DE3306161C2 - Farbbildaufnahmegerät - Google Patents
FarbbildaufnahmegerätInfo
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Abstract
In einem Farbbildaufnahmegerät fällt Licht eines Bildes von einem zu fotografierenden weißen Gegenstand (101) oder Licht eines Bildes, das durch eine Zerstreuungsplatte (122) od.dgl. vergleichmäßigt ist, durch ein elektrochromatisches Element (401) auf eine Bildaufnahmeröhre (104). Aus einem Videosignal der Bildaufnahmeröhre (104) werden zwei Primärfarbensignale separiert, von einem Differentialverstärker (404) wird eine Spannung ermittelt, die einer Differenz zwischen den zwei Primärfarbensignalen entspricht, und die Spannung wird an das elektrochromatische Element (401) gelegt. Hierdurch wird dessen spektrale Durchlässigkeit gesteuert, wodurch ein optimales Weiß-Gleichgewicht erhalten wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bildaufnahmegerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, z. B. auf
eine Videokamera, wei es aus der DE-AS 26 05 018 bekannt ist.
in einem Bildaufnahmegerät wie z. B. einer Videokamera kann eine richtige Farbwiedergabe nicht erfolgen,
wenn nicht bei der Aufnahme des Bildes der Weißabgleich entsprechend der Farbtemperatur des zu fotografierenden
Gegenstands gesteuert wird. Zur Erzielung des Weißabgleichs wurden verschiedene Verfahren
entwickelt. Fig. I zeigt ein System, wie es typischerweise
zur Erzielung des Weißabgleichs in einer Farbvideokamera verwendet wird. Gemäß F i g. 1 wird ein Objektiv
102 auf einen Gegenstand 101 scharfeingestellt Das von dem Gegenstand 101 kommende Licht gelangt
durch das Objektiv 102 und ein Trimmfilter 103, so daß das Bild des Gegenstands auf der Bildaufnahmefläche
einer Bildaufnahmeröhre 104 gebildet wird. Die Bildaufnahmeröhre
104 enthält Farbstreifenfilter, wie sie in F i g. 2 dargestellt sind. Das Bezugszeichen W kennzeichnet
ein Transparentfiiter, G ein Grünfitter Ye ein
Gelbfilter und Cy ein Zyanfilter. Von den Streifenfiltern werden die Rotanteile und die Blauanteile des einfallenden
Lichts als amplitudenmoduliertes Hochfrequenzsignal erzeugt Dieses Hochfrequenzsignal ist als eine einzelne
Trägerfrequenz aufweisendes verschachteltes Signal bekannt Wenn die Trägerfrequenz 3,58 MHz beträgt
wird das verschachtelte Signal von einem Vorverstärker 105 verstärkt und von einem Bandpaßfilter 106
mit einem Frequenzband von 3,58 MHz gefiltert Das
2G Bandpaßfilter 106 erzeugt dann ein Chrominanzsignal.
Das Chrominanzsigna] wird in einer Verzögerungsleitung 107 um (IH- λγ/2) verzögert Das verzögerte
Chrominazsignal wird auf ein nicht-verzögertel Chrominanzsignal
aufaddiert und von diesem subtrahiert Ein Ausgangssignal eines Addierers 108 wird von einem Detektor
109 erfaßt Das Band des erfaßten Signals wird von einem Tiefpaßfilter (TPFi) 110, das ein Frequenzband
von 500 kHz aviweist, begrenzt Das Niedrigfrequenzsignal wird dann von einem spannungsgesteuerten
Verstärker (VCA) 111 verstärkt, der hierdurch ein Rotsignal R erzeugt. In änlicher Weise wird ein Ausgangssignal
eines Subtrahierers 112 von einem Detektor 113 erfaßt. Das erfaßte Signal wird von einem Tiefpaßfilter
(TPF1) 114 begrenzt, und das niedrigfrequente
Signal des Tiefpaßfilters 114 wird von einem spannungsgesteuerten
Verstärker (VCA) 115 verstärkt, der ein Blausignal B erzeugt Bei dem spannungsgesteuerten
Verstärker handelt es sich um einen Verstärker, dessen Verstärkung nach Maßgabe der seinem Steuereingang
zugeführten Spannung gesteuert wird Währenddessen gelangt das Ausgangssignal des Vorverstärkers 105 an
ein Tiefpaßfilter (TPF\) 116 und eins Verzögerungsleitung
117, so daß das Ausgangssignal des Vorverstärkers
105 in ein Niedrigfrequenz-Leuchtdichtesignal Yi. desselben
Frequenzbandes umgesetzt wird, welches bezüglich des Rotsignals R und des Blausignals Asynchron ist.
