DE583206C - Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle

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DE583206C
DE583206C DEH122267D DEH0122267D DE583206C DE 583206 C DE583206 C DE 583206C DE H122267 D DEH122267 D DE H122267D DE H0122267 D DEH0122267 D DE H0122267D DE 583206 C DE583206 C DE 583206C
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heating
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DEH122267D
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Evonik Operations GmbH
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Degussa GmbH
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/336Preparation characterised by gaseous activating agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle Durch das Patent 568 400 ist ein Verfahren zur Aktivierung von kohlenstoffhaltigem Material geschützt, bei dem dieses in dünner Schicht ausgebreitet der direkten Einwirkung von Aktivierungsgasen und der mittelbaren Einwirkung von Heizgasen ausgesetzt 'wird. Bei der Ausführung des Verfahrens im technischen Maßstabe hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, solche Aktivierungsapparate zu verwenden, bei welchen das zu aktivierende Material im wesentlichen in dünner waagerechter Schicht angeordnet ist. Es hat sich weiter als vorteilhaft erwiesen, die Durchmischung des zu aktivierenden Gutes gemäß Anspruch z jenes Patents nicht oder nicht ausschließlich durch eine sich im Gute bewegende Rührvorrichtung zu bewerkstelligen, sondern durch eine Bewegung der die Aktivierungsschicht tragenden feuerfesten Unterlage gegen das relativ in Ruhe befindliche Aktivierungsgut. Gemäß vorliegendem Verfahren eignen sich hierzu Kreis- oder Vieleckzylinder mit waagerecht gelagerter Achse, wobei dann die erwähnte Durchmischung des Gutes durch ein langsames Hinundherschwingen dieser Gefäße oder auch durch eine langsame Rotation erzielt werden kann. Zur Verstärkung der Rührwirkung lassen sich dann noch in das Innere solcher zylindrischer Gefäße feststehende, d. h. die augenblickliche Bewegung des Zylinders nicht mitmachende oder im Gegensinne bewegte Rührvorrichtungen anbringen.
  • Um die Aktivierungsgase von unten her in die Schicht des zu aktivierenden Materials einzuführen, kann man entweder das feuerfeste Innenfutter des Zylinders mit entsprechenden Hohlräumen ausstatten oder aber man kann irgendwelche Rohre auf oder in dem Innenmantel des Zylinders anordnen. Als einfachste Verteilungsorgane erweisen sich Rohre, die, von einer gemeinsamen axialen Einführung aus sich verzweigend, parallel der Zylinderachse in oder auf der Innenfläche des Zylinders angeordnet sind und mit entsprechenden Öffnungen zum. Austritt der Aktivierungsgase versehen sind, wobei die Austrittsöffnungen so angeordnet sind, daß das Gas von unten her in das Aktivierungsgut eintritt, während gleichzeitig durch die Ausgestaltung der Öffnungen der Verstopfung derselben durch Kohleteilchen vorgebeugt wird. Der Einbau in das feuerfeste Futter des Zylinders schützt diese Verteilungsorgane gegen die Einwirkung allzu hoher Temperaturen. Die Anordnung auf der Zylinderinnenfläche, frei beweglich gegen diese, ermöglicht die gleichzeitige Ausbildung der Verteilungsorgane in Form von Rechen o. cl-I., um die Durchmischung des Aktivierungsgutes zu unterstützen. NIan ist bei dieser Anordnung auf die Kühlung durch den Strom der Aktivierungsgase angewiesen, um eine allzu rasche Zerstörung der Verteilungsorgane durch die Hitze Hintanzuhalten.
