DE327438C - Verfahren zur Erzeugung eines lufthaltigen trocknen Milchproduktes - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines lufthaltigen trocknen Milchproduktes

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DE327438C
DE327438C DE1917327438D DE327438DD DE327438C DE 327438 C DE327438 C DE 327438C DE 1917327438 D DE1917327438 D DE 1917327438D DE 327438D D DE327438D D DE 327438DD DE 327438 C DE327438 C DE 327438C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C1/00Concentration, evaporation or drying
    • A23C1/10Foam drying

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

  • - Verfahret' zur Erzeugung eines lufthaltigen trocknen Milchproduktes. Die Erfihdung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung getrockneter Produkte, und zwar besonders getrockneter Milchprodukte. Das nach dem neuen Verfahren gemäß vorliegender Erfindung erzeugte Milchprodukt besteht aus einem Gemisch kohärierender getrockneter fester 'lilchbestandteile, die durch in ihnen eingeschlossene sehr zahlreiche und äußerst kleine (:3askörper, vorzugsweise Luftkörper, aufgebläht sind.
  • Es sind bereits verschäedizne wohlbekannte _ getrocknete Milchpräparate auf dem Markt, z. B. die mittels des sogenannten Zylinderverfahrens von J u s t erzeugten Präparate, oder die von H a t in a k e r , oder die mittels des Zerstäul)ungsprozesses von S t a u f hergestellten Präparate, oder die von Joseph H. Campbell und dem Erfinder des vorliegenden Verfahrens gemachten Präparate. Alle diese Präparate sind aber in Pulverform o, dgl.,-und die festen -llilchbestandteilc dieser Präparate bilden kompakte, dichte, feste Aggregate, so daß sie, selbst wenn sie äußerst fein gemahlen oder pulverisiert sind; sich zu langsam oder nur unvollständig in Wasser wieder löset' lassen, um schmackhafte Milch daraus herzustellen.
  • Solange die festen Bestandteile in-der natürlichen 'lilch ettttilgiert sind, werden sie wegen ihres Wassergehalts in Quellung gehalten, und zwar werden nicht nur Eiweiß und lasg-itt, sondern alle Bestandteile durch ihre 'Mischung mit dem Wasser hinsichtlich ihrer Gruppierung sowie der sie trennende Zwischenräume in einer gewissen gegenseiti gen Lage zueinander gehalten. Die Wichtig keit, die festen Bestandteile der Milch in die ser natürlichen gegenseitigen Lage zueinande zu erhalten, ist bei -den bisherigen `erfahre außer acht gelassen «-orden.
  • Die vorliegende Erfindung stützt sich au die Entdeckung, daß, je mehr die festen Bestandteile während und nach dem Trocknet in ihrem natürlichen, aufgeblähten Zustanc und ihrer gegenseitigen Lage mit den natür. 'ich vorhandenen Z«-ischenräumen gehalter werden, die getrockneten Milchprödukte destc löslicher und emulsionsfähiger und besser imstande sind, der daraus durch Zugabe von '\@Tasser wieder hergestellten trinkbaren 'Milch den natürlichen Geschmack sowie sonstige die Verdauung beförderlichen Eigenschaften zu verleihen. Gemäß vorliegender Erfindung wird die Milch wie folgt behandelt: Zunächst wird die Milch durch Konzentration oder Verdampfung in bekannter Weise genügend dickflüssig gemacht, so daß die 'lasse durch einen geeigneten Gaskörper, vorzugsweise Luft, aufgebläht «erden kann, derart, elaß die Luft in. der Masse in genügender ''enge festgehalten wird, so. daß sich das Volttmen auf mehr als das Doppelte vergrößert. Dabei wird aber- die Luft in solch feiner gleichförmiger Verteilung von der aufgeblähten -lasse aufgenommen,, daß letztere nicht etwa einen bloßen Schaum bildet, sondern im Gegenteil eine solch kohärierende und plastische hasse, daß sie während ihrer Beliandlur'- und wä]irend des Trocknens dieselbe bleibt. Diese plastische 'lasse wird darin schließlich durch eine Trockenmethode ausgetrocknet, wobei die von der Masse eingeschlossene Luft darin erhalten bleibt, so daß die festem Bestatiriteile ihre gegenseitige natürliche Tage beibehalten und das Eiweiß und hascin, die durch die beim Trocknen vorhandene Wärine ausgedehnt wurden, auf- gebläht bleiben.