Gleichzeitung durchläuft das Ausgangssignal des Vorverstärkers 105 ein Tiefpaßfilter (TPF2) 118 von
3,1 MHz und eine Verzögerungsleitung 119, um einem NTSC-Codierer 120 zugeführt zu werden. Der NTSC-Codierer
120 erzeugt ein Leuchtdichtesignal Y, das mit dem Rotsignal R, dem Blausignal B und dem Niedrigfrequenz-Leuchtdichtesignal
Yl synchronisiert ist. Die Signale R, B und Yl werden von dem NTSC-Codierer 120
codiert, der ein NTSC-Signal 121 abgibt.
Es sei angenommen, die Videokamera sei derart ausgebildet, daß die Spektralkennlinien der Bildaufnahmeröhre
und der Streifenfilter bei einer Beleuchtung einer Farbtemperatur von 3000 K ein gutes Gleichgewicht
des Farbausgangssignals erzeuge, wie in F i g. 3A veranschaulicht ist. Wenn man eine solche Videokamera bei
einer Beleuchtung von 6000 K oder bei Außenaufnahmen unter direktem Sonnenlicht verwendet, ändert sich
die Balance der Signale B. V/ und R, wie in Fig.3B
dargestellt ist. Um die spektralen Empfindlichkeiten der Signale B, Yt. und R auszugleichen, liegt in uem optischen
Weg als Trimmfilter 103 ein Gelbfilter. Weiterhin liegt in dem optischen Weg eine Zerstreuungsplatte 122,
um die Oberfläche der Bildaufnahmeröhre gleichmäßig mit Außenlicht zu beleuchten. Eine Blendenöffnung des
Objektivs wird derart gesteuert, daß das Ausgangssignal der Bildaufnahmeröhre auf dem Normalwert gehalten
wird, d. h, daß bei Verwendung einer Vidikon-Bildaufnahmeröhre
ein Signalstrom von 0,2 μΑ (Spitze-Spitze) erhalten wird. Die Blendenöffnung kann durch
einen automatisch arbeitenden Blendenmechanismus eingestellt werden. In diesem Fall entspricht das Ausgangssignal
des VCA ItI dem Rotsignal, das in bezug auf das Weißsignal einen gegebenen Pegel aufweist,
wenn der Benutzer die Kamera gerade einschaltet Der gegebene Pegel bestimmt sich durch eine durch den
Anfangszustand eines Spannungsspeichers vorgegebene Verstärkung. Dieses Rofcignal wird von einem Detektor
128 erfaßt und von einer Glättungsschaltung (TPF3) 129 geglättet, so daß eine Gleichspannung erhalten
wird. Diese Gleichspannung wird an den Eingang eines Differentialverstärkers 130 gegeben, der die von
der Glättungsschaltung 129 kommende Gleichspannung
mit einer anderen ihm zugeführten Spannung vergleicht und ein der Potentialdifferenz entsprechendes Signal
erzeugt. Das von dem Differentialverstärker 13.0 kommende Signal wird Ober einen Analogschalter 131, der
eine Farbtemperatursteuerung vornimmt, in einem Spannungsspeicher 132 gespeichert Das Blausignal
wird genau so verarbeitet wie das Rotsignal. Es läuft über einen Detektor 132, eine Glättungsschaltung 134
und einen Differentialverstärker 135. Das Signal des Differentialverstärkers 135 wird über einen Analogschalter
126 in einem Spannungsspeicher 127 gespeichert Währenddessen wird von dem Detektor 133 das
Niedrigfrequenz-Leuchtdichtesignal Yl erfaßt und von einer Glättungsschaltung 134 geglättet, die eine Gleichspannung
erzeugt. Diese Gleichspannung wird an jeweils den anderen Eingang des Differentialverstärkers
125 bzw. 130 gegeben. Die Differentialverstärker 125 und 130 vergleichen somit Eingangsspannungen. Man
beachte, daß die Analogschalter 126 und 131 miteinander gekoppelt sind. Werden die Schalter 126 und 131
gleichzeitig ei :.geschaltet, d. h. geschlossen, so werden an die Spannungsspeicher 132 bzw. 127 Differentialspannungen
entsprechend den Gleichanteilen von Yl und R bzw. Yl und B gegeben. Hierdurch werden die
