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Vorrichtung zur Behandlung von Erzen und anderen Materialien unter
Druck. Die Erfindung betrifft die Vorrichtungen zum Sulfatisieren von Erzen und
ähnlichen Materialien und hat .den Zweck, eine Vorrichtung zu schaffen, .welche
zum trockenen Sulfatisieren unter höherem als atmosphärischem D -ucke besonders
geeignet ist.
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Zur Erre'chung die.,-es Zweckes wird der Erfindung gemäß ein Behälter
in Anwendung gebracht, welcher -als Reaktionskammer zur Aufnahme des zu behandelnden
Mate-ials dient. Der Bel-älter ist von einem äußeren Mantel oder Gehäuse umschlossen,
welches dem Überdruck zu widerstehen vermag und besitzt Einrichtungen zur Aufnahme
und Entleerung des zu behandelnden Materials sowie auch- Einrichtungen zum Einleiten
gasförmiger Reagenzien, wie scl wellige Säure und Dzuckluft, wobei im Behälter auch
eine Durchrrengvorrichtung vorhanden ist, um seinen Inhalt während tler Behandlung
mit den Reagenzien durchmengen zu können. Wenn der Behälter gasdicht hergestellt
ist, so wird der Mantel-. raum zwischen dem Behälter und dem äußeren Gehäuse vorzugsweise
mit Gas unter Überdruck gefüllt, so daß der im Innern des Behälters herrschende
Druck zum mindesten ausgeglichen wird, ist aber der Behälter nicht gasdicht hergestellt,
so wird natürlich das in den Behälter eingeführte, unter Überdruck stehende Mittel,
wie schweflige Säure und Preßluft, auch die Spannung im äußeren Gehäuse erhöhen,
und es wird daher der Druck auf die Außenfläche der Behälterwände ebenso groß sein
als der Druck auf ihre Innenfläche. Wenn der zum Hervorrufen der chemischen Reaktion
erforderliche Druck in der Vorrichtung e: reicht ist, kann man ein Entlastungsventil
teilweise öffnen, um einen Teil des gasförmigen Behälterinhalts austreten zu lassen
und dadurch &e Einführung frischer Reagenzien zu ermöglichen. In manchen Fällen
ist es wünscl.enswe -t, die Vorrichtung noch mit ande:em Zubehör zu versehen, welches
im nachstehenden beschrieben ist.
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In den Zeichnungen ist Fig. i ein lotrechter Schnitt eines für Laboratoriumszwecke
gebauten Bel alters samt den zugehörigen Teilen. Fig. 2 ist eine Seitenansicht der
durch Fig. x dargestellten Vorrichtung, welche mittels Drehzapfen auf einem Gestell
ruht, und Fig. 3 zeigt in lotrechtem Schnitt eine nach den gleichen P.inzipien wie
die Vorrichtungen Fig. i und 2 gebaute Vorrichtung für gewerbliche Verwendung.
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Aus Fig. z und 2 ist ersichtlich, daß in der für Laboratorium: zwecke
gebauten Vorrichtung e:n Behälter x angebracht -st, dessen Innenzaum eine Reaktionskammer
bildet, welche durch ein Rohr 2 zu beschi< ken und zu entleeren ist, wobei dieses
Rohr einen abnehmbaren Verschluß in der Form einer Muffe 3 .mit verglaster Schauöffnung
4 am
geschlossenen Ende besitzt. Mit dem Innern der Muffe 3 steht
ein aufrechtes Rohr 5 in Verbindung, von Welchem die mit Absperrventilen 8 und g
versehenen Zweigleitungen 6 und 7 abgehen.