  • Die von der 'lasse eingeschlossene Luft scheint in gewissem Grade als ein Ersatz für das Wasser in der natürlichen -Milch zti wirken, indem sie die festen Bestandteile der 'lasse in ihrer gegenseitigen Lage hält, ohne daß das -bustrocknen dadurch beeinträchtigt wird. Das auf diese Weise hergestellte neue' Zlilcliprodukt besteht aus eineng zusammenhängenden Gemisch vier trocknen festen llilchbestardteile, die durch die von ihnen eingeschlossenen sehr zahlreichen feinen Luftblasen aufgebläht sind. Das Produkt ist eitle trockne, zellgewebeähnliche, leichte, scliwarnmige -lasse.
  • Das neue Produkt kann natürlich atif verschiedenen Wegen und mit Hilfe verschiedner Apparate hergestellt werden. Als Beispiel satten in_ folgenden eine :Methode sowie ein Apparat zur 3usführung derselben beschrieben werden.
  • 1l e t h o d e: Natürliche Milch, vorzugsweise abgerahmte Milch; wird zunächst durch die Beseitigung ihres Wassergehalts bis auf wenigstens ein Viertel ihres ursprün@liclien Volumens konzentriert, um ihr die genü-eilde Dickflüssigkeit zu geben. In dieses Konzentrat wird dann eine möglichst große 'Menge fein zerteilter Luft eingeführt, die wegen der Dickflüssigkeit der Milch darin festgehalten wird. Diese Einführung von Luft, die zu einer gleichförmigen homogenen Di.Irchdringung der dickflüssigen -lasse mit Dift führ;. kante auf verschiedenen Wegen erfolgen. z. B. indem die dickflüssige 'lasse in Gegenwart von Luft erwärmt, .geschüttelt, um il'erührt oder in irgendeiner Weise agitiert wird. Auch ia:iin die Luft in die dickflüssige 'Masse hineingepreßt werden, wobei darauf zu achten ist, (Maß die Luft nicht zu schnell durch die 'lasse hindurchgeht. Es können auch heile Methoden vereinigt werden. Je nach ihrem Grad von Dickflüssigkeit wird auf diese «=eise die Masse so vollständig 11s möglich urfit ganz kleinen und äußerst zahlre iclien Luftblasen durchdrungen und dadurch niifge-Mäht, wodurch (las Milchkonzentrat in eine kohärierende, plastische, ziemlich tniver:iii;lerliche 'lasse verwandelt wird, die niiii(lestens das Doppelte des ursprünglichen Volumens
    Besitzt tnr(1 in eine für -las nachträgliche
    "i,rocl:itcti l;eiiietc 1#orin gebracht werden
    kann, welcliv (lic 'fasse aticli bei der während
    ('.L; Trocknens c°orlmininendrn 133cliandlung
    beibehält, da die in der 'Masse l)efiiidl-iche Luft
    von .ihr festgehalten wird. Schließlich wird
    der auf fliese «eise finit Luft durchdrungenen
    'lasse (las darin enthaltene Nasser entzogen,
    und zwar so, daß nur innglichst wenig Luft
    verloren geht. Aus diesem Grunde wird der
    Masse eine ziemlich flache dünne Form gege-
    ben, in welcher Gestalt (las Trocknen ge-
    schieht. Die getrocknete 'fasse wird dann in
    (lockenartige Teile geteilt, wie sie sich am
    besten zum Verpacken und für den Versand
    eignen.