Anfangswerte der inhaite der Spannungsspeicher Ϊ32 und 127 geändert. Das vom VCA 111 kommende Rotsignal
R und das vom VCA 115 komme ide Blausignal B
werden so geändert, daß eine Anpassung an das Niedrigfrequenz-Leuchtdichtesignal
Yl erfolgt. In anderen Worten: Die Verstärkungen der VCAs 111 und 115 werden
derart geändert, daß die Differentialspannungen verschwinden, um ein gutes Weiß-Gleichgewicht zu erhalten.
Anschließend werden die Analogschalter 126 und 131 gleichzeitig geöffnet, d. h. ausgeschaltet. Da die
Spannungsspeicher 127 und 132 die aktualisierten Werte der Differentialverstärker 125 bzw. 130 speichern,
bleibt der Weißabgleich unverändert Der oben geschilderte Vorgang des Weißabgleichs dauert einige Sekunden.
Danach wird die Zerstreuungsplatte aus dem optischen Weg entfernt, und das Licht fällt auf die Aufnahmeröhre
104. Wenn sich während der Aufnahme die Farbtemperatur der Beleuchtung ändert, werden die
Analogschalter ein- und dann ausgeschaltet, um das richtige Weiß-Gleichgewicht zu erhalten, wenn die Änderung
der Farbtemperatur gering ist.
Ist die Änderung der Farbtemperatur groß, muß ein anderes Trimmfilter zur Erzielung des optimalen Weißabgleichs
verwendet weri^n. Es sei angenommen, es
würden spannungsgesteuerte Verstärker verwendet, die einen großen Änderungsbereich bezüglich der Verstärkung
und einen breiten dynamischen Bereich aufweisen, in einem solchen Fall läßt sich der optimale Weißabgleich
ohne Verwendung des Trimmfilters erhalten. Selbst wenn die Amplituden der Signale Ä, B und Yl
gleichmäßig ausgeglichen werden, sind die Störabstände zwischen jeweils zwei dieser Signale nicht ausgeglichen.
In den in Fig.3 dargestellten Kennlinien verschlechtert
sich der Störabstand des Rotsignals, so daß die Bildqualität beeinträchtigt wird. Weiterhin ändert
sich bei Änderung der Farbtemperatur das spektrale Verhalten (die Empfindlichkeit) des Niedrigfrequenz-Leuchtdichtesignals
Yl, so daß die Farbwiedergabe beeinträchtigt wird, ausgenommen bei einer Farbtemperatur
von 3000 FC Um eine solche Beeinträchtigung der Bildqualität zu kompensieren, muß eine lineare Matrixschaltung
verwendet werden, die nach Maßgabe einer Änderung der Farbtemperatur geändert wird. Dies würde
jedoch zu einer komplizierten Schaltung und einer Zunahme der Bauelemente führen. Weiterhin ist ein stabiler
Betrieb der Schaltung nicht mög:i.;h. Die Verwendung
eines Trimmfilters könnte die aufgezeigten Nachteile vermeiden. Bei einer großen Anzahl von Filtern in
einer Revolveranordnung wird jedoch die Konstruktion des Geräts kompliziert und das Gerät selbst, unhandlich
groß. Da _·3 sich weiterhin um eine mechanische Anordnung
handelt, ist die Widerstandsfähigkeit bezüglich Stoßbeanspruchungen und Erschütterungen gering. Das
Trimmfilter besitzt ein bewegliches Element, welches mit der Zeit in dem optischen Weg verschlissen wird, so
daß das bewegliche Element des Trimmfilters nicht staubdicht abgeschlossen werden kann. Selbst wenn das
Trimmfilter vor dem Objektiv angeordnet werden könnte, würden Handhabbarkeit und leichte Transportfähigkeit
des Geräts beeinträchtigt
Aus der DE-AS 26 05 018 ist ein Farbbildaufnahmegerät der eingangs genannten Art bekannt, bei dem das
Stellglied in Form von Multipliziergliedern, die im Signalweg der Primärfarbensignale liegen, ausgebildei ist
Die beiden Primärfarbensignale Rot und Blau werden mitte1·' Vergleichern jeweils mit dem Grünsignal verglichen.
