daß ein Teil des gasförmigen Inhaltes der Vorrichtung entweichen kann und fortwährend frische schweflige Säure und Druckluft von einer Spannung von 7 kg per Quadratzentimeter eingeführt werden kann, wozu das Rohr 34 mit einem Vorratsbehälter oder sonstigen Mittel zur beständigen Abgabe von . schwefliger Säure und Diuckluft von konstanter Spannung verbunden ist. Die den elektrischen Lichtbogen erzeugende Keize 46 wirkt als Katalysator, welcher die chemiscl'en Reaktionen befördert.
  • Von Zeit zu Zeit kann die Beschickung untersucht werden, indem man einen kleinen Teil derselben zwecks Analyse entleert. Das kann geschehen, indem man Ventil 36 schließt, den Druck in der Reaktionskammer mittels des Ventils g auf etwa o,7 kg per Quadratzentimeter herabmindert und das Ventil 32 öffnet, so daß ein kleiner Teil der Beschickung, während diese durch das langsam rotierende Rührwerk 27 über das offene Ende des Rohres 30 fallengelassen wird, durch dieses Rohr herausgeblasen wird. Ein anderer Vorgang besteht darin, den Druck in der Reaktionskammer herabzumindern und die Vorrichtung in die Stellung 3 zu schwenken, so daß ein Teil der ßüschickung in das Gefäß 53 entleert werden kann. Nach jedesmaliger Entnahme einer Probe wird der Druck wieder erhöht, der Gasstrom durch die Kammer wiederhergestellt und die Temperatur auf die erforderliche Höhe gebracht und in derselben erhalten. Nach Verlauf eines gewissen Zeitraumes ist eine verhältnismäßig große 'Menge Sulfat gebildet.
  • In manchen Fällen kann es wünschenswert sein, die Spannung in der Reaktionskammer abwechselnd herabzumindern und dann wieder auf die erforderliche Höhe zu bringen. Das kann geschehen, indem- man einfach den Druck auf atmosphärischen Druck sinken läßt und ihn dann wieder auf die wirksame Höhe bringt, oder indem man das Zweigrohr 6 mit einer Saugpumpe verbindet und durch Öffnen des Ventils 8 den Druck herabmindert, Der Vorgang hat den Zweck, zu ermöglichen, daß gewisse Bestandteile der Beschickung durch Erhitzen zerkleinert werden.
  • Die vorstehend beschriebene Vorrichtung hat sich für Arbeiten im Laboratorium sehr gut geeignet erwiesen, für gewerbliche Zwecke muß aber die Bauart vorzugsweise abgeändert i werden. Eine für gewerbliche Zwecke geeignete - Vorrichtung ist durch Fig. 3 dargestellt und besitzt ein äußeres Gehäuse A, welches dem äußeren Gehäuse io der vorstehend beschriebenen Vorrichtung entspricht und im- 1 stande sein muß, höherem als atmosphärischem inneren Drucke zu widerstehen. Bei der für gewerbliche Zwecke bestimmten Ausführungsform der Vorrichtung erhält der Behälter zur Aufnahme des Erzes oder sonstigen zu ver- i arbeitenden Materials die Form eines Ofenbehälters H, welcher auf geeignete Weise in das Außengehäuse A eingebaut ist. Im Behälter H sind übereinander eine Anzahl von Herden L angebracht, von welchen da-, Material durch die auf der Welle N sitzenden Rührarme M nach und nach auf den darunter befindlichen befördert wird. D: e Bauart des Ofens mit seinen Herden, Rührarmen und sonstigem Zubehör ist bekannter Art, so daß die Arbeitsweise des Ofens nicht eingehend beschrieben zu werden braucht. Besonders zu bemerken ist jedoch. daß die rotierende Welle N mittels einer Öffnung f mit einer Kammer E in Verbindung steht, welche unterhalb des Ofens durch die zwei Platten 0 und P gebildet wird. Unterhalb der Kammer E ist eine zweite Kammer F, in welche die gasförmigen Reagenzien, wie schweflige Säure und Luft, durch das mit einem Absperrventil Q versehene Rohr J eingeführt werden. Der Mechanismus zum Antreiben der Welle N ist in der Kammer F angeordnet und besteht aus einer Welle If, welche einen mit dem Konusrade y der Welle N in Eingriff stehenden konischen Trieb i trägt. Die in die Kammer F einströmenden gasförmigen Reagenzien kühlen also den Antriebsmechanismus. Aus der Kammer F treten die gasförmigen Reagenzien durch einen Stutzen k in ein Rohr e, welches sie durch ein Rohr o, o, o in die Kammer E leitet. . Aus der Kammer E gelangen die gasförmigen Reagenzien durch die Öffnung f in den Hohlraum der Welle N und werden durch die hohlen Rührarme auf die einzelnen Herde verteilt, um endlich durch den Auslaßstutzen R aus dem Ofen zu treten.