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Der Behälter i ist von einem äußeren Gehäuse io umgeben, welches imstande
ist, verhältnismäßig hohen inneren Drücken zu widerstehen. Zu diesem Z@vecke besteht
das Gehäuse aus einer starken zylindrischen Wand ii, welche an einem Ende an eine
Abschlußplatte, 12 geschweißt ist und am anderen Ende eine . Verschlußplatte 13
besitzt, die mittels beide Platten 12. und 13 durchziehender Bolzen 15 auf
dem Rande 14 der zylindrischen Wand ii festgehalten wird. Der Behälter z besitzt
auch eine zylindrische Wand, welche an einem Ende an eine Abschlußplatte 23 geschweißt
ist und am anderen Ende du; ch eine Platte 24 verschlossen sein kann, welche auf
dem Rande 16 der zylindrischen Wand aufsitzt. Soll der Behälter i gasdicht gemacht
werden, so kann das diente Aufsitzen der Platte 24 auf dem Rande der zylindrischen
Wand durch eine Röhre 17 bewirkt werden, welche am Ende konisch ist und der ein
übereinstimmend geformter Sitz 18 auf der Platte 24 entspricht. Die Röhre 17 tritt
durch die Verschlußplatte 13 des äußeren Gel äuses-nach außen, wobei ihr Wideilager
durch Zugbolzen ig gebildet wird, welche in einen feststehenden Teil der Vorrichtung
geschraubt sind, z. B. in den Teil 2o, und mit einer Scheibe 2i zusammenwirken,
welche sich seitlich verstellt, wenn die Schraubenbolzen angezogen werden. Die Scheibe
21 liegt an einer Muffe aa an, welche mit der Röhre 17 fest verbunden ist, so daß
beim Anziehen der Bolzen ig die Scheibe 21 in der Längsrichtung auf die Röhre 17
drückt und dadurch die Platte 24 auf ihrem Sitz festhält. Eine zweite Röhre 25 ist
an die Verschlußplatte 23 des Behälters befestigt und tritt durch die Verschlußplatte
12 des äußeren Gehäuses nach außen durch. Durch die Röhre 25 kann ein Pyrometer
26 eingesetzt werden, um die Temperatur in der Reaktionskammer zu messen.
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Im Behälter i ist 'ein drehbares Rührschaufelsystem 27 angebracht,
welchem, wie bei 28 ersichtlich, das Innenende des rohrförmigen Pyrometers 26 als
Drehzapfen dient. Das andere Ende des Rührschaufelsystems ist bei 29 an das Ende
eines Rohres 3o befestigt, welches durch die Röhre 17 hindurchreicht und eine Schnurscheibe
31 trät t. Der Kanal des Rohres 3o wird durch ein Ventil 32 geschlossen oder geöffnet.
Das Rohf 30 paßt lose in die Röhre 17, so daß zwischen der Innenfläche der
Röhre 17 und der Außenfläche des Rohres 3o ein Spielraum besteht. Dieser
Spielraum wird zum Zuführen der gasförmigen Reagenzien verwertet, welche in die
Röhre 17 durch das aufrechte Rohr 33 eingelassen werden, von welchem ein Rohr 34
mit Verschlußventil 36 abzweigt, und welches ein Cber- und Unterdruckmanometer 35
trägt.
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Zur Abkühlung des Reaktionsbehälters, wenn er zu heiß wird, ist er
von einer Rohrschlange 37 umgeben, deren Enden 38 du--ch die Auslaßbüchse
39 nach oben he.-ausreichen. Ist die Temperatur des Behälters nicht genügend
hoch, so kann er durch eine ElektrizitätsleitungssPule 4o erhitzt werden, welche
die Windungen der Kühlschlange 37 umgibt, und deren Polenden 41 auch durch d=e Auslaßbüchse
39 nach oben hinausreichen. Wird in der Raktionskammer eine gewisse Menge
Dampf gewünscht, so kann er durch eine Rohrleitung 42 einströmen gelassen werden,
welche mehrmals um das Ende des Behälters i gewunden ist und durch die Öffnung 43
mit dem Innenraume desselben in Verbindung steht. Was; er, welches man durch das
Rohr 42 einführt, wird durch Herumströmen um den Behälter in Dampf verwandelt, welcher
dann durch die Öffnung 43 in den Behälter i tritt. Eine Rohrleitung 44, -welche
durch die Ausl:ißbüchse 39 nach oben austritt .und mit dem Raume zwischen
dem Behälter i und dem äußeren Gehäuse ii in Ve@Undung steht, dient zum Einlassen
eines unter Druck stehenden Gases, z. B. Stickstoff, wenn ein- gasdichter Behälter
gewünscht wurde und in das äußere Gehäuse ii ein Gas unter Druck eingeleitet werden
soll, um dem Drucke im Behälter das Gleichgewicht zu halten. Die Enden aller Rohrleitungen
und auch die Enden des Drahtes der Spule 40 sollen den Deckel 45 der Auslaßbüchse
39 gasdicht durchziehen.