    .Auf der Zeichnung ist eine Anzahl dieser
    flockenartigen :Massenteile .in Fig. i gezeigt.
    hig.2 zeigt in Perspektive einen dieser ge-
    trockneten Teile stark vergrößert, wobei die
    durch die aufgeblähten Stellen hervor-
    gerufenen Erhöhungen urfit a bezeichnet:
    sind. Fig. 3 zeigt in noch stärkerer Ver-
    größerut;g ein tei-lwei,se durchschnittenes, teil-
    weise al}gebrochenes Stück des in Fig. = ge-
    zeigten Teiles, wobei die von den Luftblasen
    gebildeten Zellen und die darüberliegenden
    Erhöhungen a deutlich erkennbar sind: U
    zeigt die Schnittfläche und c die Bruchfläche;
    finit cl sind Krümmungen und finit c= Aus-
    liöliltingen in der Bruchfläche bezeichnet.
    Iin.ige der Zellen sind so klein. daß sie sich
    selbst in den kleinsten Bruchstücken der
    Flockenteile noch finden und niit Hilfe des
    Mikroskops erkennbar sind. Fig. 4. bis ii
    veranschaulichen den Apparat zuz -:#,tisfüh-
    rung des Verfahrens sowie Teile @ desselben.
    und zwar ist Fig. 6 ein -Schnitt nach 6-6 in
    Fig:.f und Fig. 7 eil' Schnitt nach 7-; in
    Fig.6: Fig.4 ist ein mittlerer senkrechter
    Längsschnitt durch den Apparat.
    Zur Aufnahme der konzentrierten 1Milch-
    niasse dient der längliche Behälter 12, der
    (lunch Wände 121 in mehrere miteinander in
    Verkehr stehende Abteilungen geteilt ist, die i
    durch Deckel r2- verschlossen «-erden
    können. jedes Abteil ist ferner ain Boden mit
    einem :Mantel 13 versehen, Diese 'Mäntel
    können durch mit Ventilen versehene Lei-
    tungen 131 mit einer 1\'ärnieztiftthr verhun-
    den sein. Die Leitungen sind auch finit Aus-
    l;issen-t3-verselicn. 1-,ür die l:inführtin#r von
    l.tift unter Druck sind die Rohre 14 vorg(2-
    srlien, die niit Ventilen 14' ausgerüstet sind
    lind (ltircli ein Zweigrohr 14-' mit einer
    1)anil)f(lticlle in Verbindung g( Bracht werden
    l;ünnen, so (l:iß (lie zugeführt(` I.ttft gewünsch-
    tenftills er@@:irnit werden kaini. Die konzen-
    trierte Milch wird durch (las finit dem Ventil
    t @' versehene Rohr i 5 in clen Uchälter 12 ein-
    geführt, %eiihren(l die finit Luft dnrcllcli-ungelic Masse durch ein mit einem Ventil toi' versehenes Mohr i Cl aus dem Behälter ab- lassen werden kann.
  • Der Verkehr zwischen den verschiedenen Abteilen in dein Behälter erfolgt durch in den \\';Anden 12' angebrachte Üffnuugen 17, deren obere Enden ungefähr 45 cm über dem Boden der Abteile liegen:. Die Größe dieser Üffnungen kann durch in Führungen 17= verschiebbare Stangen 171 geregelt werden. Durch den Behälter hindurch geht eine drehbar gelagerte Welle 18, die durch auf ihr sitzende Riemenscheibe 18' und einen Treibriemen 182 mit irgendeiner Kraftquelle in Verlbindting stellt. Auf dieser Welle sitzt innerhalb eines jeden Abteils eine Rühr- oder 1lischvorrichtung i9, wie sie für sich in Fig.5 gezeigt ist. Wie diese Figur zeigt, besteht die Vorrichtung aus einer Anzahl von parallel angeordneten dünnen und vorzugsweise zylindrischen Stangen i91, etwa 6 inm im Durchniesser. Diese Stangen .s.itzen in auf der Welle 18 befestigten Rahmen i9=. Wegen ihrer Gestalt und Anordnung werden die Stangen, die größtenteils unter der Oberfläche der konzentrierten, llilcliinasse liegen. glatt und ebenmäßig an zahlreichen Stellent durch diie Masse durchschneiden und die damit sich mischende, in die Abteile hineingedrückte Luft, wodurch eins äußerst kleine und gleichförmige Zerteilung der Luft erfolgt, ohne daß in der Nasse Schaum erzeugt wird.