  • Beim Übertreten -aus der Kammer F in die Kammer E werden die gasförmigen Reagenzien erhitzt, indem sie durch ein in einen Behälter I eingeschlossenes Schlangen ohr G treten. Das heiße Material aus dem Ofen wird durch ein Rohr b in den Be: älter I entleert, in welchem es durch einige Zeit bleibt, so d2.ß es d*e durch ein Schlangenrohr G strömenden gasförmigen Reagenzien erhitzt. Nachdem die gasförmigen Reagenzien ihre Aufgabe, die auf den Ofenherden liegenden Erze oder sonstigen Materialien zu sulfatieren, erfüllt haben, strömen sie durch den Auslaßstutzen R direkt in den Oberteil D des Gehäuses A und gelangen von dort durch eine Öffnung S in eine Sammelkammer C, aus welcher sie durch ein Rohr g entweichen können,- wenn das Anzapfventil T geöffnet wird.
  • Das zu behandelnde Material kann auf irgendeine geeignete Art in die Vorrichtung eingebracht werden, z. B. durch Einsehütten in die Beschickungsöffnung U nach Abnahme der Kappe lt, wozu eine Einlaufrinne l vorgesehen ist. Das Material sammelt sich in der Sammelkammer C an und wird durch eine Öffnung ,a nach und nach in den Ofen befördert. Unter der Öffnung a ist nämlich eine Förderschnecke V, welche durch irgendeinen geeigneten Mechanismus, z. B. einSchraubenrad m' und eine endlose Schraube na, anget-ieben wird.
  • Das verarbeitete Material kann aus dein Behälter I durch ein Auslaßrohr c in ein Sammelgefäß d entleert werden, wobei man den Auslauf durch einen Drosselhahn W regelt.
  • Diese Ausführungsförm der Vorrichtung arbeitet wie folgt: Die Kappe 1a %wird abgenommen und zu sulfatierendes Erz oder sonstiges Material in den Sammelbehälter C eingebracht. Nun läßt man den Antriebsmechanismus angehen und erhitzt das Innere des Gehäuses A mittels der gewöhnlichen Mittel, wie Petroleumbrenner, Heißluftströme o. dgl. auf den erforderlichen Grad. Wenn man will, kann man zur Erhitzung des Ofens auch den in der Praxis üblichen Weg einschlagen das zu* behandelnde Material .mit Heizmaterial zu mengen. Nun tritt die Transportschnecke V in Tätigkeit, um das durch die Öffnung a ankommende Material je nach der Bewegungsrichtung der Schnecke nach rechts oder nach links herauszuschieben. Durch die Bewegung der Rührarme wird das Material von Herd zu Herd befördert, bis der ganze Ofen seine zu verarbeitende Beschickung enthält, was mit der Entleerung des Sammelbehälters C zeitlich zusammenfällt. Der Sammelbehälter C wird dann neuerlich mit Material gefüllt, und alle Öffnungen und Ventile des äußeren Gehäuses werden geschlo.sen, -worauf man durch das Rohr J die gasförmigen Reagenzien, wie schweflige Säure und Luft, oder auch andere Gase einst, ömen läßt. Der verhältnismäßig kühle Gasst om kühlt den Antriebsmechanismus in der Kammer F und fließt dann durch das Rohr c in die Kammer F und von dort durch die hohle Welle N und die Rührarme in die Kammer D, aus welcher sie durch die Öffnung S in die Sammelkammer C entwe:cl,en. Wenn im Gehäuse A der erforderliche Überdruck erreicl t ist, wird das Ventil T behufs Anzapfung teLwei<e geöffnet, und durch das Rohr J werden weiter die gasförmigen Reagenzien aus einem Sammelbehälter oder aus einer sonstigen die gasförmigen Reagenzien unter gleicl bleibendem Drucke abgebenden Quelle einströmen gelassen. Auf diese Art wird der Druck im Gehäuse unverändert gelassen, und die Behandlung des Materials auf den Herden wird unter Überdruck und bei beständiger Zufuhr von frischen gasförmigen Reagenzien vor sich gehen. Das in den Behälter I entleerte heiße Material dient zum Vorwärmen der das Schlangenrohr G durchströmenden gasförmigen Reagenzien, und auf ihrem Wege aus dem Ofen nach dem Ablaßrohre - bewirken die heißen Gase das Vorwärmen des im Sammelbehälter C befindlichen Erzes oder sonstigen Materials.