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Um die Reaktion zu verstärken, kann eine einen elektrischen Lichtbogen
erzeugende Kerze 46 in eine. Wand des Behälters i eingesetzt sein, wobei durch die
Leiter 47 und 48 Strom zugeführt wird.
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Wenn man will, kann man den Raum zwischen dem Behälter i und dem äußeren
Gehäuse mit Wärmeisolierungsmaterial ausfüllen, wie z. B. mit Asbest, was bei q9
angedeutet ist, und welches auf Wunsch, wie aus Fig. i ersichtlich, in dünnen Platten
angeordnet sein kann.
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Die vorstehend beschriebene Vorrichtung wird vorzugsweise um eine
Achse 5o auf einem geeigneten Gestell 51 kippbar angeordnet und mittels einer Stütze
52 unter gewöhnlichen Umständen in der Arbeitsstellung gehalten, welche in Fig.
2 als »Stellung?,« bezeichnet ist. Die Stütze 52 kann _ in die in.Fig. 2 mit punktierten
Linien angegebene Lage herabfallen gelassen werden, um den Apparat in die
mit jeschliffen -punktierten
Linien um seine Drehzapfen in die mit
»Stellung icc bezeichnete Lage hinabschwenken zu können. Diese Stellung entspricht
dem Beschicken der Vorrichtung, denn das zu behandelnde Material kann leicht durch
das Rohr 2 in die Reaktionskammer eingebracl=t werden. In der als »Stellung 3<c
bezeichneten Lage kann das Material leicht durch das Rohr 2 in ein Auffanggefäß
53 entleert werden.
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Bei Ausführung des Verfahrens wird das Erz oder sonstige zu behandelnde
Material zerkleinert und wird, während die Vorrichtung in der »Stellung i#c (Fig.
2) ist, 'durch das Rohr 2 in trockenem Zustande eingebracht, nachdem man vorher
die Muffe 3 entfernt hat, um sie nach dem E=nbringen des Materials wieer aufzusetzen.
Die Vorrichtung wird dann in die »Stellung 2cc oder Arbeitsstellung gebracht und
das Rührwerk 27 mittels de@-Schnurscheibe 31 langsam gedreht. Ist der Behälter x
gasdicht hergestellt, so werden dann alle Ventile geschlossen, und durch das Rohr
44 wird Stickstoff in den Raum zwischen dem Behälter und dem äußeren Gehäuse. eingeb:asen,
bis der Druck gleich oder etwas höher ist als der Verfahrensdruck in der Reaktionskammer.
Dieser Druck liegt nahe an io kg per Quadratzentimeter und hat den Zweck, dem Drucke
in der Reaktionskammer das Gleichgewicht zu halten. Es ist übrigens selbstverständlich,
daß, wenn der Behälter nicht gasdicht hergestellt ist, die unter Druck in den Behälter.
i eingeführten gasförmigen Stoffe nicht nur en Druck im Behä ter, sondern auch den
Drück im Raume zwischen dem Behälter und dem äußeren Gehäuse erhöhen müssen. Der
Druck wird also innerhalb und außerhalb des Behälters der gleiche sein, und das
Zuführen eines unter Druck stehenden Mittels durch das Rohr 44 fällt weg. Die gas.
förmigen Reagenzien, wie z. B. schweflige Säure und Luft unter einem Druck von etwa
7 kg per Quadratzentimeter, werden dann durch das Ventil 36 einströmen gelassen,
bis die Spannung in der Reaktionskammer 7 kg per Quadratzentimeter erreicht. Die
chemische Reaktion beginnt sofort, und wenn die dadurch erzeugte Wärme nicht hinreicht,
kann man einen elektrischen Strom durch die Spule 40 treten lassen, um den erforderlichen
Wärmerad zu erreichen. Anderseits kann man, wenn die Temperatur die gewünschte Höhe
übersteigt, Kühlwasser, Luft oder ein sonstiges Gas durch das Schlangenrohr 37 strömen
lassen. Nach dem Beginn der 'chemischen Reaktion und Erreichung des gewünschten
Wärmegrades wird das Entlastungsventil g teilweise geöffnet, so daß ein Teil des
gasförmigen Inhaltes der Vorrichtung entweichen kann und fortwährend frische schweflige
Säure und Druckluft von einer Spannung von 7 kg per Quadratzentimeter eingeführt
werden kann, wozu das Rohr 34 mit einem Vorratsbehälter oder sonstigen Mittel zur
beständigen Abgabe von . schwefliger Säure und Diuckluft von konstanter Spannung
verbunden ist. Die den elektrischen Lichtbogen erzeugende Keize 46 wirkt als Katalysator,
welcher die chemiscl'en Reaktionen befördert.
