DE32902C - Berieselungsapparat zum andauernden Kühlen von Verletzungen, Entzündungen und dergl. bei Pferden oder anderen Hausthieren - Google Patents

Berieselungsapparat zum andauernden Kühlen von Verletzungen, Entzündungen und dergl. bei Pferden oder anderen Hausthieren

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DE32902C
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domestic animals
cooling
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT32902D
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English (en)
Original Assignee
A. R. KRAUSE, Wachtmeister im 2. Leib-Husaren-Regiment Nr. 2 in Poln. Lissa
Publication of DE32902C publication Critical patent/DE32902C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61DVETERINARY INSTRUMENTS, IMPLEMENTS, TOOLS, OR METHODS
    • A61D9/00Bandages, poultices, compresses specially adapted to veterinary purposes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Meine Erfindung bezieht sich auf einen selbstthätigen Kühlapparat, welcher bei Verletzungen von Hausthieren zur Verwendung gelangt, und eignet sich besonders zur Kühlung von heftig auftretenden Sehnen-, Sehnenscheiden- und Sprunggelenksentzündungen, sowie von Fesselverstauchungen bei Pferden.
Die erwähnten Leiden werden meist innerhalb 24 Stunden durch den Apparat beseitigt, so dafs die Pferde nach 3 bis 4 Tagen wieder in Dienst gestellt werden können.
Die Vortheile, welche dieser Kühlapparat vor bereits vorhandenen hat, bestehen in erster Reihe darin, dafs derselbe sich mit Leichtigkeit an allen den verschiedenen erkrankten Partien der Gliedmafsen anbringen läfst und constant in Thätigkeit bleibt, ohne durch die Aufregung und Unruhe, die sich namentlich bei grofsen Hausthieren in heftiger Weise bemerklich macht, irgendwie beeinflufst zu werden, und dafs selbst bei Anwendung schmutzigen Wassers eine unschädliche Kühlung mittelst des Apparates vorgenommen werden kann.
Die Kühlung durch Umhüllen der erkrankten Körpertheile mit Stroh, Zeugstoffen etc. entspricht nicht dem Zwecke, da die Einwirkung auf den kranken Theil bei weitem nicht so intensiv ist, als durch diesen Apparat und aufserdem einen fortwährend thätigen Wärter während der Dauer des Kühlungsprocesses erforderlich macht, während bei meinem Apparat die Kühlung durch Einlegen von Eis noch erheblich gesteigert werden kann und der die Aufsicht führende Wärter nur von Zeit zu Zeit nachzusehen bezw. nachzufüllen braucht.
Der Apparat kann, mit warmem Wasser gefüllt, vortheilhaft zum Berieseln, Ausspülen und Reinigen von Wunden, Geschwüren etc. angewendet werden.
Meine Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt:
Fig. ι veranschaulicht die Gesammtanordnung meines an dem Unterschenkel eines Pferdes angebrachten Kühlapparates.
Fig. 2 ist die a'ufsere Ansicht,
Fig. 3 ein Schnitt der Fig. 2 nach der Linie x-x und
Fig. 4 die innere Ansicht des eigentlichen Kühlers. ■
Derselbe besteht aus den beiden durch Scharnier α verbundenen Metallplatten b b1, auf welchen mittelst Löthung die beiden Kästen oder Behälter c c1 angebracht sind. Letztere tragen je einen Kniestutzen d bezw. d1, mit welchen durch kleine Gummischläuche e el das I-förmige Rohrstück f in Verbindung gebracht ist.
Seitlich an den Platten b bl sind Schlufsriemen g 1 angeordnet, welche dazu dienen, den Kühler, welcher sich durch das Scharnier der Körperform anpafst, an dem entzündeten Theile festzuschnallen.