  • Die Heizgase werden zweckmäßig durch eine oder mehrere Öffnungen in einer Stirnwand des Zylinders eingeführt. Man kann dabei diese Öffnungen im Innenfutter der Stirnwand zugleich als Brenner ausbilden. Man kann auch einen Teil der Heizgase zusammen mit der nötigen Verbrennungsluft, zweckmäßig jedoch in getrennten Leitungen, weiter in dasOfeninnere führen undMischung und -Verbrennung erst innerhalb des Ofeninnern, zweckmäßig in der Nähe der Ofenachse, vornehmen. Letztere Anordnung empfiehlt sich dann, wenn dieLängsabmessung des Innenraumes so groß ist, daß die Heizung von einer Stirnfläche her für eine gleichmäßige Erhitzung nicht mehr ausreicht. Die Brenneröffnungen oder sonstige Öffnungen für die Zuführung von Heizgasen sind auf alle Fälle so anzuordnen, daß der Strom der Heizgase bzw. die Heizflammen sich nur oberhalb der Schicht des zu aktivierenden Materials entwickeln können. Die Entfernung der Abgase erfolgt zweckmäßig durch die gegenüberliegende Stirnwand des Zylinders, wobei sich ihnen die verbrauchten Aktiv ierungsgase beimischen. Die Wärme der Abgase kann mit Hilfe bekannter technischer Vorrichtungen zur Vorwärmung der Aktiv ierungs- und Heizgase, zur Erzeugung von Dampf oder zu ähnlichen Zwecken ausgenutzt werden.
  • Beim Betrieb der Anordnung gemäß vorliegender Erfindung ist es zweckmäßig, die mit dem Zylindermantel oder gegen denselben umlaufenden Verteilungsorgane für die Aktivierungsgase möglichst nur so lange zu betätigen, als sie sich unterhalb der Schicht des zu aktivierenden Materials befinden. Dies kann durch einfache mechanische Auslösung von Federventilen oder ähnliche Vorrichtungen leicht erreicht werden. Ferner kann man mit Hilfe solcher mechanisch betätigter Ventile die Verteilungsorgane, z. B. in dem Augenblick, wenn sie bei der Rotation des Zylinders den höchsten Punkt erreicht haben, mit einem kurzen Stoß von Aktivierungsgas ausblasen.
  • Es hat sich ferner als notwendig erwiesen, die Drehgeschwindigkeit der Trommel und die Geschwindigkeiten der Aktivierungs- und der Heizgase so weit herabzumindern, daß die Aktivierungsschicht relativ ruht. Eine Aufwirbelung des Materials bringt keinerlei Vorteile mit sich. Sie schließt vielmehr die weitere Gefahr in sich, daß leichtere Teilchen, insbesondere bei fortgeschrittenem Aktivierungszustand, durch das Abgas davongetragen werden und unter Umständen bei Sauerstoffüberschuß durch diesen vollständig verbrannt werden. Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, um bei der Durchmischung des Gutes durch Bewegen des Zylinders die an sich unerwünschte Mahlwirkung so -weit wie nur möglich herabzumindern, den Innenquerschnitt kreisrund und von entsprechend großem Radius zu gestalten, doch können auch Zylinder von vieleckigem Innenquerschnitt verwendet werden.