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Von Zeit zu Zeit kann die Beschickung untersucht werden, indem man
einen kleinen Teil derselben zwecks Analyse entleert. Das kann geschehen, indem
man Ventil 36 schließt, den Druck in der Reaktionskammer mittels des Ventils g auf
etwa o,7 kg per Quadratzentimeter herabmindert und das Ventil 32 öffnet, so daß
ein kleiner Teil der Beschickung, während diese durch das langsam rotierende Rührwerk
27 über das offene Ende des Rohres 30 fallengelassen wird, durch dieses Rohr
herausgeblasen wird. Ein anderer Vorgang besteht darin, den Druck in der Reaktionskammer
herabzumindern und die Vorrichtung in die Stellung 3 zu schwenken, so daß ein Teil
der ßüschickung in das Gefäß 53 entleert werden kann. Nach jedesmaliger Entnahme
einer Probe wird der Druck wieder erhöht, der Gasstrom durch die Kammer wiederhergestellt
und die Temperatur auf die erforderliche Höhe gebracht und in derselben erhalten.
Nach Verlauf eines gewissen Zeitraumes ist eine verhältnismäßig große 'Menge Sulfat
gebildet.
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In manchen Fällen kann es wünschenswert sein, die Spannung in der
Reaktionskammer abwechselnd herabzumindern und dann wieder auf die erforderliche
Höhe zu bringen. Das kann geschehen, indem- man einfach den Druck auf atmosphärischen
Druck sinken läßt und ihn dann wieder auf die wirksame Höhe bringt, oder indem man
das Zweigrohr 6 mit einer Saugpumpe verbindet und durch Öffnen des Ventils 8 den
Druck herabmindert, Der Vorgang hat den Zweck, zu ermöglichen, daß gewisse Bestandteile
der Beschickung durch Erhitzen zerkleinert werden.
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Die vorstehend beschriebene Vorrichtung hat sich für Arbeiten im Laboratorium
sehr gut geeignet erwiesen, für gewerbliche Zwecke muß aber die Bauart vorzugsweise
abgeändert i werden. Eine für gewerbliche Zwecke geeignete - Vorrichtung ist durch
Fig. 3 dargestellt und besitzt ein äußeres Gehäuse A, welches dem äußeren Gehäuse
io der vorstehend beschriebenen Vorrichtung entspricht und im- 1 stande sein muß,
höherem als atmosphärischem inneren Drucke zu widerstehen. Bei der für gewerbliche
Zwecke bestimmten Ausführungsform der Vorrichtung erhält der Behälter zur Aufnahme
des Erzes oder sonstigen zu ver- i arbeitenden Materials die Form eines Ofenbehälters
H, welcher auf geeignete Weise in
das Außengehäuse A eingebaut ist.
Im Behälter H sind übereinander eine Anzahl von Herden L angebracht, von welchen
da-, Material durch die auf der Welle N sitzenden Rührarme M nach und nach auf den
darunter befindlichen befördert wird. D: e Bauart des Ofens mit seinen Herden, Rührarmen
und sonstigem Zubehör ist bekannter Art, so daß die Arbeitsweise des Ofens nicht
eingehend beschrieben zu werden braucht. Besonders zu bemerken ist jedoch. daß die
rotierende Welle N mittels einer Öffnung f
mit einer Kammer E in Verbindung
steht, welche unterhalb des Ofens durch die zwei Platten 0 und P gebildet wird.
Unterhalb der Kammer E ist eine zweite Kammer F, in welche die gasförmigen Reagenzien,
wie schweflige Säure und Luft, durch das mit einem Absperrventil Q versehene
Rohr J eingeführt werden. Der Mechanismus zum Antreiben der Welle N ist in
der Kammer F angeordnet und besteht aus einer Welle If, welche einen mit dem Konusrade
y der Welle N in Eingriff stehenden konischen Trieb i trägt. Die in
die Kammer F einströmenden gasförmigen Reagenzien kühlen also den Antriebsmechanismus.
Aus der Kammer F treten die gasförmigen Reagenzien durch einen Stutzen k in ein
Rohr e, welches sie durch ein Rohr o, o, o in
die Kammer E leitet.