Die Ausgänge der beiden Zähler steuern den Zählerstand von Digitalzählern. An die Zähler ist jeweils ein
Digitai/Anaiog-Wandler angeschlossen, der ein analoges
Ausgangssignal auf das zugehörige Mütiplizierglied gibt Zur Erzielung des Weißabgleichs ist also ingesamt
ein beträchtlicher Schaltungsaufwand erforderlich, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß die Multiplizierstufen
im Rot- und im Blau-Kanal exakt arbeitende Bauteile sein müssen, damit der gewünschte exakte Abgleich
erfolgen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem ein
optimaler Weißabgleich im Gesamtbereich der Farbtemperaturen erhalten wird, und das einen im Vergleich
zu dem oben erläuterten Stand der Technik verhältnismäßig einfachen Aufbau aufweist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 angegeben. Im Vergleich zu dem oben näher beschriebenen
Bildaufnahmegerät besitzt das erfindungsgemäße Gerät nur eine geringe Anzahl von Bauteilen. Im
Vergleich zu dem z. B. in F i g. 1 dargestellten Gerät zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß kein bewegliches
Element verwendet werden muß. Gegenüber der Anordnung nach üir DE-AS 26 05 018 hat die Erfindung
den Vorteil, daß auf eine aufwendige Schaltung verzichtet werden kann, und daß der Weißabgleich sehr
exakt erfolgt. Im folgenden werden Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Blockdiagramm eines herkömmlichen Farbbildaufnahmegeräts mit einem System zum Steuern
des Weißabgleichs,
Fig. 2 den schematischen Aufbau eines Farbfilters einer Einzelröhrenkamera,
Fig. 3A eine graphische Darstellung der spektralen Empfindlichkeit, wie sie in dem Ausgangssignal als
Funktion der Wellenlänge zum Ausdruck kommt, wenn die für eine Farbtemperatur von 3000 K ausgelegte
Farbvideokamera bei einer Beleuchtung von 3000 K verwendet wird,
F i g. 3B eine graphische Darstellung, die die spektrale Empfindlichkeit veranschaulicht, wie sie in dem Ausgangssignal
als Funktion der Wellenlänge zum Ausdruck kommt, wenn dieselbe Kamera wie im Fall der
Fig. 3A verwendet wird, jedoch bei einer Beleuchtung
von 6000 K,
Fig.4 ein Blockdiagramm eines Farbbildaufnahmegeräts
gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 5 eine teilweise geschnittene, perspektivische Ansicht eines elektrochromatischen Filters,
Fig. 6A eine graphische Darstellung, die die Durchlässigkeit
als Funktion der Wellenlänge des Ausgangssignals des elektrochromatischen Filters veranschaulicht,
wobei eine Spannung als Parameter verwendet wird,
Fig.6B eine graphische Darstellung, die die Strahlungsintensität
eines schwarzen Strahlers als Funktion der Wellenlänge u>_$ Ausgangssignals veranschaulicht,
wobei eine Farbtemperatur als Parameter verwendet wird, und
Fig. 7 ein Blockdiagramm einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Farbbildaufnahmegeräts.