  • In Abb. i ist eine Vorrichtung dargestellt, wie sie gemäß den vorangehend entwickelten Gesichtspunkten für eine zweckmäßige technische Durchführung des Verfahrens beispielsweise möglich ist. Im Hinblick auf die Erzeugung größerer Mengen ist eine Trommel von beträchtlicher Längsabmessung vorgesehen, die dementsprechend mit einer Heizvorrichtung längs der Trommelachse ausgerüstet ist. Die Trommel i kann beispielsweise aus Eisenblech hergestellt und mit feuerfestem Material ausgefüttert werden. Sie ruht auf zwei Paaren von Reibrädern z; mit Hilfe dieser und einer Antriebsscheibe 3 wird sie in eine hin und her gehende oder langsam rotierende Bewegung versetzt. Die verschraubbare Öffnung 4 der Trommel dient als Füllöffnung und kann bei vollständiger Umkehrung der Trommel zum Entleeren des fertig aktivierten Materials benutzt werden. Das Heizgas wird ih Form von Preßgas durch die Leitung 5 eingeführt. An den einzelnen Brennetöffnungen strömt es durch Düsen aus und reißt aus der die Düsen umgebenden Rohrleitung 6 die zur Verbrennung nötige Luft mit sich. Es sind sowohl Brenner 7@ in der einen Stirnwand der Troriimel wie eine Anzahl von Brennern 8 längs der Trommelachse vorgesehen. Die aktivierenden Gase treten durch ein Rohr 9 ein, das durch entsprechende Verzweigung in mehrere Rohre io aufgelöst wird, die nach unten gerichtete Öffnungen aufweisen, während sienach oben hin mit einer rechenartigen Vorrichtung zur Durchmischung des zu aktivierenden Gutes i i versehen sind. Die abziehenden Heizgase treten zusammen mit dem verbrauchten Aktivierungsgas bei 12 heraus und verlassen durch eine Vorkammer und das Rohr 13 die Trommel. Man kann bereits diese Vorkammer so ausbilden, daß dort die austretenden aktivierenden Gase einer Vorwärmung unterworfen werden. Man kann ferner die Wärme des noch heißen Abgases beliebig, z. B. zur Dampferzeugung, ausnutzen.
  • In der Ausführung gemäß Abb. i ist die ganze Vorrichtung 5 bis io feststehend, während die Trommel mit Hilfe der beschriebenen Antriebsvorrichtung beweglich angeordnet ist.
  • Die Aktivierung in der vorstehend beschriebenen Vorrichtung vollzieht sich beispielsweise folgendermaßen: Die Trommel wird mit Hilfe der Heizvorrichtung auf etwa 8oo bis 85o° aufgeheizt. Durch die Füllöffnung 4 werden, nachdem die Trommel diese Temperatur erreicht hat, Zoo kg Buchenholzkohlengrieß von 5 bis io mm Korngröße eingefüllt, die Heizung verstärkt und das aktivierende Gas, beispielsweise das hochkohlensäurehaltige Gas aus der Holzverkohlung, eingeleitet, und zwar in einer Menge von etwa i5o cbm stündlich. Die Heizung muß bei Beginn des Aktivierungsprozesses noch verstärkt werden. In dem Maße, wie der Kohlengrieß die Ofentemperatur erreicht, die zweckmäßig bei goo bis 95o° zu halten ist, wird die Heizwirkung durch den Abbrand flüchtiger Bestandteile aus dem Holzkohlengrieß wirksam unterstützt. Je nach der gewünschten Oualität der aktiven Kohle wird die Aktiv ierungsdauer auf 40 Minuten bis 2 Stunden bemessen. Man erhält dementsprechend Ausbeuten von 55 bis 30 °/o des eingesetzten Materials an aktiver Kohle, die namentlich bei einer Aktivierungsdauer von über i Stunde eine vorzügliche Aktivität für die verschiedensten Verwendungszwecke aufweist.
  • In Abb. 2 ist die in der Beschreibung bereits erwähnte Variante der Dampfeinführung dargestellt, bei der sich das Einführungsrohr für die aktivierenden Gase mit der Ofentrommel zusammen dreht. Das Rohr 9 verzweigt sich in eine Anzahl von Rohren 1q:, die in das Innenfutter der Trommel eingebaut sind. Dieses erhält eine Anzahl Bohrungen, die den Öffnungen der verteilenden Rohre 14 entsprechen, so daß die aktivierenden Gase von unten her in die auf dem Innenfutter ruhende Schicht des aktivierenden Materials eintreten können. Rings am Umfang der Trommel sind die Ventile 15 angeordnet, die es gestatten, diejenigen der Rohre 14 zu betätigen, die sich gerade unterhalb der Schicht des zu aktivierenden Materials befinden. Auf die mechanische Ausgestaltung der Betätigung dieser Ventile wurde bereits in der Beschreibung hingewiesen.