. Aus der Kammer E gelangen die gasförmigen Reagenzien durch die Öffnung f in den
Hohlraum der Welle N
und werden durch die hohlen Rührarme auf die einzelnen
Herde verteilt, um endlich durch den Auslaßstutzen R aus dem Ofen zu treten.
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Beim Übertreten -aus der Kammer F in die Kammer E werden die gasförmigen
Reagenzien erhitzt, indem sie durch ein in einen Behälter I eingeschlossenes Schlangen
ohr G treten. Das heiße Material aus dem Ofen wird durch ein Rohr b in den
Be: älter I entleert, in welchem es durch einige Zeit bleibt, so d2.ß es
d*e durch ein Schlangenrohr G strömenden gasförmigen Reagenzien erhitzt. Nachdem
die gasförmigen Reagenzien ihre Aufgabe, die auf den Ofenherden liegenden Erze oder
sonstigen Materialien zu sulfatieren, erfüllt haben, strömen sie durch den Auslaßstutzen
R direkt in den Oberteil D des Gehäuses A und gelangen von dort durch eine Öffnung
S in eine Sammelkammer C, aus welcher sie durch ein Rohr g entweichen können,- wenn
das Anzapfventil T geöffnet wird.
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Das zu behandelnde Material kann auf irgendeine geeignete Art in die
Vorrichtung eingebracht werden, z. B. durch Einsehütten in die Beschickungsöffnung
U nach Abnahme der Kappe lt, wozu eine Einlaufrinne l vorgesehen ist. Das
Material sammelt sich in der Sammelkammer C an und wird durch eine Öffnung ,a nach
und nach in den Ofen befördert. Unter der Öffnung a ist nämlich eine Förderschnecke
V, welche durch irgendeinen geeigneten Mechanismus, z. B. einSchraubenrad
m' und eine endlose Schraube na, anget-ieben wird.
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Das verarbeitete Material kann aus dein Behälter I durch ein Auslaßrohr
c in ein Sammelgefäß d entleert werden, wobei man den Auslauf durch einen Drosselhahn
W regelt.
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Diese Ausführungsförm der Vorrichtung arbeitet wie folgt: Die Kappe
1a %wird abgenommen und zu sulfatierendes Erz oder sonstiges Material in den Sammelbehälter
C eingebracht. Nun läßt man den Antriebsmechanismus angehen und erhitzt das Innere
des Gehäuses A mittels der gewöhnlichen Mittel, wie Petroleumbrenner, Heißluftströme
o. dgl. auf den erforderlichen Grad. Wenn man will, kann man zur Erhitzung des Ofens
auch den in der Praxis üblichen Weg einschlagen das zu* behandelnde Material .mit
Heizmaterial zu mengen. Nun tritt die Transportschnecke V in Tätigkeit, um das durch
die Öffnung a ankommende Material je nach der Bewegungsrichtung der Schnecke nach
rechts oder nach links herauszuschieben. Durch die Bewegung der Rührarme wird das
Material von Herd zu Herd befördert, bis der ganze Ofen seine zu verarbeitende Beschickung
enthält, was mit der Entleerung des Sammelbehälters C zeitlich zusammenfällt. Der
Sammelbehälter C wird dann neuerlich mit Material gefüllt, und alle Öffnungen und
Ventile des äußeren Gehäuses werden geschlo.sen, -worauf man durch das Rohr J die
gasförmigen Reagenzien, wie schweflige Säure und Luft, oder auch andere Gase einst,
ömen läßt. Der verhältnismäßig kühle Gasst om kühlt den Antriebsmechanismus in der
Kammer F und fließt dann durch das Rohr c in die Kammer F und von dort durch die
hohle Welle N und die Rührarme in die Kammer D, aus welcher sie durch die Öffnung
S in die Sammelkammer C entwe:cl,en. Wenn im Gehäuse A der erforderliche Überdruck
erreicl t ist, wird das Ventil T behufs Anzapfung teLwei<e geöffnet, und durch
das Rohr J werden weiter die gasförmigen Reagenzien aus einem Sammelbehälter oder
aus einer sonstigen die gasförmigen Reagenzien unter gleicl bleibendem Drucke abgebenden
Quelle einströmen gelassen. Auf diese Art wird der Druck im Gehäuse unverändert
gelassen, und die Behandlung des Materials auf den Herden wird unter Überdruck und
bei beständiger Zufuhr von frischen gasförmigen Reagenzien vor sich gehen. Das in
den Behälter I entleerte heiße Material dient zum Vorwärmen der das Schlangenrohr
G durchströmenden gasförmigen Reagenzien, und auf ihrem Wege aus dem Ofen nach dem
Ablaßrohre - bewirken die heißen Gase das
Vorwärmen des im Sammelbehälter
C befindlichen Erzes oder sonstigen Materials.
