DE32702A - Schlagbolzenzünder - Google Patents

Schlagbolzenzünder

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Publication number
DE32702A
DE32702A DE1885P2331 DEP2331 DE32702A DE 32702 A DE32702 A DE 32702A DE 1885P2331 DE1885P2331 DE 1885P2331 DE P2331 DEP2331 DE P2331 DE 32702 A DE32702 A DE 32702A
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DE
Germany
Prior art keywords
firing pin
detonator
pin
movable
trigger
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1885P2331
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. PFUND, Genie-Major in Rolle, Schweiz, und A. SCHMID in Zürich, Schweiz
Filing date
Publication of DE32702A publication Critical patent/DE32702A/de
Application filed by P. PFUND, Genie-Major in Rolle, Schweiz, und A. SCHMID in Zürich, Schweiz filed Critical P. PFUND, Genie-Major in Rolle, Schweiz, und A. SCHMID in Zürich, Schweiz
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Schlagbolzenzünder.
Dieser Zünder hat den Zweck, nicht nur durch einen directen Stofs oder Anprall von vorn, sondern auch durch allseitlich wirkenden Stofs oder Zug die Explosion einer Mine zu bewirken, und eignet sich deshalb speciell zu militairischen Zwecken, wie z. B. für See- und Land-Torpedos.
Der runde Schlagbolzen α mit Zündstift b wird an seinem unteren Theile durch die daran angeschraubte Scheibe c in der Hülse d geführt, auf welcher das halbcylindrische Stück e aufgeschraubt ist und den oberen Theil des Schlagbolzens α führt. In der Hülse- d zwischen der Scheibe c und dem Stück e befindet sich eine schraubengangförmige Schlagfeder. Das obere Ende des Schlagbolzens a hat eine Kehle f mit darauf sitzendem vorspringenden Kegel g. Das auf dem Stift h radial zur Achse des Bolzens bewegliche Abzugstück i hat eine Nase A-, auf welcher bei gespannter Feder der vorpringende Theil des Kegels g aufsitzt. Der obere Theil des Abzugstückes i hat die gleiche halbcylindrische Form wie das ihm gegenüberstehende feste Stück e und zwischen beiden befindet sich ein loser, runder Zapfen m, der bei I eingeschnürt ist und zwischen das oben eingebogene feste Stück e und das bewegliche Abzugstück i geklemmt ist. Ein Kautschukring t oder eine von aufsen auf das Abzugstück i drückende Feder bewirkt das Einschnappen und Festhalten der Nase k in der Kehle f des Schlagbolzens a. An der Verlängerung des Zapfens m ist eine Glocke η aufgesetzt, welche durch den aufgeschraubten Contactknopf 0 befestigt ist.
Die in Fig. 3 speciell veranschaulichte Sicherheitsbüchse ρ trägt einen flantschförmigen Ring q, der mit einander gegenüberstehenden Löchern zur Befestigung von Schnüren oder Drähten versehen ist. Die Büchse selbst hat zwei schraubenförmige, einen Viertelumgang machende Nuthenr, welche durch in der Hülse d angebrachte Schraubenzapfen s geführt sind.
Die Sicherheitsbüchse kann nun vermittelst zweier Schnüre von einer gedeckten Stellung aus herauf- oder heruntergeschraubt werden und verhindert in ihrer oberen Stellung das Ausklinken der Nase k, so dafs keine Entzündung stattfinden kann, während bei der unteren, durch punktirte Linien in Fig. 1 angegebenen Lage das Abzugstück i sich so weit auswärts bewegen kann, um die Auslösung des Schlagbolzens α zu bewirken, der nun durch die Spannung der Feder den Zündstift b in die an der Mine aufgesetzte Zündkapsel oder Zündpatrone treibt und somit die Sprengladung entzündet.
Wirkt nun ein Stofs oder Zug von vorn oder von irgend einer Seite auf den Contactknopf 0, so verändert sich die Lage des Zapfens m, der obere Theil des Abzugstückes i entfernt sich von der Mittellinie und bewirkt die Auslösung des Schlagbolzens α, worauf der Schlag und die Explosion erfolgen. Das Spannen der Feder geschieht von unten vermittelst eines hohlen Stabes, mit welchem die Scheibe c mit dem Schlagstift bis zum Einschnappen des Abzugstückes zurückgestofsen wird.
Bei See-Torpedos kann die Glocke n, die nur den Zweck hat, bei Land-Torpedos die inneren beweglichen Theile vor Nässe zu
schützen, weggelassen werden, ebenso wie der Flantsch der Sicherheitsbüchse, welche in diesem Falle mit einer Stellschraube oder auf ähnliche Weise bis zur Entsicherung des Zünders festgehalten werden kann. ;

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Schlagbolzenzünder, bestehend aus einem durch eine Schraubenfeder spannbaren Schlagbolzen a, versehen mit. Einkerbung / und Kegel g, unter welchen, bei gespannter Feder, das bewegliche Abzugstück i mit Nase k eingreift, in der Hülse rf beweglich, und dem zwischen dem festen Stück e und dem beweglichen Abzugstück i befindlichen, bei / eingeschnürten, frei beweglichen Zapfen m mit Knopf o, welcher durch einen von vorn oder seitlich erfolgenden Stofs oder Zug den Schlagbolzen α auslöst und die Ladung zur Explosion bringt.
    Hierzu i Blatt Zeichnungen.
DE1885P2331 1885-02-25 Schlagbolzenzünder Pending DE32702A (de)

Publications (1)

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DE32702A true DE32702A (de)

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