  • Nach dem englischen Patent 267 241 ist es bereits bekannt, zur Aktivierung von Kohle Drehtrommeln zu verwenden, bei denen die Aktivierungsgase von unten her durch das zu aktivierende Material hindurchtreten. Es ist aus dieser Patentschrift jedoch keineswegs zu entnehmen, daß Vorrichtungen verwendet werden sollen, bei welchen die Zuführung der Aktivierungsgase getrennt von der der Heizgase bewirkt wird. Auch wird in dem älteren Verfahren die Aktivierung durch elektrische Beheizung bewirkt, während die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung das Arbeiten mit der wesentlich wohlfeileren Gasheizung gestattet. Weiterhin sind Vorrichtungen bekannt (vgl. A. P. 1 692 745), nach welchen die Heizgase, ähnlich wie bei der Vorrichtung gemäß vorliegendem Verfahren, über das zu aktivierende Material hinweggeleitet werden; während jedoch die neue Vorrichtung gestattet, die Heiz- und Aktivierungsgase getrennt zuzuführen, müssen bei dem älteren Verfahren beide Gase gemischt an das Aktivierungsgut gebracht werden oder aber die Aktivierung muß ausschließlich durch Hitze bewirkt werden. In beiden Fällen hat man die Nachteile größerer Aktivierungsdauer, größeren Abbrandes und geringerer Aktivität der erzielbarenProdukte.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zur Herstellung hochaktiver Kohle nach Patent 568 400, bestehend aus einer um die waagerechte Achse sich langsam drehenden oder wiegenden Trommel, in deren Innenraum die Zuleitungen für die Heizgase oberhalb der Schicht des zu aktivierenden Materials angeordnet sind, z. B. zweckmäßig als Brenner ausgebildete Öffnungen auf der einen Stirnseite der Trommel, durch welche die Heizgase zugeführt werden, und durch eine oder mehrere Öffnungen auf der anderen Stirnseite der Trommel, durch welche die Heizgase und die verbrauchten Aktivierungsgase abgeleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitungen für die Aktivierungsgase so angeordnet sind, daß diese unterhalb der Schicht des zu aktivierenden Materials in die Trommel eintreten.
  2. 2. Abänderung der Heizvorrichtung nach Anspruch i bei großer Längsabmessung der Trommel, dadurch gekennzeichnet, daß statt oder neben den Brennern an der Stirnfläche weitere Brenner an der Trommelachse angebracht sind, deren tragende Elemente von zuströmenden, der Heizung dienenden Gasen und von Verbrennungsluft durchströmt und gekühlt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf oder im Innemnantel der Trommel parallel zur Drehachse ein oder mehrere Rohre als Zuführung für die Aktivierungsgase angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch lose bzw. drehbare Anordnung der Einrichtungen (5 bis io) für die Zuführung der Aktivierungsgase unter Anordnung der gegebenenfalls rechenartig ausgebildeten Aktivierungsgasrohre, unabhängig von der Drehbewegung der Trommel.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch q. und 5, gekennzeichnet durch Anordnung einer selbsttätigen Steuerung für den Einlaß der Aktivierungsgase, derart, daß die Zuleitungen für die Gase nur dann geöffnet werden, wenn sie sich im unteren Teil der Trommel unterhalb der Schicht des Aktivierungsgutes befinden, und daB Schließung der Zuleitung erfolgt, wenn sie ;ich im oberen Teil der Trommel befinden.
DEH122267D 1929-06-27 1929-06-27 Vorrichtung zur Herstellung aktiver Kohle Expired DE583206C (de)

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DE (1) DE583206C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970762C (de) * 1944-10-25 1958-10-30 Degussa Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle
EP0077462A1 (de) * 1981-10-08 1983-04-27 Degussa Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zum Aktivieren von Aktivkohle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970762C (de) * 1944-10-25 1958-10-30 Degussa Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle
EP0077462A1 (de) * 1981-10-08 1983-04-27 Degussa Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zum Aktivieren von Aktivkohle

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