F i g. 4 ist ein Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbeispieis
eines erfindungsgemäßen Farbbiidaufnahmegeräts. In F i g. 4 sind den den in F i g. 1 gezeigten
Teilen entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet. Gemäß F i g. 4 besitzt eine Bildaufnahmeröhre
104 die in F i g. 2 dargestellten Streifenfilter, sie ist jedoch in Kombination mit den Streifenfiltern derart
ausgebildet, daß die Signale R, B und Yl bei einer Farbtemperatur von 8000 K bei bewölktem Himmel ausgeglichen
werden können. Bei direkter Sonneneinstrahlung gelangt Licht von einem im Freien befindlichen
Gegenstand 101 durch ein Objektiv 102 und ein elektrochromatisches
Filter 401 und trifft auf die Bildaufnahmeröhre 104 auf. Von den Tiefpaßfiltern 110, 114, 116
und 118 werden wie im Fall der Ausführungsform nach
F i g. 1 die Signale R, B, YL und /erzeugt.
Im folgenden soll das elektrochromatische Filter 401
näher beschrieben werden. Als elektrochromatisches Element 401 kann das in der Japanischen Patentveröffentlichung
No. 56-4679 beschriebene Filter verwendet werden. Es handelt sich dabei um ein optisches Festkörper-Filterelement,
dessen spektrale Durchlässigkeit (Transmissionsgrad) sich nach Maßgabe einer ihm zugeführten
Spannung ändert, und das den in F i g. 5 veranschaulichten Aufbau besitzt Nach F i g. 5 ist auf einem
Glassubstrat 306 eine transparente Elektrode 502 gebildet,
über der eine erste elektrochromatische Schicht 504
aus Ir(OH)1, Ni(OH), oder dergleichen geformt ist. Über
eine Isolierschicht 503 aus Ta2Os, S1O2 oder dergleichen
ist über der ersten elektrochromatischen Schicht 504 eine zweite elektrochromatische Schicht 505 aus WO3,
ΜΠΟ3 oder dergleichen gebildet. Auf der zweiten elek·
trochromatäschen Schicht 505 ist eine transparente Elektrode 501 gebildet. Da die Gesamtdicke der Schien
ten 501 bis 505 nur 2 bis 3 μΓΠ dick ist, bestimmt sich die
Dicke des elektrochromatischen Filters hauptsächlich durch die Dicke des Glassubstrats 506. Wenn eine Spannung
an das Filter gelegt wird, ändern die erste und die zweite elektrochromatische Schicht 504 bzw. 505 gleichzeilig
ihre Farbe, so daß sich ihre spektrale Duchlässigkeil: ändert. F i g. 6A ist eine graphische Darstellung, die
die Durchlässigkeit, d. h. den Transmissionsgrad al; Funktion der Wellenlänge des Ausgangssignals des
elektrochromatischen Filters unter Verwendung einer Spannung als Parameter darstellt. Fig.6B ist eine gra
phische Darstellung, die die Strahlungsintensität eine; schwarzen Strahlers als Funktion der Wellenlänge de;
Ausgangssignals unter Verwendung einer Farbtemperatiir als Parameter veranschaulicht. Die Lumineszen7
des Filters bestimmt sich durch die einer von einer Spannungsquelle an die transparenten Elektroden 501
und 502 angelegten Spannung entsprechende Ladung Erreicht das Spannungspotential zwischen den transparenten
Elektroden 501 und 502 ein Gleichgewicht, se fließt kein Strom hindurch. In diesem Fall dient das elek
trochromatische Filter als Kondensator. Selbst wenn die Spannungsversorgung von dem elektrochromatischeri
Filter abgetrennt wird, bleibt die Lumineszenz erhalten wenn nicht die Ladung entfernt wird. Somit dient das
elektrochromatische Filter auch als Speicherelement Die Haieezeit des Speichers bestimmt sich im wesentlichen
durch den Leckstrom der externen Schaltung, sie beträgt jedoch etwa 10 Stunden. Für den allgemeiner
Gebrauch benötigt man keinen speziellen Speicher. Urr das elektrochromatische Filter in seinen Normalzustanc
zu bringen, d. h. zu »löschen«, muß die Ladung entferni werden. Hierzu kann ein Widerstand an das Filler ge
schaltet werden. Um die Löschgeschwindigkeit zu erhö hen, kann eine entgegengesetzt gepolte Spannung ar
das Filter geiegi werden, in diesem FaM können die
Lumineszenz und das Löschen des Filters verzögen werden, wenn sich die Temperatur verringert. Jedoch
sind die Lumineszenz- und die Lösch-Ansprechzeit se kurz, daß sie in dem Bereich zwischen einigen und einigen
zehn Millisekunden liegen. In diesem Zustand wire eine Zerstreuungsplatte 122 in dem optischen Weg angeordnet.