  • Der Arbeitsvorgang ist folgender: Durch.das Rohr 15 wird eine genügende Menge konzentrierter 'Milch zugeführt, um das erste Abteil zu füllen. Darauf wird die Welle i8 in rasche Drehungen versetzt, und gleichzeitig wird durch das Rohr 1.4 Luft in den Behälter gedrückt. Die konzentrierte Masse wird dadurch aufgebläht und fließt durch die Öffnung 17 in das nächste Abteil, Zvo. sie derselben Behandlung ausgesetzt wird, wie im ersten Abteil u,sf., bis sie durch das Ablaßrohr 16 abgelassen wird. Inzwischen wird natürlich beständig frische konzentrierte Milch dem ersten Abteil zugeführt, so daß der Arbeitsvorgang ein ununterbrochener ist.
  • Durch das Ablaßrohr 16 fließt Cie 'Tasse durch ihre Schwere in den in Ei,-. 8 und 9 gezeigten Samilieltrichter 22, durch den nahe an seiirLm Boden 23 in der in Ei-. 9 gezeigten Pfeilrichtung ein endloses, nachgiebiges, Itiftundurchlässiges Förderband 2o geht,. das in der gezeigten Ausführungsform aus einem Drahtgewebe besteht, von dein in Fig. io ein Stück gezeigt ist. Dieses Band %circi mit Hilfe von Rieinenscheibeü 21, 2id (Fig.8) fortbewegt. Gegenüber diesem Land %-,-erden mittels Stellschrauben 221', 22d bewegliche Platten 22", -2r' eingestellt, die aus irbendeinem biegsaineil, federnden Material bestellen.: Indem das Band 2o die finit Luft durchdrungene plastische Milchmasse unter diesen schrägen Platten herführt, wird die 'lasse von der Platte 22d in eine dünne gleichförmige Schicht ausg-ebreitet, während von der Platte 22° das Drahtgewebe von irgendwelchen noch daran haftenden. Teilchen befreit wird. Der Umstand, daß auf diese Weise das Förderband durch das Innere der mit Luft durchdTungenen 'Tasse Il (Fig. 9) hindurchgeführt wird, während die Oberfläche der Masse ' mixt der Außenluft in Berührung ist, ist von sehr großer Wichtigkeit, weil so die 'fasse ohne Nachteil für die darin eingeschlossene Luft und ihre übrigen erwünschten Eigenschaften geformt werden kann. Fig. i i zeigt einen Schnitt durch ein Stück des mit Milchmasse belasteten Förderbandes, wobei die Kettenfäden des Gewebes im Schnitt und die Schußfäden in Ansicht gezeigt sind, während die 1-lilchmasse schraffiert gezeichnet ist. Das die 'lasse mit sich führende Förderband 2o gellt durch eine Trockenkammer 24 und aus dieser zurückkehrend in eine Kammer 26, in welch letzterer das getrocknete fertige Produkt von dem Förderband abgenommen wird. Beide Kammern sind in "Fig.8 firn Schnitt schematisch veranschaulicht. Die Kammer 26 enthält nachgiebige Abstreicher 27 und Walzen 28, 281, durch welche Organe 'das getrocknete Produkts von dein Förderband abgehoben und in die in Fig. i und 2 gezeigten flocker,,artigen Stückchen gebrochen wird, die dann gesammelt werden. In einer weiteren Kaminei 29 wird das Förderband durch sich drehende zylindrische Bürsten 30, 31 von den noch an ihm haftenden kleinen Teilchen befreit, die besonders gesammelt werden _und als ein Produkt geringerer Güte' auf den Markt kommen. -In der Trockenkammer ä4 liegen :die Trokkenelemente 25 auf beiden Seiten des Förderbandes. Jedes Trockenelement besteht aus einem Luftbehälter; in dem durch Rohre 25", trockene warme - Luft unter Druck eingeführt wird. Nach dem Förderband hin sind diese Luftbehälter natürlich offen. Die Öffilungen, sind mit einem Sieb 25e von mittlerer 'laschenweite versehen, hinter dem ein zweites Sieh 25d von etwas größerer 'laschenweite liegt, wodurch die Luftbewegung verzögert wird, so daß die 'Tasse auf beiden Seiten voll einem verhältnismäßig sanften Luftstrom getroffen wird.