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Mit geeigneten Zwischenpau<:en kann das behandelte Material cus
dem Behälter I ent-Iee=t werden, wozu man-zuerst das Ventil Q schließt und das Anzapfventil
T vollständig öffnet, so daß der Druck im Gehäuse auf atmosphärischen Druck sinkt
und dann den Drosselhahn W öffnet, so daß das Material aus dem Behälter
I in ein Sammelgefäß d
fallen kann. Dann schließt man den Hahn W wieder,
öffnet das Ventil Q und schließt das Anzapfventil T teilweise, um im Gehäuse wieder
die Arbeitsspannung herzustellen, Der Sammelbehälter C kann neuerdings gefüllt werden,
wozu man das Ventil Q schließt,. die Kappe h abnimmt und das zu behandelnde Material
durch die Öffnung U einlaufen läßt. Dann setzt man die Kappe A wieder auf
und öffnet das Ventil Q neuerdings, um den Arbeitsdruck wiederherzustellen.
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Sollen verhältnismäßig große Röstherde in Anwendung kommen, so muß
auch das Gehäuse A verhältnismäßig groß gemacht werden und kann dann nicht so hohen
inneren Drücken widerstehen als bei der Anwendung kleinerer Röstherde. Ist es notwendig,
größere Röstherde in Anwendung zu bringen, so erscheint es geraten, die ganze Vorrichtung
einschließlich des äußeren Gehäuses A in eine unterirdische gasdichte Kammer einzubauen,
welche geeignete Verbindungen mit der Erdoberfläche zum Einbringen der Beschickung
und der gasförmigen Reagenzien und zum Ablassen der Gase und zum Entleeren des behandelten
Materials besitzt. Der durch die Umfassungsmauern der Erdaushebung gebildete Hohlraum
kann dann mit gespannten Gasen gefüllt werden, um einen Gegendruck für den im Innern
des Gehäuses A herrschenden Druck zu schaffen. Auf diese Weise können ohne Gefährdung
des Gehäuses A verhältnismäßig hohe Drücke in demselben in Anwendung kommen, wenn
der von außen ausgeübte Druck dem im Innern herrschenden Druck wenigstens gleich
ist.
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Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß die Vorrichtung,
ob sie nun für Laboratoriumszwecke oder für gewerbliche Verwendung gebaut wird,
immer einen Behälter zur Aufnahme des zu behandelnden Materials, Mittel zum Durchmengen
des Materials, ein einem Überdruck von gewisser Höhe Widerstand leistendes äußeres
Gehäuse, Mittel zum Einbringen der gasförmigen Reagenzien in den Appar ät, ein Anzapfventil
und Mittel zum Einbringen und Entleeren des Materials in sich begreift. Bei beiden
Formen der Vorrichtung werden die gasförmigen Reagenzien zum Eintreten in den Behälter
und zum Einwirken auf das zu' behandelnde Material veranlaßt und dann durch cin
an der Vorrichtung angebrachtes Anzapfventil allmählich aus der-Nähe de.-
zu behandelnden Materials entfernt, so daß das Material unter Überdruck behandelt
wird und doch eine andauernde Zufuhr von frischen gasförrrigen Reagenzien stattfindet.
Bei beiden Formen der Vorrichtung bildet das äußere Gehäuse einen starken,.hohen
Drücken widerstehenden Mantel, welcher die Widerstandsfähigke_t des inneren Behälters
entbehrlich macht: Beide Ausführungsformen des Apparates sind sehr leistungsfähig,
besonders zum Sulfatieren von Erzen. Die zum Sulfatieren erforderliche -Zeit wird
wesentlich verringert, und die erzielte Sulfatmenge ist, wenn man mit Apparaten
der beschriebenen Einrichtung arbeitet, sehr groß.
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Es ist selbstverständlich, daß die Einzelheiten der Bauart vielfach
abgeändert werden können, ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu treten.