Die Signale R und B werden von den Detektoren 402 und 405 erfaßt und von Tiefpaßfiltern 403 bzw
406 geglättet. Die Tiefpaßfilter 403 und 406 liefern Gleichspannungen. Eine einer Differenz zwischen der
Gleichspannungen entsprechende Spannung wird vor dem Differentialverstärker 404 erzeugt. Dessen Ausgangsspannung
gelangt über einen Analogschal' .τ 407 an das elektrochromatische Filter 401. In einem Zustand
unmitttelbar vor der Steuerung des Weiß-Gleichgewichts
speichert das eiektrochromatische Filter 401 Daten entsprechend dem vorhergehenden Zustand des
Weißabgleichs oder entsprechend dem Zustand, in dem dem elektrochromatischen Element 401 Energie zugeführt
wird. Wird der Analogschalter 407 eingeschaltet gelangt an das elektrochromatische Filter 401 eine
Spannung, die der Differenz zwischen den Signalen R und B entspricht, so daß sich die spektrale Durchlässigkeit
des Filters 401 ändert Wenn an das elektrochromatische Filter 401 eine Spannung gelegt wird, durch die es
Licht abgibt, wenn das Signal R größer ist als das Signal
B, und es erlischt, wenn das Signal R kleiner ist als das
Signal B, so ändert sich die Durchlässigkeit des Filters 401, bis das Signal R genau so groß ist wie das Signal B
Hierzu wird für das elektrochromatische Filter 401 ein solches Material ausgewühlt, daß das Produkt seiner
Strahlungsintensität und der Strahlungsintensität eines schwar/en Strahlers in dem Gesamtbereich der Farbtemperatur
sichtbarer Lichtstrahlen konstant ist. Wenn in diesem Zustand der Analogschalter 407 ausgeschaltet
wird, verbleibt das elektrochromatische Filter 401 in dem oben beschriebenen Zustand, so daß der optimale
Weiß-//gleich aufrecht erhalten wird. Daher wird die Zcrstreuungsplatte aus dem optischen Weg entfernt.
Auf diese Weise kann der optimale Weißabgleich in dem gesamten Farbtemperaturbereich aufrecht erhalten
werden, ohne daß ein Speicher und ein bewegliches Element verwendet werden. Da weiterhin das Gleichgewicht
zwischen den Signalen konstant gehalten werden kann, kann die Beziehung zwischen den Störabständen
der Signale konstant gehalten werden. Die Wellenform des Signals /kann selbst dann stabil gehalten werden,
wenn sich die Farbtemperatur ändert, so daß eine gute Fiirbvviedsr^sbe erzielt wird.
Da gemäß obiger Beschreibung die Farbtemperatur durch das elektrochromatische Filter unter Verzicht auf
eine mechanische Vorrichtung in ein Farbsignal umgesetzt werden kann, können die Videokamera und die
Farbbildaufnahmevorrichtung im wesentlichen störimgsfrei arbeiten und weisen eine gute Widerstandsfähigkeit
bezüglich Erschütterungen auf. Da weiterhin kein Speicher benötigt wird, wird die Videokamera
kompakt, hat geringes Gewicht und zeichnet sich durch geringe Leistungsaufnahme aus. Mit der Videokamera
kann in einem weiten Bereich von Farbtemperaturen eine ^ute Farbwiedergabe erzielt werden.