Um den Kühler nicht vollständig anzupressen, damit das Wasser aus den in den Platten vorhandenen kleinen Oeffnungen h heraustreten und die Verletzung bespülen kann und um einer schädlichen Reibung des Körpertheiles vorzubeugen, sind auf den Innenseiten der
Platten kleine vorstehende Filzstücke i befestigt.
Zur Verhinderung des Herabrutschens des angeschnallten Kühlers sind an dem oberen Rande desselben Trageriemen k k1 angeordnet, welche an dem Tragegürtel / befestigt sind, der an einer passenden Stelle oberhalb der Verletzung um den Körpertheil geschnallt wird.
■ Mit dem aufrecht stehenden Stutzen des I-förmigen Rohrstückes wird ein Schlauch m verbunden, welcher mit einem im unteren Ende eines Wasserbeutels η befindlichen Trichter ο in Verbindung steht. Der Wasserbeutel ist aus wasserdichter Leinwand hergestellt, wird vermittelst eines am oberen Rande angebrachten Hakens q am Sattel oder dem Deckengurt aufgehängt und dient zur Aufnahme des Kühlwassers.
Um etwa in demselben vorhandene Unreinigkeiten, wie Schlamm etc., nicht in den Kühler gelangen zu lassen, ist der Trichter ο mit einem feinen Drahtsieb ρ versehen, welches ein Passiren von Schmutz nicht zulä'fst.
Das durch den Schlauch m in die Kästen c c1 gelangende Wasser spritzt nun durch die feinen Löcher h der Platten b b1 in scharfem Strahle, da es sich unter verhältnifsmäfsig starkem Druck befindet, gegen die Verletzung und bewirkt eine intensive und wirkungsvolle Kühlung.
Die Anlegung des Apparates ist eine sehr einfache, und ist es empfehlenswerth, denselben, besonders das Sieb ρ, vor dem Gebrauch zu reinigen, sowie den Wasserbeutel in Wasser zu tauchen und die Verletzung des Thieres abzuwaschen, um ein nutzloses anfängliches Einsaugen durch den Beutel, wie auch das Hinweglaufen des Wassers über die trockenen Haare des Thieres zu vermeiden. Bei eintretender Entleerung des Beutels wird Wasser von neuem nach Bedarf nachgefüllt.
Anstatt die beiden Kästen c c1 aus starrem Material herzustellen und behufs Anpassens an die Körperform mit Scharnier zu versehen, kann man auch einen Kühler aus elastischem Material anwenden, bei welchem dann das Scharnier in Wegfall kommt, da sich derselbe ohnedies dem Körpertheil anzuschmiegen vermag.
Auf der Innenseite ist derselbe in gleicher Weise mit Löchern h versehen und müssen selbstredend auch hier die Filzstücke angewendet werden, um ein die Wirkung beeinträchtigendes Anpressen an den Körper zu verhindern.
Der Kühler kann statt des Wasserbeutels auch mit irgend einer Wasserquelle durch einen Schlauch in Verbindung gebracht werden, ohne von dem Wesen meiner Erfindung abzuweichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Berieselungsapparat zum andauernden Kühlen von Verletzungen, Entzündungen u. dergl. bei Pferden und anderen Hausthieren, bestehend aus einem an dem betreffenden Körpertheile zu befestigenden Behälter mit Zuführungsstutzen, dessen Innenfläche fein durchlöchert und miteinzelnen FilzstUcken i ausgestattet ist, wobei der Behälter, um sich der Körperform anzupassen, entweder aus elastischem oder aus starrem Material und letzterenfalls zweitheilig mit zwischenliegendem Scharnier hergestellt sein kann, in Verbindung mit einem hoch aufhängbaren Wassergefäfs oder Wasserbeutel, sowie mit oder ohne Siebeinrichtung und den erforderlichen Verbindungsrohren oder Schläuchen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT32902D Berieselungsapparat zum andauernden Kühlen von Verletzungen, Entzündungen und dergl. bei Pferden oder anderen Hausthieren Expired - Lifetime DE32902C (de)

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