  • Das- Verfahren sowie der oben beschriebene Apparat können natürlich auch zurTrocknung anderer Massen verwendet werden, die aus einer Lösung oder einer Eimilsion gewonnen @verrleli- ttitrl a1itiliclie 17i-enschaften hallen wie Milch, so daß sie dickflüssig gemacht werden können. Die Erfindung ist aber in erster Linie für die' Herstellttng eines trocknen Milchproduktes bestimmt, indem sie bisher als unüberwindlich angesehene Hindernisse, für die man keine Erklärung hatte, beseitigt.
  • Es ist bereits bekannt, natürliche, nicht abgerahmte Milch zu einem breiartigen Zustand zti verdicken ui-r(1 dann durch Kneten Luft oder Gas in den Teig in der Weise einzuführen, daß er in seinem Innern eine große Anzähl von Blasen enthält. Diesen verhältnismäßig unbeständigen, nicht zäh zusammenhängenden und nicht plastischen Teig hat man dann im Vakuumtrockenapparat sofort getrocknet. wodurch die Teigmasse, eben durch die Wirkung (des -Vakuums, während- des Trocknens weiter anschwillt,-so daß ein Produkt entstand, von dem man sagte, es habe das Missehen eines trocknen, sehr porösen Körpers, dessen Lösungsfähigkeit durch die bedeutende Vergrößerung seiner der lösenden Flüssigkeit dargebotenen Berührungsfläche bedingt sei.
  • Dieses Zierfahren unterscheidet sich jedoch von dem vorbeschriebenen wesentlich dadurch, daß die eingeschlossenen Luftzellen, d. h. Blasen, bei jenem '\herfahren schon von ihrer Aufnahme an eine verhältnismäßig große Ausdehnung haben und bei dem Trocknen Min Vakuum dann noch vergrößert werden, während die festen Bestandteile des 'lilchkörl)ers aus krummen, trocknen, festen Schichten bestehen; welche nicht selbst von mikroskopisch feinen Luftpartikelchen durchsetzt sind. Darin unterscheidet sich die Erfindung grundsätzlich von » allen bekannten Trockenmilchprodukten; denn selbst die geringsten Teilchen geben:, solange die Trocknung noch nicht stattgefunden hat, der durchlüfteten Masse eine plastische Form und Beständigkeit, welche sie in den Stand setzt, ohne nierklichen Zierlust an Luftgehalt, in dünne Häutchen- verwandelt und auf einem endlosen luftchirchlässigen Transportliane' aus Metallgeflecht weiterbewegt zu werden, Nvelclies die zuletzt völlig trocknen 'Milchprodukte abwirft und sie in einer Beschaffenheit liefert, welche an Löslichkeit sowie an anderen charakteristischer, Eigenschaften durch andere Trokkenmilcherzeugnisse bisher noch nicht erreicht worden ist.