  • Mit geeigneten Zwischenpau<:en kann das behandelte Material cus dem Behälter I ent-Iee=t werden, wozu man-zuerst das Ventil Q schließt und das Anzapfventil T vollständig öffnet, so daß der Druck im Gehäuse auf atmosphärischen Druck sinkt und dann den Drosselhahn W öffnet, so daß das Material aus dem Behälter I in ein Sammelgefäß d fallen kann. Dann schließt man den Hahn W wieder, öffnet das Ventil Q und schließt das Anzapfventil T teilweise, um im Gehäuse wieder die Arbeitsspannung herzustellen, Der Sammelbehälter C kann neuerdings gefüllt werden, wozu man das Ventil Q schließt,. die Kappe h abnimmt und das zu behandelnde Material durch die Öffnung U einlaufen läßt. Dann setzt man die Kappe A wieder auf und öffnet das Ventil Q neuerdings, um den Arbeitsdruck wiederherzustellen.
  • Sollen verhältnismäßig große Röstherde in Anwendung kommen, so muß auch das Gehäuse A verhältnismäßig groß gemacht werden und kann dann nicht so hohen inneren Drücken widerstehen als bei der Anwendung kleinerer Röstherde. Ist es notwendig, größere Röstherde in Anwendung zu bringen, so erscheint es geraten, die ganze Vorrichtung einschließlich des äußeren Gehäuses A in eine unterirdische gasdichte Kammer einzubauen, welche geeignete Verbindungen mit der Erdoberfläche zum Einbringen der Beschickung und der gasförmigen Reagenzien und zum Ablassen der Gase und zum Entleeren des behandelten Materials besitzt. Der durch die Umfassungsmauern der Erdaushebung gebildete Hohlraum kann dann mit gespannten Gasen gefüllt werden, um einen Gegendruck für den im Innern des Gehäuses A herrschenden Druck zu schaffen. Auf diese Weise können ohne Gefährdung des Gehäuses A verhältnismäßig hohe Drücke in demselben in Anwendung kommen, wenn der von außen ausgeübte Druck dem im Innern herrschenden Druck wenigstens gleich ist.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß die Vorrichtung, ob sie nun für Laboratoriumszwecke oder für gewerbliche Verwendung gebaut wird, immer einen Behälter zur Aufnahme des zu behandelnden Materials, Mittel zum Durchmengen des Materials, ein einem Überdruck von gewisser Höhe Widerstand leistendes äußeres Gehäuse, Mittel zum Einbringen der gasförmigen Reagenzien in den Appar ät, ein Anzapfventil und Mittel zum Einbringen und Entleeren des Materials in sich begreift. Bei beiden Formen der Vorrichtung werden die gasförmigen Reagenzien zum Eintreten in den Behälter und zum Einwirken auf das zu' behandelnde Material veranlaßt und dann durch cin an der Vorrichtung angebrachtes Anzapfventil allmählich aus der-Nähe de.- zu behandelnden Materials entfernt, so daß das Material unter Überdruck behandelt wird und doch eine andauernde Zufuhr von frischen gasförrrigen Reagenzien stattfindet. Bei beiden Formen der Vorrichtung bildet das äußere Gehäuse einen starken,.hohen Drücken widerstehenden Mantel, welcher die Widerstandsfähigke_t des inneren Behälters entbehrlich macht: Beide Ausführungsformen des Apparates sind sehr leistungsfähig, besonders zum Sulfatieren von Erzen. Die zum Sulfatieren erforderliche -Zeit wird wesentlich verringert, und die erzielte Sulfatmenge ist, wenn man mit Apparaten der beschriebenen Einrichtung arbeitet, sehr groß.