Fig. 7 ist ein Blockdiagramm einer zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Farbbildaufnahmegeräts. Das Gerät nach dieser Ausführungsfoirm kann
dann eingesetzt werden, wenn mit einer Beleuchtung fotografiert werden muß, bei der unter Heranziehung
der Eigenschaften des elektrochromatischen Filters 411
allein kein guter Weißabgleich erhalten werden kann. Sind die Rotsignale R und die Blausignale B ausgeglichen,
so wird der verbleibende Fehler von einer herkömmlichen elektrischen Schaltung kompensiert, wodurch
ein guter Weißabgleich erzielt wird. Obschon bei dieser Schaltung die Anzahl der Bauelemente gestiegen
ist. können die Störabstände der Signale verbessert werden, da das auftreffende Licht geregelt wird. In ähnlicher
Weise werden auch die Signale YL und Y in der
beschriebenen Weise gesteuert, wodurch eine gute Farbwiedergabe erzielt wird.
Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispieien wird die Einzelröhrenkamera eines Frequenzverschachtelungssystems
vereinfacht. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf den oben geschilderten Typ von
Aufnahmegerät beschränkt, sondern kann auch bei anderen Einzelröhrenkameras Anwendung finden, sowie
bei Mehrröhrenkameras, z. B. einer Zwei- oder einer Dreiröhrenkamera, bei einer Einzel- und einer Mehrplatten-CCD-Kamera,
einer MOS-Kamera oder dergleichen. Wenn die Farbsignalerfassung so erfolgen
kann wie bei einer Videokamera, so läßt sich die vorliegende Erfindung auch bei einer Filmkamera anwenden.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Farbbildaufnahmegerät, mit einer Bildaufnahmevorrichtung,
die bei einem Weißabgleich Licht einer Weißfläche aufnimmt, einer Detektoranordnung,
die dabei zwei von einem von der Bildaufnahmevorrichtung erzeugten Videosignal separierte
Primärfabensignale vergleicht und ein der Differenz zwischen den zwei Primärfarbensignalen entsprechendes
Detektorsignal erzeugt, welches ein Stellglied des Aufnahmegeräts zur Erzielung des Weißabgleichs
steuert, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied ein in dem Lichtweg des
Aufnahmegeräts befindliches elektrochromatisches Filter (401) ist, dessen spektrale Durchlässigkeit
nach Maßgabe des ihm zugeführten Detektorsignals gesteuert wird.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Detektoranordnung (404) und
dem eiektrochromatischen Filter (401) ein Schalter (407) angeer<inet ist, und daß das elektrochromatische
Filter (401) auch nach dem Ausschalten des Schalters (407) eine gesteuerte spektrale Durchlässigkeit
beibehält.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei von der Detektoranordnung (404)
verglichenen Primärfarbensigwale ein Rotsignal bzw. ein Blausignal enthalten.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vergleichereinrichtung
(125,130) vorgesehen ist, die das Rotsignal mit
einem von dem von der Bildaufnahmevorrichtung erhaltenen Ausgan^svideoi-'^nal separierten
Leuchtdichtesignal und das Blausignal mit dem Leuchtdichtesignal vergleicht, η ; Ausgangssignale
zu erzeugen, die den Differenzen zwischen dem Rotsignal und dem Leuchtdichtesignal bzw. zwischen
dem Blausignal und dem Leuchtdichtesignal entsprechen, wodurch die Pegel der zwei Primärfarbensignale
durch die Ausgangssignale bestimmt werden.
5. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Spannungsdetektor (402,
403, 404, 405, 406) die Differenz zwischen den zwei Primärfarbensignalen als eine Spannung erfaßt wird,
und daß die Spannung dem eiektrochromatischen Filter (401) zugeführt wird.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Weißfläche durch einen
weißen Gegenstand gebildet wird.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Weißfläche durch eine
Zerstreuungspiatte (122) erzeugt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP57026936A JPS58145288A (ja) | 1982-02-22 | 1982-02-22 | カラ−撮像装置 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3306161A1 DE3306161A1 (de) | 1983-09-08 |
| DE3306161C2 true DE3306161C2 (de) | 1985-05-09 |
Family
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