  • Es ist ferner bekannt, iii. die zti trocknende Milch während des Verfahrens (las oder 1.tift einzublasen, aller nur zu dein "'.wecke, das :Anbrennen der 'lilcli hei ihrer Berührun-r tnit der hochgradig erhitzten 'frockeiitrcinunel zu vcrliiiten, wonach in dein fortgesetzten Verfahren <die Luft oder das Lias atls der Milch-
    nia,.cvOr der srliliel.rliclien, vollstün ligen
    .\u@treiliun ,des Wassers und vnr der Ver-
    walt(lltinBlei- 'fasse zti einem Milcliptilver
    wieder atis",etriel)en wird, :o daB die festen
    Bestandteile des Milchl)ulver; nicht mehr init
    Luft- oder t;aspartikelclun durchsetzt sind.
    _\ttch ist bekannt, (laß ;mini Trocknen von
    \lilch diese in ihrem- natürlicllien aber ver-
    dickten Zustande auf einem endlosen Riemen
    aus Stahl- oder 'anderem l letallhand oder auch
    aus einem Webstoff in dünnen Schichten fort-
    bewe-t worden ist. Dieses Verfahren unter-
    scheidet sieh jedoch von dem vorheschriebe-
    nen dadurch, was von größter Bedeutung ist,
    daß das vorliegende Verfahren die 'Milch auf
    einem endlosen, luftdurchlässigen Transport-
    liar.,d aus verflochtenen Metalldrähten fort-
    bewegt, da es sich als unmöglich erwiesen hat,
    die durchlüftete Milch in zufriedenstellen;der
    Weise auf einem undürchbrochenen Stahlband
    fortzubewegen, da letzteres zu wenig Ad-
    liäs:onskraft besitzt und undurchlässig -ist,
    ebenso wie es sich als unausführbar erwiesen
    hat. die Milch auf einem Webstofbande zu
    befördern, weil letzteres wegen seiner zu
    gr(A3en Dehnbarkeit und zu starker Adhäsion
    .Schwierigkeiten bietet.

Claims (2)

  1. PATEN T- A1 sPFi"cit E:
    i. Verfahren zur d"rzengung eines lufthaltigen trocknen Milchproduktes, dadurch gekennzeichnet, da13 die Frischmilch, zunächst auf etwa ein Viertel ihres ursprünglichen Umfanges verdickt und in die verdickte Masse dann Luft oder Gas in der Art eingeführt wird, daß ihre Teilchen unter möglichst geringer Aufwallung oder S chaumbildunr durch wiederholtes glattes und gleichmäßiges Durchschneiden feil; verteilt werden; wonach die so hergestellte, zusammenhängend plastische und beständige Masse in dünne Streifen geteilt und getrocknet wird, ohne daß die eigenartige Durchlüftung eine wesentliche nderun- erfährt.
  2. 2. Verfahren nach Anslirtich r, dadurch gekennzeichnet, daß die 'Milch zuerst entrahmtwird. -3. \trfaliren nach Ansprttch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilung der eingeführten Luft oder Ga; dadurch diewirkt wird, daß eine Anzahl einamler paralleler, zN-lindrischer- Stäbe, deren Märke etwa t1 inni nicht überschreiten soll, gleichzeitig die Milchmasse dtirchdrin@en. .4. \"erfahren nach Ansl>rticli i. dadurch flekennzrichnet, daß beine Zunehmen des L"mfan;rcx der Milchnasse durch die eingetriebene Lidft ein (`herlaufen (der Masse aus einer Abteiluuin die andere einer reihenweisen Kammeranordnung stattfin- det. in deren jeder mehr Luft eingetrieben und die Zerteilung der Luftpartikelchen fc.irtehreitend wiederholt wird. ;. Verfahren nach Anspruch i, dadurch
    -,ekenu7eicluict. daß die Troaknun,- di durchlüfteten hlastisclien Masse auf eine endlosen. hiftdurc111iisigen, nachgiebige "rransportband erfolgt, welches aus ve: tlochtenen lletalldräliteii besteht.
DE1917327438D 1917-05-16 1917-05-16 Verfahren zur Erzeugung eines lufthaltigen trocknen Milchproduktes Expired DE327438C (de)

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