  • Es ist selbstverständlich, daß die Einzelheiten der Bauart vielfach abgeändert werden können, ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu treten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Behandlung von Erzen und anderen Materialien unter Druck, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reaktionskammer, in 'welcher das zerkleinerte Material mit unter Druck stehenden gasförmigen Reagenzien zusammengebracht wird, von einem gegen starken inneren Druck widerstandsfähigen Gehäuse umschlossen ist, wobei die Reaktionskammer mit Einrichtungen zum Beschicken und Entleeren sowie zum Einlassen gasförmiger Reagenzien und mit einem Rührwerke versehen ist. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionskammer mit einem Anzapfventil versehen ist, durch welches man den gasförmigen Inhalt der Kammer allmählich entweichen lassen kann. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungs-und Entleerungseinrichtungen der Reaktionskammer die Wand des äußeren Gehäuses durchsetzen und mit Verschlüssen versehen sind, und daß auch die mit Absperrventilen versehenen Rohre zum Einlassen gespannter gasförmiger Reagenzien und zum allmählichen Ablassen des gasförmigen Reaktionskammerinhalts durch die Wand des äußeren Gehäuses treten. q.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung vorhanden ist, um den Raum zwischen der Reaktionskammer und dem äußeren Gehäuse mit Gas unter Überdruck zu füllen. . Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet. daß die Reaktionskammer mit Einrichtungen zum Erhitzen und zum Kühlen ihres Inhalts versehen ist. 6. Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß in der Reaktionskammer eine Einrichtung zur Erzeugung eines elektrischen Lichtbogens angebracht ist. 7. Vorrichtung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen der Reaktionskammer und dem äußeren Gehäuse mit Wärmeschutzmasse ausgefüllt ist. $. Vorrichtung nach Ansp:-uch 7, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Einlassen von Gas unter Überdruck in den mit Wärmeschutzmasse gefüllten Raum. g. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionskammer mit Leitungsrohren für Erhitzungs-und Kühlmittel bewickelt ist.
DE1920330745D 1915-05-27 1920-05-09 Vorrichtung zur Behandlung von Erzen und anderen Materialien unter Druck Expired DE330745C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US330745XA 1915-05-27 1915-05-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE330745C true DE330745C (de) 1920-12-24

Family

ID=21868420

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1920330745D Expired DE330745C (de) 1915-05-27 1920-05-09 Vorrichtung zur Behandlung von Erzen und anderen Materialien unter Druck

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE330745C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE330745C (de) Vorrichtung zur Behandlung von Erzen und anderen Materialien unter Druck
AT83166B (de) Vorrichtung zum Sulfatisieren von Erzen und anderen Materialien unter Druck.
DE664373C (de) Vorrichtung zur Entwicklung von Lichtpauspapieren mit einer Mischung von Ammoniakgas und Wasserdampf
DE69305993T2 (de) Verfahren zum brennen von gips und ofen zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE3447267C2 (de) Vorrichtung zum Erhitzen von Chargiergut
DE3204034C2 (de)
DE7011048U (de) Reaktionsgefaess zur reduktion von zu pellets geformtem eisenoxydpulver zu eisenpulver.
DE1946897A1 (de) Vertikaler Rohrofen fuer hohen Arbeitsdruck
DE677273C (de) Verfahren zum Betrieb eines Unterbrennerregenerativkoksofens
DE2015788A1 (en) Controlling oxygen top blowing processes in - steel smelting plant
DE299724C (de)
DE266863C (de)
DE666667C (de) Regenerator
DE2012854C2 (de) Ofen mit einer Vielzahl von Schmelztiegeln zur Behandlung von lockerem Granulat
DE583206C (de) Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle
DE4415902C1 (de) Verfahren zum Betreiben eines Glasschmelzofens und Glasschmelzofen zur Durchführung des Verfahrens
DE74500C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Carbonisiren von Wolle
DE416493C (de) Elektrischer Ofen fuer die Reaktion zwischen festen oder fluessigen Stoffen und Gas
DE214661C (de)
DE319046C (de) Ofen zur Erzeugung von Aluminiumnitrid
AT201865B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Blankglühen von Metallen, insbesondere von Fein- und Feinstdrähten
DE533711C (de) Waermeschuetzer fuer zahnaerztliche Vulkanisiervorrichtungen
DE482917C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff
DE353060C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Koks mittels eines abwaerts gerichteten Gasstromes
DE2950731C2 (de) Vorrichtung zum Reinigen eines Gases